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	<title>wiki.climate-thinking.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler&amp;diff=5387</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler</title>
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		<updated>2022-05-09T20:39:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jana Keßler''' studiert Germanistik und Soziologie an der Universität Kassel. Sie ist außerdem Teil der [[climate-thinking.de:Editorial_Board|Redaktion]] des [[Living Handbook]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jana Keßler im Living Handbook==&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Jana Kessler|Bearbeitungen von Keßler]]&lt;br /&gt;
* Alle Beiträge von Jana Keßler:&lt;br /&gt;
*:[[Song Dong]]  &lt;br /&gt;
*:[[Doing Nothing Garden]]  &lt;br /&gt;
*:[[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
*:[[Joseph Beuys]]  &lt;br /&gt;
*:[[Lois Weinberger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=5367</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
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		<updated>2022-05-09T18:30:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Dateiname.jpg|thumb|kurze Erläuterung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma=dringend|Herausgeber*in= Berlin|Nachschlagewerk= DWDS|Website= |Online= https://www.dwds.de/wb/dringend |Abruf=09.05.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong „nichts verschwenden“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gut, dann mache ich eben nichts“,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Hadler&lt;br /&gt;
Ein Lehrstück in Zeitgenossenschaft&lt;br /&gt;
2012&lt;br /&gt;
Website von orf ttps://orf.at/v2/stories/2124902/2124909/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hadler, Simon |Titel= Ein Lehrstück in Zeitgenossenschaft |Jahr=2012 |Website=orf |Online= https://orf.at/v2/stories/2124902/2124909/ |Abruf=04.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<updated>2022-01-12T12:22:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Lizenz: CC BY-SA-4.0&lt;br /&gt;
Link: https://commons.m.wikimedia.org/w/index.php?search=ilija+trojanow&amp;amp;title=Special:MediaSearch&amp;amp;type=image&lt;br /&gt;
Urheber*in: DLR German Aerospace Center&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=3066</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
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		<updated>2021-11-04T07:26:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Dateiname.jpg|thumb|kurze Erläuterung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong „nichts verschwenden“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gut, dann mache ich eben nichts“,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Hadler&lt;br /&gt;
Ein Lehrstück in Zeitgenossenschaft&lt;br /&gt;
2012&lt;br /&gt;
Website von orf ttps://orf.at/v2/stories/2124902/2124909/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hadler, Simon |Titel= Ein Lehrstück in Zeitgenossenschaft |Jahr=2012 |Website=orf |Online= https://orf.at/v2/stories/2124902/2124909/ |Abruf=04.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Ringvorlesung_Climate_Thinking&amp;diff=2873</id>
		<title>Ringvorlesung Climate Thinking</title>
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		<updated>2021-10-09T15:11:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Bild&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[datei:RVL_CT.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
In der '''Ringvorlesung Climate Thinking''' will die geistes- und kulturwissenschaftliche [[Forschungsschwerpunkt Climate Thinking|Forschung]] zum Klimawandel mit Wissenschaftler*innen anderer Disziplinen sowie mit Vertreter*innen des Kulturbetriebs in die Diskussion treten. Diese Diskussion wiederum findet vor einem öffentlichen Publikum statt, mit dem anschließend ein Austausch ermöglicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept der Ringvorlesung Climate Thinking == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem folgenden Text wurde die erste Reihe der Ringvorlesung angekündigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gängige Überzeugung ist, dass die Veränderung des Klimas als ein Umweltproblem ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich der Naturwissenschaften falle. Diese erforschen die Probleme und schlagen Lösungen vor. Der naturwissenschaftliche Blick allein berücksichtigt jedoch oft nicht, dass die Wissenschaften selbst und auch das von ihnen erforschte Phänomen in komplexen kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebensgewohnheiten prägen unser Handeln und Denkgewohnheiten lenken unseren Blick in Bezug auf den Komplex Klimawandel offensichtlich in einer Weise, die uns als Gesellschaft bisher unfähig gemacht hat, auf ein Problem zu reagieren, das der schwedische Physiker und Chemiker [[Svante Arrhenius]] schon 1897 in seiner Untersuchung „On the Influence of Carbonic Acid in The Air Upon The Temperature of The Earth“ beschrieb: Die dauerhafte Erhöhung der Erdtemperatur durch die fortgesetzte Nutzung fossiler Brennstoffe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Arrhenius, Svante |Titel=On the Influence of Carbonic Acid in The Air Upon The Temperature of The Earth |Zeitschrift=Philosophical Magazine and Journal of Science |Band=41 |Nummer=5 |Jahr=1896 |Seite=237-276 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verflechtungen von Denk- und Lebensgewohnheiten in den Blick zu nehmen, sie mit Vertreter*innen des Kulturbetriebs sowie anderer Fachdisziplinen zu diskutieren und gemeinsam mit einer interessierten Öffentlichkeit neue Perspektiven zu entwickeln, verstehen wir als eine Aufgabe der Geistes- und Kulturwissenschaften. Deswegen organisieren wir im Sommer 2021 die Ringvorlesung [[Climate Thinking]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Veranstaltungsreihe der Ringvorlesung Climate Thinking ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand ab dem 05.05.2021 jeweils mittwochs von 20:15-21:45 Uhr statt. Das Konzept sah vor, dass zwei Vortragende(ngruppen) zunächst je 20 Minuten eine These in Bezug auf den Klimawandel präsentieren, dann 20 Minuten miteinander und schließlich 30 Minuten mit dem Publikum diskutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; width=10%| Termin&lt;br /&gt;
! Vortragende&lt;br /&gt;
! Titel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|05.05.2021&lt;br /&gt;
|Verena Winiwarter (Umwelthistorikerin, Universität für Bodenkultur Wien)&lt;br /&gt;
|Klimawandel? Umweltkrise! Umwelthistorische Argumente für eine technosolare Zivilisation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|12.05.2021&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Philosophie), [[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]] (Anglistik), [[Paul Reszke]] (Germanistik) (alle Universität Kassel)&lt;br /&gt;
|Was ist Climate Thinking? Nachdenken – Sprechen – Erzählen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19.05.2021&lt;br /&gt;
|Kathrin Hartmann (Journalistin)&lt;br /&gt;
|Die grüne Lüge&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|26.05.2021&lt;br /&gt;
|Judith Vogt (Autorin);&lt;br /&gt;
Jessica Bauer und [[Benutzer:Jan Sinning|Jan Sinning]] (Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
|Science-Fiction und Klimawandel: Das Prinzip Hoffnung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|02.06.2021&lt;br /&gt;
|[[Benutzer:Philippe-André Lorenz|Philippe-André Lorenz]] (Germanistik, Universität Kassel); Niklas Simon (Soziologie, Universität Kassel); Jan Knobloch (Romanistik, Universität Köln)&lt;br /&gt;
|Klima und Kollaps – Diskurstheoretische und kollapsologische Perspektiven auf die Literatur der Gegenwart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|09.06.2021&lt;br /&gt;
|Stefan Greif; [[Benutzer:Dagobert Höllein|Dagobert Höllein]] (Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
|„Freilich sind wir ein bildsamer Teil in der Hand des Klimas“. Klima und Sprache von Herder bis heute&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16.06.2021&lt;br /&gt;
|Niko Paech (Volkswirt, Universität Siegen); [[Paul Reszke]] (Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
|Die Wende zum Weniger: Einblicke in die Postwachstumsökonomik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23.06.2021&lt;br /&gt;
|Janosch Schobin (Projekt DeCarbFriends Universität Kassel); [[Benutzer:Nicole Kasper|Nicole Kasper]] (Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
|Dekarbonisierung, soziale Netzwerke und klimafreundliche Selbstinszenierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30.06.2021&lt;br /&gt;
|Kristina Scharmacher-Schreiber (Autorin), [[Benutzer:Tamara Bodden|Tamara Bodden]] (Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
|Eine unbequeme Wahrheit - Klimaerzählungen in öffentlichen Diskursen für Kinder und Erwachsene&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|07.07.2021&lt;br /&gt;
|Julia Hagen (Freie Dramaturgin); Nils Lehnert und [[Benutzer:Anna Meywirth|Anna Meywirth]] (Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
|Klimawandel auf der Bühne?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|14.07.2021&lt;br /&gt;
|Helena Marschall (Pressesprecherin FFF Frankfurt a. M.), Viet-Hoang Nguyen (Journalist, Aktivist)&lt;br /&gt;
|Jung Kritisch Kommunikativ – Die Generation Z zwischen Aktivismus und Politik. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Paul |Nachname=Reszke |Vorname2= |Nachname2= |Tag=07|Monat=10|Jahr=2021|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Rezo&amp;diff=2871</id>
		<title>Rezo</title>
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		<updated>2021-10-09T15:02:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Bild&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:YouTuber_Rezo_(2018).jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Rezo''' ist der Künstlername eines deutschen Youtubers, Musikers und Kolumnisten. Für sein 2019 veröffentlichtes Youtube-Video „[[Die Zerstörung der CDU]].“ wurde er u. a. mit dem Nannen-Preis&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ehrenberg, Markus |Titel=Nannen Preis 2020 für Rezo |Jahr=2020 |Website=Tagesspiegel |Online=https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/begehrte-journalisten-auszeichnung-auch-an-youtuber-nannen-preis-2020-fuer-rezo/25793108.html |Abruf=26.08.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Grimme Online-Preis&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=dpa |Titel=Rezo und Podcast mit Christian Drosten gewinnen Grimme Online Award |Jahr=2020 |Website=Welt |Online=https://www.welt.de/vermischtes/article210422461/Podcast-mit-Christian-Drosten-und-Rezo-gewinnen-Grimme-Online-Award.html |Abruf=26.08.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rezo im Living Handbook==&lt;br /&gt;
Liste aller Beiträge mit [[:Kategorie:Rezo|Bezugnahme auf Rezo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rezo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Influencer*innen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Verh%C3%A4ltnis_M-K-N.jpg&amp;diff=2863</id>
		<title>Datei:Verhältnis M-K-N.jpg</title>
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		<updated>2021-10-09T14:06:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Lizenz: CC BY 2.0
Link: https://www.flickr.com/photos/18220837@N03/37051321943
Urheber: jlggb&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz: CC BY 2.0&lt;br /&gt;
Link: https://www.flickr.com/photos/18220837@N03/37051321943&lt;br /&gt;
Urheber: jlggb&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<title>Lois Weinberger</title>
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		<updated>2021-10-09T13:54:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lois Weinberger in seinem Gebiet in Gars - 2017.jpg|thumb|Weinberger in Gars am Kamp (Österreich), 2017.]] '''Lois Weinberger''' (1947-2020) war ein österreichischer Künstler. Zu seinen zentralen Themen zählt unter anderem das Verhältnis von Mensch und Natur. Er nahm mehrfach an der Kasseler [[documenta]] teil.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* [[Umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger]]&lt;br /&gt;
* [[Verhältnis Mensch – Kunst – Natur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weinberger, Lois}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lois Weinberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler*innen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
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		<updated>2021-10-09T13:52:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lois Weinberger in seinem Gebiet in Gars - 2017.jpg|thumb|Weinberger in Gars am Kamp (Österreich), 2017.]] '''Lois Weinberger''' (1947-2020) war ein österreichischer Künstler. Zu seinen zentralen Themen zählt unter anderem das Verhältnis von Mensch und Natur. Er nahm mehrfach an der Kasseler [[documenta]] teil.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* [[Umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weinberger, Lois}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lois Weinberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler*innen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<updated>2021-10-08T09:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Lizenz: CC BY 2.0
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Urheber: jlggb&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz: CC BY 2.0&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<updated>2021-10-08T09:27:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Lizenz: CC BY-SA 2.0
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Urheber*in: 51% Studios Architecture&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz: CC BY-SA 2.0&lt;br /&gt;
Link: https://www.flickr.com/photos/29234880@N08/7507838494&lt;br /&gt;
Urheber*in: 51% Studios Architecture&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Doing_Nothing_Garden&amp;diff=2811</id>
		<title>Doing Nothing Garden</title>
