<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>http://www.climate-thinking.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Admino</id>
	<title>wiki.climate-thinking.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.climate-thinking.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Admino"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/Admino"/>
	<updated>2026-04-19T15:23:40Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.35.0</generator>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jonas_Raschendorfer/Werkstatt&amp;diff=6990</id>
		<title>Benutzer:Jonas Raschendorfer/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jonas_Raschendorfer/Werkstatt&amp;diff=6990"/>
		<updated>2026-04-07T11:33:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Werkstatt}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Lisa-Michelle_Bege&amp;diff=6989</id>
		<title>Benutzer:Lisa-Michelle Bege</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Lisa-Michelle_Bege&amp;diff=6989"/>
		<updated>2026-03-25T11:25:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „Über '''Lisa-Michelle Bege'''.  == Lisa-Michelle Bege im Living Handbook == * Liste aller Spezial:Beiträge/Lisa-Michelle Bege|Bearbeitungen von Lisa-Michel…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Über '''Lisa-Michelle Bege'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lisa-Michelle Bege im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Lisa-Michelle Bege|Bearbeitungen von Lisa-Michelle Bege]]&lt;br /&gt;
* Artikel von Lisa-Michelle Bege:&lt;br /&gt;
** tba.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Lisa-Michelle_Bege/Werkstatt&amp;diff=6988</id>
		<title>Benutzer:Lisa-Michelle Bege/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Lisa-Michelle_Bege/Werkstatt&amp;diff=6988"/>
		<updated>2026-03-25T11:20:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Werkstatt}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_B%C3%B6hnert/Werkstatt&amp;diff=6981</id>
		<title>Benutzer:Martin Böhnert/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_B%C3%B6hnert/Werkstatt&amp;diff=6981"/>
		<updated>2026-03-20T09:41:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorlage===&lt;br /&gt;
{{Akkordeon|More of your collapsible content goes here&lt;br /&gt;
*it can even&lt;br /&gt;
*have a &lt;br /&gt;
*bulleted list&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tweeki===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;panel-group&amp;quot; id=&amp;quot;accordion&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;accordion parent=&amp;quot;accordion&amp;quot; heading=&amp;quot;12.03.2026 - Equal Care Day [Newsletter #1]&amp;quot; class=&amp;quot;in&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[english below]&lt;br /&gt;
====Liebe Alle,====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rund um den jährlichen [https://equalcareday.org/ Equal Care Day am 29. Februar], der dieses Jahr zum zehnten Mal begangen wurde, rücken Fragen von Sorge, Verantwortung und Aufmerksamkeit zumindest zeitweise in den Vordergrund. Sie erinnern daran, dass auch Phänomene wie Klimakrise, Nachhaltigkeit oder Anthropozän nicht aus einer einzigen Perspektive zu verstehen sind, sondern als vielschichtige, vielstimmige Zusammenhänge. Vor diesem Hintergrund setzen wir uns in der [[IAG Climate Thinking|interdisziplinären Arbeitsgruppe Climate Thinking]] mit unterschiedlichen Zugängen und Perspektiven zu diesen Feldern auseinander. Der Newsletter greift diese Vielfalt innerhalb der Arbeitsgruppe auf, indem jede Ausgabe im Austausch zweier Mitglieder entsteht, die den Newsletter gemeinsam kuratieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
''Publikationen''&lt;br /&gt;
===Zwei neue Open Access-Bände===&lt;br /&gt;
[[Datei:CCC-03.jpg|left|150px|Cover von Reading Nature and Cultures]] Unsere bei transcript herausgegebene Buchreihe [[Climates – Cultures – Contexts]] begreift Klima, Nachhaltigkeit und das Anthropozän nicht als isolierte Themen, sondern als Phänomenkomplex, der in kulturelle, räumliche, zeitliche, materielle und institutionelle Zusammenhänge eingebettet ist.&lt;br /&gt;
Der im Januar veröffentlichte dritte Band [[Reading Nature and Cultures – Interdisciplinary Perspectives on Witi Ihimaera’s „The Whale Rider“ and its Contexts|Reading Nature and Cultures]] versammelt ausgehend von Witi Ihimaeras The Whale Rider Perspektiven darauf, wie Natur, Kultur und Wissen in unterschiedlichen Kontexten gelesen, gedeutet und verhandelt werden. Für April angekündigt ist der vierte Band [[Futurische Idyllen]], der sich mit Zukunftsentwürfen zwischen Nachhaltigkeitsversprechen, Imagination und Kritik auseinandersetzt. Charakteristisch für die Reihe ist auch ihre visuelle Gestaltung: Die Umschläge greifen Pflanzenfotografien von Karl Blossfeldt auf, dessen konturenscharfe Arbeiten die Trennung von Objektivität und Ästhetik, von Naturgegebenem und kultureller Formung irritieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reihe ist '''offen für weitere Publikationsprojekte'''. Wer über ein Buchvorhaben nachdenkt, das thematisch oder konzeptionell anschließen könnte, ist herzlich eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ [https://www.transcript-verlag.de/reihen/kulturwissenschaft/climates-cultures-contexts/ Mehr zur Buchreihe]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
''Forschung''&lt;br /&gt;
===Neues Projekt: Krähen und Kommunen===&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Rhein-Main-Universitätsallianz startet Climate Thinking-Mitglied [[Paul.Reszke|Paul Reszke]] (JGU Mainz) gemeinsam mit Lisa Rhein und Niklas Simon (beide TU Darmstadt) das Projekt '''Krähen und Kommunen. Diskursive Konflikte zwischen Gesellschaft und Natur'''. Das Projekt soll ein dreischrittiges Vorgehen zur '''Exploration und Lösung von kommunikativ-diskursiven Konflikten an der Schnittstelle von Gesellschaft und Natur''' ermöglichen, bei dem Perspektiven der Angewandten Linguistik und der Akteur-Netzwerk-Theorie kombiniert und um Aspekte einer (partizipativen) citizen science erweitert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Problemkomplex wird der Umgang mit Krähenpopulationen in der Nähe von Obstbaumplantagen sowie in angrenzenden Wohngebieten in der Rhein-Main-Region bearbeitet. Das '''langfristige Ziel''' ist die Verstetigung dieser Forschungsplattform. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erster '''Workshop''' ist für November 2026 geplant.&lt;br /&gt;
→ [https://www.germanistik.uni-mainz.de/dr-paul-reszke/ Weitere Informationen im Link unter Aktuelles]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
''Transfer''&lt;br /&gt;
===Climate Writing===&lt;br /&gt;
[[Datei:Climate-Writing-Workshops.png|left|150px|Ankündigungsposter für die Climate Writing Workshops]]In bereits zwei '''Workshops zum Kreativen Schreiben ''in, mit und über Umwelt''''' hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich schreibend ihrer Umwelt anzunähern und sowohl ihre Wahrnehmung von Natur als auch ihren eigenen Schreibprozess zu reflektieren: Unter der Leitung der CT-Mitglieder [[Silvie Lang]] und [[Lisa Hinterleitner]] (beide Universität Kassel) erkundeten die Teilnehmenden in unterschiedlichen Wetterlagen beobachtend und schreibend den Campus und die Umgebung. Besonders erfreulich war das Interesse aus '''unterschiedlichen Fachrichtungen und Statusgruppen'''. Die Studierenden zeigten großes Interesse an der kreativen Textarbeit, nutzten den Workshop aber auch als Einstieg ins wissenschaftliche Schreiben. Es entstanden kurze Texte, von denen einer bereits im Rahmen der Abschlussfeier der Absolvent:innen des Fachbereichs Geistes- und Kulturwissenschaften der Universität Kassel vorgetragen wurde. Als thematische Gemeinsamkeit erschien dabei besonders die unscharfe '''Trennlinie von Natur und Kultur'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Veröffentlichung der Texte''' im Laufe dieses Jahres ist in der Zeitschrift ''Brennessel – Blätter für Natur, Raum &amp;amp; Wahrnehmung'' (Edition Dryade) vorgesehen, begleitet von einer Lesung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ [https://www.vidinski.com/onewebmedia/Edition%20Dryade%20-%20Gesamtkatalog%2011%202025.pdf Zum Verlag Edition Dryade (PDF)]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
''Momentaufnahme''&lt;br /&gt;
===Ausstellung studentischer Arbeiten===&lt;br /&gt;
Detailaufnahme einer studentischen Arbeit zu Stolpersteinen im Kontext von Care-Verhältnissen. Entstanden im Seminar Matters of Care – Sorge als Denk- und Handlungsform in der Philosophie (Universität Kassel: Wintersemester 2025/26, Leitung Martin Böhnert). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/accordion&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;accordion parent=&amp;quot;accordion&amp;quot; heading=&amp;quot;SECTION2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Lorem ipsum...&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/accordion&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===MW===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==AKTUELL==&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Checken: Tatsache in: [[Benutzer:Lara_Neugebauer/Werkstatt]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
- „Aufzeigen, was getan werden soll“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Espinosa, Cristina; Pregernig, Michael; Fischer, Corinna&lt;br /&gt;
 |Titel= Narrative und Diskurse in der Umweltpolitik: Möglichkeiten und Grenzen ihrer strategischen Nutzung |Sammelband=Umweltbundesamt Texte (86) |Jahr=2017 |Seite=25 |Online= https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2017-09-27_texte_86-2017_narrative_0.pdf |Abruf=12.01.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einsatz von Narrativen im Klimawandeldiskurs ist es möglich, der Gesellschaft durch die Verknüpfung von Erzählungen und Fakten die komplexe Problematik näher zu bringen und damit unter Umständen eine Handlungsmotivation zu bewirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Vgl. Hulme, Mike |Titel= Ein Problem, das sich nicht lösen lässt |Jahr=07.12.2020 |Seite=25 |Website= Welt-Sichten |Online=https://www.welt-sichten.org/artikel/38368/klimawandel-ein-problem-das-sich-nicht-loesen-laess |Abruf=11.01.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DUDEN: Orientierung über aktuelle Verwendung der Sprache bieten, Spiegel der zeitgenössischen Sprache und Gesellschaft  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon-Quelle ohne Autorin&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma=Gurke |Herausgeber*in=Müller, Johnny |Nachschlagewerk=Lexikon der Gemüsesorten |Band=3 |Ort=Bottrop |Verlag=Pittiplatsch |Jahr=1991 |Seite=456 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon-Quelle mit Autorin&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Autor*in=Hennef, Helga |Lemma=Gurke |Herausgeber*in=Müller, Johnny |Nachschlagewerk=Lexikon der Gemüsesorten |Band=3 |Ort=Essen |Verlag=PuttiPlutsch |Jahr= 1991|Seite=123 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
LH als Forschungsprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugang der einzelnen Disziplinen, d.h. eren Methoden, Theorien und Begriffe nutzen um Diskurs zu durchdringen und begrifflich auf neue Weise greifbar machen. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Höllein, Dagobert; Wieders-Lohéac, Aline (Hrsg.)|Titel=Fridays for Future. Sprachliche Perspektiven auf eine globale Bewegung |Ort=Tübingen |Verlag=Narr |Jahr=in Vorb.}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Höllein, Dagobert; Wieders-Lohéac, Aline (Hrsg.)|Titel=Fridays for Future. Sprachliche Perspektiven auf eine globale Bewegung |Ort=Tübingen |Verlag=Narr |Jahr=in Vorb.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorlesungsreihe 2021&lt;br /&gt;
LISTE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wissen Intro==&lt;br /&gt;
Eine solche Reflexion eröffnet etwa den Blick auf in Konkurrenz stehende Wissensformen und Debatten um die Rechtfertigung und Begründung von Wissensansprüchen. Vor diesem Hintergrund wird aus dem vermeintlich stabilen und abgeschlossenen Wissensbegriff des Alltags ein komplexes Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aspekte der Wissensreflexion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Objektivität===&lt;br /&gt;
Ähnlich selbstverständlich wie die Bezugnahme auf Fakten erscheint die Forderung nach Objektivität. Doch auch dieser Begriff ist bei genauerer Betrachtung weniger eindeutig, als unsere alltägliche Bezugnahm suggeriert. So zeigt [[Lorraine Daston]] in ihrer [[wissenschaftshistorischen Arbeit]], dass bei der Bezugnahme auf Objektivität oft ganz verschiedene Bereiche miteinander vermengt werden: „Mühelos gleiten wir von Aussagen über die ‚objektive Wahrheit‘ einer wissenschaftlichen Behauptung hinüber zu solchen über die ‚objektiven Verfahren‘, die einen Befunde untermauern, und weiter zu solchen über die ‚objektive Haltung‘, die einen Forscher auszeichnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Daston, Lorraine |Titel=Objektivität und die Flucht aus der Perspektive |Herausgeber*in= Daston, Lorraine |Sammelband=Wunder, Beweise und Tatsachen |Ort=Frankfurt |Verlag=Fischer |Jahr=2001 |Seite=127-156, hier S. 127 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem zeige die historische Entwicklung des Objektivitätsbegriffs, dass – banal ausgedrückt – Objektivität nicht objektiv ist.&lt;br /&gt;
===Tugenden der Wissensproduktion und -rezeption===&lt;br /&gt;
„Solange Erkenntnis einen Erkennenden postuliert und solange der Erkennende als potentielle Hilfe oder Hürde für die Erwerbung von Erkenntnis gilt, wird sein Selbst ein erkenntnistheoretisches Thema sein.“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Daston, Lorraine; Galison, Peter |Titel=Objektivität |Ort=Frankfurt a. M. |Verlag=Suhrkamp |Jahr=2007 |Seite=43 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Überlegung gelangt das erkennende Subjekt in den Blick. Damit es der Erkenntnis nicht als Hürde im Weg steht, lassen sich spezifische normative Tugenden formulieren, auf die sich das erkennende Subjekt bei seiner oder ihrer Tätigkeit berufen soll: Dies sind einerseits charakterbezogene Tugenden wie Geduld, Aufmerksamkeit, Genauigkeit, Beharrlichkeit oder Strenge, aber auch verfahrensbezogene Tugenden wie Objektivität, Exaktheit, Einfachheit, Konsistenz und Akkuratheit, die ihrerseits Einfluss auf das Auskommen des Erkenntnisprozesses haben. Die Philosophin Helen Longino stellt mit Blick auf epistemische Tugenden heraus, dass es sich bei der Einnahme dieser um Entscheidungen des erkennenden Subjekts handelt und dass zwar ein traditionsbedingter, jedoch kein unumstößlicher Kanon bestehe. Daraus folgert sie, dass der Kanon durchaus zur Disposition steht und entsprechend erweitert oder verändert werden könne und schlägt Tugenden wie Heterogenität, methodische Neuartigkeit, die Berücksichtigung der Komplexität von Zusammenhängen oder die Dezentralisierung von Machtverhältnissen als Tugenden vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Longino, Helen |Titel= In Search of Feminist Epistemology |Zeitschrift=The Monist |Band=77 |Nummer=4 |Jahr=1994 |Seite=472-485, hier S. 476| Online= |Abruf=21.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Philosoph [[Don Fallis]] stellt zudem heraus, dass sich Tugenden nicht nur in der Wissensproduktion reflektieren lassen, sondern auch die erkenntnistheoretischen Tugenden der Rezipierenden von Wissen reflektieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Personen Artikel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===René Descartes===&lt;br /&gt;
===Don Fallis===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Climate-Writing-Workshops.png&amp;diff=6980</id>
		<title>Datei:Climate-Writing-Workshops.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Climate-Writing-Workshops.png&amp;diff=6980"/>
		<updated>2026-03-20T09:37:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Lizenz: CC-BY-DE-3.0
Link: 
Urheber*in: IAG Climate Thinking&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz: CC-BY-DE-3.0&lt;br /&gt;
Link: &lt;br /&gt;
Urheber*in: IAG Climate Thinking&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_B%C3%B6hnert/Werkstatt&amp;diff=6979</id>
		<title>Benutzer:Martin Böhnert/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_B%C3%B6hnert/Werkstatt&amp;diff=6979"/>
		<updated>2026-03-18T12:34:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorlage===&lt;br /&gt;
{{Akkordeon|More of your collapsible content goes here&lt;br /&gt;
*it can even&lt;br /&gt;
*have a &lt;br /&gt;
*bulleted list&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tweeki===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;panel-group&amp;quot; id=&amp;quot;accordion&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;accordion parent=&amp;quot;accordion&amp;quot; heading=&amp;quot;12.03.2026 - Equal Care Day [Newsletter #1]&amp;quot; class=&amp;quot;in&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[english below]&lt;br /&gt;
====Liebe Alle,====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rund um den jährlichen [https://equalcareday.org/ Equal Care Day am 29. Februar], der dieses Jahr zum zehnten Mal begangen wurde, rücken Fragen von Sorge, Verantwortung und Aufmerksamkeit zumindest zeitweise in den Vordergrund. Sie erinnern daran, dass auch Phänomene wie Klimakrise, Nachhaltigkeit oder Anthropozän nicht aus einer einzigen Perspektive zu verstehen sind, sondern als vielschichtige, vielstimmige Zusammenhänge. Vor diesem Hintergrund setzen wir uns in der [[IAG Climate Thinking|interdisziplinären Arbeitsgruppe Climate Thinking]] mit unterschiedlichen Zugängen und Perspektiven zu diesen Feldern auseinander. Der Newsletter greift diese Vielfalt innerhalb der Arbeitsgruppe auf, indem jede Ausgabe im Austausch zweier Mitglieder entsteht, die den Newsletter gemeinsam kuratieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
''Publikationen''&lt;br /&gt;
===Zwei neue Open Access-Bände===&lt;br /&gt;
[[Datei:CCC-03.jpg|left|150px|Cover von Reading Nature and Cultures]] Unsere bei transcript herausgegebene Buchreihe [[Climates – Cultures – Contexts]] begreift Klima, Nachhaltigkeit und das Anthropozän nicht als isolierte Themen, sondern als Phänomenkomplex, der in kulturelle, räumliche, zeitliche, materielle und institutionelle Zusammenhänge eingebettet ist.&lt;br /&gt;
Der im Januar veröffentlichte dritte Band [[Reading Nature and Cultures – Interdisciplinary Perspectives on Witi Ihimaera’s „The Whale Rider“ and its Contexts|Reading Nature and Cultures]] versammelt ausgehend von Witi Ihimaeras The Whale Rider Perspektiven darauf, wie Natur, Kultur und Wissen in unterschiedlichen Kontexten gelesen, gedeutet und verhandelt werden. Für April angekündigt ist der vierte Band [[Futurische Idyllen]], der sich mit Zukunftsentwürfen zwischen Nachhaltigkeitsversprechen, Imagination und Kritik auseinandersetzt. Charakteristisch für die Reihe ist auch ihre visuelle Gestaltung: Die Umschläge greifen Pflanzenfotografien von Karl Blossfeldt auf, dessen konturenscharfe Arbeiten die Trennung von Objektivität und Ästhetik, von Naturgegebenem und kultureller Formung irritieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reihe ist '''offen für weitere Publikationsprojekte'''. Wer über ein Buchvorhaben nachdenkt, das thematisch oder konzeptionell anschließen könnte, ist herzlich eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ [https://www.transcript-verlag.de/reihen/kulturwissenschaft/climates-cultures-contexts/ Mehr zur Buchreihe]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
''Forschung''&lt;br /&gt;
===Neues Projekt: Krähen und Kommunen===&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Rhein-Main-Universitätsallianz startet Climate Thinking-Mitglied [[Paul.Reszke|Paul Reszke]] (JGU Mainz) gemeinsam mit Lisa Rhein und Niklas Simon (beide TU Darmstadt) das Projekt '''Krähen und Kommunen. Diskursive Konflikte zwischen Gesellschaft und Natur'''. Das Projekt soll ein dreischrittiges Vorgehen zur '''Exploration und Lösung von kommunikativ-diskursiven Konflikten an der Schnittstelle von Gesellschaft und Natur''' ermöglichen, bei dem Perspektiven der Angewandten Linguistik und der Akteur-Netzwerk-Theorie kombiniert und um Aspekte einer (partizipativen) citizen science erweitert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Problemkomplex wird der Umgang mit Krähenpopulationen in der Nähe von Obstbaumplantagen sowie in angrenzenden Wohngebieten in der Rhein-Main-Region bearbeitet. Das '''langfristige Ziel''' ist die Verstetigung dieser Forschungsplattform. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erster '''Workshop''' ist für November 2026 geplant.&lt;br /&gt;
→ [https://www.germanistik.uni-mainz.de/dr-paul-reszke/ Weitere Informationen im Link unter Aktuelles]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
────────────────────&lt;br /&gt;
''Transfer''&lt;br /&gt;
===Climate Writing===&lt;br /&gt;
