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	<title>wiki.climate-thinking.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-25T14:16:14Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer&amp;diff=4289</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer</title>
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		<updated>2022-02-17T10:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: Die Seite wurde neu angelegt: „Sophie Meyer studiert die Studienfächer Biologie, Germanistik und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Kassel.  == Sophie Meyer == *…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sophie Meyer studiert die Studienfächer Biologie, Germanistik und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sophie Meyer ==&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Sophie Meyer|Bearbeitungen von Sophie Meyer]]&lt;br /&gt;
* Artikel von Sophie Meyer:&lt;br /&gt;
** [[Tatsache (alltagssprachlich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4288</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-17T09:59:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary, 3rd Edition|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= 2004|Seite= |Website= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften machen wissenschaftliche Inhalte für die Gesellschaft zugänglich und sorgen somit für eine Kommunikation zwischen Wissenschaft und Bevölkerung. Ziel ist es, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Erkenntnisse zu steigern.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Herbst, Liesa|Titel= Von Natur aus anders, Die Biologisierung der Geschlechterdifferenz und ihre Renaissance in populären Sachbüchern |Ort= Wien|Verlag= Liv Verlag|Jahr= 2015|Seite= 75}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Sophie|Nachname=Meyer|Vorname2=Marie|Nachname2=Döring|Tag= 12|Monat= 02|Jahr= 2022|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sophie Meyer ==&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Sophie Meyer|Bearbeitungen von Sophie Meyer]]&lt;br /&gt;
* Artikel von Sophie Meyer:&lt;br /&gt;
** [[Tatsache (alltagssprachlich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4287</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-17T09:56:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary, 3rd Edition|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= 2004|Seite= |Website= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften machen wissenschaftliche Inhalte für die Gesellschaft zugänglich und sorgen somit für eine Kommunikation zwischen Wissenschaft und Bevölkerung. Ziel ist es, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Erkenntnisse zu steigern.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Herbst, Liesa|Titel= Von Natur aus anders, Die Biologisierung der Geschlechterdifferenz und ihre Renaissance in populären Sachbüchern |Ort= Wien|Verlag= Liv Verlag|Jahr= 2015|Seite= 75}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Sophie|Nachname=Meyer|Vorname2=Marie|Nachname2=Döring|Tag= 12|Monat= 02|Jahr= 2022|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sophie Meyer ==&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Vorname Nachname|Bearbeitungen von Vorname Nachname]]&lt;br /&gt;
* Artikel von Vorname Nachname:&lt;br /&gt;
** [[Titel des von Ihnen erstellten Artikels]]&lt;br /&gt;
** [[Titel des von Ihnen erstellten Artikels]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Tatsache_(alltagssprachlich)&amp;diff=4286</id>
		<title>Tatsache (alltagssprachlich)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Tatsache_(alltagssprachlich)&amp;diff=4286"/>
		<updated>2022-02-17T09:50:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox-Wissen}}Für „Wissensgesellschaften“&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe etwa {{Quellen-Literatur|Autor*in=Willke, Helmut |Titel=Supervision des Staates|Ort=Frankfurt a. M. |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1997 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; scheint es wie selbstverständlich, sich auf Tatsachen zu berufen. Doch bereits die Frage danach, was von wem und in welchen Kontexten als Tatsache anerkannt wird, eröffnet den Blick auf den Tatsachenbegriff selbst. In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen werden entsprechend als etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Wissenschaftsphilosophie wird das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektiert, häufig um sich anschließend kritisch damit zu beschäftigen. Zu Forscher*innen, die sich hierfür interessieren, zählt der Soziologe [[Bruno Latour]], der ebenfalls betont, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie ''Wirklichkeit'' und ''Wahrheit'' steht. Somit würden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Wissenschaftstheoretiker [[Ludwik Fleck]] thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert dessen Alltagsverwendung mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein einzelsprachliches Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der englische Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary, 3rd Edition|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= 2004|Seite= |Website= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante herausgestellt, die sich auf Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit bezieht.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff ''Tatsache'' im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste, stabile, unveränderliche Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen geradezu ausgeschlossen. Auf die Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich auch Autor*innen aus der Wissenschaftsphilosophie, -soziologie oder -geschichte, welche im Kontrast zu dem Alltagsverständnis ungewöhnliche Formulierungen verwenden: Fleck spricht bespielweise davon, dass sich [[Tatsache (wissenschaftshistorisch)|Tatsachen entwickeln und entstehen]].