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		<updated>2021-10-08T09:12:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Doing nothing garden.jpg|thumb|Das Kunstwerk in der Karls Aue.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gut, dann mache ich eben nichts“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hadler, Simon |Titel= Ein Lehrstück in Zeitgenossenschaft |Jahr=2012 |Website=orf |Online= https://orf.at/v2/stories/2124902/2124909/ |Abruf=04.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
lautete das Statement des Künstlers zu seinem Kunstwerk '''Doing Nothing Garden''', welches so eine neue Perspektive auf das Kunstwerk wirft: eine Umweltaktivistische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung des Kunstwerks ==&lt;br /&gt;
Eines von [[Song Dong|Song Dongs]] berühmtesten Kunstwerken ist der '''Doing Nothing Garden''', welcher im Rahmen der [[dOCUMENTA 13]] im Sommer 2012 in Kassel entstand. Hierfür wurde ein etwa sechs Meter hoher Hügel aus Schutt und organischen Abfällen aufgeschüttet und mit Gras und Blumen bepflanzt. Er war außerdem mit Neonschildern übersehen, auf denen die Wörter ‚Doing‘ und ‚Nothing‘ zu lesen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der prägnante Standort des ''Doing Nothing Garden'' trug stark zur Wirkung des Kunstwerkes bei, da es sich unmittelbar vor der Orangerie auf der Karlswiese inmitten der barocken Sichtachsen der – ursprünglich als Lustgarten angelegten – Karlsaue befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Holz, Burghard |Titel=Mein Lieblingskunstwerk: Song Dongs &amp;quot;Doing nothing garden&amp;quot; in der Karlsaue |Jahr=2012 |Website=HNA Kultur |Online=https://www.hna.de/kultur/documenta/mein-lieblingskunstwerk-song-dongs-doing-nothing-garden-karlsaue-2428389.html|Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um den bepflanzten Berg herum befand sich eine Sitzfläche, die bei gutem Wetter zum Verweilen einlud und während der [[documenta]] auch immer gut besucht war.&lt;br /&gt;
Wie viele von Song Dongs Arbeiten ist auch dieses von Gedanken an den Naturschutz durchdrungen und besitzt eine [[Kunstkommunikation#Warum_ist_das_Kunst.3F_.E2.80.93_Kunstwertstiftung_als_Funktion_der_Kunstkommunikation|umweltaktivistische Bedeutung]]. Es versinnbildlicht eine Verbindung zu Konzepten und Philosophien des Taoismus und einer möglichen „Symbiose mit den Kräften der Natur“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Kurzführer |Titel=Projekte: Song Dong |Jahr=2015 |Website=Universes in Universe |Online=https://universes.art/de/triennale-bruegge/2015/projects/song-dong |Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konzept des Kunstwerks==&lt;br /&gt;
Song Dong erstellt seine Kunstwerke hauptsächlich nach dem Prinzip des ‚Wu Wei‘ (chin. 無為 / 无为).  Dieses Prinzip entstammt der chinesischen Philosophie des Taoismus (auch Daoismus), die etwa seit dem 4. Jh. v. Chr. besteht.  Übersetzt ins Deutsche bedeutet der Begriff ‚Wu Wei‘  in etwa ‚Nichtstun‘ bzw. ‚Nichthandeln‘ und wird im chinesischen Sprachgebrauch – im Gegensatz zum westlichen, europäischen Verständnis – nicht negativ konnotiert. Somit wird diese Formulierung auch nicht mit Faulheit gleichgesetzt, sondern ist durchweg positiv konnotiert. Nach dem chinesischen Prinzip meint ‚Nichtstun‘ nämlich nicht ‚gar nichts machen‘, sondern nur ‚das Nötigste‘ tun.&lt;br /&gt;
So gibt man Potenzialen die Möglichkeit, sich frei zu entfalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fischer,Theo |Titel=Wu Wei. Die Lebenskunst des Tao |Ort=Hamburg |Verlag= Rowohlt |Jahr=1992 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man sich einen heimischen Garten als Beispiel, so lässt sich ‚Wu Wei‘ folgendermaßen erläutern: &lt;br /&gt;
*Eine Pflanze wächst grundsätzlich von alleine, man muss sie aber gießen, damit sie besser wachsen kann stellt hier die nötigste Handlung dar.&lt;br /&gt;
*An ihr zu ziehen, um sie schneller zum Wachsen zu bringen entspricht einer unnötigen/nutzlosen Handlung, die nach dem ‚Wu Wei‘-Prinzip nicht vollzogen werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich verhält es sich in Song Dongs ''Doing Nothing Garden'', denn allein dessen Name verweist bereits auf das ‚Wu Wei‘-Konzept: &lt;br /&gt;
Song Dong sammelt Bauschutt und lässt ihn vor der Orangerie in Kassel zur dOCUMENTA13 aufschütten. Anschließend versieht er sein Kunstwerk mit Neonschildern und lässt die Natur ‚arbeiten‘. &lt;br /&gt;
Er vollzieht also nur die nötigste Handlung (= Bauschutt aufschütten) und lässt der Natur freien Lauf, damit sie sich gänzlich entfalten kann. &lt;br /&gt;
So entsteht auf dem Bauschutt eine Grünfläche mit unterschiedlichsten Pflanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Holz, Burghard |Titel=Mein Lieblingskunstwerk: Song Dongs &amp;quot;Doing nothing garden&amp;quot; in der Karlsaue |Jahr=2012 |Website=HNA Kultur |Online=https://www.hna.de/kultur/documenta/mein-lieblingskunstwerk-song-dongs-doing-nothing-garden-karlsaue-2428389.html|Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umweltaktivistische Bedeutung des Kunstwerks==&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die [[Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens|umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens]] des chinesischen Künstlers Song Dong geklärt werden. &lt;br /&gt;
Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstkommunikation#Warum_ist_das_Kunst.3F_.E2.80.93_Kunstwertstiftung_als_Funktion_der_Kunstkommunikation|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst, in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche [[umweltaktivistische Kunst|Umweltaspekte]] fokussieren.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Seminars ''Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 ([[Lehrschwerpunkt Climate Thinking]])'' im Sommersemester 2020 wurde diese Analyse von einer studentischen Arbeitsgruppe erstellt. &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Hannah |Nachname=Hofer |Vorname2=Nadja |Nachname2=Vieweger|Tag= 29|Monat=10 |Jahr=2020 |Bearbeitung-Vorname=Jana | Bearbeitung-Nachname= Keßler|Bearbeitung-Tag=26 |Bearbeitung-Monat=02| Bearbeitung-Jahr=2021}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Vorlage:Infobox-Kunst&amp;diff=2810</id>
		<title>Vorlage:Infobox-Kunst</title>
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		<updated>2021-10-08T09:09:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;includeonly&amp;gt;{| style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px; text-align: center; border-style: solid; border-width: 1px; color: black; background-color:white&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;Teil der Reihe&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: center; padding: 10px&amp;quot; | '''[[Kunstkommunikation]]'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; | [[Datei:Icon-Glühbirne.png|center|80px]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[umweltaktivistische Kunst]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung:7000 Eichen]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Doing Nothing Garden]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Verhältnis von Mensch und Natur]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Vorlage]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<updated>2021-10-08T09:08:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
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| &amp;lt;small&amp;gt;Teil der Reihe&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Doing Nothing Garden]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;[[Verhältnis von Mensch und Natur]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Vorlage]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
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		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
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		<updated>2021-10-08T09:06:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Dateiname.jpg|thumb|kurze Erläuterung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Stadtverwaldung_statt_Stadtverwaltung:7000_Eichen&amp;diff=2807</id>
		<title>Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung:7000 Eichen</title>
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		<updated>2021-10-08T09:05:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Bild&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk '''Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung/ 7000 Eichen''' gilt bis heute noch als eines der documenta-Kunstwerke, welches eine weitreichende Wirkung in der Gesellschaft hatte. Die Eichen stehen heute noch — fast 40 Jahre später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: 7000 Eichen.jpg|thumb|Die letzte (links) und erste (rechts) Eiche.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nicht bloß Stein und Baum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses soziale Kunstwerk gilt als eines der bekanntesten und wirkungsvollsten Kunstwerke, welches bei der weltberühmten Kunstausstellung documenta, in Kassel ausgestellt wurde. Joseph Beuys konzipierte das Projekt als Beitrag zur documenta 7, welche vom 19. Juni 1982 bis zum 28. Sept. 1982 andauerte und deren Kurator Rudi Fuchs war. Beuys hatte vor, 7000 Bäume – überwiegend Eichen – im Stadtraum von Kassel einzupflanzen. Dies alles mit der Unterstützung von Mitbürger*innen und der Verwaltung Kassels. Jeder Baum erhielt als „Wächter” (Thönges-Stringaris, Stiftung 7000 Eichen, o. D.) daneben einen Basaltstein, um den Baum als zugehörig zum Beuys’schen Kunstwerk zu markieren. Zudem erhielt die Symbiose aus Baum und Stein, also einem wachsendem, sich verändernden und einem starren, unverändertem Aspekt, die Wirkung, einen Wandel von Zukünftigem (Baum) und Vergangenem (Stein) metaphorisch darzustellen (ebd.). Der erste Baum wurde am 16.03.1982 von Beuys persönlich zentral vor dem Fridericianum gepflanzt, der letzte 5 Jahre später post mortem von seinem Sohn am 12.06.1987. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veränderung der Stadt Kassel nicht nur äußerlich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebende Kunstwerk prägte das Kasseler Stadtbild enorm, da mehr Bäume gepflanzt wurden, als es überhaupt in Kassel gab. Schon damals legte Beuys viel Wert darauf, auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Der Entstehungsprozess der „unsichtbare(n) Skulptur” (Meyer, 1992, S.91) welche heute, also 39 Jahre später mit dem Stadtbild Kassels verwachsen ist, war langwierig und brachte Schwierigkeiten mit sich. Mit 500 D-Mark pro Baum, mit Steinen folglich 4,3 Millionen D-Mark für das Gesamtkunstwerk, stellte Beuys die Stadt Kassel vor eine Situation, welche für diese schwer zu realisieren war. Aufgrund dessen musste er andere Methoden heranziehen, um seine Idee von einer Stadtverwaldung umsetzen zu können. Zusätzlich versuchte Beuys mit auffallenden Kunstperformances, wie dem Einschmelzen einer Zarenkrone und einem Werbespot, Geld für sein Projekt zu sammeln (vgl, Thielecke, 2020, S.13). &lt;br /&gt;
Nicht umsonst gilt es als das „bisher aufwendigste und folgenreichste Projekt in der documenta-Geschichte” (ebd, S.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umweltaktivistische Bedeutung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damalige Bürgermeister Hans Eichel berichtet, er habe „das Kunstwerk von Anfang an als Denkanstoß und positive Mahnung verstanden, Veränderungen der Umwelt speziell in […] [Kassels] städtischen Ballungsraum mehr Aufmerksamkeit zu schenken“ (Eichel, Stiftung 7000 Eichen, o. D.), eine Ansicht, die heute aktueller denn je zu sein scheint. Die Bäume, welche im Rahmen des Kunstwerks gepflanzt wurden, sind heute – 39 Jahre später – nicht mehr getrennt von anderen zu erkennen, aber die Idee bleibt bis heute bestehen. Beuys sagte, er hoffe, dass die Menschen „den lebenden Baum genauso beachten, wie wir das wachsende menschliche Bewusstsein und den Ursprung in der menschlichen Seele ja heute beobachten können, daß die Menschen in 50 Jahren ein 50%- oder 100%- besseres Verhältnis zur Natur und zum Baum haben“ (Beuys, 1982). Genau dieser Aspekt zeigt sich heute vermehrt wieder, da Kassel nun als „Vorbild für andere Städte“ (Thielecke, 2020, S. 10) in Bezug auf die Bepflanzung der Innenstädte zählt. Auch heute wird vielfach auf Beuys‘ Konzept verwiesen, wenn es beispielsweise um eine Forderung von Naturschutzbänden und anderen Umwelteinrichtungen geht, 15000 neue Bäume bis 2026 in Kassel zu pflanzen (Ludwig, 2021). Beuys bleibt in Kassel unvergessen, zumindest 800 Jahre lang, denn so lange kann eine Eiche bestehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname= |Nachname= |Vorname2= |Nachname2= |Tag= |Monat= |Jahr= |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<title>Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung:7000 Eichen</title>
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		<updated>2021-10-08T09:02:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Bild&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Kunstwerk '''Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung/ 7000 Eichen''' gilt bis heute noch als eines der documenta-Kunstwerke, welches eine weitreichende Wirkung in der Gesellschaft hatte. Die Eichen stehen heute noch — fast 40 Jahre später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: 7000 Eichen.jpg|thumb|Die letzte (li) und erste (re) Eiche.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nicht bloß Stein und Baum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses soziale Kunstwerk gilt als eines der bekanntesten und wirkungsvollsten Kunstwerke, welches bei der weltberühmten Kunstausstellung documenta, in Kassel ausgestellt wurde. Joseph Beuys konzipierte das Projekt als Beitrag zur documenta 7, welche vom 19. Juni 1982 bis zum 28. Sept. 1982 andauerte und deren Kurator Rudi Fuchs war. Beuys hatte vor, 7000 Bäume – überwiegend Eichen – im Stadtraum von Kassel einzupflanzen. Dies alles mit der Unterstützung von Mitbürger*innen und der Verwaltung Kassels. Jeder Baum erhielt als „Wächter” (Thönges-Stringaris, Stiftung 7000 Eichen, o. D.) daneben einen Basaltstein, um den Baum als zugehörig zum Beuys’schen Kunstwerk zu markieren. Zudem erhielt die Symbiose aus Baum und Stein, also einem wachsendem, sich verändernden und einem starren, unverändertem Aspekt, die Wirkung, einen Wandel von Zukünftigem (Baum) und Vergangenem (Stein) metaphorisch darzustellen (ebd.). Der erste Baum wurde am 16.03.1982 von Beuys persönlich zentral vor dem Fridericianum gepflanzt, der letzte 5 Jahre später post mortem von seinem Sohn am 12.06.1987. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veränderung der Stadt Kassel nicht nur äußerlich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebende Kunstwerk prägte das Kasseler Stadtbild enorm, da mehr Bäume gepflanzt wurden, als es überhaupt in Kassel gab. Schon damals legte Beuys viel Wert darauf, auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Der Entstehungsprozess der „unsichtbare(n) Skulptur” (Meyer, 1992, S.91) welche heute, also 39 Jahre später mit dem Stadtbild Kassels verwachsen ist, war langwierig und brachte Schwierigkeiten mit sich. Mit 500 D-Mark pro Baum, mit Steinen folglich 4,3 Millionen D-Mark für das Gesamtkunstwerk, stellte Beuys die Stadt Kassel vor eine Situation, welche für diese schwer zu realisieren war. Aufgrund dessen musste er andere Methoden heranziehen, um seine Idee von einer Stadtverwaldung umsetzen zu können. Zusätzlich versuchte Beuys mit auffallenden Kunstperformances, wie dem Einschmelzen einer Zarenkrone und einem Werbespot, Geld für sein Projekt zu sammeln (vgl, Thielecke, 2020, S.13). &lt;br /&gt;