[[Datei:CCC-03.jpg|left|150px|Cover von Reading Nature and Cultures]]In bereits zwei '''Workshops zum Kreativen Schreiben ''in, mit und über Umwelt''''' hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich schreibend ihrer Umwelt anzunähern und sowohl ihre Wahrnehmung von Natur als auch ihren eigenen Schreibprozess zu reflektieren: Unter der Leitung der CT-Mitglieder [[Silvie Lang]] und [[Lisa Hinterleitner]] (beide Universität Kassel) erkundeten die Teilnehmenden in unterschiedlichen Wetterlagen beobachtend und schreibend den Campus und die Umgebung. Besonders erfreulich war das Interesse aus '''unterschiedlichen Fachrichtungen und Statusgruppen'''. Die Studierenden zeigten großes Interesse an der kreativen Textarbeit, nutzten den Workshop aber auch als Einstieg ins wissenschaftliche Schreiben. Es entstanden kurze Texte, von denen einer bereits im Rahmen der Abschlussfeier der Absolvent:innen des Fachbereichs Geistes- und Kulturwissenschaften der Universität Kassel vorgetragen wurde. Als thematische Gemeinsamkeit erschien dabei besonders die unscharfe '''Trennlinie von Natur und Kultur'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine '''Veröffentlichung der Texte''' im Laufe dieses Jahres ist in der Zeitschrift ''Brennessel – Blätter für Natur, Raum &amp;amp; Wahrnehmung'' (Edition Dryade) vorgesehen, begleitet von einer Lesung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ [https://www.vidinski.com/onewebmedia/Edition%20Dryade%20-%20Gesamtkatalog%2011%202025.pdf Zum Verlag Edition Dryade (PDF)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/accordion&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;lt;accordion parent=&amp;quot;accordion&amp;quot; heading=&amp;quot;SECTION2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Lorem ipsum...&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/accordion&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===MW===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==AKTUELL==&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Checken: Tatsache in: [[Benutzer:Lara_Neugebauer/Werkstatt]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
- „Aufzeigen, was getan werden soll“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Espinosa, Cristina; Pregernig, Michael; Fischer, Corinna&lt;br /&gt;
 |Titel= Narrative und Diskurse in der Umweltpolitik: Möglichkeiten und Grenzen ihrer strategischen Nutzung |Sammelband=Umweltbundesamt Texte (86) |Jahr=2017 |Seite=25 |Online= https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2017-09-27_texte_86-2017_narrative_0.pdf |Abruf=12.01.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einsatz von Narrativen im Klimawandeldiskurs ist es möglich, der Gesellschaft durch die Verknüpfung von Erzählungen und Fakten die komplexe Problematik näher zu bringen und damit unter Umständen eine Handlungsmotivation zu bewirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Vgl. Hulme, Mike |Titel= Ein Problem, das sich nicht lösen lässt |Jahr=07.12.2020 |Seite=25 |Website= Welt-Sichten |Online=https://www.welt-sichten.org/artikel/38368/klimawandel-ein-problem-das-sich-nicht-loesen-laess |Abruf=11.01.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DUDEN: Orientierung über aktuelle Verwendung der Sprache bieten, Spiegel der zeitgenössischen Sprache und Gesellschaft  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon-Quelle ohne Autorin&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Lemma=Gurke |Herausgeber*in=Müller, Johnny |Nachschlagewerk=Lexikon der Gemüsesorten |Band=3 |Ort=Bottrop |Verlag=Pittiplatsch |Jahr=1991 |Seite=456 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon-Quelle mit Autorin&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Lexika|Autor*in=Hennef, Helga |Lemma=Gurke |Herausgeber*in=Müller, Johnny |Nachschlagewerk=Lexikon der Gemüsesorten |Band=3 |Ort=Essen |Verlag=PuttiPlutsch |Jahr= 1991|Seite=123 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
LH als Forschungsprojekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugang der einzelnen Disziplinen, d.h. eren Methoden, Theorien und Begriffe nutzen um Diskurs zu durchdringen und begrifflich auf neue Weise greifbar machen. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Höllein, Dagobert; Wieders-Lohéac, Aline (Hrsg.)|Titel=Fridays for Future. Sprachliche Perspektiven auf eine globale Bewegung |Ort=Tübingen |Verlag=Narr |Jahr=in Vorb.}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Höllein, Dagobert; Wieders-Lohéac, Aline (Hrsg.)|Titel=Fridays for Future. Sprachliche Perspektiven auf eine globale Bewegung |Ort=Tübingen |Verlag=Narr |Jahr=in Vorb.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorlesungsreihe 2021&lt;br /&gt;
LISTE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wissen Intro==&lt;br /&gt;
Eine solche Reflexion eröffnet etwa den Blick auf in Konkurrenz stehende Wissensformen und Debatten um die Rechtfertigung und Begründung von Wissensansprüchen. Vor diesem Hintergrund wird aus dem vermeintlich stabilen und abgeschlossenen Wissensbegriff des Alltags ein komplexes Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aspekte der Wissensreflexion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Objektivität===&lt;br /&gt;
Ähnlich selbstverständlich wie die Bezugnahme auf Fakten erscheint die Forderung nach Objektivität. Doch auch dieser Begriff ist bei genauerer Betrachtung weniger eindeutig, als unsere alltägliche Bezugnahm suggeriert. So zeigt [[Lorraine Daston]] in ihrer [[wissenschaftshistorischen Arbeit]], dass bei der Bezugnahme auf Objektivität oft ganz verschiedene Bereiche miteinander vermengt werden: „Mühelos gleiten wir von Aussagen über die ‚objektive Wahrheit‘ einer wissenschaftlichen Behauptung hinüber zu solchen über die ‚objektiven Verfahren‘, die einen Befunde untermauern, und weiter zu solchen über die ‚objektive Haltung‘, die einen Forscher auszeichnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Daston, Lorraine |Titel=Objektivität und die Flucht aus der Perspektive |Herausgeber*in= Daston, Lorraine |Sammelband=Wunder, Beweise und Tatsachen |Ort=Frankfurt |Verlag=Fischer |Jahr=2001 |Seite=127-156, hier S. 127 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem zeige die historische Entwicklung des Objektivitätsbegriffs, dass – banal ausgedrückt – Objektivität nicht objektiv ist.&lt;br /&gt;
===Tugenden der Wissensproduktion und -rezeption===&lt;br /&gt;
„Solange Erkenntnis einen Erkennenden postuliert und solange der Erkennende als potentielle Hilfe oder Hürde für die Erwerbung von Erkenntnis gilt, wird sein Selbst ein erkenntnistheoretisches Thema sein.“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Daston, Lorraine; Galison, Peter |Titel=Objektivität |Ort=Frankfurt a. M. |Verlag=Suhrkamp |Jahr=2007 |Seite=43 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Überlegung gelangt das erkennende Subjekt in den Blick. Damit es der Erkenntnis nicht als Hürde im Weg steht, lassen sich spezifische normative Tugenden formulieren, auf die sich das erkennende Subjekt bei seiner oder ihrer Tätigkeit berufen soll: Dies sind einerseits charakterbezogene Tugenden wie Geduld, Aufmerksamkeit, Genauigkeit, Beharrlichkeit oder Strenge, aber auch verfahrensbezogene Tugenden wie Objektivität, Exaktheit, Einfachheit, Konsistenz und Akkuratheit, die ihrerseits Einfluss auf das Auskommen des Erkenntnisprozesses haben. Die Philosophin Helen Longino stellt mit Blick auf epistemische Tugenden heraus, dass es sich bei der Einnahme dieser um Entscheidungen des erkennenden Subjekts handelt und dass zwar ein traditionsbedingter, jedoch kein unumstößlicher Kanon bestehe. Daraus folgert sie, dass der Kanon durchaus zur Disposition steht und entsprechend erweitert oder verändert werden könne und schlägt Tugenden wie Heterogenität, methodische Neuartigkeit, die Berücksichtigung der Komplexität von Zusammenhängen oder die Dezentralisierung von Machtverhältnissen als Tugenden vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Longino, Helen |Titel= In Search of Feminist Epistemology |Zeitschrift=The Monist |Band=77 |Nummer=4 |Jahr=1994 |Seite=472-485, hier S. 476| Online= |Abruf=21.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Philosoph [[Don Fallis]] stellt zudem heraus, dass sich Tugenden nicht nur in der Wissensproduktion reflektieren lassen, sondern auch die erkenntnistheoretischen Tugenden der Rezipierenden von Wissen reflektieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Personen Artikel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===René Descartes===&lt;br /&gt;
===Don Fallis===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Menschen-Pflanzen-Netzwerke_%E2%80%93_Vegetabile_%27%27agency%27%27_in_der_Klimakatastrophe&amp;diff=6959</id>
		<title>Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile ''agency'' in der Klimakatastrophe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Menschen-Pflanzen-Netzwerke_%E2%80%93_Vegetabile_%27%27agency%27%27_in_der_Klimakatastrophe&amp;diff=6959"/>
		<updated>2026-01-29T08:53:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Baustelle}} '''Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile ''agency'' in der Klimakatastrophe''' ist der zweite Band der von den IAG Climate Thinking Mitg…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
'''Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile ''agency'' in der Klimakatastrophe''' ist der zweite Band der von den [[IAG Climate Thinking]] Mitgliedern [[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]], [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Julia Drube|Julia Drube]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]], [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]], [[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]], [[Benutzer:Jan Sinning|Jan Sinning]] und [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]] herausgegebenen Reihe [[Climates – Cultures – Contexts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Publikation==&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC2.png|right|200px|Cover von Menschen-Pflanzen-Netzwerke.]]&lt;br /&gt;
[[Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile ''agency'' in der Klimakatastrophe]] ist als zweiter Band der Reihe am 27.03.2025 als [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7620-4/menschen-pflanzen-netzwerke/?number=978-3-8394-7620-8&amp;amp;c=311036166 Open Access pdf] und Printfassung erschienen. Herausgegeben wird der Band von [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]] und [[Benutzer:Christine Riess|Christine Riess]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sternath, Vanessa-Nadine; Lang, Silvie; Riess, Christine (Hrsg.)|Titel=Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile agency in der Klimakatastrophe |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Umschlag findet sich die Fotografie ''Solanum tuberosum Solanaceae - Nachtschattengewächse, Blüten'' von [[Karl Blossfeldt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Pflanzen bringen uns dazu, Dinge zu tun – was die Akteur-Netzwerk-Theorie über mehr-als-menschliche Netzwerke sagt.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Kontext der Klimakatastrophe befinden wir uns als Akteur*innen in einem komplexen Netzwerk unterschiedlicher menschlicher, tierlicher, pflanzlicher und weiterer Entitäten. Die Akteur-Netzwerk-Theorie von Bruno Latour bietet eine diversifizierende Perspektive auf vegetabile Lebewesen: Mehr-als-menschliche Entitäten bringen uns dazu, Dinge zu tun. Dabei variiert der Grad der Abhängigkeit in Mensch-Pflanzen-Beziehungen. Die Beiträger*innen wagen eine Neuperspektivierung, begegnen diesem Verhältnis kritisch und fragen: Was ist vegetabile agency und welche Formen sind zu beobachten? Wann, wo und wie werden sie dargestellt? Und welche Hierarchien werden dabei konstruiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beiträge==&lt;br /&gt;
Der Band umfasst insgesamt zehn Beiträge sowie einen Anhang.&lt;br /&gt;
===Einzelbeiträge===&lt;br /&gt;
* tbt.&lt;br /&gt;
* tbt.&lt;br /&gt;
* tbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Nachname=Martin Böhnert |Tag=16 |Monat=05 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IAG Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climates – Cultures – Contexts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6958</id>
		<title>Climates – Cultures – Contexts</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6958"/>
		<updated>2026-01-29T08:49:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf dieser Seite stellen wir die Buchreihe '''Climates – Cultures – Contexts''' vor, die seit 2025 von Mitgliedern der [[IAG Climate Thinking]] im [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8/apokalypse-und-apathie/ transcript-Verlag] herausgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Buchreihe==&lt;br /&gt;
[[Datei: Ccc-Logo.png|left|150px|Reihenlogo.]]Climates – Cultures – Contexts wurde an der Universität Kassel im Rahmen der [[IAG Climate Thinking|interdisziplinären Arbeitsgruppe Climate Thinking]] konzipiert, die aus geistes- und kulturwissenschaftlicher Perspektive untersucht, wie über Klima gesprochen, davon erzählt und darüber nachgedacht wird. In diesem Sinne verfolgt die Reihe das Ziel, Klima als Phänomenkomplex in seinen kulturellen und kontextuellen Bedingtheiten sowie seinen spatialen, temporalen, materiellen, institutionellen und semantischen Verflechtungen zu erforschen und zu begreifen. Entsprechend bildet die Reihe kein abgeschlossenes Projekt ab, sondern beabsichtigt, die durch Kulturen und Kontexte geprägten Zugänge zum Klima bezogen auf Analysegegenstände, einschlägige Theorien und angewandte Methoden mit jedem Band zu erweitern und zu ergänzen. Die Reihe wird herausgegeben von [[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]], [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Julia Drube|Julia Drube]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]], [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]], [[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]], [[Benutzer:Jan Sinning|Jan Sinning]] und [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzeltitel der Reihe==&lt;br /&gt;
===Band 03: Reading Nature and Cultures===&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC-03.jpg|right|200px|Cover von Reading Nature and Cultures.]]&lt;br /&gt;
[[Reading Nature and Cultures – Interdisciplinary Perspectives on Witi Ihimaera’s „The Whale Rider“ and its Contexts|Reading Nature and Cultures – Interdisciplinary Perspectives on Witi Ihimaera’s „The Whale Rider“ and its Contexts]] ist der dritte Band der Reihe und wurde am 01.12.2025 als [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8 Open Access pdf] veröffentlicht und ist für den 31.01.2026 als Printfassung angekündigt. Herausgegeben wird der Band von Julia Sander, Anke Vogel und Wolfgang Jäger. Dies ist der erste Einzelband der Reihe, der nicht unter Beteiligung von Mitgliedern der IAG herausgegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sander, Julia; Vogel, Anke; Jäger, Wolfgang (Hrsg.)|Titel=Reading Nature and Cultures – Interdisciplinary Perspectives on Witi Ihimaera’s „The Whale Rider“ |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2026 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
The globally acclaimed novel »The Whale Rider« by Witi Ihimaera connects with today’s pressing issues: decolonization, environmental protection, cultural resilience. The contributors to this volume offer readers intercultural and interdisciplinary perspectives on this work through accessible scholarly and personal analyses. They show how literature can bridge nature and cultures, myth and reality, Indigenous stories and international audiences. Readers gain new insights into Māori literature and its global contexts – making this a compelling read for scholars and curious minds alike.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Band 02: Menschen-Pflanzen-Netzwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC2.png|right|200px|Cover von Menschen-Pflanzen-Netzwerke.]]&lt;br /&gt;
[[Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile ''agency'' in der Klimakatastrophe]] ist als zweiter Band der Reihe am 27.03.2025 als [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7620-4/menschen-pflanzen-netzwerke/?number=978-3-8394-7620-8&amp;amp;c=311036166 Open Access pdf] und Printfassung erschienen. Herausgegeben wird der Band von [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]] und [[Benutzer:Christine Riess|Christine Riess]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sternath, Vanessa-Nadine; Lang, Silvie; Riess, Christine (Hrsg.)|Titel=Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile agency in der Klimakatastrophe |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Kontext der Klimakatastrophe befinden wir uns als Akteur*innen in einem komplexen Netzwerk unterschiedlicher menschlicher, tierlicher, pflanzlicher und weiterer Entitäten. Die Akteur-Netzwerk-Theorie von Bruno Latour bietet eine diversifizierende Perspektive auf vegetabile Lebewesen: Mehr-als-menschliche Entitäten bringen uns dazu, Dinge zu tun. Dabei variiert der Grad der Abhängigkeit in Mensch-Pflanzen-Beziehungen. Die Beiträger*innen wagen eine Neuperspektivierung, begegnen diesem Verhältnis kritisch und fragen: Was ist vegetabile ''agency'' und welche Formen sind zu beobachten? Wann, wo und wie werden sie dargestellt? Und welche Hierarchien werden dabei konstruiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Band 01: Apokalypse und Apathie===&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC1.png|right|200px|Cover von Apokalypse und Apathie.]]&lt;br /&gt;
[[Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise|Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise]] ist als erster Band der Reihe am 27.02.2025 als [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8 Open Access pdf] und im März als Printfassung erschienen. Herausgegeben wird der Band von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]] und [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.)|Titel=Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Klimakrise prägt den öffentlichen Diskurs seit Jahrzehnten. Expert*innen und Extremwetterlagen weisen auf die potenziell apokalyptischen Konsequenzen hin, doch ein gesamtgesellschaftliches Handeln im notwendigen Maße findet nicht statt. Letztlich übersteigt die Krise unseren zeitlichen und räumlichen Erfahrungshorizont und eine rein faktenbasierte Vermittlung scheint nicht auszureichen, um Überforderung und Resignation angemessen zu begegnen. Daher loten die Beiträger*innen aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften neue Darstellungs- sowie Vermittlungsformen aus, um die Klimakrise als vielfältig verwobenen Problemkomplex zu erfassen – und machen sichtbar, wie darin mögliche Weltuntergänge, Akteur*innen und ihre Möglichkeiten verhandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umschlaggestaltung der Reihe==&lt;br /&gt;
Die Umschläge der Reihe Climates – Cultures – Contexts zeigen konturenscharfe Pflanzenfotografien des Bildhauers und Fotografen [[Karl Blossfeldt]] (1865–1932), insbesondere aus seinem einflussreichen Bildband ''Urformen der Kunst'' (1928). In extremer Nahsicht und vor neutralem Hintergrund fotografiert, erscheinen Pflanzen darin zugleich als naturwissenschaftlich vermessene Studienobjekte und als eigentümlich verfremdete Erscheinungsformen des vermeintlich Natürlichen – Eine Bildsprache, die stilprägend für die ''Neue Sachlichkeit'' wurde und in der Kunstgeschichte vielfach rezipiert wurde, etwa durch ihre spätere Ausstellung auf der [[Documenta|documenta 6]] in Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blossfeldts Fotografien – ursprünglich für den Zeichenunterricht gedacht – faszinieren durch ihre strenge Komposition und skulpturale Qualität. Wie Walter Benjamin formulierte, leisten sie eine „große Überprüfung des Wahrnehmungsinventars“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Benjamin, Walter |Titel=Neues von Blumen |Herausgeber*in= Benjamin, Walter|Sammelband=Gesammelte Schriften, Bd. 3, Kritiken und Rezensionen |Ort=Frankfurt am Main |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1972 |Seite=151 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und irritieren die Trennung von Objektivität und Ästhetik, Naturgegebenem und kultureller Formung. Entsprechend reflektieren die Umschläge programmatisch den Anspruch der Reihe, klimabezogene Wissens- und Bedeutungshorizonte nicht isoliert, sondern in ihren jeweiligen kulturellen, historischen und epistemischen Kontexten und Bedingtheiten zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Nachname=IAG Climate Thinking |Tag=07 |Monat=03 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climates – Cultures – Contexts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl Blossfeldt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6957</id>
		<title>Climates – Cultures – Contexts</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6957"/>
		<updated>2026-01-29T08:44:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf dieser Seite stellen wir die Buchreihe '''Climates – Cultures – Contexts''' vor, die seit 2025 von Mitgliedern der [[IAG Climate Thinking]] im [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8/apokalypse-und-apathie/ transcript-Verlag] herausgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Buchreihe==&lt;br /&gt;
[[Datei: Ccc-Logo.png|left|150px|Reihenlogo.]]Climates – Cultures – Contexts wurde an der Universität Kassel im Rahmen der [[IAG Climate Thinking|interdisziplinären Arbeitsgruppe Climate Thinking]] konzipiert, die aus geistes- und kulturwissenschaftlicher Perspektive untersucht, wie über Klima gesprochen, davon erzählt und darüber nachgedacht wird. In diesem Sinne verfolgt die Reihe das Ziel, Klima als Phänomenkomplex in seinen kulturellen und kontextuellen Bedingtheiten sowie seinen spatialen, temporalen, materiellen, institutionellen und semantischen Verflechtungen zu erforschen und zu begreifen. Entsprechend bildet die Reihe kein abgeschlossenes Projekt ab, sondern beabsichtigt, die durch Kulturen und Kontexte geprägten Zugänge zum Klima bezogen auf Analysegegenstände, einschlägige Theorien und angewandte Methoden mit jedem Band zu erweitern und zu ergänzen. Die Reihe wird herausgegeben von [[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]], [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Julia Drube|Julia Drube]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]], [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]], [[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]], [[Benutzer:Jan Sinning|Jan Sinning]] und [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzeltitel der Reihe==&lt;br /&gt;