&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Latour hingegen stellt fest, dass [[Tatsache (wissenschaftssoziologisch)|Tatsachen etwas Prozesshaftes sind]], welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wissenschaftstheoretikerin [[Karin Knorr-Cetina]] spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften machen wissenschaftliche Inhalte für die Gesellschaft zugänglich und sorgen somit für eine Kommunikation zwischen Wissenschaft und Bevölkerung. Ziel ist es, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Erkenntnisse zu steigern.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Herbst, Liesa|Titel= Von Natur aus anders, Die Biologisierung der Geschlechterdifferenz und ihre Renaissance in populären Sachbüchern |Ort= Wien|Verlag= Liv Verlag|Jahr= 2015|Seite= 75}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit [[objektiv]]. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in den Naturwissenschaften==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini|Abb. 1: Schematische Darstellung des  naturwissenschaftlichen Erkenntnisprozesses.]]Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt beispielsweise aus biologiedidaktischer Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den [[Gütekriterien]] der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Diese Gütekriterien finden in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften Anwendung. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die [[Objektivität]] besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Marie|Nachname=Döring|Vorname2=Sophie|Nachname2=Meyer|Tag= 12|Monat= 02|Jahr= 2022|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissen in der Klimakrise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tatsachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bruno Latour]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwik Fleck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karin Knorr-Cetina]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4238</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-12T07:29:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary, 3rd Edition|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= 2004|Seite= |Website= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften machen wissenschaftliche Inhalte für die Gesellschaft zugänglich und sorgen somit für eine Kommunikation zwischen Wissenschaft und Bevölkerung. Ziel ist es, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Erkenntnisse zu steigern.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Herbst, Liesa|Titel= Von Natur aus anders, Die Biologisierung der Geschlechterdifferenz und ihre Renaissance in populären Sachbüchern |Ort= Wien|Verlag= Liv Verlag|Jahr= 2015|Seite= 75}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Sophie|Nachname=Meyer|Vorname2=Marie|Nachname2=Döring|Tag= 12|Monat= 02|Jahr= 2022|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4237</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-12T07:28:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary, 3rd Edition|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= 2004|Seite= |Website= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften machen wissenschaftliche Inhalte für die Gesellschaft zugänglich und sorgen somit für eine Kommunikation zwischen Wissenschaft und Bevölkerung. Ziel ist es, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Erkenntnisse zu steigern.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Herbst, Liesa|Titel= Von Natur aus anders, Die Biologisierung der Geschlechterdifferenz und ihre Renaissance in populären Sachbüchern |Ort= Wien|Verlag= Liv Verlag|Jahr= 2015|Seite= 75}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Sophie|Nachname=Meyer|Vorname2=Marie|Nachname2=Döring|Tag= 10|Monat= 02|Jahr= 2022|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4201</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-10T12:08:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary, 3rd Edition|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= 2004|Seite= |Website= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften sind verständliche, gut zugänglich und dennoch wissenschaftliche Texte.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Wilkes, Hanna |Titel= Erklärungshandlungen in populärwissenschaftlicher Literatur|Jahr= 2013|Website= |Online= https://www.grin.com/document/299180|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft-Gruppe|Vorname= Sophie|Nachname= Meyer|Vorname2= Marie|Nachname2= Döring|Vorname3= |Nachname3= |Vorname4= |Nachname4= |Vorname5= |Nachname5= |Tag= 10|Monat= 02|Jahr= 2022|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4200</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-10T12:07:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary, 3rd Edition|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= 2004|Seite= |Website= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften sind verständliche, gut zugänglich und dennoch wissenschaftliche Texte.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Wilkes, Hanna |Titel= Erklärungshandlungen in populärwissenschaftlicher Literatur|Jahr= 2013|Website= |Online= https://www.grin.com/document/299180|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft-Gruppe|Vorname= Marie|Nachname= Döring|Vorname2= Sophie|Nachname2= Meyer|Vorname3= |Nachname3= |Vorname4= |Nachname4= |Vorname5= |Nachname5= |Tag= 10|Monat= 02|Jahr= 2022|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4199</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-10T11:57:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary, 3rd Edition|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= 2004|Seite= |Website= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften sind verständliche, gut zugänglich und dennoch wissenschaftliche Texte.