Nicht umsonst gilt es als das „bisher aufwendigste und folgenreichste Projekt in der documenta-Geschichte” (ebd, S.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umweltaktivistische Bedeutung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damalige Bürgermeister Hans Eichel berichtet, er habe „das Kunstwerk von Anfang an als Denkanstoß und positive Mahnung verstanden, Veränderungen der Umwelt speziell in […] [Kassels] städtischen Ballungsraum mehr Aufmerksamkeit zu schenken“ (Eichel, Stiftung 7000 Eichen, o. D.), eine Ansicht, die heute aktueller denn je zu sein scheint. Die Bäume, welche im Rahmen des Kunstwerks gepflanzt wurden, sind heute – 39 Jahre später – nicht mehr getrennt von anderen zu erkennen, aber die Idee bleibt bis heute bestehen. Beuys sagte, er hoffe, dass die Menschen „den lebenden Baum genauso beachten, wie wir das wachsende menschliche Bewusstsein und den Ursprung in der menschlichen Seele ja heute beobachten können, daß die Menschen in 50 Jahren ein 50%- oder 100%- besseres Verhältnis zur Natur und zum Baum haben“ (Beuys, 1982). Genau dieser Aspekt zeigt sich heute vermehrt wieder, da Kassel nun als „Vorbild für andere Städte“ (Thielecke, 2020, S. 10) in Bezug auf die Bepflanzung der Innenstädte zählt. Auch heute wird vielfach auf Beuys‘ Konzept verwiesen, wenn es beispielsweise um eine Forderung von Naturschutzbänden und anderen Umwelteinrichtungen geht, 15000 neue Bäume bis 2026 in Kassel zu pflanzen (Ludwig, 2021). Beuys bleibt in Kassel unvergessen, zumindest 800 Jahre lang, denn so lange kann eine Eiche bestehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname= |Nachname= |Vorname2= |Nachname2= |Tag= |Monat= |Jahr= |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Lizenz:  CC BY-SA 3.0 DE
Link: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/93/7000_Eichen_-_Friedrichsplatz_2019-08-05_a.JPG
Urherber*in: Baummapper&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz:  CC BY-SA 3.0 DE&lt;br /&gt;
Link: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/93/7000_Eichen_-_Friedrichsplatz_2019-08-05_a.JPG&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<title>Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung:7000 Eichen</title>
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		<updated>2021-10-08T08:55:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Text&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Kunstwerk '''Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung/ 7000 Eichen''' gilt bis heute noch als eines der documenta-Kunstwerke, welches eine weitreichende Wirkung in der Gesellschaft hatte. Die Eichen stehen heute noch — fast 40 Jahre später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nicht bloß Stein und Baum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses soziale Kunstwerk gilt als eines der bekanntesten und wirkungsvollsten Kunstwerke, welches bei der weltberühmten Kunstausstellung documenta, in Kassel ausgestellt wurde. Joseph Beuys konzipierte das Projekt als Beitrag zur documenta 7, welche vom 19. Juni 1982 bis zum 28. Sept. 1982 andauerte und deren Kurator Rudi Fuchs war. Beuys hatte vor, 7000 Bäume – überwiegend Eichen – im Stadtraum von Kassel einzupflanzen. Dies alles mit der Unterstützung von Mitbürger*innen und der Verwaltung Kassels. Jeder Baum erhielt als „Wächter” (Thönges-Stringaris, Stiftung 7000 Eichen, o. D.) daneben einen Basaltstein, um den Baum als zugehörig zum Beuys’schen Kunstwerk zu markieren. Zudem erhielt die Symbiose aus Baum und Stein, also einem wachsendem, sich verändernden und einem starren, unverändertem Aspekt, die Wirkung, einen Wandel von Zukünftigem (Baum) und Vergangenem (Stein) metaphorisch darzustellen (ebd.). Der erste Baum wurde am 16.03.1982 von Beuys persönlich zentral vor dem Fridericianum gepflanzt, der letzte 5 Jahre später post mortem von seinem Sohn am 12.06.1987. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veränderung der Stadt Kassel nicht nur äußerlich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebende Kunstwerk prägte das Kasseler Stadtbild enorm, da mehr Bäume gepflanzt wurden, als es überhaupt in Kassel gab. Schon damals legte Beuys viel Wert darauf, auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Der Entstehungsprozess der „unsichtbare(n) Skulptur” (Meyer, 1992, S.91) welche heute, also 39 Jahre später mit dem Stadtbild Kassels verwachsen ist, war langwierig und brachte Schwierigkeiten mit sich. Mit 500 D-Mark pro Baum, mit Steinen folglich 4,3 Millionen D-Mark für das Gesamtkunstwerk, stellte Beuys die Stadt Kassel vor eine Situation, welche für diese schwer zu realisieren war. Aufgrund dessen musste er andere Methoden heranziehen, um seine Idee von einer Stadtverwaldung umsetzen zu können. Zusätzlich versuchte Beuys mit auffallenden Kunstperformances, wie dem Einschmelzen einer Zarenkrone und einem Werbespot, Geld für sein Projekt zu sammeln (vgl, Thielecke, 2020, S.13). &lt;br /&gt;
Nicht umsonst gilt es als das „bisher aufwendigste und folgenreichste Projekt in der documenta-Geschichte” (ebd, S.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umweltaktivistische Bedeutung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damalige Bürgermeister Hans Eichel berichtet, er habe „das Kunstwerk von Anfang an als Denkanstoß und positive Mahnung verstanden, Veränderungen der Umwelt speziell in […] [Kassels] städtischen Ballungsraum mehr Aufmerksamkeit zu schenken“ (Eichel, Stiftung 7000 Eichen, o. D.), eine Ansicht, die heute aktueller denn je zu sein scheint. Die Bäume, welche im Rahmen des Kunstwerks gepflanzt wurden, sind heute – 39 Jahre später – nicht mehr getrennt von anderen zu erkennen, aber die Idee bleibt bis heute bestehen. Beuys sagte, er hoffe, dass die Menschen „den lebenden Baum genauso beachten, wie wir das wachsende menschliche Bewusstsein und den Ursprung in der menschlichen Seele ja heute beobachten können, daß die Menschen in 50 Jahren ein 50%- oder 100%- besseres Verhältnis zur Natur und zum Baum haben“ (Beuys, 1982). Genau dieser Aspekt zeigt sich heute vermehrt wieder, da Kassel nun als „Vorbild für andere Städte“ (Thielecke, 2020, S. 10) in Bezug auf die Bepflanzung der Innenstädte zählt. Auch heute wird vielfach auf Beuys‘ Konzept verwiesen, wenn es beispielsweise um eine Forderung von Naturschutzbänden und anderen Umwelteinrichtungen geht, 15000 neue Bäume bis 2026 in Kassel zu pflanzen (Ludwig, 2021). Beuys bleibt in Kassel unvergessen, zumindest 800 Jahre lang, denn so lange kann eine Eiche bestehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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		<updated>2021-10-08T08:32:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Lizenz: CC BY-SA 3.0
Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DOCUMENTA(13)_Veranstaltungsorte-by-OlafKosinsky08.JPG
Urheber: Olaf Kosinsky&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz: CC BY-SA 3.0&lt;br /&gt;
Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DOCUMENTA(13)_Veranstaltungsorte-by-OlafKosinsky08.JPG&lt;br /&gt;
Urheber: Olaf Kosinsky&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1896</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
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		<updated>2021-05-11T10:27:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Übertragung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1893</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1893"/>
		<updated>2021-05-11T09:59:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Tabelle&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Doing_Nothing_Garden&amp;diff=1892</id>
		<title>Doing Nothing Garden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Doing_Nothing_Garden&amp;diff=1892"/>
		<updated>2021-05-11T09:58:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Doing nothing garden.jpg|thumb|Das Kunstwerk in der Karls Aue.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gut, dann mache ich eben nichts“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hadler, Simon |Titel= Ein Lehrstück in Zeitgenossenschaft |Jahr=2012 |Website=orf |Online= https://orf.at/v2/stories/2124902/2124909/ |Abruf=04.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
lautete das Statement des Künstlers zu seinem Kunstwerk '''Doing Nothing Garden''', welches so eine neue Perspektive auf das Kunstwerk wirft: eine Umweltaktivistische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung des Kunstwerks ==&lt;br /&gt;
Eines von [[Song Dong|Song Dongs]] berühmtesten Kunstwerken ist der '''Doing Nothing Garden''', welcher im Rahmen der [[dOCUMENTA 13]] im Sommer 2012 in Kassel entstand. Hierfür wurde ein etwa sechs Meter hoher Hügel aus Schutt und organischen Abfällen aufgeschüttet und mit Gras und Blumen bepflanzt. Er war außerdem mit Neonschildern übersehen, auf denen die Wörter ‚Doing‘ und ‚Nothing‘ zu lesen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der prägnante Standort des ''Doing Nothing Garden'' trug stark zur Wirkung des Kunstwerkes bei, da es sich unmittelbar vor der Orangerie auf der Karlswiese inmitten der barocken Sichtachsen der – ursprünglich als Lustgarten angelegten – Karlsaue befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Holz, Burghard |Titel=Mein Lieblingskunstwerk: Song Dongs &amp;quot;Doing nothing garden&amp;quot; in der Karlsaue |Jahr=2012 |Website=HNA Kultur |Online=https://www.hna.de/kultur/documenta/mein-lieblingskunstwerk-song-dongs-doing-nothing-garden-karlsaue-2428389.html|Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um den bepflanzten Berg herum befand sich eine Sitzfläche, die bei gutem Wetter zum Verweilen einlud und während der [[documenta]] auch immer gut besucht war.&lt;br /&gt;
Wie viele von Song Dongs Arbeiten ist auch dieses von Gedanken an den Naturschutz durchdrungen und besitzt eine [[umweltaktivistische Kunst (Doing Nothing Garden)|umweltaktivistische Bedeutung]]. Es versinnbildlicht eine Verbindung zu Konzepten und Philosophien des Taoismus und einer möglichen „Symbiose mit den Kräften der Natur“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Kurzführer |Titel=Projekte: Song Dong |Jahr=2015 |Website=Universes in Universe |Online=https://universes.art/de/triennale-bruegge/2015/projects/song-dong |Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konzept des Kunstwerks==&lt;br /&gt;
Song Dong erstellt seine Kunstwerke hauptsächlich nach dem Prinzip des ‚Wu Wei‘ (chin. 無為 / 无为).  Dieses Prinzip entstammt der chinesischen Philosophie des Taoismus (auch Daoismus), die etwa seit dem 4. Jh. v. Chr. besteht.  Übersetzt ins Deutsche bedeutet der Begriff ‚Wu Wei‘  in etwa ‚Nichtstun‘ bzw. ‚Nichthandeln‘ und wird im chinesischen Sprachgebrauch – im Gegensatz zum westlichen, europäischen Verständnis – nicht negativ konnotiert. Somit wird diese Formulierung auch nicht mit Faulheit gleichgesetzt, sondern ist durchweg positiv konnotiert. Nach dem chinesischen Prinzip meint ‚Nichtstun‘ nämlich nicht ‚gar nichts machen‘, sondern nur ‚das Nötigste‘ tun.&lt;br /&gt;
So gibt man Potenzialen die Möglichkeit, sich frei zu entfalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fischer,Theo |Titel=Wu Wei. Die Lebenskunst des Tao |Ort=Hamburg |Verlag= Rowohlt |Jahr=1992 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man sich einen heimischen Garten als Beispiel, so lässt sich ‚Wu Wei‘ folgendermaßen erläutern: &lt;br /&gt;
*Eine Pflanze wächst grundsätzlich von alleine, man muss sie aber gießen, damit sie besser wachsen kann stellt hier die nötigste Handlung dar.&lt;br /&gt;
*An ihr zu ziehen, um sie schneller zum Wachsen zu bringen entspricht einer unnötigen/nutzlosen Handlung, die nach dem ‚Wu Wei‘-Prinzip nicht vollzogen werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich verhält es sich in Song Dongs ''Doing Nothing Garden'', denn allein dessen Name verweist bereits auf das ‚Wu Wei‘-Konzept: &lt;br /&gt;
Song Dong sammelt Bauschutt und lässt ihn vor der Orangerie in Kassel zur dOCUMENTA13 aufschütten. Anschließend versieht er sein Kunstwerk mit Neonschildern und lässt die Natur ‚arbeiten‘. &lt;br /&gt;
Er vollzieht also nur die nötigste Handlung (= Bauschutt aufschütten) und lässt der Natur freien Lauf, damit sie sich gänzlich entfalten kann. &lt;br /&gt;
So entsteht auf dem Bauschutt eine Grünfläche mit unterschiedlichsten Pflanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Holz, Burghard |Titel=Mein Lieblingskunstwerk: Song Dongs &amp;quot;Doing nothing garden&amp;quot; in der Karlsaue |Jahr=2012 |Website=HNA Kultur |Online=https://www.hna.de/kultur/documenta/mein-lieblingskunstwerk-song-dongs-doing-nothing-garden-karlsaue-2428389.html|Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umweltaktivistische Bedeutung des Kunstwerks==&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die [[Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens|umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens]] des chinesischen Künstlers Song Dong geklärt werden. &lt;br /&gt;
Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche [[umweltaktivistische Kunst|Umweltaspekte]] fokussieren.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Seminars ''Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)'' im Sommersemester 2020 wurde diese Analyse von einer studentischen Arbeitsgruppe erstellt. &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Hannah |Nachname=Hofer |Vorname2=Nadja |Nachname2=Vieweger|Tag= 29|Monat=10 |Jahr=20 |Bearbeitung-Vorname=Jana | Bearbeitung-Nachname= Keßler|Bearbeitung-Tag=26 |Bearbeitung-Monat=02| Bearbeitung-Jahr= 21}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Drei_Modi_umweltaktivistischer_Kunst_(Doing_Nothing_Garden)&amp;diff=1891</id>
		<title>Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Drei_Modi_umweltaktivistischer_Kunst_(Doing_Nothing_Garden)&amp;diff=1891"/>
		<updated>2021-05-11T09:54:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche '''umweltaktivistische Bedeutung''' sie in sich trägt. Dafür wurde das Kunstwerk in einem vorherigen Schritt erst einmal als [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunst]] identifiziert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus drei groben Kategorien ''Think Piece, Snowglobe'' und ''Intervention'' betrachtet, die sogenannten [[Umweltaktivistische_Kunst#Modi_umweltaktivistischer_Kunst|drei Modi umweltaktivistischer Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Kategorie '''Think Piece''' betrachtet, spricht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' nicht gleich für sich und man muss darüber nachdenken. Der Bezug zu Aspekten der Umwelt lässt sich theoretisch assoziativ herstellen. Im Begleitbuch heißt es dazu „Der sechs Meter hohe Hügel auf der Karlswiese vor der Orangerie [ist] aus Schichten über Schichten von Schutt und organischen Abfällen aufgehäuft, mit Gras und Blumen überwachsen und mit Neonschildern versehen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bezug zur Umwelt wird nicht immer deutlich, hierfür müsste man biografische Aspekte oder weitere Arbeiten des Künstlers berücksichtigen, um zu erschließen auf was sich der Künstler bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Perspektive des zweiten Modus, dem '''Snowglobe''' ist das Kunstobjekt ''Doing Nothing Garden'' ein kleines (Öko-) System bzw. ein kleines Konstrukt und steht für natürliche Kreisläufe oder gesellschaftliche Prozesse. Abfälle sind Teil unserer Gesellschaft und von Menschen verursacht. Sie durchlaufen komplexe Wege und sind Teil eines Umweltproblems &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fröhlich, Christoph; Grimm, Katharina; Lübberstedt, Henry|Titel= Das Märchen vom bösen Müll: Wo unser Abfall landet - und was daraus entsteht| Jahr= 2018| Website= stern|Online= https://www.stern.de/wirtschaft/muell/das-muell-maerchen--wo-unser-abfall-landet-und-was-daraus-entsteht-7844304.html| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk verbildlicht komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen und Lösungen für Umweltprobleme auf, denn das kleine System wird sinnbildlich für unser großes System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Modus '''Intervention''' ist in erster Linie umweltaktivistische Aktion und greift in die reale Welt ein. Der Wert der Arbeit wäre auch ohne [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation|Kunststatus]] gegeben, aber durch diesen ist es greifbar für viele andere gesellschaftliche Bereiche. Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' scheint zunächst für diese Kategorie nicht relevant zu sein. In Kombination mit dem chinesischen ‚Wu Wei‘-Prinzip ist es jedoch bedeutsam. Der Interventionscharakter wird im folgenden Ausschnitt aus der Nordhessischen Rundschaut verdeutlicht „Song Dongs Doing Nothing als Ort zum Nichtstun, Entspannen und Träumen [wird] von den Kasselern und ihren Besuchern vollkommen akzeptiert und genutzt“ (3). Der Betrachter des Kunstobjektes wird Teil der Kunst, indem er auf dem Kunstwerk sitzt oder liegt und ‚nichts tut‘. Somit versucht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' [[Verhältnis Mensch – Kunst – Natur |Kunst, Mensch und Natur]] zu vereinen und so eine Balance zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Cennet|Nachname=Yildiz|Tag=04 |Monat=11 |Jahr=20 |Bearbeitung-Vorname=Jana | Bearbeitung-Nachname=Keßler|Bearbeitung-Tag=08|Bearbeitung-Monat=04| Bearbeitung-Jahr=21 }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Analyse_von_Pressetexten&amp;diff=1749</id>
		<title>Analyse von Pressetexten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Analyse_von_Pressetexten&amp;diff=1749"/>
		<updated>2021-04-20T08:50:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Erstellen des Beitrags&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konzept der Pressetextanalysen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Presseorgan hat durch seine eigene Geschichte und die daraus erwachsenen Redaktionsstrukturen eine einzigartige Weise, mit den Ereignissen der jeweiligen Gegenwart umzugehen: Was ist berichtenswert, welcher Ausschnitt soll dabei in den Fokus gerückt werden, was erwartet die antizipierte Leser*innenschaft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist offenkundig, dass eine Boulevardzeitung diese und ähnliche Fragen völlig anders beantworten wird als öffentlich-rechtliche Medienanstalten.&lt;br /&gt;
Wie dies in Bezug auf den Klimawandel aussieht, zeigen die hier behandelten Analysen deutscher Medien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Analysen deutscher Medien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zeit online]]&lt;br /&gt;
* [[Süddeutsche Zeitung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1719</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1719"/>
		<updated>2021-04-19T09:20:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Lehrveranstaltungen NACHDENKEN&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
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! Semester&lt;br /&gt;
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|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 2020&lt;br /&gt;
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|There is no Planet B! – Ökologische Theologie aus aktuellem Anlass &lt;br /&gt;
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|Schöpfung, Tier, Mensch, Maschine – Positionen der Naturethik&lt;br /&gt;
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|Institut für Katholische Theologie&lt;br /&gt;
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|„Perspektiven Kritischer Theorie“: Kritische Theorie der Natur &lt;br /&gt;
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|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
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|Umweltdystopien in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1716</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1716"/>
		<updated>2021-04-19T08:59:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1708</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1708"/>
		<updated>2021-04-19T07:59:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: sprechen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Lehrveranstaltungen NACHDENKEN&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
! Dozent*in&lt;br /&gt;
! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Formen des Wissens&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|There is no Planet B! – Ökologische Theologie aus aktuellem Anlass &lt;br /&gt;
|Schlehahn, Mareike&lt;br /&gt;
|Institut für Katholische Theologie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schöpfung, Tier, Mensch, Maschine – Positionen der Naturethik&lt;br /&gt;
|Smigiel, Patrick Marek&lt;br /&gt;
|Institut für Katholische Theologie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Perspektiven Kritischer Theorie“: Kritische Theorie der Natur &lt;br /&gt;
|Stederoth, Dirk, apl. Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Positionen der Umweltethik&lt;br /&gt;
|Köchy, Kristian, Prof. Dr. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
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|Soziale Epistemologie und kollaborative Wissensproduktion am Beispiel Wikipedia&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tierethik. Eine Einführung&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umweltethik&lt;br /&gt;
|Heuer, Andreas, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
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|Kulturökologie Alexander von Humboldts „Ansichten der Natur“  &lt;br /&gt;
|Greif, Stefan, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Perspektiven Kritischer Theorie“: Kritische Theorie der Natur II&lt;br /&gt;
|Stederoth, Dirk, apl. Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 21&lt;br /&gt;
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|Philosophie des Organischen. Texte des 20. und 21. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
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|SoSe 21&lt;br /&gt;
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|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
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|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
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|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
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|Klima und Umwelt in der aktuellen Literatur&lt;br /&gt;
|Greif, Stefan, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
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|Die Ödnis erzählen. Literarische und filmische Entwürfe (vermeintlich) unwirtlicher Landschaften&lt;br /&gt;
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|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
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|Lehnert, Nils, Dr.; Meywirth, Anna Carina&lt;br /&gt;
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|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
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|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
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|Mensch-Natur-Beziehungen in Erzählungen um 1900&lt;br /&gt;
|Terborg, Karin&lt;br /&gt;
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|Klimawandel in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
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|SoSe 21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nature Writing in Old and New England &lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Literature and Science&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 21&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Lehrveranstaltungen SPRECHEN&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
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! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|#fridaysforfuture – Digitale Diskurse im Deutschunterricht&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lesen Dieselfahrer nur Bild und Veganer nur die taz? – Eine Analyse der Berichterstattungsprofile deutscher Leitmedien am Beispiel des Themas Klimawandel&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(wann) sprechen wissenschaftliche Tatsachen für sich? – Der Klimawandeldiskurs auf YouTube zwischen Authentizität und Inszenierung&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Linguistik und Big Data: Klimawandel, Klimakrise, Umweltschutz...&lt;br /&gt;
|Lautenschläger, Sina, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Dies ist die Geschichte unseres Planeten im Wandel.“ Die Sprache des Dokumentarfilms.&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Digitaler Deutschunterricht – Anregung von Schreibanlässen zum Thema &amp;amp; Handlungsfeld „Klima“&lt;br /&gt;
|Rieß-Mork, Daniela&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Dies ist die Geschichte unseres Planeten im Wandel.“ Die Sprache des Dokumentarfilms.&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(Sprach-)Geschichte wiederholt sich? – Der Atomkraftdiskurs im Vergleich mit der öffentlichen Kommunikation über die Klimakrise&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 21&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1704</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1704"/>
		<updated>2021-04-19T07:34:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: erzählen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
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|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Schnell mal die Welt retten“ – Eine literatursoziologische Betrachtung des Klimawandels &lt;br /&gt;
|Lorenz, Philippe; Simon, Jan Niklas&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klima und Umwelt in der aktuellen Literatur&lt;br /&gt;
|Greif, Stefan, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Ödnis erzählen. Literarische und filmische Entwürfe (vermeintlich) unwirtlicher Landschaften&lt;br /&gt;
|Frank, Caroline, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ecology and Feminism&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel auf der Bühne&lt;br /&gt;
|Lehnert, Nils, Dr.; Meywirth, Anna Carina&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umweltdystopien in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Was is(s)t die Welt? Dokumentarfilmische Perspektiven des Climate Thinking&lt;br /&gt;
|Kreuzer, Stefanie, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mensch-Natur-Beziehungen in Erzählungen um 1900&lt;br /&gt;
|Terborg, Karin&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
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|American Nature Writing&lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
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|Klimawandel in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
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|SoSe 21&lt;br /&gt;