===Band 03: Reading Nature and Cultures===&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC-03.jpg|right|200px|Cover von Reading Nature and Cultures.]]&lt;br /&gt;
[[Reading Nature and Cultures – Interdisciplinary Perspectives on Witi Ihimaera’s „The Whale Rider“ and its Contexts|Reading Nature and Cultures – Interdisciplinary Perspectives on Witi Ihimaera’s „The Whale Rider“ and its Contexts]] ist der dritte Band der Reihe und wurde am 01.12.2025 als [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8 Open Access pdf] veröffentlicht und ist für den 31.01.2026 als Printfassung angekündigt. Herausgegeben wird der Band von Julia Sander, Anke Vogel und Wolfgang Jäger. Dies ist der erste Einzelband der Reihe, der nicht unter Beteiligung von Mitgliedern der IAG herausgegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sander, Julia; Vogel, Anke; Jäger, Wolfgang (Hrsg.)|Titel=Reading Nature and Cultures – Interdisciplinary Perspectives on Witi Ihimaera’s „The Whale Rider“ |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2026 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
The globally acclaimed novel »The Whale Rider« by Witi Ihimaera connects with today’s pressing issues: decolonization, environmental protection, cultural resilience. The contributors to this volume offer readers intercultural and interdisciplinary perspectives on this work through accessible scholarly and personal analyses. They show how literature can bridge nature and cultures, myth and reality, Indigenous stories and international audiences. Readers gain new insights into Māori literature and its global contexts – making this a compelling read for scholars and curious minds alike.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Band 02: Menschen-Pflanzen-Netzwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC2.png|right|200px|Cover von Menschen-Pflanzen-Netzwerke.]]&lt;br /&gt;
[[Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile ''agency'' in der Klimakatastrophe]] ist als zweiter Band der Reihe am 27.03.2025 als [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7919-9/reading-nature-and-cultures/?c=311036166 Open Access pdf] und Printfassung erschienen. Herausgegeben wird der Band von [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]] und [[Benutzer:Christine Riess|Christine Riess]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sternath, Vanessa-Nadine; Lang, Silvie; Riess, Christine (Hrsg.)|Titel=Menschen-Pflanzen-Netzwerke – Vegetabile agency in der Klimakatastrophe |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Kontext der Klimakatastrophe befinden wir uns als Akteur*innen in einem komplexen Netzwerk unterschiedlicher menschlicher, tierlicher, pflanzlicher und weiterer Entitäten. Die Akteur-Netzwerk-Theorie von Bruno Latour bietet eine diversifizierende Perspektive auf vegetabile Lebewesen: Mehr-als-menschliche Entitäten bringen uns dazu, Dinge zu tun. Dabei variiert der Grad der Abhängigkeit in Mensch-Pflanzen-Beziehungen. Die Beiträger*innen wagen eine Neuperspektivierung, begegnen diesem Verhältnis kritisch und fragen: Was ist vegetabile ''agency'' und welche Formen sind zu beobachten? Wann, wo und wie werden sie dargestellt? Und welche Hierarchien werden dabei konstruiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Band 01: Apokalypse und Apathie===&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC1.png|right|200px|Cover von Apokalypse und Apathie.]]&lt;br /&gt;
[[Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise|Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise]] ist als erster Band der Reihe am 27.02.2025 als [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8 Open Access pdf] und im März als Printfassung erschienen. Herausgegeben wird der Band von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]] und [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.)|Titel=Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Klimakrise prägt den öffentlichen Diskurs seit Jahrzehnten. Expert*innen und Extremwetterlagen weisen auf die potenziell apokalyptischen Konsequenzen hin, doch ein gesamtgesellschaftliches Handeln im notwendigen Maße findet nicht statt. Letztlich übersteigt die Krise unseren zeitlichen und räumlichen Erfahrungshorizont und eine rein faktenbasierte Vermittlung scheint nicht auszureichen, um Überforderung und Resignation angemessen zu begegnen. Daher loten die Beiträger*innen aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften neue Darstellungs- sowie Vermittlungsformen aus, um die Klimakrise als vielfältig verwobenen Problemkomplex zu erfassen – und machen sichtbar, wie darin mögliche Weltuntergänge, Akteur*innen und ihre Möglichkeiten verhandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umschlaggestaltung der Reihe==&lt;br /&gt;
Die Umschläge der Reihe Climates – Cultures – Contexts zeigen konturenscharfe Pflanzenfotografien des Bildhauers und Fotografen [[Karl Blossfeldt]] (1865–1932), insbesondere aus seinem einflussreichen Bildband ''Urformen der Kunst'' (1928). In extremer Nahsicht und vor neutralem Hintergrund fotografiert, erscheinen Pflanzen darin zugleich als naturwissenschaftlich vermessene Studienobjekte und als eigentümlich verfremdete Erscheinungsformen des vermeintlich Natürlichen – Eine Bildsprache, die stilprägend für die ''Neue Sachlichkeit'' wurde und in der Kunstgeschichte vielfach rezipiert wurde, etwa durch ihre spätere Ausstellung auf der [[Documenta|documenta 6]] in Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blossfeldts Fotografien – ursprünglich für den Zeichenunterricht gedacht – faszinieren durch ihre strenge Komposition und skulpturale Qualität. Wie Walter Benjamin formulierte, leisten sie eine „große Überprüfung des Wahrnehmungsinventars“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Benjamin, Walter |Titel=Neues von Blumen |Herausgeber*in= Benjamin, Walter|Sammelband=Gesammelte Schriften, Bd. 3, Kritiken und Rezensionen |Ort=Frankfurt am Main |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1972 |Seite=151 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und irritieren die Trennung von Objektivität und Ästhetik, Naturgegebenem und kultureller Formung. Entsprechend reflektieren die Umschläge programmatisch den Anspruch der Reihe, klimabezogene Wissens- und Bedeutungshorizonte nicht isoliert, sondern in ihren jeweiligen kulturellen, historischen und epistemischen Kontexten und Bedingtheiten zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Nachname=IAG Climate Thinking |Tag=07 |Monat=03 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climates – Cultures – Contexts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl Blossfeldt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Kategorie:Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6956</id>
		<title>Kategorie:Climates – Cultures – Contexts</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Kategorie:Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6956"/>
		<updated>2026-01-29T08:43:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „Diese Kategorie bezieht sich auf die im transcript Verlag erscheinende Buchreihe Climates – Cultures – Contexts. Sie enthält alle Artikel, die sich au…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Kategorie bezieht sich auf die im transcript Verlag erscheinende Buchreihe [[Climates – Cultures – Contexts]]. Sie enthält alle Artikel, die sich auf diese Buchreihe beziehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Posterausstellungen&amp;diff=6922</id>
		<title>Posterausstellungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Posterausstellungen&amp;diff=6922"/>
		<updated>2025-12-02T10:09:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel bezieht sich auf '''Ausstellungen wissenschaftlicher Poster''' von Studierenden, die von der [[IAG Climate Thinking]] ausgerichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wissenschaftliche Poster in der Hochschullehre==&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Poster sind auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften ein zunehmend wichtigeres Medium, um komplexe Themen und Forschungsfelder visuell und prägnant zu vermitteln. Die Vermittlung von im Seminarkontext erarbeiteten Wissens an interessierte Dritte ermöglicht es, die eigene Arbeit sichtbar zu machen und mit Interessierten in den Dialog zu treten. Die ausgestellten Poster wurden von Studierenden aus verschiedenen Seminaren der IAG Climate Thinking entwickelt und verhandeln aus unterschiedlichen disziplinären Zugängen die Themenfelder Klimakrise, Nachhaltigkeit und Anthropozän in ihren kulturellen Bedingtheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bisherige Ausstellungen==&lt;br /&gt;
===Posterausstellung 2024: Klimakrise und kulturelle Kontexte===&lt;br /&gt;
Die erste [[Posterausstellung 2024|Posterausstellung]] fand im Oktober 2024 unter dem Titel ''Klimakrise und kulturelle Kontexte'' statt und wurde von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] und [[Benutzer:Valentina Roether|Valentina Roether]] organisiert und umgesetzt. Es nahmen insgesamt XX Studierende aus sechs Seminaren teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Posterausstellung 2025: Klimakrise und kulturelle Kontexte===&lt;br /&gt;
Die zweite [[Posterausstellung 2025|Posterausstellung]] fand im November 2025 erneut unter dem Titel Klimakrise und kulturelle Kontexte statt und wurde von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Sarah Engelhard|Sarah Engelhard]] und [[Benutzer:Lisa Hinterleitner|Lisa Hinterleitner]] organisiert und umgesetzt. Es nahmen insgesamt 16 Studierende aus vier Seminaren teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Nachname=IAG Climate Thinking |Tag=16 |Monat=05 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IAG Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Posterausstellungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Posterausstellungen&amp;diff=6921</id>
		<title>Posterausstellungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Posterausstellungen&amp;diff=6921"/>
		<updated>2025-12-02T10:05:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Wartungsarbeit}}&lt;br /&gt;
Dieser Artikel bezieht sich auf '''Ausstellungen wissenschaftlicher Poster''' von Studierenden, die von der [[IAG Climate Thinking]] ausgerichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wissenschaftlicher Poster in der Hochschullehre==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bisherige Ausstellungen==&lt;br /&gt;
===Posterausstellung 2024: Klimakrise und kulturelle Kontexte===&lt;br /&gt;
Die erste [[Posterausstellung 2024|Posterausstellung]] fand im Oktober 2024 unter dem Titel ''Klimakrise und kulturelle Kontexte'' statt und wurde von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] und [[Benutzer:Valentina Roether|Valentina Roether]] organisiert und umgesetzt. Es nahmen insgesamt XX Studierende aus sechs Seminaren teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Posterausstellung 2025: Klimakrise und kulturelle Kontexte======&lt;br /&gt;
Die zweite [[Posterausstellung 2025|Posterausstellung]] fand im November 2025 erneut unter dem Titel Klimakrise und kulturelle Kontexte statt und wurde von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Sarah Engelhard|Sarah Engelhard]] und [[Benutzer:Lisa Hinterleitner|Lisa Hinterleitner]] organisiert und umgesetzt. Es nahmen insgesamt 16 Studierende aus vier Seminaren teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Nachname=IAG Climate Thinking |Tag=16 |Monat=05 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IAG Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Posterausstellungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Paula_Kafitz/Werkstatt&amp;diff=6919</id>
		<title>Benutzer:Paula Kafitz/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Paula_Kafitz/Werkstatt&amp;diff=6919"/>
		<updated>2025-10-14T07:55:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Ludwik_Fleck&amp;diff=6911</id>
		<title>Ludwik Fleck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Ludwik_Fleck&amp;diff=6911"/>
		<updated>2025-07-23T10:05:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Fleck-Portrait.jpg|thumb|Ludwik Fleck. (Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Archivs für Zeitgeschichte ETH Zürich. Quelle: Archiv für Zeitgeschichte ETH Zürich: FD Thomas Schnelle/ 8)]]'''Ludwik Fleck''' (1896-1961) war ein polnischer Mediziner und Wissenschaftstheoretiker. Sein Werk ''Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache'' gilt bis heute als Klassiker der Wissenschaftsforschung. Flecks medizinisch-naturwissenschaftliche Forschung fand vor allem im Bereich der Mikrobiologie statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Untersuchungen zum Flecktyphus im Lemberger Ghetto in den Jahren 1941–1942 |Herausgeber*in=Werner, Sylwia; Zittel, Claus (Hrsg.) |Sammelband=Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse |Ort=Berlin |Verlag=Suhrkamp |Jahr=2011 |Seite=505-514 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine veröffentlichten philosophischen Schriften gelten als Vorläufer einer Wissenschaftssoziologie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv |Ort=Frankfurt am Main |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1935 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer historischen Erkenntnistheorie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Erfahrung und Tatsache. Gesammelte Aufsätze. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar Schäfer und Thomas Schnelle|Ort=Frankfurt am Main |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1983 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ludwik Fleck im Living Handbook==&lt;br /&gt;
*Liste aller Beiträge mit [[:Kategorie:Ludwik Fleck|Bezugnahme auf Fleck]]&lt;br /&gt;
*[[Erkennen als soziale Tätigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fleck, Ludwik}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwik Fleck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph*innen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftshistoriker*innen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Erkennen_als_soziale_T%C3%A4tigkeit&amp;diff=6910</id>
		<title>Erkennen als soziale Tätigkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Erkennen_als_soziale_T%C3%A4tigkeit&amp;diff=6910"/>
		<updated>2025-07-23T10:03:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „Dieser Beitrag stellt die vergleichende Erkenntnistheorie von Ludwik Fleck vor, dessen Kernüberlegung darin liegt, '''erkennen als soziale Tätigkeit''' z…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Beitrag stellt die vergleichende Erkenntnistheorie von [[Ludwik Fleck]] vor, dessen Kernüberlegung darin liegt, '''erkennen als soziale Tätigkeit''' zu begreifen und damit nicht in einer binären Subjekt-Objekt-Beziehung aufgehen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fleck-Portrait.jpg|thumb|Ludwik Fleck. (Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Archivs für Zeitgeschichte ETH Zürich. Quelle: Archiv für Zeitgeschichte ETH Zürich: FD Thomas Schnelle/ 8)]]Beim Lesen von nicht zeitgenössischen Sachtexten kann den Leser*innen schnell ein Gefühl des Mystizismus überkommen: Aussagen und Ergebnisse erscheinen unglaubwürdig und im Vergleich mit dem zeitgenössischen Diskurs mehr als fragwürdig. Das Bezugsobjekt des Diskurses scheint das einzige Bindeglied im historischen Verlauf zu sein. Gleichzeitig erscheinen uns zeitgenössische Erkenntnisse so evident und unumstößlich, dass eine Abweichung oder gar Entwicklung der selben unmöglich zu sein scheint. Es lässt sich jedoch annehmen, dass vergangene Epochen ein ähnliches Empfinden bezüglich ihres Wissens verspürten. Somit stellt sich die Frage, wie Erkenntnisse und Wissen generiert werden und sich im Verlauf der Zeit zu dem aktuellem Wissensstand verfestigen können. Eine frühe Theorie diese Entwicklung zu fassen, stellt die von [[Ludwik Fleck]] Anfang des 20.Jahrhunderts entwickelte vergleichende Erkenntnistheorie, die an der Schnittstelle von Wissenschaftsphilosophie, -soziologie und -geschichte ansetzt. Entsprechend sollen im Folgenden die Grundpfeiler der Fleckschen Theorie des Erkenntnisgewinns und des Gedankenkreislaufs dargelegt werden, welche Erkenntnis und Wissen in einem relationalem Verhältnis begreifen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erkennen als soziale Tätigkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsachen, zu wissen, zu erkennen und dergleichen sind elementare Bestandteile und Operationen einer Wissenschaft, die in der alltäglichen Vorstellung oft mit einem Absolutheitsanspruch in Verbindung gebracht werden, welcher den Erkenntnisprozess als abschließbaren, endlichen Prozess verstehen lässt und eine gewisse Form der Objektivität im populären Sinne suggeriert. Dieser Anspruch kann dazu veranlassen, vergangene oder andersgeartete Wissensstände zu degradieren und als überholt oder schlechtweg als falsch zu bewerten und abzutun, womit die Dychtonomie von Wahr und Unwahr, Richtig und Falsch in Bezug auf Wissen eröffnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=54-56 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird in der Regel von einem wissenden beziehungsweise erkennenden Subjekt ausgegangen, welches auf das Objekt empirisch Bezug nimmt bzw. das Bezugsobjekt erkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil des Wissens scheint sich jedoch nicht durch die Auseinandersetzung eines Subjekts mit dem zu erkennenden Objekt zu ergeben. Nicht nur, dass sich ein Wissen über das Bezugsobjekt  dem Subjekt nicht unmittelbar mitteilt und somit schon von einer Eingeschränktheit durch die Mittelbarkeit auszugehen ist. Darüber hinaus kann von einer Speisung des Wissens durch einen Lernprozess, also der Vermittlung von Wissen durch Dritte ausgegangen werden. Sowohl Erziehung, als auch der gesamte Prozess der schulischen und institutionalisierten Bildung sind Beispiele für diese Form des Erkenntnisgewinns durch vermitteltes Wissen. Wie sich mit Fleck zeigen lässt, treten bei diesem Wissenstransfer unweigerlich Verschiebungen von Erkenntnisinhalten auf, womit es ausgeschlossen scheint, dass eine Übermittlung von Inhalten von einer zur nächsten Person verlustfrei und ohne Neukombination mit anderen Vorstellungen seitens der Empfänger*innen einhergeht und somit eins zu eins übertragen wird. Das Transferwissen aus diversen Wissensbereichen führt so zur Verschiebung des jeweiligen Informationsgehalts. Mit jedem weiteren Überlieferungsakt ist somit eine zunehmende Entfernung vom Ursprungsinhalt festzustellen. Diese Form der Wissenstransformation erachtet Fleck als Kulturschöpfung und vergleicht sie in seinen frühen Arbeiten sogar mit einem traditionellen Mythos.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demzufolge ist auch jede Erkenntnis abhängig vom vorherigen Wissensstand der jeweiligen Person, sodass, wie Fleck betont, die Reihenfolge der Erkenntnisse ausschlaggebend für den Prozess ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem werden vor allem gewohnte und althergebrachte Vorstellungen und Ideen, so Fleck, als evident erachtet und verweigern sich gleichsam jeder Beweisführung. Traditionen geben einen Eindruck über diese Beharrlichkeit von Vorstellungen. Dabei bilden sie die Basis für weitere Erkenntnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Erkennen in Form der aktiven Betrachtung eines Bezugsobjekts ist, insofern der Prozess durch den Abgleich des Erlebens mit bereits Bekanntem vollzogen wird, ebenso abhängig von der Vorbildung der jeweiligen Person. Bei dieser Suche nach Ähnlichkeiten des Bezugsobjekts mit Bekanntem kann jedoch Neues und damit auch Unvergleichbares übersehen bzw. ignoriert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=50 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Faktoren des Erkenntnisgewinns sprechen für den Erkenntnisprozess als soziale Tätigkeit, die dem objektiven, absoluten Erkennen einer Wirklichkeit widersprechen. Erkennen erscheint dabei als „ein tätiges, lebendiges Beziehungeingehen, ein Umformen und Umgeformt werden, kurz ein schaffen.“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=1983 |Seite=48 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem lässt sich damit auch das Vorherrschen von inkommensurablen Theorien beschreiben, die zu jeder Zeit existiert haben und entsprechend auch fortlaufend existieren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkstile und Denkkollektive===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erkenntnisgewinn, dessentwegen die Wissenschaften betrieben werden, ist, wie gezeigt wurde, kein bedingungsloses Erfassen des Untersuchungsgegenstandes. Abhängig von sozialen und kulturellen Prädispositionen des Subjekts, die sich in Traditionen, Mythen und dem individuellen Vorwissen ausdrücken, werden übermittelte Informationen (und in den seltensten Fällen auch direkt am Untersuchungsgegenstand vorgenommene Beobachtungen) verarbeitet und interpretiert. Die spezifische Art des Verständnisses deutet auf ein relatives Moment im Erkenntnisprozess hin. Objekte werden durch Subjekte vor einem jeweiligen Wissensstand erkannt, den Fleck mit dem Begriff des Denkstils besetzt. So lässt sich sagen, dass Erkenntnisse denkstilabhängig sind.&lt;br /&gt;