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Wilkes, Hanna |Titel= Erklärungshandlungen in populärwissenschaftlicher Literatur|Jahr= 2013|Website= |Online= https://www.grin.com/document/299180|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4196</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-09T14:25:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www-1oed-1com-1wqeza1110b99.han.ub.uni-kassel.de/view/Entry/67478?rskey=UrAhYo&amp;amp;result=1&amp;amp;isAdvanced=false#eid |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften sind verständliche, gut zugänglich und dennoch wissenschaftliche Texte &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Wilkes, Hanna |Titel= Erklärungshandlungen in populärwissenschaftlicher Literatur|Jahr= 2013|Website= |Online= https://www.grin.com/document/299180|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4195</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-09T14:24:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www-1oed-1com-1wqeza1110b99.han.ub.uni-kassel.de/view/Entry/67478?rskey=UrAhYo&amp;amp;result=1&amp;amp;isAdvanced=false#eid |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften sind verständliche, gut zugänglich und dennoch wissenschaftliche Texte &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Wilkes, Hanna |Titel= Erklärungshandlungen in populärwissenschaftlicher Literatur|Jahr= 2013|Website= |Online= https://www.grin.com/document/299180|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4194</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4194"/>
		<updated>2022-02-09T14:24:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www-1oed-1com-1wqeza1110b99.han.ub.uni-kassel.de/view/Entry/67478?rskey=UrAhYo&amp;amp;result=1&amp;amp;isAdvanced=false#eid |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften sind verständliche, gut zugänglich und dennoch wissenschaftliche Texte &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Wilkes, Hanna |Titel= Erklärungshandlungen in populärwissenschaftlicher Literatur|Jahr= 2013|Website= |Online= https://www.grin.com/document/299180|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4193</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-09T14:23:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
Fett: '''&lt;br /&gt;
Kursiv: ''&lt;br /&gt;
Anführungszeichen: „“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monografie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Ort= |Verlag= |Jahr= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelband:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Herausgeber*in= |Sammelband= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachschlagewerke:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= |Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www-1oed-1com-1wqeza1110b99.han.ub.uni-kassel.de/view/Entry/67478?rskey=UrAhYo&amp;amp;result=1&amp;amp;isAdvanced=false#eid |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften sind verständliche, gut zugänglich und dennoch wissenschaftliche Texte &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Wilkes, Hanna |Titel= Erklärungshandlungen in populärwissenschaftlicher Literatur|Jahr= 2013|Website= |Online= https://www.grin.com/document/299180|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Abbildung_1-_Naturwissenschaftlicher_Erkenntnisprozess.jpg&amp;diff=4192</id>
		<title>Datei:Abbildung 1- Naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozess.jpg</title>
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		<updated>2022-02-09T14:22:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Abbildung 1 beschreibt den naturwissenschaftlichen Erkenntnisprozess.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4191</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-09T14:15:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
Fett: '''&lt;br /&gt;
Kursiv: ''&lt;br /&gt;
Anführungszeichen: „“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monografie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Ort= |Verlag= |Jahr= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelband:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Herausgeber*in= |Sammelband= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachschlagewerke:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= |Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www-1oed-1com-1wqeza1110b99.han.ub.uni-kassel.de/view/Entry/67478?rskey=UrAhYo&amp;amp;result=1&amp;amp;isAdvanced=false#eid |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass heutzutage der Begriff Tatsache im Alltag auf von Menschen unabhängige und unbeeinflusste Phänomene verweist. Interessant ist, dass im Wort selbst hingegen bereits ''das Gemachte'' eingelagert ist. Gerade dies wird allerdings im alltagssprachlichen Gebrauch von Tatsachen ausgeschlossen. Auf diese Spannung zwischen Objektivismus und Konstruktivismus, zwischen den Dingen, so wie sie sind, und so wie wir sie machen, beziehen sich Autor*innen, welche aus dem Alltagsverständnis heraus ungewöhnliche Formulierungen verwenden. Fleck spricht bespielweise davon, dass sich Tatsachen entwickeln und entstehen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Latour hingegen stellt fest, dass Tatsachen etwas Prozesshaftes sind, welche das Ergebnis von Aushandlungsprozessen sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Wissenschaftstheoretikerin Karin Knorr-Cetina spricht davon, dass Tatsachen fabriziert werden können &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Knorr-Cetina, Karin|Titel= The Manufacture of Knowledge|Ort= Oxford|Verlag= Pergamon Press|Jahr= 1981|Seite= 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. All diese Formulierungen widersprechen unserer intuitiven, alltäglichen Konzeption fester, unveränderlicher und unabhängiger Tatsachen, finden sich aber in dem begriffsgeschichtlichen Ursprung von Tat-Sachen als etwas vom Tun Abhängiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' findet auch in den Populärwissenschaften Anwendung. Populärwissenschaften sind verständliche, gut zugänglich und dennoch wissenschaftliche Texte &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Wilkes, Hanna |Titel= Erklärungshandlungen in populärwissenschaftlicher