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|Nature Writing in Old and New England &lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|SoSe 21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Literature and Science&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
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{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Lehrveranstaltungen SPRECHEN&lt;br /&gt;
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|Formen des Denkens&lt;br /&gt;
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|Nachdenken&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
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|Denk nach&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1703</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1703"/>
		<updated>2021-04-19T07:08:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1702</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1702"/>
		<updated>2021-04-19T06:51:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1697</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1697"/>
		<updated>2021-04-17T12:05:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Nachdenken&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}  „“  –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|Smigiel, Patrick Marek&lt;br /&gt;
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|„Perspektiven Kritischer Theorie“: Kritische Theorie der Natur &lt;br /&gt;
|Stederoth, Dirk, apl. Prof. Dr.&lt;br /&gt;
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{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1682</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1682"/>
		<updated>2021-04-16T12:27:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Lehrveranstaltungen NACHDENKEN&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
! Dozent*in&lt;br /&gt;
! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Formen des Denkens&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Formen des Wissens&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nachdenken&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|WiSe 20/21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Denk nach&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 21&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1681</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1681"/>
		<updated>2021-04-16T12:25:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Tabelle&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Lehrveranstaltungen NACHDENKEN&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
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! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Formen des Denkens&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Formen des Wissens&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nachdenken&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Denk nach&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|SoSe 20&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Doing_Nothing_Garden&amp;diff=1680</id>
		<title>Doing Nothing Garden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Doing_Nothing_Garden&amp;diff=1680"/>
		<updated>2021-04-16T11:58:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Umweltaktivistische Bedeutung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gut, dann mache ich eben nichts“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hadler, Simon |Titel= Ein Lehrstück in Zeitgenossenschaft |Jahr=2012 |Website=orf |Online= https://orf.at/v2/stories/2124902/2124909/ |Abruf=04.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
lautete das Statement des Künstlers zu seinem Kunstwerk '''Doing Nothing Garden''', welches so eine neue Perspektive auf das Kunstwerk wirft: eine Umweltaktivistische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung des Kunstwerks ==&lt;br /&gt;
Eines von [[Song Dong|Song Dongs]] berühmtesten Kunstwerken ist der '''Doing Nothing Garden''', welcher im Rahmen der [[dOCUMENTA 13]] im Sommer 2012 in Kassel entstand. Hierfür wurde ein etwa sechs Meter hoher Hügel aus Schutt und organischen Abfällen aufgeschüttet und mit Gras und Blumen bepflanzt. Er war außerdem mit Neonschildern übersehen, auf denen die Wörter ‚Doing‘ und ‚Nothing‘ zu lesen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der prägnante Standort des ''Doing Nothing Garden'' trug stark zur Wirkung des Kunstwerkes bei, da es sich unmittelbar vor der Orangerie auf der Karlswiese inmitten der barocken Sichtachsen der – ursprünglich als Lustgarten angelegten – Karlsaue befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Holz, Burghard |Titel=Mein Lieblingskunstwerk: Song Dongs &amp;quot;Doing nothing garden&amp;quot; in der Karlsaue |Jahr=2012 |Website=HNA Kultur |Online=https://www.hna.de/kultur/documenta/mein-lieblingskunstwerk-song-dongs-doing-nothing-garden-karlsaue-2428389.html|Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um den bepflanzten Berg herum befand sich eine Sitzfläche, die bei gutem Wetter zum Verweilen einlud und während der [[documenta]] auch immer gut besucht war.&lt;br /&gt;
Wie viele von Song Dongs Arbeiten ist auch dieses von Gedanken an den Naturschutz durchdrungen und besitzt eine [[umweltaktivistische Kunst (Doing Nothing Garden)|umweltaktivistische Bedeutung]]. Es versinnbildlicht eine Verbindung zu Konzepten und Philosophien des Taoismus und einer möglichen „Symbiose mit den Kräften der Natur“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Kurzführer |Titel=Projekte: Song Dong |Jahr=2015 |Website=Universes in Universe |Online=https://universes.art/de/triennale-bruegge/2015/projects/song-dong |Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konzept des Kunstwerks==&lt;br /&gt;
Song Dong erstellt seine Kunstwerke hauptsächlich nach dem Prinzip des ‚Wu Wei‘ (chin. 無為 / 无为).  Dieses Prinzip entstammt der chinesischen Philosophie des Taoismus (auch Daoismus), die etwa seit dem 4. Jh. v. Chr. besteht.  Übersetzt ins Deutsche bedeutet der Begriff ‚Wu Wei‘  in etwa ‚Nichtstun‘ bzw. ‚Nichthandeln‘ und wird im chinesischen Sprachgebrauch – im Gegensatz zum westlichen, europäischen Verständnis – nicht negativ konnotiert. Somit wird diese Formulierung auch nicht mit Faulheit gleichgesetzt, sondern ist durchweg positiv konnotiert. Nach dem chinesischen Prinzip meint ‚Nichtstun‘ nämlich nicht ‚gar nichts machen‘, sondern nur ‚das Nötigste‘ tun.&lt;br /&gt;
So gibt man Potenzialen die Möglichkeit, sich frei zu entfalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fischer,Theo |Titel=Wu Wei. Die Lebenskunst des Tao |Ort=Hamburg |Verlag= Rowohlt |Jahr=1992 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man sich einen heimischen Garten als Beispiel, so lässt sich ‚Wu Wei‘ folgendermaßen erläutern: &lt;br /&gt;
*Eine Pflanze wächst grundsätzlich von alleine, man muss sie aber gießen, damit sie besser wachsen kann stellt hier die nötigste Handlung dar.&lt;br /&gt;
*An ihr zu ziehen, um sie schneller zum Wachsen zu bringen entspricht einer unnötigen/nutzlosen Handlung, die nach dem ‚Wu Wei‘-Prinzip nicht vollzogen werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich verhält es sich in Song Dongs ''Doing Nothing Garden'', denn allein dessen Name verweist bereits auf das ‚Wu Wei‘-Konzept: &lt;br /&gt;
Song Dong sammelt Bauschutt und lässt ihn vor der Orangerie in Kassel zur dOCUMENTA13 aufschütten. Anschließend versieht er sein Kunstwerk mit Neonschildern und lässt die Natur ‚arbeiten‘. &lt;br /&gt;
Er vollzieht also nur die nötigste Handlung (= Bauschutt aufschütten) und lässt der Natur freien Lauf, damit sie sich gänzlich entfalten kann. &lt;br /&gt;
So entsteht auf dem Bauschutt eine Grünfläche mit unterschiedlichsten Pflanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Holz, Burghard |Titel=Mein Lieblingskunstwerk: Song Dongs &amp;quot;Doing nothing garden&amp;quot; in der Karlsaue |Jahr=2012 |Website=HNA Kultur |Online=https://www.hna.de/kultur/documenta/mein-lieblingskunstwerk-song-dongs-doing-nothing-garden-karlsaue-2428389.html|Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umweltaktivistische Bedeutung==&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' des chinesischen Künstlers [[Song Dong]] geklärt werden. &lt;br /&gt;
Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche [[umweltaktivistische Kunst|Umweltaspekte]] fokussieren.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Seminars ''Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)'' im Sommersemester 2020 hat eine studentische Atbeitsgruppe zu dieser Analyse eine Präsentation inklusive Podcast erstellt, welche bei Bedarf gerne angeschaut werden können.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* [[Präsentation umweltaktivistische Kunst des Doing Nothing Garden]]&lt;br /&gt;
* [[Podcast zur Präsentation]]&lt;br /&gt;
* dieses [[Video von der Kochi-Muziris Biennale]] zeigt das Konzept hinter den Arbeiten Song Dongs auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Hannah |Nachname=Hofer |Vorname2=Nadja |Nachname2=Vieweger|Tag= 29|Monat=10 |Jahr=20 |Bearbeitung-Vorname=Jana | Bearbeitung-Nachname= Keßler|Bearbeitung-Tag=26 |Bearbeitung-Monat=02| Bearbeitung-Jahr= 21}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1594</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1594"/>
		<updated>2021-04-08T11:32:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Blockzitate&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1593</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1593"/>
		<updated>2021-04-08T11:22:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1592</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1592"/>
		<updated>2021-04-08T11:21:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Kochi-Muziris Biennale |Titel= Meet Your Artist: SONG DONG|Jahr= 2019| Website= YouTube|Online= https://youtu.be/BVyLebFLhUA |Zeitangabe= 00:00:05; 00:03:53| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/re&lt;br /&gt;
,dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1591</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1591"/>
		<updated>2021-04-08T11:20:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene===&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene===&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1590</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1590"/>
		<updated>2021-04-08T11:18:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den „Kalligraphiepinsel“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene==l&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“ &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene=&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Lüddemann, Dr. Stefan|Titel= Düsseldorf zeigt Documenta-Star Song Dong| Jahr=2016| Website= Osnabrücker Zeitung| Online= https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/653980/dusseldorf-zeigt-documenta-star-song-dong#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;653980 | Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter des kulturellen Austauschs“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hurt, Willy |Titel= Exposition : ODI – La Scène Song Dong |Jahr=2018|  Website= Luxemburger Wort| Online= https://www.wort.lu/fr/mywort/vianden/news/exposition-odi-la-scene-song-dong-5bb771ac182b657ad3b94a35 |Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1589</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1589"/>
		<updated>2021-04-08T11:01:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begleitbuch zur dOCUMENTA 13==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Materiell-handwerkliche Ebene===&lt;br /&gt;
So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den Kalligraphiepinsel (1) benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ästhetisch-psychologische Ebene==l&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“1 und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.Gleichwohl ist er ein in sich lebendiger Organismus und beweist so, dass im richtigen Kontext sogar das Nichtstun schöpferische Wirkung entfalten kann.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kunsthistorische Ebene=== &lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“2bezeichnet, welcher auch politisch motiviert agiere. bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pressetexte==&lt;br /&gt;
===Werk-biographische Ebene=&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“3 bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter kulturellen Austausches“4 gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1588</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
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		<updated>2021-04-08T10:53:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von Song Dong wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie '''Kunst im sprachlichen Kontext''' als diese greifbar werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren, auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert, um die Kunstwertstiftung zu identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Arbeit des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlai*innen, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Begleitbuch zur dOCUMENTA 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk zeigt, warum Rezipient*innen Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' als Kunst definieren. &lt;br /&gt;
Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den Kalligraphiepinsel (1) benutzt. Zudem wird sein künstlerisches Schaffen durch bekannte Ausdrucksformen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“1 und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist.(…)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[Der Doing Nothing Garden] ist ein seltsames Denkmal für die Zivilisation - ein künstlicher Bonsai-Berg in einer Kunstlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter chinesischer Konzeptkunst“2 bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pressetexte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“3 bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. &lt;br /&gt;
Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter kulturellen Austausches“4 gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1587</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