	Denkstile werden von Fleck als historisch gewachsene Wissensstände beschrieben, „als gerichtetes Wahrnehmen, mit entsprechendem gedanklichen und sachlichen Verarbeiten des Wahrgenommenen. Ihn charakterisieren gemeinsame Merkmale der Probleme, die ein Denkkollektiv interessieren; der Urteile, die es als evident betrachtet; der Methoden, die es als Erkenntnismittel anwendet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=130 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gerichtetheit der Wahrnehmung bestimmt damit sowohl die Fragestellung bzw. das Problem, welches an die jeweilige Beobachtung herangetragen wird, als auch die angemessene Methode der Problemlösung. Folglich werden diverse Probleme unbeachtet bleiben, die nicht dem Denkstil dem Gemeiinschaft entsprechen, wodurch sie sich inhaltlich beschränkt und zu einem abgeschlossenen System formiert. &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=51 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Die Ausrichtung der Problembewältigung, die innerhalb eines Denkstils vorherrschend ist, lässt sich mit Fleck als Denkzwang interpretieren. Vertreter*innen eines Denkstils werden also auf Grund der denkstil-spezifischen Voraussetzungen zwangsläufige Erkenntnisse gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=130 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeweilige Voraussetzungen des Denkstils werden innerhalb der Gemeinschaft, der Anhänger*innen eines Denkstils, erlernt. Das Erlernen eines Denkstils ist nach Fleck, wie bereits erwähnt wurde, keine eigenständige Leistung eines Subjekts, sondern erfolgt durch eine Form der Unterweisung und Einführung in Denkbewegungen samt ihrer Methoden der Problembewältigung und ist damit autoritär geprägt.&lt;br /&gt;
	Denkstile bilden darüber hinaus eigene Begrifflichkeiten und Symbole aus, die durch eine Form der Präzisierung zur Klarheit der Ideen und Vorstellung innerhalb eines Denkstils beitragen sollen. Diese denkstil gemäßen Begriffe lassen sich nicht ohne inhaltliche Verschiebung in andere Denkstile übertragen. Jene Begriffe und Symbole können ebenso wenig mit dem Anspruch der Kongruenz mit den Bezugsobjekten auftreten wie es Erkenntnisse oder Tatsachenbeschreibungen können. Vielmehr sind sie Äquivalente für ein subjektives bzw. denkstilabhängiges Erleben des Bezugsobjekts.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=51 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Ein weiteres Merkmal des Denkstils findet sich im gedanklichen Austausch ihrer Mitglieder und der damit verbundenen aktiven Umformung der rotierenden Gedanken, Ideen und Vorstellungen.&lt;br /&gt;
	Diese Gemeinschaft wird von Fleck als Denkkollektiv bezeichnet. Das Denkkollektiv wird „als Gemeinschaft der Menschen, die im Gedankenaustausch oder in gedanklicher Wechselwirkung stehen [definiert], so besitzen wir in ihm den Träger geschichtlicher Entwicklung eines Denkgebietes, eines bestimmten Wissensbestandes und Kulturstandes, also eines besonderen Denkstiles.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=54-55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wird auch auf die diachrone Differenz hinsichtlich eines Denkstiles, die auf Grund seiner historischen Entwicklung entsteht, verwiesen. Die intrakollektive Wanderung bzw. das Kreisen eines Gedankens innerhalb desselben Denkkollektivs über einen zeitlich langgestreckten Raum geht mit seiner allmählichen Änderung einher, sodass sich der Denkstil im Laufe der Zeit verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=144 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Trotz der Zusammensetzung der Denkkollektive aus Individuen, erschöpfen sie sich diese nicht aus der Summe jener. Erst das kollektive Wirken und Kreisen von Vorstellungen innerhalb der Gemeinschaft lässt das Kollektiv und seine Anschauungssysteme entstehen. Somit schließen sich Mitglieder des Denkgkollektivs durch den intrakollektiven Denkverkehr zu einem überindividuellen Ganzen zusammen. Der Denkstil ist eine Eigenschaft der Gemeinschaft und nicht des Individuums. Somit lässt sich auch von einem Denkstil der Naturwissenschaft, der Religion oder etwa der Mystik sprechen.&lt;br /&gt;
	Weiterhin unterscheidet Fleck in momentane und stabile Denkkollektive. Während momentane Denkkollektive durch spontane und zufällige Zusammentreffen und gedanklichen Austausch von Einzelpersonen gebildet werden und sich in einer Stimmung niederschlagen, die mit ihrem Auseinandergehen vergeht und sich das momentane Denkkollektiv gleichsam auflöst, werden stabile Denkkollektive zwar ebenfalls durch die Individuen, die einen Denkstil verfolgen gebildet, sind dabei jedoch nicht an die konkreten Einzelpersonen gebunden. Stabile Denkkollektive werden zunehmend institutionalisiert und definieren sich gerade über ihre Überzeitlichkeit und Ortsungebundenheit, welche sich in dem Denkstil manifestiert.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=135-136 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung der denkstil spezifischen Begrifflichkeiten und Sitten fungieren dabei als Bindeglieder für entsprechende Denkkollektive.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=103 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Esoterisches und exoterisches Wissen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb stabiler Denkkollektive lässt sich bezüglich ihrer Mitglieder eine weitere Unterscheidung treffen. Hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Inhalten des Wissenssystems erfolgt ihre Unterteilung in Mitglieder  exoterischer oder esoterischer Kreise der Wissensgemeinschaft. Der esoterische Kreis besteht aus Fachleuten, die unmittelbar und aktiv an der Wissensproduktion beteiligt sind. Es zeichnet sie die Möglichkeit zur Interpretation und Überprüfung von Aussagen aus sowie die der Legitimierung. Mitglieder des esoterischen Kreises produzieren Erkenntnisinhalte und vermittlen diese innerhalb Kollektivs in den Bereichd des Exoterischen. „Aus dem fachmännischen (esoterischen) Wissen ensteht das populäre (exoterische).“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=150 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Kontrast zum populären Wissen sind Erkenntnisinhalte innerhalb des esoterischen Kreises streitbar und dynamisch und verlangen nach einer Legitimierungdurch etwaige Fachleute und Expert*innen.&lt;br /&gt;
„Populäre Wissenschaft s. str. [sensu stricto, im strengen Sinn] ist Wissenschaft für Nichtfachleute, also für breite Kreise erwachsener, allgemein gebildeter Dillettanten. […] Charakteristisch für eine populäre Darstellung ist der Wegfall der Einzelheiten und hauptsächlich der streitenden Meinungen, wodurch eine künstliche Vereinfachung erzielt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=149 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Vermittlung in den exoterischen Kreis scheinen getroffene Aussagen somit an Gewissheit und Unbedingtheit zu gewinnen. Die Stilisierung von Aussagen entspringt also einer vorausgegangenen Umstilisierung und Assimilation von Erkenntnisinhalten. Der exoterische Kreis ist folglich von der Vermittlung esoterischen Wissens abhängig, insofern die von Experten*innen getroffenen Aussagen sprachlich angepasst werden müssen, um verstanden zu werden. Die Fachleute hingegen sind gleichsam nicht nur abhängig von dem ihnen entgegengebrachten Vertrauen des esoterischen Kreises, Fleck sieht auch eine erkenntnistheoretische Bedeutung exoterischen Wissens: „Gewißheit, Einfachheit, Anschaulichkeit entstehen erst im populären Wissen; den Glauben an sie als Ideal des Wissens holt sich der Fachmann von dort.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=152 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die grundlegende Neigung des exoterischen Kreises dem esoterischen Kreis Vertrauen entgegen zu bringen führt bisweilen zu einem Mangel in die Einsicht der Beschränktheit des Expertentums und der möglichen Kritik an formulierten Aussagen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=112-113 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Individuen gehören dabei stets vergleichsweise wenigen esoterischen und mehreren exoterischen Kreisen an, die jedoch alle für das individuelle Vorwissen des jeweiligen Subjekts verantwortlich sind und so das jeweilige Verständnis beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=112 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedankenkreisläufe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gedankliche Austausch innerhalb eines Denkkollektivs wird damit zu seiner Voraussetzung. Der gedankliche Austausch zwischen unterschiedlichen Denkkollektiven ist dagegen jedoch mit Komplikationen verbunden. Die unterschiedliche Verwendung von Begriffen und Symbolen, die zu einer Inhaltsverschiebung führen, sowie die abweichende Problemstellung und die daraus resultierende Zweckgerichtetheit des Lösungsansatzes erschweren bis versperren eine Übertragung der Wissensinhalte von einem Denkkollektiv zum nächsten. Zwischen verwandten Denkkollektiven wie beispielsweise denen der Biologie und der Physik ist ein Austausch noch mit geringen Abweichungen von Inhalten verbunden. Zuweilen kann die Nähe von Denkkollektiven und ihren inhärenten Denkstilen auch zur Konkurrenz zwischen ihnen führen. Ihre inhaltliche Nähe, welche sich aus ähnlichen Problem- und Fragestellungen ableiten lassen, ist dafür ausschlaggebend – obwohl oder gerade weil die methodischen Ansätze und Lösungswege abweichend voneinander sind. Zwischen weiter entfernten Kollektiven hingegen, wie denen der Biologie und der Philosophie, kann ein Austausch unmöglich sein und die Verschiebung der Inhalte kann bis zu ihrer gänzlichen Entstellung oder Erlöschung führen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=90-91 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese Unübersetzbarkeit führt der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn später den heute geläufigeren Begriff der Inkommensurabilität ein.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Kuhn, Thomas |Titel=The Structure of Scientific Revolutions |Ort= Chicago |Verlag= University of Chicago Press |Jahr=1962 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
	Insofern der Gedanke für ein fremdes Denkkollektiv verfasst und übermittelt werden soll, muss er den fremdartigen Denkstil gemäß umstilisiert und formuliert werden, um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Die Umformulierung zum Zweck der Übertragung und Vermittlung des Inhaltes führt dabei gleichsam zur Verschiebung des Erkenntnisinhaltes. Dieser ist somit jedoch weder mit dem der Denkgemeinschaft der Adressant*innen noch mit der der Adressat*innen identisch. Diese Form des gedanklichen Austausches nennt Fleck Propaganda, bzw. Popularisierung, wenn der Austausch vom Esoterischen ausgehend zum Exoterischen gerichtet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=92 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Im Kommunikationsakt tritt die Legitimierung einer Aussage ein, wenn die Aussage durch  Adressant*innen in das Denkstil eines Denkkollektivs eingepflegt wird und durch die Spezifität der Eingebundenheit seine Eigentümlichkeiten verliert. Dabei fungiert sie als Bestätigung der denkkollektiven Wissensinhalte und gewinnt im Zuge der Kohärenz mit diesen den Status beständigen Wissens mit dem Merkmal der Objektivität. Die Einbindung der Wissensinhalte in Schulbücher oder Fachzeitschriften geben dabei einen exemplarischen Einblick für die Legitimierung, die sich in der Umwertung einer Aussagen niederschlägt. Sie wird aus dem Status einer esoterischen Behauptung oder Hypothese enthoben und wird als anerkannter Fakt und Tatsache in den exoterischen Bereich des Wissenssystem aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=93-94 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vermittlung zum exoterischen Kreis, also durch eine Autorität und die Dauer der Rotation eines Gedankens, erheben sich somit zu bestimmenden Faktoren der Bestärkung eines Gedankens und seiner Festigung innerhalb des Kollektivs. Die bei diesem Vermittlungsprozess einhergehenden Vereinfachungen der Erkenntnisse erhalten dabei, wie bereit oben erwähnt wurde, den Anschein der Gewissheit und Unbedingtheit. Es trägt zu seiner sozialen Verdichtung bei, indem Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=64 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; „Je größer die zeitliche oder räumliche Entfernung vom esoterischen Kreis, je länger die Vermittlung eines Gedankens innerhalb desselben Denkkollektivs, umso sicherer erscheint er.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=140 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Benannte Formen der Gedankenkreisläufe treten nur in seltenen Fällen isoliert von einander auf. Die Angehörigkeit von Individuen zu mehreren, teils voneinander weit entfernten und fremden Denkkollektiven bedingt diesen Umstand, sodass die Popularisierung von Inhalten fast immer von propagandistischen Momenten und Momenten der Legitimierung begleitet wird – gleichsam der Informationsaustausch von Popularisierung oder Propaganda und Legitimierung. In Folge dessen unterliegt jeder Gedankenaustausch sowohl einer Stilisierung, also seiner Verstärkung innerhalb des Gedankenkollektivs, als auch einer Umstilisierung, also einer Transofmation des zu vermittelnden Inhaltes. Mit zunehmender Vermittlung folgt bei einem andauerndem Gedankenaustausch im Kreislauf so eine mehrmalige Verschiebung, Umgestaltung und Überarbeitung der Erkenntnisinhalte, die bis zur letztendlichen Unkenntlichkeit des ursprünglich vermittelten Inhaltes reicht.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=96 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Martin|Nachname=Müller |Vorname2= |Nachname2= |Tag=23 |Monat=07 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Theorien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wissenschaftsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wissenschaftsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ludwik Fleck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Tatsachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Theorien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climate_Thinking_%E2%80%93_Ein_Living_Handbook&amp;diff=6909</id>
		<title>Climate Thinking – Ein Living Handbook</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climate_Thinking_%E2%80%93_Ein_Living_Handbook&amp;diff=6909"/>
		<updated>2025-07-21T13:43:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Link korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:CT-LH-Logo-klein.png||class=img|center]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#5095c8; text-align:center; width:30%; color:#ffffff; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Datei:Logo-spr-trans-wht.png|50px|left]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel sprechen&amp;lt;/big&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#4aac96; text-align:center; width:30%; color:#ffffff; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Datei:Logo-erz-trans-wht.png|50px|left]] &amp;lt;big&amp;gt;Vom Klimawandel erzählen&amp;lt;/big&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#eac372; text-align:center; width:30%; color:#ffffff; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Datei:Logo-ndk-trans-wht.png|50px|left]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel nachdenken&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Über Klimawandel sprechen]] bezieht sich auf spezifische Gesprächsformate, Textsorten und Medienangebote und deren jeweilige Kontextabhängigkeiten. Sprechen lässt sich so als hochgradig komplexes Phänomen begreifen, dessen Analyse Einblicke in klimabezogene Kommunikation, Meinungsbildungsprozesse oder die Formierung politischer Gruppen bietet.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Vom Klimawandel erzählen]] analysiert Darstellungen und Perspektivierungen, die das innerhalb multipler Krisen Unvorstellbare vorstellbar machen und affektive Wirkung entfalten. Besonders fiktionale Erzählungen erlauben, Reales und Imaginäres so zu verbinden, dass Erfahrungszusammenhänge neu perspektiviert oder neu entworfen werden können.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Über Klimawandel nachdenken]] setzt Reflexionsprozesse darüber in Gang, wie die Relationen verschiedener Konzepte und mehr-als-menschlicher Akteur*innen gedacht werden und gedacht werden können. Dabei werden Denkfiguren wie Natur, Gesellschaft oder Fortschritt in ihren kontingenten Entwicklungen oder auch die zeitlichen und räumlichen Verflechtungen von Handlungen und planetaren Auswirkungen sichtbar. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein Living Handbook&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Was ist das?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wie geht das?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%; vertical-align:top;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Lust auf Mitgestaltung?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;  &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | Das Living Handbook dient dem [[Lehrschwerpunkt Climate Thinking|Lehr-]] und [[Forschungsschwerpunkt Climate Thinking|Forschungs]]schwerpunkt der [[IAG Climate Thinking]] als wachsendes Publikationsprojekt zu diesem Themenfeld. Es ist als Open-Source-Plattform mit einem dynamischen Charakter konzipiert und zielt so nicht auf die Abgeschlossenheit einer klassischen Buchpublikation, sondern wandelt und erweitert sich stetig. || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | Wenn Sie im Living Handbook recherchieren möchten, können Sie über eine unserer [[Climate_Thinking|drei zentralen Perspektiven]] einsteigen oder mit einem [[Spezial:Zufällige_Seite|zufälligen Beitrag]] beginnen. Als Autor*innen können Sie zudem kollaborativ an Beiträgen arbeiten, sich an Diskussionen beteiligen und die Inhalte durch Lehr- und Forschungstätigkeit kontinuierlich erweitern. || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:33%; vertical-align:top;&amp;quot; | Wenn auch Sie Lust haben, an unserem Living Handbook mitzuarbeiten, nehmen Sie [https://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board/ Kontakt] mit uns auf und [https://formmail.climate-thinking.de/ registrieren Sie sich als Autor*in]. Auf unserer Hilfeseite [[Hilfe:Erste_Schritte|Erste Schritte]] erfahren Sie, wie Sie am besten beginnen, wenn wir gemeinsam über Ihren Beitrag gesprochen haben. Sie können sich auch eine Übersicht über [[Kategorie:Hilfe-Seiten|alle Hilfe-Seiten]] verschaffen.  &lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climate_Thinking_%E2%80%93_Ein_Living_Handbook&amp;diff=6908</id>
		<title>Climate Thinking – Ein Living Handbook</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climate_Thinking_%E2%80%93_Ein_Living_Handbook&amp;diff=6908"/>
		<updated>2025-07-21T13:42:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Neue Startseite angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:CT-LH-Logo-klein.png||class=img|center]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#5095c8; text-align:center; width:30%; color:#ffffff; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Datei:Logo-spr-trans-wht.png|50px|left]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel sprechen&amp;lt;/big&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#4aac96; text-align:center; width:30%; color:#ffffff; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Datei:Logo-erz-trans-wht.png|50px|left]] &amp;lt;big&amp;gt;Vom Klimawandel erzählen&amp;lt;/big&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#eac372; text-align:center; width:30%; color:#ffffff; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Datei:Logo-ndk-trans-wht.png|50px|left]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel nachdenken&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Über Klimawandel sprechen]] bezieht sich auf spezifische Gesprächsformate, Textsorten und Medienangebote und deren jeweilige Kontextabhängigkeiten. Sprechen lässt sich so als hochgradig komplexes Phänomen begreifen, dessen Analyse Einblicke in klimabezogene Kommunikation, Meinungsbildungsprozesse oder die Formierung politischer Gruppen bietet.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Vom Klimawandel erzählen]] analysiert Darstellungen und Perspektivierungen, die das innerhalb multipler Krisen Unvorstellbare vorstellbar machen und affektive Wirkung entfalten. Besonders fiktionale Erzählungen erlauben, Reales und Imaginäres so zu verbinden, dass Erfahrungszusammenhänge neu perspektiviert oder neu entworfen werden können.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | [[Über Klimawandel nachdenken]] setzt Reflexionsprozesse darüber in Gang, wie die Relationen verschiedener Konzepte und mehr-als-menschlicher Akteur*innen gedacht werden und gedacht werden können. Dabei werden Denkfiguren wie Natur, Gesellschaft oder Fortschritt in ihren kontingenten Entwicklungen oder auch die zeitlichen und räumlichen Verflechtungen von Handlungen und planetaren Auswirkungen sichtbar. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein Living Handbook&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Was ist das?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wie geht das?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%; vertical-align:top;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Lust auf Mitgestaltung?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;  &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | Das Living Handbook dient dem [[Lehrschwerpunkt Climate Thinking|Lehr-]] und [[Forschungsschwerpunkt Climate Thinking|Forschungs]]schwerpunkt Climate Thinking als wachsendes Publikationsprojekt zu diesem Themenfeld. Es ist als Open-Source-Plattform mit einem dynamischen Charakter konzipiert und zielt so nicht auf die Abgeschlossenheit einer klassischen Buchpublikation, sondern wandelt und erweitert sich stetig. || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:32%; vertical-align:top;&amp;quot; | Wenn Sie im Living Handbook recherchieren möchten, können Sie über eine unserer [[Climate_Thinking|drei zentralen Perspektiven]] einsteigen oder mit einem [[Spezial:Zufällige_Seite|zufälligen Beitrag]] beginnen. Als Autor*innen können Sie zudem kollaborativ an Beiträgen arbeiten, sich an Diskussionen beteiligen und die Inhalte durch Lehr- und Forschungstätigkeit kontinuierlich erweitern. || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:left; width:33%; vertical-align:top;&amp;quot; | Wenn auch Sie Lust haben, an unserem Living Handbook mitzuarbeiten, nehmen Sie [https://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board/ Kontakt] mit uns auf und [https://formmail.climate-thinking.de/ registrieren Sie sich als Autor*in]. Auf unserer Hilfeseite [[Hilfe:Erste_Schritte|Erste Schritte]] erfahren Sie, wie Sie am besten beginnen, wenn wir gemeinsam über Ihren Beitrag gesprochen haben. Sie können sich auch eine Übersicht über [[Kategorie:Hilfe-Seiten|alle Hilfe-Seiten]] verschaffen.  &lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board&amp;diff=6907</id>