Literatur|Jahr= 2013|Website= |Online= https://www.grin.com/document/299180|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Internetseite Spektrum etwa unterteilt den Begriff ''Tatsachen'' in Sachverhalte und Tatsachenaussagen. Tatsachen im Sinne von Sachverhalten sind materielle Gegenstände, welche sich in einem bestimmten Zustand befinden, wie beispielsweise die Erde, welche um die Sonne kreist. Diese Tatsache ist theorieunabhängig und somit objektiv. Dies deckt sich mit der allgemeinen alltagssprachlichen Verwendung. Tatsachenaussagen sind wahre Aussagen über einen Sachverhalt. Dieser Sachverhalt wird mit Hilfe von Beobachtungen und Hypothesen formuliert. Dies ist wiederum vom Vorwissen oder von bereits bestehenden wissenschaftlichen Theorien abhängig &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Spektrum Akademischer Verlag|Nachschlagewerk= Spektrum|Band= |Ort= Heidelberg|Verlag= Spektrum Akademischer Verlag|Jahr= 1999|Seite= |Website= |Online= https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/faktum/23580|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch sind Tatsachen das Ziel des wissenschaftlichen Erkenntnisweges (siehe Abbildung 1). Dieser beginnt aus der biologiedidaktischen Sicht mit einem Phänomen oder einer Beobachtung. Daraus wird eine Fragestellung abgeleitet und aus dieser Fragestellung wird mit Hilfe von bereits vorhandenem Vorwissen eine Hypothese generiert. Danach folgt die Planung und im Anschluss daran die Durchführung eines Experimentes. Hierbei müssen die abhängigen und die unabhängigen Variablen beachtet werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet und es findet ein Rückbezug zur aufgestellten Hypothese statt. Diese kann entweder verifiziert oder falsifiziert werden &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Gropengießer, Harald; Kattmann, Ulrich; Krüger, Dirk|Titel= Biologiedidaktik in Übersichten|Ort= Seelze|Verlag= Aulis|Jahr= 2017|Seite= 270}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ABBILDUNG EINFÜGEN!!!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen müssen den Gütekriterien der Validität, Reliabilität und der Objektivität entsprechen. Dies gilt in allen Bereichen der empirischen Wissenschaften. Validität ist gegeben, wenn genau das gemessen wird, was auch gemessen werden soll. Reliabilität wird erreicht, wenn die Messergebnisse auch bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Die Objektivität besagt, dass unterschiedliche Personen zu den gleichen Messergebnissen gelangen müssen &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Himme, Alexander|Titel= Gütekriterien der Messung: Reliabilität, Validität und Generalisierbarkeit|Herausgeber*in= Albers, Sönke, Klapper, Daniel, Konradt, Udo, Walter, Achim, &amp;amp; Wolf, Joachim|Sammelband= Methodik der empirischen Forschung|Ort= Wiesbaden|Verlag= Gabler|Jahr= 2007|Seite= 375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
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		<updated>2022-02-09T13:41:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
Fett: '''&lt;br /&gt;
Kursiv: ''&lt;br /&gt;
Anführungszeichen: „“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monografie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Ort= |Verlag= |Jahr= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelband:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Herausgeber*in= |Sammelband= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachschlagewerke:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= |Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige Autor*innen, welche das Alltagsverständnis des Begriffs theoretisch reflektieren. Zu diesen zählt Bruno Latour, welcher der Meinung ist, dass der Tatsachenbegriff alltagssprachlich in einem engen Bedeutungsverhältnis mit Begriffen und Konzepten wie Wirklichkeit und Wahrheit steht. Somit werden Tatsachen im Alltag als Phänomene betrachtet, welche bereits in der Welt vorhanden sind &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Latour, Bruno|Titel= Die Hoffnung der Pandora. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 2000|Seite=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch Ludwik Fleck thematisiert den Tatsachenbegriff und definiert desssen Alltagsverständnis mit Eigenschaften wie feststehend, bleibend, unabhängig und unveränderlich &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fleck, Ludwik|Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv|Ort= Frankfurt am Main|Verlag= Suhrkamp|Jahr= 1980/1935|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache begreift den Begriff ''Tatsache'' ebenfalls als „wirkliches Geschehen, etw. wirklich Vorhandenes, unbezweifelbarer Sachverhalt“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird auch in anderen Sprachen ähnlich wie im Deutschen verwendet, er ist demnach kein monolinguales Phänomen. So findet sich im Oxford English Dictionary der Begriff ''fact'' unter anderem mit der Bedeutung eines realen Ereignisses und der Repräsentation der Wahrheit &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Fact|Autor*in= |Herausgeber*in= Oxford University Press |Nachschlagewerk= Oxford English Dictionary|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www-1oed-1com-1wqeza1110b99.han.ub.uni-kassel.de/view/Entry/67478?rskey=UrAhYo&amp;amp;result=1&amp;amp;isAdvanced=false#eid |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch im Spanischen wird ''hecho'' im Wörterbuch der Real Academia Española in einer Bedeutungsvariante die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit herausgestellt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Wortes ''Tatsache'' in der deutschen Sprache, zeigt sich, dass der Begriff nicht immer so verwendet wurde, wie er heute genutzt wird. Hierzu beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, dass sich eine Entwicklung vom Begriff ''Tat'' im achten Jahrhundert über verschiedene Begriffe bis zum Begriff ''Tatsache'' im 18. Jahrhundert vollzog &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Tatsache |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist hierbei die enge Verbundenheit zum Verb ''tun'', welches noch in der Tat-Sache steckt. Diese lässt sich noch heute auch im spanischen ''hecho'' (= Tatsache), welches sich aus dem Verb ''hacer'' (= tun/ machen) ableitet, beobachten &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Hecho|Autor*in= |Herausgeber*in= Real Academia Española |Nachschlagewerk= Diccionario de la lengua española |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://dle.rae.es/hecho?m=form|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch das englische ''fact'' sowie der im Deutschen mit ''Tatsache'' verbundene Begriff ''Faktum'' verweisen hierauf, gehen beide Begriffe doch auf das lateinische ''facere'' zurück, welches ebenfalls die Wortbedeutung ''machen'' oder ''tun'' besitzt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Nachschlagewerk= Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online=https://www.dwds.de/wb/Faktum |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4189</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-09T13:08:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
Fett: '''&lt;br /&gt;
Kursiv: ''&lt;br /&gt;
Anführungszeichen: „“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monografie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Ort= |Verlag= |Jahr= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelband:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Herausgeber*in= |Sammelband= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachschlagewerke:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= |Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Sophie_Meyer/Werkstatt&amp;diff=4186</id>
		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-09T10:43:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
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Monografie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Ort= |Verlag= |Jahr= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelband:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Herausgeber*in= |Sammelband= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachschlagewerke:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= |Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= |Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt (vgl. &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes (vgl. &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-09T10:42:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
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Anführungszeichen: „“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monografie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Ort= |Verlag= |Jahr= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Sammelband:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Herausgeber*in= |Sammelband= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachschlagewerke:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt (vgl. &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Der Begriff ''Faktum'' wird als „etwas, was tatsächlich, nachweisbar vorhanden, geschehen ist; [unumgängliche] Tatsache“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Faktum|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Faktum_Gegebenheit_Sachlage |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert und ist somit eng mit dem Tatsachenbegriff verschränkt. Dies unterstützt der Begriff ''Gegebenheit'', welcher einen „in bestimmter Weise gegebene[n] Zustand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Gegebenheit|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegebenheit  |Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; meint und somit das Bedeutungsnetz um den Tatsachenbegriff aufzeigt.&lt;br /&gt;
Auch Wikipedia bestimmt den Tatsachenbegriff in ähnlicher Weise wie der Duden. Laut Wikipedia ist eine Tatsache ein nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt. Tatsachen sind etwas tatsächlich Vorhandendes bzw. Existierendes &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= |Nachschlagewerk= Wikipedia|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
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		<title>Benutzer:Sophie Meyer/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-02-09T10:10:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophie Meyer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
Fett: '''&lt;br /&gt;
Kursiv: ''&lt;br /&gt;
Anführungszeichen: „“&lt;br /&gt;
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Monografie:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel= |Ort= |Verlag= |Jahr= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelband:&lt;br /&gt;
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Nachschlagewerke:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der Begriff '''Tatsache''' in seiner '''alltagssprachlichen''' Verwendung thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltagssprache==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Tatsache'' wird im Duden als „wirklicher, gegebener Umstand“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert. Im Duden, der einen Versuch der Abbildung des aktuellen Sprachgebrauchs darstellt, werden zudem die Begriffe ''Fakt'', ''Faktum'', ''gegebener Umstand'' und ''Gegebenheit'' als Synonyme angeführt (vgl. &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma= Tatsache|Autor*in= |Herausgeber*in= Bibliographisches Institut GmbH|Nachschlagewerk= Duden|Band= |Ort= |Verlag= |Jahr= |Seite= |Website= |Online= https://www.duden.de/rechtschreibung/Tatsache|Abruf=09.02.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Etymologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Populärwissenschaftliche Verwendung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tatsachen in der Naturwissenschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophie Meyer</name></author>
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