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		<updated>2021-04-08T10:30:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst im sprachlichen Kontext als diese identifiziert werden kann. Dieser Schritt ist maßgeblich für die Bestimmung der umweltaktivistischen Bedeutung des Kunstwerkes, denn hierbei wird der Fokus auf die [[Kunstkommunikation]], also auf die Rezipient*innen gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür werden verschiedene Texte, welche das Kunstwerk thematisieren auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Kunst des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlaien, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]]zeigtwelche die Kunstwertstiftung festlegt. Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den Kalligraphiepinsel benutzt. Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“1 und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist. Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter chinesischer Konzeptkunst“2 bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“3 bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter kulturellen Austausches“4 gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1586</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
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		<updated>2021-04-08T10:20:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunstwertstiftung in Song Dongs Doing Nothing Garden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst im sprachlichen Kontext als dieses identifiziert werden und wie dies zu einer umweltaktivistischen Bedeutung  des Kunstwerkes beitragen kann,&lt;br /&gt;
Hierfür wird der Begleittext des Kunstwerkes auf [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation |vier verschiedenen Ebenen]] analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Kunst des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlaien, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]]zeigtwelche die Kunstwertstiftung festlegt. Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den Kalligraphiepinsel benutzt. Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“1 und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist. Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter chinesischer Konzeptkunst“2 bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“3 bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter kulturellen Austausches“4 gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Doing_Nothing_Garden&amp;diff=1585</id>
		<title>Doing Nothing Garden</title>
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		<updated>2021-04-08T10:10:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Autor*innenschaft&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gut, dann mache ich eben nichts“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hadler, Simon |Titel= Ein Lehrstück in Zeitgenossenschaft |Jahr=2012 |Website=orf |Online= https://orf.at/v2/stories/2124902/2124909/ |Abruf=04.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
lautete das Statement des Künstlers zu seinem Kunstwerk '''Doing Nothing Garden''', welches so eine neue Perspektive auf das Kunstwerk wirft: eine [[umweltaktivistische Kunst (Doing Nothing Garden)|Umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung des Kunstwerks ==&lt;br /&gt;
Eines von [[Song Dong|Song Dongs]] berühmtesten Kunstwerken ist der '''Doing Nothing Garden''', welcher im Rahmen der [[dOCUMENTA 13]] im Sommer 2012 in Kassel entstand. Hierfür wurde ein etwa sechs Meter hoher Hügel aus Schutt und organischen Abfällen aufgeschüttet und mit Gras und Blumen bepflanzt. Er war außerdem mit Neonschildern übersehen, auf denen die Wörter ‚Doing‘ und ‚Nothing‘ zu lesen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der prägnante Standort des ''Doing Nothing Garden'' trug stark zur Wirkung des Kunstwerkes bei, da es sich unmittelbar vor der Orangerie auf der Karlswiese inmitten der barocken Sichtachsen der – ursprünglich als Lustgarten angelegten – Karlsaue befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Holz, Burghard |Titel=Mein Lieblingskunstwerk: Song Dongs &amp;quot;Doing nothing garden&amp;quot; in der Karlsaue |Jahr=2012 |Website=HNA Kultur |Online=https://www.hna.de/kultur/documenta/mein-lieblingskunstwerk-song-dongs-doing-nothing-garden-karlsaue-2428389.html|Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um den bepflanzten Berg herum befand sich eine Sitzfläche, die bei gutem Wetter zum Verweilen einlud und während der [[documenta]] auch immer gut besucht war.&lt;br /&gt;
Wie viele von Song Dongs Arbeiten ist auch dieses von Gedanken an den Naturschutz durchdrungen und besitzt eine [[umweltaktivistische Kunst (Doing Nothing Garden)|umweltaktivistische Bedeutung]]. Es versinnbildlicht eine Verbindung zu Konzepten und Philosophien des Taoismus und einer möglichen „Symbiose mit den Kräften der Natur“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Kurzführer |Titel=Projekte: Song Dong |Jahr=2015 |Website=Universes in Universe |Online=https://universes.art/de/triennale-bruegge/2015/projects/song-dong |Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konzept des Kunstwerks==&lt;br /&gt;
Song Dong erstellt seine Kunstwerke hauptsächlich nach dem Prinzip des ‚Wu Wei‘ (chin. 無為 / 无为).  Dieses Prinzip entstammt der chinesischen Philosophie des Taoismus (auch Daoismus), die etwa seit dem 4. Jh. v. Chr. besteht.  Übersetzt ins Deutsche bedeutet der Begriff ‚Wu Wei‘  in etwa ‚Nichtstun‘ bzw. ‚Nichthandeln‘ und wird im chinesischen Sprachgebrauch – im Gegensatz zum westlichen, europäischen Verständnis – nicht negativ konnotiert. Somit wird diese Formulierung auch nicht mit Faulheit gleichgesetzt, sondern ist durchweg positiv konnotiert. Nach dem chinesischen Prinzip meint ‚Nichtstun‘ nämlich nicht ‚gar nichts machen‘, sondern nur ‚das Nötigste‘ tun.&lt;br /&gt;
So gibt man Potenzialen die Möglichkeit, sich frei zu entfalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fischer,Theo |Titel=Wu Wei. Die Lebenskunst des Tao |Ort=Hamburg |Verlag= Rowohlt |Jahr=1992 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man sich einen heimischen Garten als Beispiel, so lässt sich ‚Wu Wei‘ folgendermaßen erläutern: &lt;br /&gt;
*Eine Pflanze wächst grundsätzlich von alleine, man muss sie aber gießen, damit sie besser wachsen kann stellt hier die nötigste Handlung dar.&lt;br /&gt;
*An ihr zu ziehen, um sie schneller zum Wachsen zu bringen entspricht einer unnötigen/nutzlosen Handlung, die nach dem ‚Wu Wei‘-Prinzip nicht vollzogen werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich verhält es sich in Song Dongs ''Doing Nothing Garden'', denn allein dessen Name verweist bereits auf das ‚Wu Wei‘-Konzept: &lt;br /&gt;
Song Dong sammelt Bauschutt und lässt ihn vor der Orangerie in Kassel zur dOCUMENTA13 aufschütten. Anschließend versieht er sein Kunstwerk mit Neonschildern und lässt die Natur ‚arbeiten‘. &lt;br /&gt;
Er vollzieht also nur die nötigste Handlung (= Bauschutt aufschütten) und lässt der Natur freien Lauf, damit sie sich gänzlich entfalten kann. &lt;br /&gt;
So entsteht auf dem Bauschutt eine Grünfläche mit unterschiedlichsten Pflanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Holz, Burghard |Titel=Mein Lieblingskunstwerk: Song Dongs &amp;quot;Doing nothing garden&amp;quot; in der Karlsaue |Jahr=2012 |Website=HNA Kultur |Online=https://www.hna.de/kultur/documenta/mein-lieblingskunstwerk-song-dongs-doing-nothing-garden-karlsaue-2428389.html|Abruf=25.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Hannah |Nachname=Hofer |Vorname2=Nadja |Nachname2=Vieweger|Tag= 29|Monat=10 |Jahr=20 |Bearbeitung-Vorname=Jana | Bearbeitung-Nachname= Keßler|Bearbeitung-Tag=26 |Bearbeitung-Monat=02| Bearbeitung-Jahr= 21}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Drei_Modi_umweltaktivistischer_Kunst_(Doing_Nothing_Garden)&amp;diff=1584</id>
		<title>Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)</title>
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		<updated>2021-04-08T10:07:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Erstellung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche '''umweltaktivistische Bedeutung''' sie in sich trägt. Dafür wurde das Kunstwerk in einem vorherigen Schritt erst einmal als [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunst]] identifiziert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus drei groben Kategorien ''Think Piece, Snowglobe'' und ''Intervention'' betrachtet, die sogenannten [[drei Modi umweltaktivistischer Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Kategorie '''Think Piece''' betrachtet, spricht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' nicht gleich für sich und man muss darüber nachdenken. Der Bezug zu Aspekten der Umwelt lässt sich theoretisch assoziativ herstellen. Im Begleitbuch heißt es dazu „Der sechs Meter hohe Hügel auf der Karlswiese vor der Orangerie [ist] aus Schichten über Schichten von Schutt und organischen Abfällen aufgehäuft, mit Gras und Blumen überwachsen und mit Neonschildern versehen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bezug zur Umwelt wird nicht immer deutlich, hierfür müsste man biografische Aspekte oder weitere Arbeiten des Künstlers berücksichtigen, um zu erschließen auf was sich der Künstler bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Perspektive des zweiten Modus, dem '''Snowglobe''' ist das Kunstobjekt ''Doing Nothing Garden'' ein kleines (Öko-) System bzw. ein kleines Konstrukt und steht für natürliche Kreisläufe oder gesellschaftliche Prozesse. Abfälle sind Teil unserer Gesellschaft und von Menschen verursacht. Sie durchlaufen komplexe Wege und sind Teil eines Umweltproblems &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fröhlich, Christoph; Grimm, Katharina; Lübberstedt, Henry|Titel= Das Märchen vom bösen Müll: Wo unser Abfall landet - und was daraus entsteht| Jahr= 2018| Website= stern|Online= https://www.stern.de/wirtschaft/muell/das-muell-maerchen--wo-unser-abfall-landet-und-was-daraus-entsteht-7844304.html| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk verbildlicht komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen und Lösungen für Umweltprobleme auf, denn das kleine System wird sinnbildlich für unser großes System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Modus '''Intervention''' ist in erster Linie umweltaktivistische Aktion und greift in die reale Welt ein. Der Wert der Arbeit wäre auch ohne [[Kunstkommunikation#Warum ist das Kunst.3F .E2.80.93 Kunstwertstiftung als Funktion der Kunstkommunikation|Kunststatus]] gegeben, aber durch diesen ist es greifbar für viele andere gesellschaftliche Bereiche. Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' scheint zunächst für diese Kategorie nicht relevant zu sein. In Kombination mit dem chinesischen ‚Wu Wei‘-Prinzip ist es jedoch bedeutsam. Der Interventionscharakter wird im folgenden Ausschnitt aus der Nordhessischen Rundschaut verdeutlicht „Song Dongs Doing Nothing als Ort zum Nichtstun, Entspannen und Träumen [wird] von den Kasselern und ihren Besuchern vollkommen akzeptiert und genutzt“ (3). Der Betrachter des Kunstobjektes wird Teil der Kunst, indem er auf dem Kunstwerk sitzt oder liegt und ‚nichts tut‘. Somit versucht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' [[Verhältnis Mensch – Kunst – Natur |Kunst, Mensch und Natur]] zu vereinen und so eine Balance zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Cennet|Nachname=Yildiz|Tag=04 |Monat=11 |Jahr=20 |Bearbeitung-Vorname=Jana | Bearbeitung-Nachname=Keßler|Bearbeitung-Tag=08|Bearbeitung-Monat=04| Bearbeitung-Jahr=21 }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1583</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1583"/>
		<updated>2021-04-08T09:39:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche '''umweltaktivistische Bedeutung''' sie in sich trägt. Dafür wurde das Kunstwerk in einem vorherigen Schritt erst einmal als [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunst]] identifiziert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus drei groben Kategorien ''Think Piece, Snowglobe'' und ''Intervention'' betrachtet, die sogenannten [[drei Modi umweltaktivistischer Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Kategorie '''Think Piece''' betrachtet, spricht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' nicht gleich für sich und man muss darüber nachdenken. Der Bezug zu Aspekten der Umwelt lässt sich theoretisch assoziativ herstellen. Im Begleitbuch heißt es dazu „Der sechs Meter hohe Hügel auf der Karlswiese vor der Orangerie [ist] aus Schichten über Schichten von Schutt und organischen Abfällen aufgehäuft, mit Gras und Blumen überwachsen und mit Neonschildern versehen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bezug zur Umwelt wird nicht immer deutlich, hierfür müsste man biografische Aspekte oder weitere Arbeiten des Künstlers berücksichtigen, um zu erschließen auf was sich der Künstler bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Perspektive des zweiten Modus, dem '''Snowglobe''' ist das Kunstobjekt ''Doing Nothing Garden'' ein kleines (Öko-) System bzw. ein kleines Konstrukt und steht für natürliche Kreisläufe oder gesellschaftliche Prozesse. Abfälle sind Teil unserer Gesellschaft und von Menschen verursacht. Sie durchlaufen komplexe Wege und sind Teil eines Umweltproblems &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Fröhlich, Christoph; Grimm, Katharina; Lübberstedt, Henry|Titel= Das Märchen vom bösen Müll: Wo unser Abfall landet - und was daraus entsteht| Jahr= 2018| Website= stern|Online= https://www.stern.de/wirtschaft/muell/das-muell-maerchen--wo-unser-abfall-landet-und-was-daraus-entsteht-7844304.html| Abruf=08.04.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk verbildlicht komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen und Lösungen für Umweltprobleme auf, denn das kleine System wird sinnbildlich für unser großes System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Modus '''Intervention''' ist in erster Linie umweltaktivistische Aktion und greift in die reale Welt ein. Der Wert der Arbeit wäre auch ohne [[Kunstwertstiftung|Kunststatus]] gegeben, aber durch diesen ist es greifbar für viele andere gesellschaftliche Bereiche. Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' scheint zunächst für diese Kategorie nicht relevant zu sein. In Kombination mit dem chinesischen ‚Wu Wei‘-Prinzip ist es jedoch bedeutsam. Der Interventionscharakter wird im folgenden Ausschnitt aus der Nordhessischen Rundschaut verdeutlicht „Song Dongs Doing Nothing als Ort zum Nichtstun, Entspannen und Träumen [wird] von den Kasselern und ihren Besuchern vollkommen akzeptiert und genutzt“ (3). Der Betrachter des Kunstobjektes wird Teil der Kunst, indem er auf dem Kunstwerk sitzt oder liegt und ‚nichts tut‘. Somit versucht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' [[Verhältnis Mensch-Kunst-Natur|Kunst, Mensch und Natur]] zu vereinen und so eine Balance zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Kunst des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlaien, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies zeigt eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk Doing Nothing Garden, welche die Kunstwertstiftung festlegt. Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den Kalligraphiepinsel benutzt. Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“1 und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist. Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter chinesischer Konzeptkunst“2 bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“3 bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter kulturellen Austausches“4 gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1582</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1582"/>