		<title>climate-thinking.de:Editorial Board</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board&amp;diff=6907"/>
		<updated>2025-07-21T13:40:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Editorial Board=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitung &amp;amp; Herausgabe ==&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie, Freie Universität Berlin)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Institut für Philosophie, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Paul.Reszke|Paul Reszke]]  (Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bereichsherausgabe &amp;amp; Redaktion==&lt;br /&gt;
;[[Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie, Freie Universität Berlin)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Paul.Reszke|Paul Reszke]] (Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Vom Klimawandel erzählen]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]] (Institut für Anglistik/Amerikanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath| Vanessa-Nadine Sternath]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Institut für Philosophie, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]] (Institut für Romanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ehemalige Herausgebende===&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Anna Meywirth|Anna Meywirth]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ehemalige Redaktionsassistenz===&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Eva Hesse|Eva Hesse]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Jana Kessler|Jana Keßler]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Jennifer Langer|Jennifer Langer]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Forschungsschwerpunkt_Climate_Thinking&amp;diff=6906</id>
		<title>Forschungsschwerpunkt Climate Thinking</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Forschungsschwerpunkt_Climate_Thinking&amp;diff=6906"/>
		<updated>2025-07-18T11:00:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Logo-Piktos.png|200px|rechts]]&lt;br /&gt;
Der '''Forschungsschwerpunkt Climate Thinking''' des Fachbereichs Geistes- und Kulturwissenschaften der Universität Kassel besteht seit dem Sommersemester 2020. Auf dieser Seite sind alle Forschungsbeiträge dargestellt, dokumentiert und nach Möglichkeit verlinkt, die bisher aus der Arbeit des Forschungsschwerpunkts [[Climate Thinking]] hervorgegangen sind. Zudem dient das [[Living Handbook]] selbst der Archivierung und Dokumentation der Forschungstätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Publikationen=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reihenherausgabe==&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix; Böhnert, Martin; Drube, Julia; Hornisch, Maria; Lang, Silvie; Rink, Annika; Sezi, Murat; Sinning, Jan; Sternath, Vanessa-Nadine (Hrsg.): [[Climates – Cultures – Contexts]]. Bielefeld: transcript.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herausgaben==&lt;br /&gt;
*Sternath, Vanessa-Nadine; Lang, Silvie; Riess, Christine (Hrsg.) (2025): ''Menschen-Pflanzen-Netzwerke. Vegetabile ''agency'' in der Klimakatastrophe''. Bielefeld: transcript.&lt;br /&gt;
*Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.) (2025): ''[[Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise]]''. Bielefeld: transcript. doi: https://doi.org/10.14361/9783839474372.&lt;br /&gt;
*Drube, Julia (Hrsg.) (2024): ''Zwischen den Krisen. Theologische Denkanstöße zu wichtigen Fragen unserer Zeit''. Trier: ruach.jetzt.&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix/Reszke, Paul/Roether, Valentina (Hrsg.) (2024): ''Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur (20) 3. Themenheft: #Klima''. doi: https://doi.org/10.46771/978-3-96769-451-2 (Open Access).&lt;br /&gt;
*Höllein, Dagobert; Wieders-Lohéac, Aline (Hrsg.) (2022): ''Fridays for Future. Sprachliche Perspektiven auf eine globale Bewegung''. Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix; Böhnert, Martin; Reszke, Paul (Hrsg.) (2020-): ''Climate Thinking - Ein Living Handbook.'' Kassel: Universität Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Artikel &amp;amp; Sammelbandbeiträge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2025===&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix (2025): „FACT Is- (.) that we KNOW (.) and do nOthing;“ – Gattungstransformatorische Perspektiven auf die Ver- und Entwissenschaftlichung von Wissenschaftskommunikation. In: Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.): Apokalypse und Apathie. Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise. Bielefeld: transcript. S. 37–66. doi: https://doi.org/10.14361/9783839474372.&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix; Hoiß, Christian (in Vorb.): ''Bildung für nachhaltige Entwicklung und das Fach Deutsch''. In: Rieckmann, Marco; Singer-Brodowski, Mandy, Bertschy, Franziska; Rauch, Franz  (Hrsg.): Handbuch zu Bildung für nachhaltige Entwicklung. Opladen: Verlag Barbara Budrich.&lt;br /&gt;
*Böhnert, Martin (2025): ''Whose Future?: Epistemic Challenges to the Collective “We” in Long-Term Governance''. In: TATuP Journal for Technology Assessment in Theory and Practice, 34(2), S. 15-20. doi: https://doi.org/10.14512/tatup.7205.&lt;br /&gt;
*Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (2025): Über Leben, Überleben und Zusammenleben im Anthropozän. Zur Pluralität von Apokalypsen und der Frage nach Handlungsfähigkeit im Kontext der Klimakrise. In: Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.): Apokalypse und Apathie. Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise. Bielefeld: transcript. S. 37–66. doi: https://doi.org/10.14361/9783839474372.&lt;br /&gt;
*Lang, Silvie; Sternath, Vanessa-Nadine (2025): Argumentationsstrategien in Katastrophenmythen: Verantwortung und Verantwortungsbewusstsein im Gilgamesch-Epos und in Georg Wickrams Metamorphosen-Bearbeitung. In: Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.): Apokalypse und Apathie. Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise. Bielefeld: transcript. S. 329-349. doi: https://doi.org/10.14361/9783839474372.&lt;br /&gt;
*Lang, Silvie (2025): The magic formula put to the test: Propp's fourteenth function applied to Bavarian fairy tales. In: Sinestesieonline 46, S. 255–265.&lt;br /&gt;
*Sternath, Vanessa-Nadine (in Vorb.): ''Tief an des boumes rinden''. Eine ökofeministische Analyse von Liebesbeweisen in Konrads von Würzburg ''Trojanerkrieg'' und Andreas Hases ''Bäume. Tief verwurzelt''. In: Choné, Aurélie; Le Née, Aurélie (Hrsg.): Misshandlungen von Tieren und Pflanzen (Sonderheft Recherches germaniques).&lt;br /&gt;
*Sternath, Vanessa-Nadine (in Vorb.): Zu Ertragsmaximierung und Konservierung von Wein in Böhmen und Franken: Eine ökokritische Analyse des Pelzbuchs Gottfrieds von Franken. In: Fejtová, Olga; Růčková, Markéta (Hrsg.): Wein als Kulturphänomen in den Städten vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Prag: Prague City Archives (Documenta Pragensia, Themenheft 2025).&lt;br /&gt;
*Sternath, Vanessa-Nadine; Lang, Silvie Lang; Riess, Christine (2025): Einleitung. Menschen-Pflanzen-Netzwerke und vegetabile agency in der Klimakatastrophe. In: dies. (Hrsg.): Menschen-Pflanzen-Netzwerke. Vegetabile agency in der Klimakatastrophe. Bielefeld: transcript. S. 9-25.&lt;br /&gt;
*Sternath, Vanessa-Nadine; Lang, Silvie Lang; Riess, Christine (2025): Von der Wurzel bis zur Frucht. Vegetabile agency in volkssprachlichen Baum-Schlange-Netzwerken bei Lutwin und Franz Xaver Schönwerth. In: dies. (Hrsg.): Menschen-Pflanzen-Netzwerke. Vegetabile agency in der Klimakatastrophe. Bielefeld: transcript. S. 131-149.&lt;br /&gt;
*Thüne, Johannes (2025): ''UmCare. Transformation zum Denken in mit-sorgender Verbundenheit.'' In: [https://www.feinschwarz.net/umcare-transformation-zum-denken/ feinschwarz.net 22.04.2025.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2024===&lt;br /&gt;
*[https://www.wochenschau-verlag.de/Diversitaet-und-Demokratie/41591 Böhm, Felix/Gätje, Olaf (2024): ''Literale Kompetenzen im Digitalen. Sprach- und mediendidaktische Perspektiven auf politische Bildung am Beispiel des Twitter-Diskurses #Fridaysforfuture.'' In: Harion, Dominic; Morys, Nancy; Lenz, Thomas (Hrsg.): Diversität und Demokratie. Gesellschaftliche Vielfalt und die Zukunft der sprachlichen und politischen Bildung. Frankfurt a. M.: Wochenschau. S. 117–129.]&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix; Lehnert, Nils; Sinning, Jan (2024): ''Der Klimawandel in der Kinder- und Jugendmusik – multimodale Perspektiven.'' In: Mikota, Jana; Sippl, Carmen (Hrsg.): Ökologische Kinder- und Jugendliteratur. Grundlagen – Themen – Didaktik. Innsbruck: Studien Verlag. S. 385–404.&lt;br /&gt;
*Liemann, Christina; Riess, Christine (2024): ''Von „Alarmsirenen“ und „Gretaris- mus“ – Der Klimadiskurs in rechts-alternativen YouTube-Videos als Beispiel für multimodale (und) personalisierte Argumentationspraktiken''. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 20 (3). S. 295–312. doi: https://doi.org/10.46771/978-3-96769-451-2.&lt;br /&gt;
*Roether, Valentina; Reszke, Paul; Böhm, Felix (2024): ''Mediale Logiken des Klimadiskurses in sozialen Netzwerken''. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur (20) 3. S. 241–257. doi: https://doi.org/10.46771/978-3-96769-451-2. &lt;br /&gt;
*Sinning, Jan (2024): ''Popliteratur-Comics. Adoleszenz, Apokalypse und digitale Ästhetik in Lukas Jüligers Graphic Novels.'' In: Catani, Stephanie; Kleinschmied, Christoph (Hrsg.): Popliteratur 3.0? Soziale Medien und Gegenwartsliteratur. Berlin: De Gruyter. S. 153–172.&lt;br /&gt;
*Sinning, Jan (in Vorb.): ''Greta Thunberg in der Kinder und Jugendliteratur. Idyllische Idealisierung zwischen ‚Radical Kindness‘ und Rebellion.'' In: Lehnert, Nils (Hrsg.): Idyllen und Sehnsuchtsorte in der Kinder- und Jugendliteratur und in Kinder- und Jugendmedien. Schneider: Baltmannsweiler. S. 107–127.&lt;br /&gt;
*Sternath, Vanessa-Nadine (in Vorb.): ''Zu Ertragsmaximierung und Konservierung von Wein in Böhmen und Franken: Eine ökokritische Analyse des Pelzbuchs Gottfrieds von Franken.'' In: Fejtová, Olga;  Růčková, Markéta (Hrsg.): Wein als Kulturphänomen in den Städten vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert (Documenta Pragensia 41).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2023===&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix (2023): ''Über Klimawandel nachdenken – Über Klimawandel sprechen – Vom Klimawandel erzählen. Durch drei Perspektiven zu einem Deutschunterricht für nachhaltige Bildung.'' In: Leseforum.ch 2/2023. S. 1–21. https://doi.org/10.58098/lffl/2023/2/788.&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix/Gätje, Olaf (2023): ''Vom Twitter-Diskurs zum gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt. Digitale Diskursfragmente in sprach- und mediendidaktischer Perspektive.'' In: MiDu – Medien im Deutschunterricht 5(2). S. 1–18. https://doi.org/10.18716/OJS/MIDU/2023.2.3.&lt;br /&gt;
*[https://xn--leserume-4za.de/wp-content/uploads/2023/12/lr-2023-1-Boehm_Gaetje.pdf Böhm, Felix/Gätje, Olaf (2023): ''Literalität und das gesellschaftlich handlungsfähige Subjekt in der posttypographischen Kultur''. In: Leseräume 10, 9. S. 1–19.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2022===&lt;br /&gt;
*Böhm Felix (2022): ''Klimastreit zwischen Fridays for Future und FDP. Gattungsanalytische Perspektiven auf die Fortführung einer Twitter-Debatte um politische Partizipation in Talkshow und Video-Podcast.'' In: Höllein, Dagobert; Wieders-Lohéac, Aline (Hrsg.): Fridays for Future. Sprachliche Perspektiven auf eine globale Bewegung. Tübingen: Narr Francke Attempto, S. 75–94.&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix (2022): ''„mUss ich mich dafür SCHÄmen gretA-“ (Conny). Deutschdidaktische Perspektiven auf die Schnittfläche sprachlicher, ästhetischer und politischer Bildung am Beispiel des Klima-Raps.'' In: MiDu – Medien im Deutschunterricht, S. 1–18. doi: https://doi.org/10.18716/ojs/midu/2022.0.1.&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix; Böhnert, Martin (2022): ''Climate Thinking: Ein Living Handbook. Kollaborativ-hypertextuelles Schreiben an der Schnittstelle von forschendem Lernen und geistes-/kulturwissenschaftlicher Wissenskommunikation.'' In: Sowa, Frank; Voden, Dzifa (Hrsg.): Schreiben publikationsorientiert lehren. Lehrkonzepte aus den Fächern. Bielefeld: wbv. S. 137–152.&lt;br /&gt;
*Böhnert, Martin (2022): ''The Science is Clear: Climate Action Now! Versuch einer Neubeurteilung des Verhältnisses von Natur und Kultur in der Klimakrise.'' In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie 67, S. 27-50.&lt;br /&gt;
*Böhnert, Martin; Reszke, Paul (2022): ''Das Wissen der anderen – Epistemische Systeme, Verstehensumgebungen und Plausibilität als analytische Werkzeuge des Verstehens.'' In: Aptum 3/2022 (Special Issue: Kritik an Wissen), S. 131-148.&lt;br /&gt;
*Böhnert, Martin; Reszke, Paul (2022): ''Which Facts to Trust in the Debate on Climate Change? – On Knowledge and Plausibility in Times of Crisis''. In: Hohaus, Pascal (Hrsg.): Science Communication in Times of Crises, Amsterdam: John Benjamins, S.15-40. doi: https://doi.org/10.1075/dapsac.96.02boh.&lt;br /&gt;
*Roether, Valentina; Wieders-Lohéac, Aline (2022): ''#JusticiaClimáticaYa: Eine multimodale Analyse von Protestplakaten der Fridays for Future.'' In: Höllein, Dagobert; Wieders-Lohéac, Aline (Hrsg.): Fridays for Future. Sprachliche Perspektiven auf eine globale Bewegung. Tübingen: Narr Francke Attempto, S. 167-191.&lt;br /&gt;
*[https://www.bistum-fulda.de/bistum_fulda/leben_glauben/seniorennetzwerk/pdf/plus/2022/01/PLUS_13-2022_LoRes.pdf Thüne, Johannes (2022): ''Komplexe Welt – eine kurze Einführung in die Vielfalt der Wechselwirkungen.'' In: PLUS. Magazin für eine generationensensible Pastoral im Bistum Fulda 13, S. 8–10.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2021===&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix; Reszke, Paul (2021): ''Muster des Appellativen in multimodalen Performances. Der Nachhaltigkeits-Diskurs in zwei Beispielanalysen''. In: Deutsche Sprache 04/2001, S. 335–351. doi: https://doi.org/10.37307/j.1868-775X.2021.04.06.&lt;br /&gt;
*Reszke, Paul (2021): ''„Kunst ist die einzige Form, in der Umweltprobleme gelöst werden können“. Joseph Beuys’ Aktion Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung als Beispiel nachhaltigen kommunikativen Handelns zwischen Kunst, Politik und Öffentlichkeit''. In: Mattfeldt, Anna; Schwegler, Carolin; Wanning, Berbeli (Hrsg.): Natur, Umwelt, Nachhaltigkeit. Perspektiven auf Sprache, Diskurse und Kultur. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 281–304.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Vorträge=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2025===&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix (12.–14.2.2025): ''‚Was du noch tun kannst‘ versus ‚warum SO...‘. Zum Online-Offline-Dissens strategischer Nachhaltigkeitskommunikation im öffentlichen Diskursraum Universität.'' Vortrag auf der Tagung der DGPuK-Fachgruppe Mediensprache – Mediendiskurse „Gut für uns und gut für den Planeten? Ökologische Diskurse aus inter- und transdisziplinärer Perspektive“ an der TU Darmstadt.&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix; Gätje, Olaf (17.–19.09.2025): ''Antisemitismus in der Protestkommunikation von Fridays For Future. Ein sprachdidaktischer Beitrag zu Demokratiebildung und Literalität'' Vortrag auf der Jahrestagung der GAL an der Universität Hildesheim. &lt;br /&gt;
*Lang, Silvie (12.06.2025): ''Vom Weltuntergang erzählen: Argumentationsstrategien in Katastrophenmythen.'' Vortrag im Dortmunder U, Dortmund.&lt;br /&gt;
*Reszke, Paul (24.01.2025): ''Working on climate change. Linguistic and transdisciplinary approaches.'' Vortrag im Rahmen des Transnational Environmental Humanities Workshops an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.&lt;br /&gt;
*Reszke, Paul (07.01.2025): ''Neue Impulse für die (nicht nur) diskurslinguistische Analyse von Social Media.'' Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums Germanistische Linguistik (FoGeL) am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. &lt;br /&gt;
*Sinning, Jan; Lehnert, Nils (20.–27.07.2025): ''Von „Das war’n mal Pole.“ zu „Wir zieh’n den Karren aus dem Dreck!“ – Multimodale und intermediale Perspektiven auf Krisen-Erzählungen in der gegenwärtigen deutschsprachigen Kinder- und Jugendmusik.'' Votrag auf dem XV. IVG-Kongress „Sprache und Literatur in Krisenzeiten – Herausforderungen, Aufgaben und Chancen der internationalen Germanistik“ an der Universität Graz.&lt;br /&gt;
*Sternath, Vanessa-Nadine (20.–27.07.2025): ''Wie der Lindenblatt-Fall Unruhe stiftete. Eine vegetabile Relektüre des Nibelungenlieds.'' Vortrag auf dem XV. IVG-Kongress „Sprache und Literatur in Krisenzeiten“ im Panel „Unruhe stiften: ökologische Krisennarrative und experimentelle Poetiken des Anthropozäns“ an der Universität Graz.&lt;br /&gt;
*Sternath, Vanessa-Nadine (20.–27.07.2025): ''Der chuettenwazzer wein iſt guot zuo dem roten ueberfluz der frawen: Intermediale Wissensentwürfe in spätmittelalterlichen Mensch-Baum-Relationen.'' Vortrag auf dem XV. IVG-Kongress „Sprache und Literatur in Krisenzeiten“ im Panel „Bäume in der Krise: interdisziplinäre und intermediale Perspektiven“ an der Universität Graz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2024===&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix; Roether, Valentina (29.02.-01.03.2024): ''Friedlicher Protest als Common Ground. Zur Verständigung deutsch- und spanischsprachiger Klimaaktivist:innen in sozialen Netzwerken.'' Vortrag auf der Tagung der DGPuK-Fachgruppe ''Mediensprache – Mediendiskurse'' „Verstehen und Verständigung im digitalen Raum“ am Karlsruher Institut für Technologie.&lt;br /&gt;
* Lang, Silvie (05.09.2024): ''Fairy Tale Climates: Klima im und außerhalb des Märchens.'' Vortrag auf der 15. Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung „Fantastic Climates“ an der Universität Kassel.&lt;br /&gt;
* Lang, Silvie (31.05.2024): ''The magic formula put to the test: Propp's 14th function applied to Bavarian fairy tales.'' Vortrag auf der internationalen Konferenz „A kind of magic: Interdisciplinary visions and insights of magic“ an der Universität Turin.&lt;br /&gt;
* Sezi, Murat (11.06.2024) ''Zum Verhältnis von Mensch und Umwelt in der feministischen Utopie: Ideengeschichte und Fallstudien.'' Vortrag in der Ringvorlesung „gendering sustainability_geschlecht in sozial-ökologischer transformation“ an der Universität Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2023===&lt;br /&gt;
*Barkhuizen, Lodewyk; Lang, Silvie (07.–10.06.2023): ''The Snake and the Child: an Ethnographic Perspective on Death and Mourning in Conflicting Human and Nonhuman Social Orders'', SIEF 2023, Brno, Tschechien.&lt;br /&gt;
*Böhm, Felix (03.–04.11.2023): ''„Have fun, and make an impact!“ / „Bewegt etwas und viel Spaß dabei!“ Brettspiele zum Klimawandel als Gegenstand sprachlicher Bildung?'' Vortrag auf der Tagung: „Unterricht auf einem bedrohten Planeten – Perspektiven und Herausforderungen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht der sprachlichen Fächer“ an der Universität Duisburg-Essen. &lt;br /&gt;
*Böhm, Felix (27.–30.09.2023): ''Klimawissen schafft Aktivismus. Digitale Wissenskommunikation zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Krisenappellen bei Fridays for Future.'' Vortrag auf der 8. Jahrestagung der KWG „Populäre Kulturen/Popular Cultures“ im Panel: „Aktivismus und populäre Klimakulturen“ an der Universität des Saarlandes.&lt;br /&gt;
*Böhnert, Martin/Reszke, Paul (02.06.2023): ''Wissen zwischen Transfer und Dialog – Über Dynamiken des Vertrauens und der Plausibilität.'' Vortrag im Rahmen der Tagung „Wissenstransfer in der Krise? Soziologische Perspektiven auf Herausforderungen und Gelingensbedingungen von Wissenschaftskommunikation zu Nachhaltigkeitsproblemen“ des DGS-Arbeitskreises Soziologie der Nachhaltigkeit an der Universität Hamburg.&lt;br /&gt;
*Drube, Julia (11.08.2023): ''Schöpfung im Islam und Christentum.'' Interreligiöse Diskussion mit Ahmed Elshahawy im Rahmen der Landesgartenschau (Höxter).&lt;br /&gt;
*Liemann, Christina; Riess, Christine (05.-07.10.2023): ''„Langstrecken-Luischen“ und „Gretl Thunfisch“ – Multimodale Argumentationsmuster rechts-alternativer YouTube-Kanäle im Klimadiskurs.'' Vortrag auf der Tagung: „Klären | Streiten | Argumentieren – Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung“ an der Philipps-Universität Marburg.&lt;br /&gt;
*Rink, Annika (27.–30.09.2023): ''Macht kaputt, was Euch kaputt macht!' Wie unterscheidet sich die mediale Inszenierung der Klima-RAF von der medialen Selbstbild der Protestbewegungen musikalisch?'' Vortrag auf der 8. Jahrestagung der KWG „Populäre Kulturen/Popular Cultures“ im Panel: „Aktivismus und populäre Klimakulturen“ an der Universität des Saarlandes.&lt;br /&gt;
*Sezi, Murat (27.10.2023): ''North American Climate Fiction and Film: History, Genres, Critical Approaches''. [https://www.amerikahaus.de/ausstellungen-und-veranstaltungen/2023-10-27-na-climate-fiction-lf Lehrkräftefortbildung im Amerikahaus München].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2022===&lt;br /&gt;
*Böhnert, Martin; Reszke, Paul (01.07.2022): ''Fakten in der Krise – Die Dynamik zwischen Vertrauen, Wissen und Plausibilität am Beispiel des Klimawandeldiskurses.'' (Im Rahmen der Tagung “Kulturell konstruktiv. Sprachtheoretische Perspektiven der Kulturlinguistik”, Université de Genève)&lt;br /&gt;
*Chacón Pino, Mateo (01.06.2022): ''Sketching out planetary stewardship'' (Rewilding the Museum, Arken Museum Ishøj/Kopenhagen, unter der Leitung von Dehlia Hannah).&lt;br /&gt;
*Chacón Pino, Mateo (12.04.2022): ''La naturaleza del arte'' (Roundtable Tecnologías en territorios: artes mediales, ciencias y cambio climático - I Encuentro Internacional de Prácticas Curatoriales, Pontificia Universidad Católica de Chile).&lt;br /&gt;
*Liemann, Christina; Riess, Christine (14.12.2022): ''&amp;quot;Von Gretl, der kleinen Klimasirene&amp;quot; – Apathie ad hominem bei rechten Youtubern.'' Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung &amp;quot;Apokalypse &amp;amp; Apathie – Hand­lungs(un)fä­hig­keit im Kon­text des Kli­ma­wan­dels&amp;quot; an der Universität Kassel.&lt;br /&gt;
*Lang, Silvie (30.04.2022): ''Der Wald und seine Richter: Holzfrevel im Nachlass von Franz Xaver Schönwerth'' (12. Forum Junge Vormärz Forschung, Universität Wuppertal).&lt;br /&gt;
*Sinning, Jan (02.–03.12.2022): ''Greta Thunberg in der Kinder- und Jugendliteratur: Idyllische Idealisierung zwischen ‚Radical Kindness‘ und Rebellion.'' Vortrag auf der Tagung &amp;quot;Idyllen und Sehnsuchtsorte in der Kinder- und Jugendliteratur und in Kinder- und Jugendmedien&amp;quot; an der Universität Augsburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2021===&lt;br /&gt;
*Martin Böhnert, Paul Reszke (26.11.2021): ''Das Wissen der anderen: Verstehensumgebungen, epistemische Systeme und Plausibilität als analytische Tools des Verstehens''. (Arbeitsgruppe Angewandte Linguistik unter der Leitung von Nina Janich, Technische Universität Darmstadt)&lt;br /&gt;
*Felix Böhm, Paul Reszke (19.11.2021): ''Wie viele Ereignisse ist die „Ecosex Walking Tour“? – Multimodale Performances als mehrdimensionale Herausforderung für die diskurslinguistische Korpusbildung und Analyse'' (digitale Tagung „Diskurs – multimodal“, Universität Bremen)&lt;br /&gt;
*Sinning, Jan (09.–11.09.2021): ''„Das Internet sollte recht behalten“: Digitale Adoleszenz in Lukas Jüligers Graphic Novels.'' Vortrag auf der Tagung Popliteratur 3.0? Soziale Medien und Gegenwartsliteratur, Eberhard Karls Universität Tübingen.&lt;br /&gt;
*Bauer, Jessica/Sinning, Jan (26.05.2021): ''Hopepunk als neue Form der Dystopie.'' Vortrag bei der digitalen Ringvorlesung Climate Thinking des Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Promotionskollegs (GeKKo) der Universität Kassel.&lt;br /&gt;
*Paul Reszke, Felix Böhm, Martin Böhnert (23.04.2021): ''An der digitalen Schnittstelle zwischen forschendem Lernen und geistes-/kulturwissenschaftlicher Wissenskommunikation – Climate Thinking: Ein Living Handbook''. (Digitalen Tagung des „GeKKo – Geistes- und Kulturwissenschaftliches Promotionskolleg des Fachbereichs 02“, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veranstaltungen==&lt;br /&gt;
*Sektion ''Deutschunterricht und Bildung für nachhaltige Entwicklung''. Tagung: [https://sdd2024.uni-mainz.de/ 25. Symposion Deutschdidaktik des SDD e.V.] (15.–18.09.2024) an der Universität Mainz. Organisation: Felix Böhm, Elisabeth Hollerweger, Christioan Hoiß&lt;br /&gt;
*Tagung ''[https://www.uni-kassel.de/tagung-konferenz/gff2024/fantastic-climates Fantastic Climates – 15. Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung]'' (05.–07.09.2024) an der Universität Kassel. Organisation: Ann-Christine Herbold, Murat Sezi, Maria Weber&lt;br /&gt;
*Interdisziplinärer Workshop ''[https://networks.h-net.org/group/announcements/20017377/cfp-futuristische-idyllen-zukunftsentwurfe-und-impulse Futuristische Idyllen: Zukunftsentwürfe und Impulse]'' (03./04.09.2024) an der Universität Kassel. Organisation: Fabian Mehmel, Jan Sinning, Stefan Greif&lt;br /&gt;
*Öffentliche Gesprächsrunden ''Apokalypse und Apathie''. Organisation: Martin Böhnert und Annika Rink&lt;br /&gt;
**„Fremde Idylle, vertraute Bedrohung – Eine Gesprächsrunde zum Wald im Zeitalter des Anthropozäns“ (29. Mai 2024). Mit Patrick Kahle (Bielefeld), Silvie Lang (Kassel), Vanessa-Nadie Sternath (Kassel) und Karolin Schmitt-Weidmann (Stuttgart). Naturkundemuseum Ottoneum, Kassel.&lt;br /&gt;
**„¿Explotar hasta el final? Exploração sem fim? Endlos ausbeuten? – Eine Gesprächsrunde zu Extraktivismus in Südamerika im Zeitalter des Anthropozäns“ (12. Juni 2024). Mit Nina Baghery (Kassel), Dani Dias (Rio de Janeiro), Jan-Henrick Witthaus (Kassel). SDG+LAB, Kassel.&lt;br /&gt;
**„ÜberLeben – Eine Gesprächsrunde über Leben, Überleben und Zusammenleben im Zeitalter des Anthropozäns“ (10. Juli 2024). Mit Eva-Maria Aigner (Wien), Lisa Hinterleitner (Kassel), Maria Hornisch (Kassel), Miriam Tag (Heidelberg). Museum für Sepulkralkultur, Kassel.&lt;br /&gt;
*Podiumsdiskussion ''Terror für das Klima (?)'' (18.10.2023) im Rahmen der Ausstellung ''Unwort des Jahres 2022'' in Kassel (Palais Bellevue). Moderation: Julia Drube, Christine Riess&lt;br /&gt;
*Ringvorlesung ''[[Ringvorlesung Climate Thinking 2022/23|Apokalypse und Apathie]]'' (WiSe 2022/2023) an der Universität Kassel&lt;br /&gt;
*Panel ''Sustainable Thinking – Thinking Sustainable: Stories of the Past, Thoughts about the Present, Languages for the Future'' (14.09.2022). Konferenz: Challenges of Sustainability Research, Kassel Institute for Sustainability. Mit einem Vortragskreis von Tamara Bodden, Martin Böhnert, Silvie Lang, Annika Rink, Jan Sinnig, Paul Reszke und Valentina Roether&lt;br /&gt;
*Digitale Ringvorlesung ''[[Ringvorlesung_Climate_Thinking_2021|Climate Thinking]]'' (SoSe 2021) an der Universität Kassel&lt;br /&gt;
*Ausstellung ''[[Wunderkammer modern. 50 Jahre – 50 Objekte]]'' im Stadtmuseum Kassel ([[Objekt 50 Climate Thinking]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:iAG Climate Thinking]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Die_Natur_als_Rechtssubjekt_am_Beispiel_Buen_Vivir&amp;diff=6869</id>
		<title>Die Natur als Rechtssubjekt am Beispiel Buen Vivir</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Die_Natur_als_Rechtssubjekt_am_Beispiel_Buen_Vivir&amp;diff=6869"/>
		<updated>2025-06-03T08:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Kategorien ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox-Buen Vivir}}&lt;br /&gt;
Dieser Artikel setzt sich aus kulturwissenschaftlicher Perspektive mit der Frage auseinander, inwiefern '''die Natur für ein „Gutes Leben“ erst zum Rechtssubjekt''' werden muss. Der Naturschutz und nachhaltiges Wirtschaften sind zwei Begriffe, die in der Debatte zum Klimawandel eine große Rolle spielen. Für die Menschen in einer kapitalistisch geprägten Welt bedeutet das ein Umdenken, das jahrhundertealte Denkmuster auf den Kopf stellt. Ein Blick nach Südamerika zeigt, wie das Konzept des ''[[Buen Vivir – Das „Gute Leben“ in Ecuador|Buen Vivir]]'' eine Möglichkeit zur Veränderung der Kontexte [[Extraktivismus|extraktivistischer]] und sozialer Ausbeutung darstellt, indem die Natur nicht als Objekt, sondern als Subjekt verstanden wird. Ecuador hat als erstes Land im Jahr 2008 das ''Buen Vivir'' mit in seine Verfassung aufgenommen und sichert dadurch einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur, zumindest auf dem Papier. Was bedeutet es, der Natur den Status eines Rechtssubjektes zu verleihen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die gesetzliche Grundlage==&lt;br /&gt;
===Ein Vergleich zwischen Ecuador und Deutschland===&lt;br /&gt;
Der Artikel 71 der ecuadorianischen Verfassung (2008) gibt der Natur oder auch ''Pachamama'' (Mutter Erde oder auch Mutter Kosmos) das Recht auf ganzheitlichen Respekt für ihre Existenz sowie für die Erhaltung und Regeneration ihrer Lebenszyklen, Strukturen, Funktionen und evolutionären Prozesse. Die Zerstörung der Natur wäre demnach ein Verstoß gegen die Verfassung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Georgetown University |Titel=Constitution of the Republic of Ecuador |Jahr=2011 |Website=Political Database of the Americas |Online=https://pdba.georgetown.edu/Constitutions/Ecuador/english08.html |Abruf=20.03.2022}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Original: „''Art. 71.- La naturaleza o Pacha Mama, donde se reproduce y realiza la vida, tiene derecho a que se respete integralmente su existencia y el mantenimiento y regeneración de sus ciclos vitales, estructura, funciones y procesos evolutivos. Toda persona, comunidad, pueblo o nacionalidad podrá exigir a la autoridad pública el cumplimiento de los derechos de la naturaleza. Para aplicar e interpretar estos derechos se observarán los principios establecidos en la Constitución, en lo que proceda. El Estado incentivará a las personas naturales y jurídicas, y a los colectivos, para que protejan la naturaleza, y promoverá el respeto a todos los elementos que forman un ecosistema.''“ {{Quellen-Literatur|Autor*in=Constitución de la República del Ecuador |Jahr=2008, letzte Änderung 2011 |Website=CONSTITUCION DE LA REPUBLICA DEL ECUADOR 2008 |Online=https://www.oas.org/juridico/pdfs/mesicic4_ecu_const.pdf |Abruf=02.06.2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit hat Ecuador eine Grenze verschoben, denn die Natur wird zu einem Rechtssubjekt. Dieser Rechtsstatus schreibt dem Subjekt grundsätzlich eigene Rechte zu und erlaubt ihm, aktiv an dem Rechtsverkehr teilzunehmen. Nach deutscher Definition kann ein solches Subjekt eine natürliche oder juristische Person sein, die sich durch ihre unterschiedlichen Rechte und Pflichten jedoch voneinander unterscheiden.  Diese Strukturen wurden in Ecuador aufgebrochen. Da der Staat der Natur diese Rechte zuspricht, verpflichtet er sich nicht, die Natur wie ein Objekt zu schützen. Vielmehr geht der Staat davon aus, dass die Natur bei einem Verstoß gegen ihre Rechte von allen natürlichen und juristischen Personen jeder Gemeinschaft, jeder Nationalität und jedes Volkes vertreten werden kann, um von der öffentlichen Gewalt die Wahrung der Rechte der Natur zu verlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Grundgesetz ist das anders: In Artikel 20a GG verpflichtet sich der Staat dazu, die natürlichen Lebensgrundlagen zu wahren, denn „der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.)|Titel=Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland |Ort=Bonn |Verlag=CPI books GmbH |Jahr=2019|Seite= 22 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Indem der deutsche Staat die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere schützen möchte, erfolgt eine automatische Objektivierung und Absprache von Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es macht sich jedoch bemerkbar, dass in Artikel 20a nicht von ''Natur'' oder ''Naturschutz'' gesprochen wird, sondern lediglich vom Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Diese Differenzierung offenbart den Mittelpunkt des deutschen Grundgesetzes, der sich um den Menschen als Bezugspunkt dreht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.)|Titel=Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland |Ort=Bonn |Verlag=CPI books GmbH |Jahr=2019|Seite=3 f. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lässt sich daraus ableiten, dass jene Natur, die keine natürliche Lebensgrundlage des Menschen ist, nicht durch den Staat schützenswert ist? Wo das deutsche Grundgesetz den Naturschutz zugunsten der Aufrechterhaltung des Menschen und der Tiere wahrt, verlangt die ecuadorianischen Verfassung den Ausdruck des Respekts vor der Natur - die nicht dem Menschen dient, sondern den Menschen ''wie eine Mutter'' geschaffen hat und ernährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verständnis von Natur in indigenen Kosmosvisionen==&lt;br /&gt;
Wie unterscheidet sich die Haltung gegenüber der Natur in Ecuador von der in Deutschland?&lt;br /&gt;
In Ecuador leben viele verschiedene Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Traditionen. Die extraktivistische Wirtschaftsweise bedroht Lebensgrundlagen und Lebensweisen vor allem in der Peripherie Ecuadors. Während im Extraktivismus die Natur als Ressource betrachtet wird, stellt sie für indigene Völker häufig den Lebensraum dar&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ulrika Flader |Titel=Extraktivismus: Wenn Länder ausgebeutet werden |Jahr=2022 |Website=Universität Bremen |Online=https://up2date.uni-bremen.de/forschung/extraktivismus-wenn-laender-ausgebeutet-werden |Abruf=01.04.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und darüber hinaus wird ihr ein spiritueller Wert zugeschrieben, der auch in der Weltanschauung dieser Kulturen verankert ist. &lt;br /&gt;
Die ecuadorianische Autorin Nina Pacari beschreibt, was die Natur für die indigene Weltanschauung des ecuadorianischen indigenen Stamm namens ''kichwa otavalo'' bedeutet: In ihrer indigenen Weltanschauung besitzen alle Wesen der Natur die Energie des ''Samai''. Das meint sowohl die Menschen und Tiere, aber auch die Berge, die Sonne und sogar die Steine. Da alle Wesen durch die Energie des ''Samai'' miteinander verbunden sind, sind sie alle Teil eines Ganzen&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzung der Autorin, Original: „Según la cosmovisión indígena, todos los seres de la naturaleza están investidos de energía que es el ''samai'' y, en consecuencia, son seres que tienen vida: una piedra, un río (agua), la montaña, el sol, las plantas, en fin, todos los seres tienen vida y ellos también disfrutan de una familia, de alegrías y tristezas, al igual que el ser humano. Así es como cada uno de estos seres se relacionan en entre sí, al igual que con el hombre (ser humano), con la cultura, la organización, la religión, la filosofía, la arquitectura, la salud, el idioma, la política, la tierra, el territorio, la biodiversidad (recursos naturales), el poder en sí o el ejercicio del poder gubernativo. En otras palabras, podemos decir que todos somos parte de un todo; que, no obstante ser distintos, somos complementarios, nos necesitamos mutuamente.“ Aus: {{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina Pacari |Titel=Naturaleza y territorio desde la mirada de los pueblos indígenas |Herausgeber*in=Antonio Luis Hidalgo‐Capitán, Alejandro Guillén García, Nancy Deleg Guazha |Sammelband=Antología del Pensamiento Indigenista Ecuatoriano sobre Sumak Kawsay |Ort=Huelva, Cuenca |Verlag=FIUCUHU |Jahr=2008 |Seite=129-132}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus wird deutlich, dass in der Kosmologie der ''kichwa otavalo'' die Verbindung der sogenannten Wesen durch eine spirituelle Energie geschaffen wird. Die durch die Energie verbundenen Wesen sind alle gleichwertig, jedoch nicht gleich beschaffen. „Damit wird der Begriff der biozentrischen Gleichheit eingeführt, dem zufolge nach Eduardo Gudyas (2009) alle Lebewesen gleichermaßen wichtig und daher auch gleichermaßen schützenswert sind“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Alberto Acosta |Titel=Buen Vivir. Vom Recht auf ein gutes Leben |Ort=München |Verlag=oekom verlag|Jahr=2016|Seite=111}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Metaphernkomplex der ''Familie'' deutet auf die emotionale Bindung hin, wenn alle Wesen nach der Definition von Nina Pacari in einer großen Familie vereint sind. Häufig findet man Personifizierungen von Landschaften und Pflanzen, die den Rollenbildern von Familienmitgliedern zugeordnet sind. So existiert in der andinen Kosmovision neben der ''Pachamama'', die den Kosmos ''geboren'' hat, u.a. auch der Sonnenvater (''Tayta Inti''). Sie tragen eine besondere Stellung in der indigen geprägten Gesellschaft und werden durch Rituale sowohl im Alltag als auch bei größeren Festlichkeiten verehrt. So erhält beispielsweise in den andinen Traditionen die ''Pachamama'' den ersten Schluck ''Chicha'' (alkoholisches Maisgetränk), indem er auf die Erde gekippt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Greta, JP Caceres |Titel=Chicha: A Gold Fermented Beverage From The Pachamama To Your Glass |Jahr=2014 |Website=We the eaters |Online=http://www.wetheeaters.com/2014/09/chicha-a-gold-fermented-beverage-from-the-pachamama-to-your-glass/ |Abruf=02.04.2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des unterschiedlichen Kontextes weisen die ''menschliche Familie'' und die sogenannte ''Familie des Kosmos'' viele Analogien auf. Um das zu schützen, hält das alternative Konzept des ''Buen Vivir'' fest, dass es keinen Unterschied „zwischen der Art der Beziehung unter den Menschen und derjenigen der Menschen mit dem Raum, in dem sie leben“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Raúl Zibechi |Titel= Das ''Buen Vivir'' als die „andere mögliche Welt“: Widersprüche, Grenzen und Möglichkeiten ded Konzepts im Nationalstaat |Herausgeber*in=Julia Roth |Sammelband=Lateinamerikas koloniales Gedächtnis. Vom Ende der Ressourcen, so wie wir sie kennen |Ort=Baden-Baden |Verlag=Nomos |Jahr=2015 |Seite=72}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt. Die Energie, aus der alle Wesen bestehen, macht sie gleichwertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Exkurs in die Kinder- und Jugendliteratur soll verdeutlichen, dass solche Personifizierungen auch literarisch aufgegriffen werden. So entwickelt sich ein zugängliches Bild von z.B. einem Berg, der als Großvater angesprochen wird. Solche Personifizierungen können in der westlichen Mentalität schnell auf Ungläubigkeit stoßen. In ''„La tierra de las papas“'' (Paloma Bordons, erschienen 1996) reproduziert die in Bolivien lebende spanische Protagonistin ein westliches Klischee und schreibt aus ihrer spanischen Perspektive: ''„Aquí todo es tan distinto, no sé, tan normal... Nunca te acuerdas de la Tierra, ni piensas que esté viva. Si te pones enfermo, es por culpa de un estreptococo, y eso no tiene nada que ver con la Pachamama. Las montañas nevadas sirven para esquiar sobre ellas, no para hacer de abuelos de nadie. Los niños son niños, y los adultos son adultos“.''&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Paloma Bordons |Titel=Latierra de las papas |Ort=Madrid |Verlag=Literatura SM |Jahr=2018 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutsche Übersetzung: „Hier ist alles so anders, einfach nur normal... Hier denkt man nie an die Mutter Erde, geschweige denn, daß sie lebendig sei. Wenn du krank bist, sind irgendwelche Streptokokken daran schuld und nicht die Pachamama. Die schneebedeckten Berge sind zum Ski fahren da und werden nicht als irgendwelche Großväter angesehen. Kinder sind Kinder und Erwachsene sind Erwachsene“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Paloma Bordons |Titel=Bolivien - Land der Erdäpfel. La tierra de las papas |Ort=München|Verlag=Lagrev Verlag, Edicion Hispano America |Jahr=2008}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natur ohne Rechte - Menschen im Wirtschaftswahn==&lt;br /&gt;
Nach der Meinung des uruguayischen Autors und Journalisten Raúl Zibechi bricht der Umgang mit der Natur als Rechtssubjekt die Vorstellungen der westlichen Kultur und dem damit verbundenen Gedanken an Fortschritt und Entwicklung. Er schreibt, dass der westliche Wohlstand auf dem Modell der Ausbeutung der Natur basiert, um mehr Reichtum und mehr Wachstum zu schaffen. Diese Ziele seien mit dem Schutz der Natur unvereinbar&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Raúl Zibechi |Titel= Das ''Buen Vivir'' als die „andere mögliche Welt“: Widersprüche, Grenzen und Möglichkeiten ded Konzepts im Nationalstaat |Herausgeber*in=Julia Roth |Sammelband=Lateinamerikas koloniales Gedächtnis. Vom Ende der Ressourcen, so wie wir sie kennen |Ort=Baden-Baden |Verlag=Nomos |Jahr=2015 |Seite=72}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bestätigen nur die anthropozentrische Lebensform, die bereits in Artikel 20a GG erkennbar sind. &lt;br /&gt;