		<updated>2021-04-08T09:12:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche '''umweltaktivistische Bedeutung''' sie in sich trägt. Dafür wurde das Kunstwerk in einem vorherigen Schritt erst einmal als [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunst]] identifiziert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus drei groben Kategorien ''Think Piece, Snowglobe'' und ''Intervention'' betrachtet, die sogenannten [[drei Modi umweltaktivistischer Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Kategorie '''Think Piece''' betrachtet, spricht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' nicht gleich für sich und man muss darüber nachdenken. Der Bezug zu Aspekten der Umwelt lässt sich theoretisch assoziativ herstellen. Im Begleitbuch heißt es dazu „Der sechs Meter hohe Hügel auf der Karlswiese vor der Orangerie [ist] aus Schichten über Schichten von Schutt und organischen Abfällen aufgehäuft, mit Gras und Blumen überwachsen und mit Neonschildern versehen&amp;quot; (1) Der Bezug zur Umwelt wird nicht immer deutlich, hierfür müsste man biografische Aspekte oder weitere Arbeiten des Künstlers berücksichtigen, um zu erschließen auf was sich der Künstler bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Perspektive des zweiten Modus, dem '''Snowglobe''' ist das Kunstobjekt ''Doing Nothing Garden'' ein kleines (Öko-) System bzw. ein kleines Konstrukt und steht für natürliche Kreisläufe oder gesellschaftliche Prozesse. Abfälle sind Teil unserer Gesellschaft und von Menschen verursacht. Sie durchlaufen komplexe Wege und sind Teil eines Umweltproblems (2). Das Kunstwerk verbildlicht komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen und Lösungen für Umweltprobleme auf, denn das kleine System wird sinnbildlich für unser großes System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Modus '''Intervention''' ist in erster Linie umweltaktivistische Aktion und greift in die reale Welt ein. Der Wert der Arbeit wäre auch ohne [[Kunstwertstiftung|Kunststatus]] gegeben, aber durch diesen ist es greifbar für viele andere gesellschaftliche Bereiche. Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' scheint zunächst für diese Kategorie nicht relevant zu sein. In Kombination mit dem chinesischen ‚Wu Wei‘-Prinzip ist es jedoch bedeutsam. Der Interventionscharakter wird im folgenden Ausschnitt aus der Nordhessischen Rundschaut verdeutlicht „Song Dongs Doing Nothing als Ort zum Nichtstun, Entspannen und Träumen [wird] von den Kasselern und ihren Besuchern vollkommen akzeptiert und genutzt“ (3). Der Betrachter des Kunstobjektes wird Teil der Kunst, indem er auf dem Kunstwerk sitzt oder liegt und ‚nichts tut‘. Somit versucht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' [[Verhältnis Mensch-Kunst-Natur|Kunst, Mensch und Natur]] zu vereinen und so eine Balance zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Kunst des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlaien, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies zeigt eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk Doing Nothing Garden, welche die Kunstwertstiftung festlegt. Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den Kalligraphiepinsel benutzt. Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“1 und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist. Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter chinesischer Konzeptkunst“2 bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“3 bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter kulturellen Austausches“4 gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modi umweltaktivistischer Kunst==&lt;br /&gt;
Wie lässt sich nun einem Kunstwerk, wenn es als Kunst ersichtlich ist, eine umweltaktivistische Bedeutung zuschreiben? Basierend auf sprachbezogenen Beobachtungen hat der Linguist [[Paul Reszke]] gezeigt, dass diese Werke mithilfe der drei Modi umweltaktivistischer Kunst Bedeutung erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Think-Piece'': Der Bezug zum Umweltschutz lässt sich nur theoretisch-assoaziativ herstellen. Dieser Umweltbezug ist nur eine von vielen Deutungen des Kunstwerkes. Das Kunstwerk spricht also nicht gleich für sich, sondern muss über einen Gedankenprozess erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Snowglobe'': Das Kunstwerk ist die Konstruktion oder der Ausschnitt eines kleinen (Öko-)Systems und steht sinnbildlich für die natürlichen Kreisläufe und gesellschaftlichen Prozesse. Somit versinnbildlicht es komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen auf wie in einer Schneekugel: Eine Simulation von etwas Komplexem in einer für sich geschlossenen Welt. Auf diese Weise macht es komplizierte Themen wie z. B. den Klimawandel einfach verständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Intervention'': Die Arbeit ist primär eine umweltaktivistische Aktion, welche in die reale Welt eingreift, um so z. B. die Umwelt zu ändern. Auch ohne Kunststatus wäre der Wert der Arbeit gegeben, aber nur die Domäne Kunst ermöglicht erst eine solche Aktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Erarbeitet im Seminar an der Universität Kassel im Sommersemester 2020 &amp;quot;Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017 (Lehrschwerpunkt Climate Thinking)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn also ein Kunstwerk in allen drei Modi beschrieben wird, kann es den Menschen einen besonderen Zugang verschaffen und sie zum [[über Klimawandel nachdenken|Nachdenken]] und vielleicht auch zum Handeln bewegen. Sprache gestaltet erfahrungsgemäß unsere Welt in starker Weise mit und kann in Verbindung mit Kunst, welche in unserer Gesellschaft unter besonderem Schutz steh, zum Handeln verleiten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler&amp;diff=1480</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler&amp;diff=1480"/>
		<updated>2021-03-24T10:21:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Erstellen des Beitrags&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Jana Kessler (* 1998) studiert Germanistik und Soziologie an der Universität Kassel. Sie ist außerdem Teil des [[wiki.climate-thinking.de:Editorial_Board|Herausgeber*innenteams]] des [[Living Handbook]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jana Kessler im Living Handbook==&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Jana Kessler|Bearbeitungen von Kessler]]&lt;br /&gt;
* Alle Beiträge von Kessler:&lt;br /&gt;
*:[[Song Dong]]  &lt;br /&gt;
*:[[Doing Nothing Garden]]  &lt;br /&gt;
*:[[Umweltaktivistische Kunst]]&lt;br /&gt;
*:[[Joseph Beuys]]  &lt;br /&gt;
*:[[Lois Weinberger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1169</id>
		<title>Benutzer:Jana Kessler/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jana_Kessler/Werkstatt&amp;diff=1169"/>
		<updated>2021-03-07T19:44:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jana Kessler: Modi&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox-Kunst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Umweltaktivistische Bedeutung (Doing Nothing Garden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren, wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche umweltaktivistische Bedeutung sie in sich trägt.&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst|drei groben Kategorien]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirft man einen Blick auf die Zeitungsartikel zum Doing Nothing Garden wird deutlich, dass die Journalisten bemüht sind, die Leser vom westlich geprägten Gedanken (Nichtstun=Faulheit) abzubringen, indem sie betonen, dass Song Dong im Vorfeld viel Arbeit mit seinem Kunstwerk hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten zum Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] von [[Song Dong]] wird in diesem Teil als Beispiel verwendet, um zu demonstrieren wie Kunst zu ökologisch nachhaltigem Verhalten führen kann und welche '''umweltaktivistische Bedeutung''' sie in sich trägt. Dafür wurde das Kunstwerk in einem vorherigen Schritt erst einmal als [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunst]] identifiziert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür wird das Kunstwerk aus drei groben Kategorien ''Think Piece, Snowglobe'' und ''Intervention'' betrachtet, die sogenannten [[drei Modi umweltaktivistischer Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Kategorie '''Think Piece''' betrachtet, spricht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' nicht gleich für sich und man muss darüber nachdenken. Der Bezug zu Aspekten der Umwelt lässt sich theoretisch assoziativ herstellen. Im Begleitbuch heißt es dazu „Der sechs Meter hohe Hügel auf der Karlswiese vor der Orangerie [ist] aus Schichten über Schichten von Schutt und organischen Abfällen aufgehäuft, mit Gras und Blumen überwachsen und mit Neonschildern versehen&amp;quot; (1) Der Bezug zur Umwelt wird nicht immer deutlich, hierfür müsste man biografische Aspekte oder weitere Arbeiten des Künstlers berücksichtigen, um zu erschließen auf was sich der Künstler bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Perspektive des zweiten Modus, dem '''Snowglobe''' ist das Kunstobjekt ''Doing Nothing Garden'' ein kleines (Öko-) System bzw. ein kleines Konstrukt und steht für natürliche Kreisläufe oder gesellschaftliche Prozesse. Abfälle sind Teil unserer Gesellschaft und von Menschen verursacht. Sie durchlaufen komplexe Wege und sind Teil eines Umweltproblems (2). Das Kunstwerk verbildlicht komplexe Zusammenhänge und zeigt Alternativen und Lösungen für Umweltprobleme auf, denn das kleine System wird sinnbildlich für unser großes System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Modus '''Intervention''' ist in erster Linie umweltaktivistische Aktion und greift in die reale Welt ein. Der Wert der Arbeit wäre auch ohne [[Kunstwertstiftung|Kunststatus]] gegeben, aber durch diesen ist es greifbar für viele andere gesellschaftliche Bereiche. Song Dongs ''Doing Nothing Garden'' scheint zunächst für diese Kategorie nicht relevant zu sein. In Kombination mit dem chinesischen ‚Wu Wei‘-Prinzip ist es jedoch bedeutsam. Der Interventionscharakter wird im folgenden Ausschnitt aus der Nordhessischen Rundschaut verdeutlicht „Song Dongs Doing Nothing als Ort zum Nichtstun, Entspannen und Träumen [wird] von den Kasselern und ihren Besuchern vollkommen akzeptiert und genutzt“ (3). Der Betrachter des Kunstobjektes wird Teil der Kunst, indem er auf dem Kunstwerk sitzt oder liegt und ‚nichts tut‘. Somit versucht das Kunstwerk ''Doing Nothing Garden'' [[Verhältnis Mensch-Kunst-Natur|Kunst, Mensch und Natur]] zu vereinen und so eine Balance zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltaktivistische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Durch die Ausstellung seiner Kunstwerke auf der [[dOCUMENTA13]] erhielt [[Song Dong]] viele Reaktionen auf seine Arbeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser sprachwissenschaftlichen Analyse soll die '''Umweltaktivistische Bedeutung des Doing Nothing Gardens''' geklärt werden. Um diese nachvollziehen zu können, sollte jedoch zuerst ein Blick auf dessen [[Kunstwertstiftung (Doing Nothing Garden)|Kunstwertstiftung]] gelegt werden, denn dieser analytische Schritt klärt, warum man das Kunstwerk als solches bezeichnen kann. &lt;br /&gt;