Inmitten dieser anthropozentrischen Organisationsform, in der der Mensch die Natur schon seit Beginn des Menschenzeitalters verstehen und erforschen will, stellt Alberto Acosta fest, dass die westliche Gesellschaft insbesondere seit der Frühen Neuzeit die Natur definiert hat, ohne sich selbst darin einzuschließen. Damit wurde der Weg frei gemacht, die Natur zu beherrschen und zu manipulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Alberto Acosta |Titel=Buen Vivir. Vom Recht auf ein gutes Leben |Ort=München |Verlag=oekom verlag|Jahr=2016|Seite=93 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Lebensform, in der die Natur als „scheinbar unerschöpfliche Rohstoffquelle verstanden wird&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Alberto Acosta |Titel=Buen Vivir. Vom Recht auf ein gutes Leben |Ort=München |Verlag=oekom verlag|Jahr=2016|Seite=93 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, basiert nach Alberto Acosta der sogenannte Fortschritt auf der mechanistischen und grenzenlosen Ausbeutung der Ressourcen. Die Natur bildet plötzlich eine Voraussetzung für das Wirtschaftswachstum und ihre Ressourcen werden als Objekte der Entwicklungspolitik betrachtet. Dieser nicht nachhaltige Umgang zeigt der Menschheit die Konsequenzen ihres Handelns. Doch um durch das ''Buen Vivir'' etwas verändern zu können, ist nicht nur eine andere Wirtschaftsform erforderlich, die nicht das Kapital im Auge hat, sondern eine Annäherung an die Natur sowie einen Wandel der Wertevorstellungen beinhaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Alberto Acosta |Titel=Buen Vivir. Vom Recht auf ein gutes Leben |Ort=München |Verlag=oekom verlag|Jahr=2016|Seite=90 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Übergang vom Anthropozentrismus zum Biozentrismus ist für diese Veränderung essentiell.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Alberto Acosta |Titel=Buen Vivir. Vom Recht auf ein gutes Leben |Ort=München |Verlag=oekom verlag|Jahr=2016|Seite=114}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein Umdenken in der Gesellschaft==&lt;br /&gt;
Um die Debatte von einer bloßen Kapitalismuskritik auszuweiten, stellt sich die Frage, was durch den Umgang mit der Natur als (Rechts-) Subjekt wirklich verändert wird. Ohne die emotionale Verbindung zur Natur, besteht die Gefahr, dass sie nur ein Objekt der Wirtschaft bleibt. So gehen viele Intellektuelle, wie zum Beispiel Luis Macas (Rechtsanwalt und Ex-Präsident des Dachverbands der Indigenen Nationalitäten Ecuadors) oder David Choquehuanca (aktueller Vizepräsident Boliviens, Stand März 2022) davon aus, dass das ''Buen Vivir'', bzw. ''Vivir Bien'', wie es in Bolivien heißt, keine Politik des Nationalstaats sein kann, sondern in der Gemeinschaft verankert sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Raúl Zibechi |Titel= Das ''Buen Vivir'' als die „andere mögliche Welt“: Widersprüche, Grenzen und Möglichkeiten ded Konzepts im Nationalstaat |Herausgeber*in=Julia Roth |Sammelband=Lateinamerikas koloniales Gedächtnis. Vom Ende der Ressourcen, so wie wir sie kennen |Ort=Baden-Baden |Verlag=Nomos |Jahr=2015 |Seite=78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Neue Realitäten werden nicht durch die Politik erschaffen, sondern außerhalb des Systems „an den Rändern der wirklich existierenden Welt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Raúl Zibechi |Titel= Das ''Buen Vivir'' als die „andere mögliche Welt“: Widersprüche, Grenzen und Möglichkeiten ded Konzepts im Nationalstaat |Herausgeber*in=Julia Roth |Sammelband=Lateinamerikas koloniales Gedächtnis. Vom Ende der Ressourcen, so wie wir sie kennen |Ort=Baden-Baden |Verlag=Nomos |Jahr=2015 |Seite=79}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Staat kann kein Umdenken erreichen, indem lediglich Gesetze verabschiedet werden. Das Umdenken kommt nicht von oben, wie Raúl Zibechi schreibt, sondern muss von den Menschen selbst unternommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ecuador leben jene Menschen, die sich durch die Kosmovisionen der indigenen Kulturen identifizieren, bereits mit dem Verständnis des Natursubjekts. Indem die Natur als Rechtssubjekt in die Verfassung aufgenommen wurde, hat sich der Staat der indigenen Vorstellung angenommen. „In ihrer Welt werden derartige Rechte nicht gebraucht. Anders ist es in der westlichen Zivilisation, in der die Rechte ausgeweitet werden müssen, um zu versuchen, das Leben der Menschen miteinander und auch mit der Natur zu organisieren“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Alberto Acosta |Titel=Buen Vivir. Vom Recht auf ein gutes Leben |Ort=München |Verlag=oekom verlag|Jahr=2016|Seite=113}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Inwiefern der Staat und die Bürger*innen Ecuadors auch in der Praxis davon Kenntnis nehmen, führt an dieser Stelle zu weit. Für Alberto Acosta ist die Zusammenkunft von Mensch und Natur die Grundlage, um den Herausforderungen der Umweltkrise entgegenzutreten. Was einfach klingt, ist hochkomplex. Um die Natur zu entkommerzialisieren, sind viele Veränderungen notwendig und die (Rechts-) Subjektivierung der Natur trägt ihren Teil dazu bei. Fest steht jedoch, dass Ecuador mit der Zuschreibung von Rechten einen Weg gegangen ist, den sich das deutsche Rechtssystem noch nicht traut, so die Meinung der Autorin.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{Autor*innenschaft|Vorname=Amelie |Nachname=Streitz |Vorname2= |Nachname2= |Tag=01 |Monat=April|Jahr=2022 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hispanische Kulturwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buen Vivir]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südamerika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Umweltethik_vor_dem_Hintergrund_der_Gaia-Hypothese&amp;diff=6868</id>
		<title>Umweltethik vor dem Hintergrund der Gaia-Hypothese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Umweltethik_vor_dem_Hintergrund_der_Gaia-Hypothese&amp;diff=6868"/>
		<updated>2025-06-03T08:30:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Kategorien ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Implikationen die '''Gaia-Hypothese für die Umweltethik und das Mensch-Natur-Verhältnis''' haben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gaia und Umweltethik==&lt;br /&gt;
===Welchen Problemen steht Gaia gegenüber?===&lt;br /&gt;
Wir leben in einer häufig mit dem Begriff [[Anthropozäns]] beschriebenen Zeit, in der Menschen fundamentale Änderungen im Erdsystem vornehmen und sich dessen bewusst sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu zählen neben vielen anderen die anthropogene Veränderung zentraler chemischer Kreisläufe (z.B. Kohlenstoff-, Stickstoff-, Schwefelkreislauf), die anthropogene Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre (z.B. Anstieg der CO2-Konzentration durch die Nutzung fossiler Brennstoffe) und der daraus resultierende Temperaturanstieg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 75, 106, 113 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die plötzliche Veränderung dieser Parameter ist ein ernstzunehmendes Ausnahmeereignis, nachdem die Erde im Sinne der [[Gaia-Hypothese]] als selbsterhaltende Entität, über Jahrmillionen relativ stabil gewesen war. Zwar verfügt Gaia über zahlreiche Regulationsmechanismen, jedoch funktionieren diese nur extrem langsam im Vergleich zu den starken Eingriffen des Menschen und können die Entwicklung kurzfristig nicht aufhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 120 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies könnte zum Verhängnis des Menschen werden, da dieser seine eigene Lebensgrundlage zerstört. Dies allein scheint bereits eine ausreichende Begründung zu sein, den Klimawandel verhindern zu wollen. In der Umweltethik beschreibt dies die anthropozentrische Position, nach der die Umwelt in Ansehung des Menschen geschützt werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Birnbacher, Dieter |Titel=Natur und Umwelt schützen – vor dem Menschen oder für den Menschen? |Herausgeber*in=Johann S. Ach, Kurt Bayertz &amp;amp; Ludwig Siep |Sammelband=Grundkurs Ethik - Band II: Anwendungen |Ort=Paderborn |Verlag=mentis |Jahr=2011 |Seite=67-80 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ott, Konrad, Dierks, Jan &amp;amp; Voget-Kleschin, Lieske |Titel=Einleitung |Herausgeber*in=Konrad Ott, Jan Dierks &amp;amp; Lieske Voget-Kleschin |Sammelband=Handbuch Umweltethik |Ort=Stuttgart |Verlag=J. B. Metzler |Jahr=2016 |Seite=1-19 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu zählt neben ethischen Verpflichtungen gegenüber aktuell lebenden Menschen auch die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen von Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus besteht zusätzlich die Gefahr, dass der Mensch Gaias Regulationsmechanismen so sehr aus dem Gleichgewicht bringt, dass sie ihre Regulations- bzw. Anpassungsfähigkeit unwiederbringlich verliert. [[James Lovelock]] schätzte diese Wahrscheinlichkeit Ende der 1970er Jahre als sehr gering ein,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 101 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch ist auch dieses Szenario nicht unmöglich. Dies würde wiederum zur Folge haben, dass nicht nur der Mensch, sondern die Existenz des gesamten Lebens auf der Erde gefährdet wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit wird in der Umweltethik ausgehandelt, ob auch andere Entitäten (wie Tiere oder alle Lebewesen) direkt ethisch berücksichtigt werden sollen. Holistische bzw. ökozentrische Strömungen möchten sogar ganze Ökosysteme ethisch zu berücksichtigen, wozu auch Gaia zählen könnte. Dabei kann es zum ethischen Problem werden, dass es den übrigen Lebewesen auf der Erde nach dem Ableben der Menschheit möglicherweise besser gehen würde, wie Paul W. Taylor treffend beschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Taylor, Paul W. |Titel=Die Ethik der Achtung für die Natur |Herausgeber*in=Dieter Birnbacher |Sammelband=Ökophilosophie |Ort=Stuttgart |Verlag=Reclam |Jahr=1997 |Seite=77-116 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen würde sich die Frage stellen, ob im Sinne der Gemeinschaft des Lebenden (und Gaias) der Mensch vernachlässigt werden sollte. Aufgrund dieser argumentativen Schwierigkeiten präferieren die meisten eine anthropozentrische Umweltethik, der zufolge die Verantwortung des Menschen zum Umwelt- und Klimaschutz aus der Verantwortung gegenüber anderen Menschen erwächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Mensch seine Umwelt bzw. Gaia schützen sollte, da die Gaia’schen Regulationsmechanismen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage sein werden, die schwerwiegenden Eingriffe des Menschen rechtzeitig zu regulieren, bevor diese das Überleben der Menschheit unmöglich machen werden. Darüber hinaus können biozentrische oder holistische Argumente herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Handlungsempfehlungen im Lichte der Gaia-Hypothese===&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird die Frage erörtert, welche konkreten umweltethischen Handlungsempfehlungen aus der Gaia-Hypothese abgeleitet werden können. Lovelock nannte dazu neben dem Schutz der zentralen Regionen Gaias die weitere Erforschung des Erdsystems sowie das Wahren von Vorsicht, wann immer nicht genügend Wissen über die Folgen unseres Handelns zur Verfügung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Vorgehen gehört zuallererst, anzuerkennen, was wir wissen und was wir nicht wissen, dementsprechend unser Handeln gegenüber Gaia auszurichten, und bestenfalls den relativen Anteil dessen, was wir wissen, zu vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Umweltforschung==== &lt;br /&gt;
Möglicherweise war für Lovelock die weitere Erforschung des Erdsystems das wichtigste Ziel, schließlich widmete er ihr sein Leben. Dabei war es seine Vision, viele globale Perspektiven zusammenzubringen und interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Thematisch hielt er die Erforschung des Ozeans und der regulatorischen Mechanismen der Erde für besonders wichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 99 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Forschung des [[Intergovernmental Panel on Climate Change]] (“Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen“, IPCC) begibt sich gewissermaßen auf seine Spuren, indem er versucht, das Erdsystem in seiner Komplexität mit Hilfe von Computermodellen zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Umweltschutz====&lt;br /&gt;
[[Datei:Korallenriff.jpg|thumb|Hans Jonas (1983).]]Einige Gebiete, die Lovelock als zentrale Bestandteile Gaias ansieht, sind die Ozeane, insbesondere deren Kontintentalschelfe, des Weiteren Sümpfe, Feuchtgebiete und tropische Gebiete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 113f. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese spielen in seinen Augen eine besondere Rolle in der Regulation des Klimas und der atmosphärischen Zusammensetzung und sollten besonders geschützt werden. Einige dieser Gebiete sind laut IPCC bereits stark oder ggf. sogar irreversibel beschädigt, so beispielsweise die Küsten und Ozeane durch eine Versauerung der Meere, einen Meeresspiegelanstieg und das Absterben von Korallenriffen durch Hitze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso stehen einige küstennahe Feuchtgebiete und Regenwälder aktuell bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Grenzen ihrer Anpassungsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus fürchtet der IPCC in Zukunft um eine generelle Verschlechterung der Struktur, Funktionen, Resilienz und Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Resilienz meint dabei die „Widerstandsfähigkeit“ eines Ökosystems, also die Fähigkeit, seine grundlegende Stabilität und Organisationsweise trotz (äußerer) Störungen erhalten zu können, ohne in einen qualitativ anderen Systemzustand überzugehen. Dieser Befund kann aus einer Gaia’schen Betrachtungsweise heraus als besonders einschneidend und beunruhigend bewertet werden, da es sich um Anzeichen eines Verlusts der Regulationsmechanismen Gaias selbst handeln könnte. [[Timothy M. Lenton]] und [[Bruno Latour]] benannten darüber hinaus den Erhalt der [[Biodiversität]] als wichtiges Mittel zur Unterstützung der Selbstregulationsfähigkeit Gaias.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Leider sagt der IPCC ebenso einen Verlust der Biodiversität mit mittlerer bis hoher Wahrscheinlichkeit (je nach Ökosystemtyp) vorher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) benennt die aktuelle Biodiversitätskrise neben dem Klimawandel als zweite große Krise unserer Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=BUND Baden-Württemberg |Titel=Biodiversitätskrise: „Wir stehen vor dem Kollaps“ |Jahr=2021 |Website=BUND Baden-Württemberg |Online=https://www.bund-bawue.de/service/pressemitteilungen/detail/news/biodiversitaetskrise-wir-stehen-vor-dem-kollaps/ |Abruf=05.09.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengenommen ergibt sich, dass die Biodiversität sowie die Beschaffenheit bestimmter Ökosysteme (Ozeane, Tropen, Feuchtgebiete), die wichtige Voraussetzungen für das Funktionieren der Regulations- und Erhaltungsprozesse Gaias darstellen, bereits starken Schaden genommen haben und dies in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin tun werden. Es lässt sich ableiten, dass der Schutz von Biodiversität, der Erhalt der Resilienz von Ökosystemen, sowie der Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen wichtige Teile von Umweltschutz darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei hält Lovelock es durchaus für sinnvoll, intelligent angewandte Technologie zu nutzen, um diese Ziele zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 114 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorsicht==== &lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Jonas.jpg|thumb|Hans Jonas (1983).]]Trotz dieser teils sehr negativen Aussichten hält Lovelock Panik für eine wenig angemessene oder hilfreiche Reaktion. Trotzdem rät er zur Vorsicht bzw. Zurückhaltung, wann immer Wissen und Forschung fehlen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 109, 122 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. An dieser Stelle lässt sich eine Brücke zum deutschen Philosophen und Umweltethiker [[Hans Jonas]] schlagen. Dieser beschrieb eine Kluft zwischen der immer größer werdenden Macht des Menschen (in Form von Eingriffen in die Natur mittels moderner Technologien) und dessen weniger schnell expandierenden Wissens&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Prinzip Verantwortung – Zur Grundlegung einer Zukunftsethik |Herausgeber*in=Angelika Krebs |Sammelband=Naturethik |Ort=Frankfurt/Main |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1997 |Seite=165-181 |Seite = 167 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Unter diesen Umständen schloss Jonas zum einen, dass „Wissen zu einer vordringlichen Pflicht über alles hinaus“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Berlin |Verlag=Insel Verlag |Jahr=1979 | Seite = 28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden müsse, und zum anderen, dass die Größe unserer Macht eine „neue Art von Demut“ und einhergehende „verantwortliche Zurückhaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Berlin |Verlag=Insel Verlag |Jahr=1979 | Seite = 55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; verlange. Diese Schlussfolgerungen sind deckungsgleich mit den Forderungen Lovelocks nach intensiver Forschung und Vorsicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jonas schreibt: „Wenn denn also die neuartige Natur unseres Handelns eine neue Ethik weittragender Verantwortlichkeit verlangt, kommensurabel mit der Tragweite unserer Macht, dann verlangt sie im Namen eben jener Verantwortlichkeit auch eine neue Art von Demut – eine Demut nicht wie frühere wegen der Kleinheit, sondern wegen der exzessiven Größe unserer Macht, die ein Exzeß unserer Macht zu tun über unsere Macht vorherzusagen und über unsere Macht zu werten und zu urteilen ist. Angesichts des quasi-eschatologischen Potentials unserer technischen Prozesse wird Unwissen über die letzten Folgen selber ein Grund für verantwortliche Zurückhaltung – als das zweitbeste nach dem Besitz von Weisheit selbst.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Berlin |Verlag=Insel Verlag |Jahr=1979 | Seite = 55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gaia und der Mensch==&lt;br /&gt;
Eine zentrale Frage der Naturphilosophie ist es, was „die Natur“ eigentlich ist und in welchem Verhältnis wir Menschen zu ihr stehen. Schenkt man der Gaia-Hypothese Beachtung, so findet möglicherweise eine Verschiebung in der Beziehung zwischen Mensch und Natur statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Teil Gaias sein===&lt;br /&gt;
Die Gaia-Hypothese porträtiert die Natur als intelligent anmutende, hochkomplexe Entität, die immer wieder neue Wege findet, sich selbst zu erhalten. Sie kann nicht durch ihre Bestandteile definiert werden, da ihr Wesen gerade in einer ständigen Dynamik und Veränderung besteht. Diese Merkmale muten mächtig an. Der Mensch ist in diesem Gesamtgefüge hingegen nur ein kleiner Teil. Zwar wirken sich seine Handlungen im Anthropozän-Zeitalter stark auf die Natur aus, allerdings entkommt er trotzdem nie vollständig aus seinem Abhängigkeitsverhältnis zur ihr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lovelock räumt die Möglichkeit ein, dass Menschen sowie Tiere und Pflanzen wichtige Spezialfunktionen innerhalb Gaias erfüllen; die wirklich bedeutsamen Teile in den Regulationsmechanismen Gaias sind jedoch Mikroorganismen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 106 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ergo macht die Gaia-Hypothese deutlich, dass der Mensch keineswegs das wichtigste Lebewesen der Erde ist und stellt damit eine historische Hierarchie in Frage, in der der Mensch als „Krone der Schöpfung“ galt. Es ist noch eine weiterführende Deutung der Teil-Ganzes-Sichtweise denkbar, in der sich der strikte Dualismus zwischen Mensch und Natur auflösen lässt: Der Mensch ist Teil der Natur und nichts Abgetrenntes oder elementar Gegensätzliches davon. Möglicherweise kann auch die strikte dualistische Trennung zwischen Organischem und Anorganischem, die bereits von Aristoteles postuliert wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ingensiep, Hans W. |Titel=Leben am Rand der Seelenordnung – Grundzüge einer Ideengeschichte der Pflanzenseele |Herausgeber*in=Eve-Marie Engels, Mathias Gutmann &amp;amp; Michael Weingarten |Sammelband=Jahrbuch für Geschichte und Theorie der Biologie, Vol. 6 |Ort=Berlin |Verlag=VWB-Verlag |Jahr=1999 |Seite=7-42 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, durch die Gaia-Hypothese überwunden werden. Die Gaia-Hypothese zeichnet eine Welt, in der Organisches und Anorganisches eng verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen – erst durch den Einbezug organischer Faktoren kann die Regulation anorganischer Faktoren erklärt werden. Die strenge Trennung zwischen beiden Sphären wird in Frage gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil von etwas zu sein, kann darüber hinaus bedeuten, an der Erhaltung eines Ganzen be''teil''igt zu sein. So wie jede:r Musiker:in einer Band einen Teil zum Musikstück beiträgt und in diesem Sinne für das Gelingen des Stücks verantwortlich ist, ist auch der Mensch als Teil Gaias für ihr Gedeihen verantwortlich. Wenn der Mensch auch nicht an den zentralen Regulationsmechanismen Gaias beteiligt sein mag, so wirkt sich sein Verhalten dennoch unweigerlich auf sie aus. Wie bereits oben erörtert, nehmen die bewussten Eingriffe des Menschen in die Natur stetig zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Prinzip Verantwortung – Zur Grundlegung einer Zukunftsethik |Herausgeber*in=Angelika Krebs |Sammelband=Naturethik |Ort=Frankfurt/Main |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1997 |Seite=165-181 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während Gaias bisherige Funktionsweise völlig unbewusst war, katapultiert das absichtsvolle, bewusste Eingreifen des Menschen in die Natur Gaia laut Lenton und Latour in einen neuen Zustand: Gaia 2.0.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist denkbar, dass sich in diesem Zustand das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Mensch und Natur zwar nicht umkehrt, es jedoch erweitert wird in Form einer gegenseitigen Abhängigkeit. Gaias Gedeihen hängt von uns ab – wir sind in diesem Sinne dafür verantwortlich. Jonas verlangt aus gutem Grund eine Verantwortlichkeit, die „kommensurabel mit der Tragweite unserer Macht“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Berlin |Verlag=Insel Verlag |Jahr=1979 | Seite = 55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Von Gaia lernen===&lt;br /&gt;