In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die [[Drei Modi umweltaktivistischer Kunst (Doing Nothing Garden)|verschiedenen Modi umweltaktivistischer Kunst]], in denen Kunstwerke beschrieben werden, welche Umweltaspekte fokussieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte der Presse und der Fachliteratur trugen beide zur positiven Resonanz bei, weswegen es unterschiedliche Stimmen zu der Kunst des chinesischen Künstlers gibt. Einerseits von Fachleuten im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13, andererseits auch durch Kunstlaien, welche ihre Eindrücke von den Kunstwerken in den für alle zugänglichen Pressetexten darstellen. Alle Stimmen haben gemeinsam, dass das, was Song Dong macht, als Kunst deklariert und nicht infrage gestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies zeigt eine sprachwissenschaftliche Analyse des Artikels zu Song Dong im Begleitbuch zur dOCUMENTA 13 für das Kunstwerk Doing Nothing Garden, welche die Kunstwertstiftung festlegt. Bevor einem Kunstwerk eine neue, beispielsweise umweltaktivistische Bedeutung zugeschrieben werden kann, sollte ein Kunstwerk erstmal als dieses zu erkennen sein. So wird beispielsweise durch fachbegriffliche Beschreibung seines künstlerischen Agierens deutlich, dass Song Dong in einem für Künstler typischen Stil arbeitet, wenn er beispielsweise den Kalligraphiepinsel benutzt. Das Begleitbuch zur dOCUMENTA13 betitelt sein Kunstwerk als „Denkmal“1 und verweist somit auf eine versteckt intendierte und ästhetische Wirkung, welche ebenfalls ein Merkmal von Kunst ist. Ferner wird Song Dong als „bedeutender Vertreter chinesischer Konzeptkunst“2 bezeichnet und somit wird deutlich, dass dieser sich schon vor der Documenta in der Kunstszene etabliert hat. Auch in der Presse kann viel zum Status des Künstlers entdeckt werden. Wenngleich er vor der Kunstausstellung bereits als wichtiger Vertreter angesehen wurde, verhilft ihm die dOCUMENTA13 zu mehr Ansehen und er wird unter anderem als „Documenta-Star“3 bezeichnet, was sich sehr positiv auf seinen sozialen Status ausübt. Auch durch seine politisch und gesellschaftlich orientierten Ansichten wird er als „Botschafter kulturellen Austausches“4 gekürt, welches nun eine ganz neue Perspektive auf seine Kunst eröffnet. Durch die Kunstzuschreibung und Statusverbesserung des Künstlers erfährt seine Message mehr Bedeutung: Seine Kunstwerke werden durch die Verwendung von sprachlicher Demonstration mithilfe von Presse- und Katalogtexten als Kunst erkennbar und können somit besser verstanden werden und zwar von jedem Menschen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche Aktionen eine Kunstwertstiftung brauchen, um zum Nachdenken anzuregen. Der Künstler selbst sagt in einem Interview5, dass für ihn Leben und Kunst synonym seien und er seine Kunst dafür schafft, um Leute zum Verweilen, Innehalten und Nachdenken über die Zukunft, zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Ausstellen seiner Kunstwerke auf einer öffentlichen und weltbekannten Kunstausstellung, erreicht er viele verschiedene Menschen, von Kunstlaien bis Kunstkennern. Diese verleihen ihm aufgrund ihrer Bewertungen in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Schaffens einen besonderen Status und geben ihm somit selbst eine zentrale Stimme, denn der „Botschafter des kulturellen Austauschs“6 könnte Menschen von seiner umweltschützenden Meinung beeinflussen und zu nachhaltigem Verhalten inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Lois Weinberger=&lt;br /&gt;
==Selbst- und Fremdwahrnehmung==&lt;br /&gt;
Um Kenntnisse darüber zu erhalten, wer Lois Weinberger war, wurden in Texten, die von ihm selbst geschrieben wurden, sowie auch in Artikeln (z.B. aus der Bauwelt), die von anderen verfasst wurden, sämtliche Künstlerbezeichnungen gesammelt. Die Künstlerbezeichnungen geben Hinweise darauf, wie Lois Weinberger sich selbst wahrgenommen hat und auch, wie er von anderen bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Eigenwahrnehmung besticht dadurch, dass er sich selbst als Feldarbeiter, Forscher und Betrachter sieht (s. Grafik rechts).&lt;br /&gt;
Die Fremdwahrnehmung lässt sich in unterschiedliche Domänen unterteilen: Handwerk/Vorgehen, Natur/Garten, Poesie, Kunst, Zukunft und Ikone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich gezeigt, dass die Fremdwahrnehmung sich auf Weinbergers Eigenwahrnehmung bezieht, sie gleichzeitig auch erweitert und von ihr abweicht. Insbesondere die Domänen Natur/Garten, Politik und Zukunft lassen Schlüsse auf die umweltaktivistische und politische Dimension Lois Weinbergers und seiner Kunst zu. So wird er u.a. als “Vordenker” im Bereich Kunst und Natur, “Schutzpatron der Ruderalpflanzen” (derstandard), &amp;quot;Meister des 'Unkrauts'&amp;quot; (br) oder “Ahnherr des Guerilla-Gardenings” (FAZ) gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem konnte beobachtet werden, wie die Verortung seines Schaffens im umweltaktivistischen Kontext in den Nachrufen nach seinem Tod im April 2020 im Vergleich zu älteren Berichten zunahm und er so zu einer Ikone umweltaktivistischer Kunst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch weitergehendes Interesse am Klimaaspekt in Lois Weinbergers Kunst haben, empfehlen wir Ihnen folgende Prezi-Präsentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dynamiken in den Werken Weinbergers und in der Kommunikation darüber==&lt;br /&gt;
Wenn man sich auf sprachlicher Ebene intensiver mit Lois Weinbergers Kunst auseinandersetzt, fällt einem immer mehr eine der Kunst innewohnende Dynamik auf. Diese macht sich auf mehreren Ebenen bemerkbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bildet die sprachlich-literarische Ebene, vor allem zu erkennen in Notizen, Gedichten, Titeln oder kurzen Ausführungen zu und über seine Kunst. Eine weitere Ebene bilden die einzelnen Kunstwerke an sich, dort findet man die Dynamik zum Beispiel bei den verwendeten Materialien oder auf den verschiedenen Bedeutungsebenen wieder. Zuletzt erkennt man die Dynamik auf der Ebene des Spannungsverhältnisses von Mensch – Kunst – Natur und deren wechselseitigen Beziehungen untereinander. Besonders dieses letzte Verhältnis wird auch wiederholt in den Nachrufen auf seinen Tod thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Verhältnis von Mensch, Kunst und Natur in Weinbergers Schaffen==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger, v.a. bekannt durch seine Beiträge auf der ﻿documenta, nähert sich über seine Werke der Beziehung zwischen Mensch und Natur an. Er begibt sich in das dynamische Spannungsfeld, das zwischen Mensch, Kunst und Natur besteht. Für ihn sind alle drei Bereiche gleichermaßen wichtig. Indem er sich der Natur über seine Kunst annähert, will er den klassischen Kunstbegriff, der mit Künstlichkeit, &amp;quot;Gemachtheit&amp;quot; und Herstellungsprozessen assoziiert wird, umkehren in einen Kunstbegriff, der die natürliche Selbstgestaltung durch den Gegenstand – die Natur – zulässt. Kunst und Natur sind in seinem Weltbild keine Gegensätze, sondern durchaus vereinbar in einer menschlichen Gesellschaft, die das zulässt. Denn dann können – so Weinberger – Mensch, Kunst und Natur voneinander profitieren. Indem der Künstler nichts neues anfertigt, sondern bestehende Gegebenheiten nutzt und innovativ umstrukturiert, trägt er zu der Annäherung zwischen Kunst und Natur bei. Gleichzeitig setzt er durch seine Kunst ein Zeichen für die bewusste Wahrnehmung der Natur und den Klimaschutz und gegen die rücksichtslose Ausbeutung des Planeten &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Winiwarter, Verena; Bork, Hans-Rudolf |Titel=Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit. |Ort=Stuttgart |Verlag=primus |Jahr=2019 |Seite=13 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Kunstwerk &amp;quot;GARTEN - eine poetische Feldarbeit&amp;quot; im Rahmen der &amp;quot;Ruderal Society&amp;quot;, die Weinberger mehrfach inszeniert hat (zuletzt auf der documenta 14), ist ein geeignetes Beispiel, um seinen Blick auf die Natur zu verdeutlichen. Weinberger hat dafür einen Stahlkubus in den urbanen Raum integriert, in dem es zu 'Spontanvegetation' kommen sollte. Er schafft der Natur sozusagen] eine &amp;quot;Lücke im urbanen Raum&amp;quot;, einen Platz in der Gesellschaft. Genau dieses Konzept wird auch in den Nachrufen seit April 2020 wiederholt aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Nachruf als konzentrierte Wahrnehmung von Mensch und Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Der Künstler Lois Weinberger ist im April 2020 verstorben. Bei Personen des öffentlichen Lebens ist es in der deutschen Presse üblich, sie nach ihrem Versterben mit einem Nachruf zu würdigen (Hanus, 120). Ein solcher Nachruf skizziert das Leben der Person und legt Schwerpunkte in der Bewertung dessen, was diese Person besonders und wichtig für die Gesellschaft gemacht hat. In der Auswahl dieser Schwerpunkte schwingt immer auch eine gewisse Gewichtung mit, die etwas darüber aussagt, wie wir unsere Gesellschaft wahrnehmen und was als wichtig empfunden wird &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hanus, Anna |Titel= Der Nachruf in der polnischen und der deutschen Presse anhand der Texte um den Tod von Marcel Reich-Ranicki|Herausgeber*in=Kaczmarek, Dorota (Hrsg.) |Sammelband=Politik - Medien - Sprache: deutsche und polnische Realien aus linguistischer Sicht |Ort=Łódź |Verlag=Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego |Jahr=2016 |Seite=119-134, hier S.131 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lois Weinberger zeigt sich das am Schwerpunkt „Umwelt“. Das Kunstwerk, das in allen von uns untersuchten Nachrufen als zentrales Beispiel seiner Arbeit benannt wird, wurde in 1997 auf der documenta X am Kasseler Hauptbahnhof gezeigt und heißt „das über Pflanzen / ist eins mit ihnen“. Die Nachrufe betonen bei diesem Kunstwerk zunächst den Umweltaspekt. So werden die Produkte von Weinbergers Arbeit als „Pflanzen-Werke“ bezeichnet (BR) oder als „Gartenkunst“ (FAZ). Ausgehend von diesem Punkt werden teilweise noch andere Themen, wie die Migration, beleuchtet: „Er ließ die Menschen anhand einfacher Pflanzen über Migration, Fremdheit und Randlagen nachdenken“ (FAZ). So entsteht in der Wahrnehmung Weinbergers eine Verbindung von Natur, Kunst und dem Menschen. Im Vordergrund aber steht die Betonung der umweltaktivistischen Kunst Weinbergers. Und das zeigt eben auch, dass wir als Gesellschaft dem Umweltdiskurs aktuell eine besondere Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem Beitrag ist die Beispielanalyse eines Nachrufs aus der FAZ zu sehen, die zeigt, wie Linguisten an Texte herangehen. Es konnten u.a. Muster der Kunstwertstiftung sowie verschiedene Bezeichnungen Lois Weinbergers herausgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstler ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler hat sich in seinem Schaffen ausgiebig mit Pflanzen, der Dynamik von urbanen und wilden Lebensräumen und dem Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur auseinander gesetzt. Nach seinem Tod im April 2020 sind in der deutschsprachigen Presse Nachrufe erschienen, die uns Einblick in die Wahrnehmung Lois Weinbergers und seiner Kunst geben. Aber auch andere Texte - von und über ihn - haben wir zur Analyse herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lois Weinberger'''(* 24. September 1947 in Stams ; † 21. April 2020 in Wien ) war ein österreichischer Künstler, welcher das [[Verhältnis von Mensch und Natur]] prägend für sein Arbeiten und Denken sah und bei der [[documenta 14]] in Kassel teilnahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lois Weinberger im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Lois Weinberger bei der [[documenta 14]]&lt;br /&gt;
* Lois Weinbergers [[umweltaktivistische Kunst von Lois Weinberger|Konzept]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Song Dong''' (* 1966 in Peking) ist ein bedeutender chinesischer Konzeptkünstler, welcher unter anderem mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] und dem damit verbundenem [[Konzept des Nichtstuns]] bei der [[dOCUMENTA 13]] Aufmerksamkeit erregte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Song Dong im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Song Dongs Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] bei der [[dOCUMENTA 13]]&lt;br /&gt;
* Analyse seiner [[umweltaktivistische Kunst von Song Dong|umweltaktivistischen Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaschutz spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in anderen Fachbereichen, eine große Rolle. Da auch das Sprechen über den Klimaschutz Gedankenprozesse in Gang bringen kann, sollte man zum nachhaltigen Beeinflussen anderer auch der Domäne ''Kunst'' Beachtung schenken. Gespräche über Kunst eröffnen eine ganz neue Perspektive, denn diese hat eine besonders starke und symbolische Ausdruckskraft und kann Zusammenhänge für jeden anschaulich und auf seine Weise interpretierbar machen. Aufgrund dieser intendierten Wirkung von Kunst, bedarf es eines Blickes auf die [[umweltaktivistische Kunst|Kunst, welche einen weiteren Beitrag zum Klimawandel leisten]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie des Künstlers ==&lt;br /&gt;
Der chinesische Künstler Song Dong wurde 1966 in Peking geboren. Zu dieser Zeit dauert die damalige Kulturrevolution an, welche große Folgen für die damalige Gesellschaft hatte. Demzufolge wuchs Song Dong unter ärmlichen Verhältnissen in seiner Familie auf und lernte schon früh, was es heißt, mit wenig auszukommen. Er studierte 1989 Malerei. Aufgrund der aufständischen Situation seines Landes schloss er sich dann der politischen und künstlerischen Bewegung der bildenden Künste (Avantgarde) an und probiert sich an der experimentellen Ausführung von Kunst z. B. Videoinstallationen und Performances.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur| Titel=Song Dong |Website=Wikipedia. Die freie Enzyklopädie |Online=https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Dong |Abruf=23.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Künstler selbst von den Verhältnissen und den damit einhergehenden Folgen der Kulturrevolution geprägt ist, finden sein politischer Aktivismus sowie alte chinesische Traditionen Ausdruck in seinen Werken: er bedient sich hierbei des Konzeptes des wu jin qi yong („nichts verschwenden“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gesellschaftskritik. Er wird im Begleitbuch zur [[dOCUMENTA 13]] als „bedeutender Vertreter der chinesischen Konzeptkunst“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel= Das Begleitbuch/ The Guidebook|Herausgeber*in=documenta und Museum Friedericianum Veranstaltung-GmbH |Sammelband= Katalog 3/3|Ort=Kassel |Verlag=Hatje Cantz |Jahr=2016 |Seite=306f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, da er verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Fotografie, Performance, etc verbindet. Durch seine Teilnahme an der [[dOCUMENTA 13]] im Jahr 2012 erregte er mit seinem Kunstwerk [[Doing Nothing Garden]] großes Aufsehen, weswegen es eine Vielzahl von verschiedenen Äußerungen über das Kunstwerk gibt. Zudem eröffnet er eine neue Perspektive auf seine Kunstwerke: eine [[umweltaktivistische Kunst|umweltaktivistische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beuys, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jana Kessler</name></author>
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