Das Wissen um Gaia und ihre Funktionsweisen kann dem Menschen zudem wichtige Hinweise dazu liefern, wie wir unser Verhalten gegenüber der Natur nachhaltig gestalten können. In anderen Worten: Wir können von ihr lernen. In dem Moment, in dem wir realisieren, dass es sich bei Gaias Regulationsprozessen um hochgradig „intelligente“ Mechanismen handelt, die (im kybernetischen Sinne) zielgerichtet einen Sinn und Zweck erfüllen, lösen wir uns von einer traditionellen „pessimistischen Sichtweise, die die Natur als primitive Kraft sieht, die es zu unterwerfen und zu erobern gilt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen können wir ihre Komplexität und Anpassungsfähigkeit wertschätzen und davon lernen. Es entstünde vielleicht eher ein „Miteinander“ und weniger ein „Gegeneinander“. Wenn wir uns an Gaias Mechanismen orientieren, uns ein Beispiel an diesen nehmen, wäre es vielleicht möglich, Kreisläufe zu erschaffen, die in der Lage sind, das menschliche Leben auf der Erde zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies könnte zum Beispiel in Form einer Kreislaufwirtschaft passieren, in der Rohstoffkreisläufe durch vollständiges Recycling geschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; So etwas wie „Abfall“ oder „Müll“ gäbe es in einer Gaia’schen Sichtweise nicht – es kommt ausschließlich auf die Perspektive an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Amira |Nachname=Mehr |Vorname2= |Nachname2= |Tag=03 |Monat=06 |Jahr= 2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gaia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthropozän]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:James Lovelock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bruno Latour]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hans Jonas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Gaia-Hypothese&amp;diff=6867</id>
		<title>Gaia-Hypothese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Gaia-Hypothese&amp;diff=6867"/>
		<updated>2025-06-03T08:29:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Kategorien ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Grundzügen der '''Gaia-Hypothese''',  einem aus den Biowissenschaften stammenden Beschreibungskonzept der Erde als selbsterhaltende Entität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist die Gaia-Hypothese?==&lt;br /&gt;
Im Kern der Gaia-Hypothese steht die Annahme der Existenz einer komplexen, sich selbsterhaltenden Entität, welche im Zusammenspiel der Biosphäre, Atmosphäre, Ozeane und Böden besteht, und Gaia genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gaia wird häufig als ein lebendiger Superorganismus (d.h. viele voneinander abhängige Einzelorganismen, die eine selbstregulierende Einheit bilden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Spektrum Akademischer Verlag |Titel=Superganismus |Jahr=1999 |Website=Lexikon der Biologie |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/superorganismus/64788 |Abruf=17.10.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder als ein kybernetisches System konzeptualisiert, welches die Eigenschaft besitzt, sich bei verändernden Bedingungen optimal auf einen bestimmten Zielzustand zuzubewegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 10 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:James Lovelock.jpg|thumb|James Lovelock (2002).]]Als Begründer der Gaia-Hypothese gilt der Wissenschaftler, Autor, Erfinder und Umweltschützer [[James Lovelock]]. Er entwickelte gemeinsam mit der Biologin [[Lynn Margulis]] die Gaia-Hypothese in den 1970er Jahren in Anlehnung an die Beobachtung, dass das Klima der Erde seit dem Entstehen irdischen Lebens (vor ca. 3500 Mio. Jahren) relativ stabil gewesen ist, obwohl sich im gleichen Zeitraum abiologische Faktoren wie die Sonneneinstrahlung, die Oberflächenmerkmale der Erde sowie die Zusammensetzung der Atmosphäre höchstwahrscheinlich stark gewandelt haben. Dieses scheinbare Paradoxon ließ darauf schließen, dass neben abiologischen Faktoren auch biologische Faktoren (d. h. das Leben selbst) das Klima in der Art regulierten, dass weiterhin die Voraussetzungen für Leben auf der Erde gegeben waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 9 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lynn-Margulis.jpg|thumb|Lynn Margulis (1984).]]Der Name ''Gaia'' wird entlehnt aus der griechischen Mythologie, in der Gaia die personifizierte Erde beziehungsweise die Göttin der Erde beschreibt. Lovelock warnt jedoch davor, Gaia aufgrund des Namens fälschlicherweise als ein fühlendes, oder gar bewusstes Wesen zu konzeptualisieren&amp;lt;ref&amp;gt;.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = XVI }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name solle stattdessen ausdrücken, dass das beschriebene komplexe Zusammenspiel aus Bio- und Ökosphäre eine ''zusammengesetzte, emergente Identität'' („composite identity“) bildet, welche mehr als nur die Summe ihrer Teile darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = XVI }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem vergleicht Lovelock das Verhältnis zwischen Gaia und der Biosphäre mit dem Verhältnis zwischen einer Person und ihrem Körper – Gaia sei ein „Superorganismus“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = XVIIf. }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der nicht allein durch seine physischen Bestandteile gefasst werden könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie reguliert sich Gaia?==&lt;br /&gt;
Der Forschungsbereich der [[Kybernetik]] beschäftigt sich mit selbstregulierenden Kommunikations- und Kontrollsystemen in Lebewesen oder Maschinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 44 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben dem Menschen kann auch Gaia als ein solches adaptives System betrachtet werden, welches in der Lage ist, Informationen zu sammeln und zu speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 57 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gaias Regulationsprozesse werden oft formal als kybernetische Prozesse dargestellt. Dabei existiert ein Zielzustand (z.B. Erdtemperatur), auf welchen Gaia sich kontinuierlich mittels Feedbacks zubewegt bzw. den sie erhält. Dieses Erhalten eines Zielzustands wird gemeinhin als ''Homöostase'' bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 10 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In neueren Arbeiten wird teils von ''Homöorhese'' gesprochen, um herauszustellen, dass es sich bei diesem Zielzustand weniger um einen Fixpunkt, sondern vielmehr um ein sich langsam veränderndes Gleichgewicht handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Franck, Siegfried |Titel=Die Gaia-Hypothese im Lichte der Erdsystemforschung |Zeitschrift=GAIA - Ecological Perspektiven for Science and Society |Band=11 |Nummer=1 |Jahr=2002 |Seite=21-24 |Online=https://doi.org/10.14512/gaia.11.1.10 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dem Einwand Rechnung getragen, dass das Erdsystem sich durchaus ständig verändert, indem beispielsweise Arten verschwinden und neu entstehen. Global gesehen benötigen die Regulationsprozesse, die für das Aufrechterhalten der Homöorhese notwendig sind, sehr viel Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 119 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Atmosphäre===&lt;br /&gt;
Ein gängiges Beispiel, an dem Gaias Regulationsmechanismen sichtbar werden, ist die Zusammensetzung der Atmosphäre. Diese wandelte sich zwar im Laufe der Erdgeschichte, ermöglichte allerdings seit ca. 3500 Millionen Jahren Leben auf der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 9 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus befindet sich die Atmosphärenzusammensetzung nicht in einem chemischen Gleichgewicht, sondern die höchst ungewöhnliche Kombination hochreaktiver Gase kann nur dadurch erklärt werden, dass ständige Regulationsprozesse sie erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage besteht die Luft der Atmosphäre vor allem aus Stickstoff und Sauerstoff, sowie aus kleinen Anteilen anderer Gase. Erst die Anwesenheit von Sauerstoff in der Luft machte die Existenz von „höheren“ Lebensformen, inklusive des Menschen, möglich; gäbe es hingegen zu viel Sauerstoff in der Luft, würde es zu ständigen Bränden kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 65 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ergibt sich ein Korridor, in dem sich der Sauerstoffgehalt der Luft optimalerweise bewegen muss, um das Erdsystem und das Leben auf der Erde in seiner jetzigen Form zu erhalten. Ähnliche Korridore existieren für die anderen Gase in der Atmosphäre, welche unterschiedlichste Funktionen erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint möglicherweise offenkundig, dass Lebewesen einen Einfluss auf den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre haben: Tiere (und Pflanzen) atmen Sauerstoff ein, Pflanzen sind darüber hinaus in der Lage, mithilfe von Fotosynthese Sauerstoff zu produzieren. Damit kennen die meisten Menschen bereits einen wichtigen Regulationsprozess Gaias. Doch Gaia hält weitere Regulationsmechanismen bereit. So wurde beispielsweise gezeigt, dass die Gase Methan und Lachgas ebenfalls eine Rolle bei der Regulation von Sauerstoff spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 68, 71 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Produktion von Methan und Lachgas wiederum geschieht durch Bakterien und Mikroorganismen in Schlamm und Sedimenten im Meeresboden, in Sümpfen und Feuchtgebieten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 67 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Teile Gaias scheinen von besonderer Bedeutung für Gaias Regulationsfähigkeit sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ozeane===&lt;br /&gt;
[[Datei: Haeckel-Kieselalgen.png|thumb|Darstellung von Kieselalgen aus [[Ernst Haeckel]]s ''Kunstformen der Natur'' (1904).]]Ein weiteres Beispiel für Gaias Regulationsmechanismen ist die Konstanthaltung des Salzgehalts der Ozeane. Auch hier eröffnet sich das scheinbare Paradoxon, dass sich trotz schwankender abiologischer Faktoren (z.B. Meeresspiegelveränderungen, Schmelzen und Gefrieren von Eis) der Salzgehalt der Meere konstant in gerade jenem Bereich befunden hat, welcher das Überleben von Meereslebewesen ermöglichte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 79, 85 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist besonders überraschend, wenn berücksichtigt wird, dass Flüsse und Regen kontinuierlich kleine Mengen von Salz ins Meer spülen, was eigentlich eine Zunahme des Salzgehalts zur Folge haben müsste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 80 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Was passiert also mit dem überschüssigen und mitunter lebensbedrohlichen Salz?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Rolle bei der Regulation des Salzgehalts spielen Kieselalgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 88 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Algen besitzen ein Skelett aus Kieseln, welches sie aus dem Salz der Meere herstellen. Das Salz wird in den Skeletten gebunden und sinkt nach dem Tod der Alge auf den Meeresboden, wo sich infolgedessen Sedimente bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 88 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht nur das Binden des Salzes selbst, sondern auch die Anlagerung am Meeresboden spielen möglicherweise eine Rolle bei der Salzregulation. So begünstigt der Druck auf den Meeresboden vulkanische Aktivitäten und die Bildung von Lagunen, in denen zusätzlich große Mengen Salz angespült werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 92 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lovelock schlussfolgert, dass die Ozeane als Ganzes, und insbesondere die Kontinentalschelfe, d.h. jene flachen Bereiche in der Nähe der Küsten, von großer Bedeutung für die Regulationsfähigkeit Gaias sind.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
==Was bleibt von der Gaia-Hypothese?==&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert gab es erste Ideen dazu, dass es sich bei der Erde um eine Art lebendigen Superorganismus handeln könnte; diese wurden jedoch seit der Aufklärung als unwissenschaftlich oder romantisierend abgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Gaia-Hypothese wurde nach ihrer Entwicklung in den 1970er Jahren von esoterischen und religiösen Gruppen vereinnahmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritik an der Idee eines Gaia’schen Superorganismus ist nicht vollends unbegründet, da bis heute ungeklärt ist, welche Selektionskraft zur Entstehung eines solchen Superorganismus führen solle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Spektrum Akademischer Verlag |Titel=Superganismus |Jahr=1999 |Website=Lexikon der Biologie |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/superorganismus/64788 |Abruf=17.10.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturwissenschaftler*innen warfen Lovelock zudem vor, dass die von ihm beschriebene Selbstregulation absichtsvoll oder zielgerichtet sein müsse. Diese teleologische Annahme sei wiederum unwissenschaftlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lovelock und seine Unterstützer*innen wehrten sich gegen diesen Vorwurf und betonten stets, dass keinesfalls angenommen werden solle, dass die Selbstregulationsmechanismen bewusst oder zielgerichtet seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Grund für den Vorwurf könnte die von Lovelock genutzte Kybernetik-Analogie sein, die von „Zielzuständen“ spricht. Es bleibt dabei unklar, wie und durch wen dieser definiert wird. Eine sehr unkonkrete Antwort würde lauten: Das Ziel besteht darin, gewisse Parameter in jenem Korridor zu bewahren, der Leben auf der Erde ermöglicht, und alle organischen und nichtorganischen Teile der Erde sind daran beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik haben die modernen Naturwissenschaften heute große Teile der Gaia-Hypothese akzeptiert, grenzen sich jedoch oftmals vom Namen „Gaia“ ab und sprechen stattdessen von ''Umweltsystemwissenschaften'' oder ''Geophysiologie''&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = XIX }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Trotzdem könnte der Einfluss der Gaia-Hypothese auf das Weltbild und die Methodik der Klimaforschung kaum größer sein. Nachdem lange Zeit das oberste Ziel der Naturwissenschaften war, alles in möglichst kleine Einzelteile zu zerlegen, um diese zu verstehen, ist das Ziel heutiger Klimaforschung, das große Ganze, das Gesamtsystem Erde, zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weitreichendes Beispiel für derartige Forschung ist die Arbeit des Intergovernmental Panel on Climate Change (“Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen“, IPCC). Der IPCC wurde 1988 von den Vereinigten Nationen (UN) ins Leben gerufen, um den aktuellen Stand des Klimawandels sowie die Wirksamkeit möglicher Klimaschutzmaßnahmen zu beforschen. Zum Kern der Methodik des IPCC gehört es, hochgradig komplexe Computermodelle zu kreieren, welche das Erdsystem abbilden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anhand dieser Modelle wird berechnet, wie sich bestimmte Einflussfaktoren auf den Klimawandel auswirken und inwiefern Maßnahmen zum Klimaschutz den Klimawandel verringern können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das simultane Berücksichtigen einer Vielzahl an Faktoren und derer Interaktionen scheint genau im Einklang zu sein mit den Zielen der Gaia-Hypothese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Amira |Nachname=Mehr |Vorname2= |Nachname2= |Tag=03 |Monat=06 |Jahr= 2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gaia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:James Lovelock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lynn Margulis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Umweltethik_vor_dem_Hintergrund_der_Gaia-Hypothese&amp;diff=6866</id>
		<title>Umweltethik vor dem Hintergrund der Gaia-Hypothese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Umweltethik_vor_dem_Hintergrund_der_Gaia-Hypothese&amp;diff=6866"/>
		<updated>2025-06-03T08:23:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Implikationen die '''Gaia-Hypothese für die Umweltethik und das Mensch-Natur-Verhältnis''' haben könnte.  ==Gaia und U…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Implikationen die '''Gaia-Hypothese für die Umweltethik und das Mensch-Natur-Verhältnis''' haben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gaia und Umweltethik==&lt;br /&gt;
===Welchen Problemen steht Gaia gegenüber?===&lt;br /&gt;
Wir leben in einer häufig mit dem Begriff [[Anthropozäns]] beschriebenen Zeit, in der Menschen fundamentale Änderungen im Erdsystem vornehmen und sich dessen bewusst sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu zählen neben vielen anderen die anthropogene Veränderung zentraler chemischer Kreisläufe (z.B. Kohlenstoff-, Stickstoff-, Schwefelkreislauf), die anthropogene Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre (z.B. Anstieg der CO2-Konzentration durch die Nutzung fossiler Brennstoffe) und der daraus resultierende Temperaturanstieg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 75, 106, 113 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die plötzliche Veränderung dieser Parameter ist ein ernstzunehmendes Ausnahmeereignis, nachdem die Erde im Sinne der [[Gaia-Hypothese]] als selbsterhaltende Entität, über Jahrmillionen relativ stabil gewesen war. Zwar verfügt Gaia über zahlreiche Regulationsmechanismen, jedoch funktionieren diese nur extrem langsam im Vergleich zu den starken Eingriffen des Menschen und können die Entwicklung kurzfristig nicht aufhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 120 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies könnte zum Verhängnis des Menschen werden, da dieser seine eigene Lebensgrundlage zerstört. Dies allein scheint bereits eine ausreichende Begründung zu sein, den Klimawandel verhindern zu wollen. In der Umweltethik beschreibt dies die anthropozentrische Position, nach der die Umwelt in Ansehung des Menschen geschützt werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Birnbacher, Dieter |Titel=Natur und Umwelt schützen – vor dem Menschen oder für den Menschen? |Herausgeber*in=Johann S. Ach, Kurt Bayertz &amp;amp; Ludwig Siep |Sammelband=Grundkurs Ethik - Band II: Anwendungen |Ort=Paderborn |Verlag=mentis |Jahr=2011 |Seite=67-80 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ott, Konrad, Dierks, Jan &amp;amp; Voget-Kleschin, Lieske |Titel=Einleitung |Herausgeber*in=Konrad Ott, Jan Dierks &amp;amp; Lieske Voget-Kleschin |Sammelband=Handbuch Umweltethik |Ort=Stuttgart |Verlag=J. B. Metzler |Jahr=2016 |Seite=1-19 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu zählt neben ethischen Verpflichtungen gegenüber aktuell lebenden Menschen auch die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen von Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus besteht zusätzlich die Gefahr, dass der Mensch Gaias Regulationsmechanismen so sehr aus dem Gleichgewicht bringt, dass sie ihre Regulations- bzw. Anpassungsfähigkeit unwiederbringlich verliert. [[James Lovelock]] schätzte diese Wahrscheinlichkeit Ende der 1970er Jahre als sehr gering ein,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 101 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch ist auch dieses Szenario nicht unmöglich. Dies würde wiederum zur Folge haben, dass nicht nur der Mensch, sondern die Existenz des gesamten Lebens auf der Erde gefährdet wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit wird in der Umweltethik ausgehandelt, ob auch andere Entitäten (wie Tiere oder alle Lebewesen) direkt ethisch berücksichtigt werden sollen. Holistische bzw. ökozentrische Strömungen möchten sogar ganze Ökosysteme ethisch zu berücksichtigen, wozu auch Gaia zählen könnte. Dabei kann es zum ethischen Problem werden, dass es den übrigen Lebewesen auf der Erde nach dem Ableben der Menschheit möglicherweise besser gehen würde, wie Paul W. Taylor treffend beschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Taylor, Paul W. |Titel=Die Ethik der Achtung für die Natur |Herausgeber*in=Dieter Birnbacher |Sammelband=Ökophilosophie |Ort=Stuttgart |Verlag=Reclam |Jahr=1997 |Seite=77-116 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen würde sich die Frage stellen, ob im Sinne der Gemeinschaft des Lebenden (und Gaias) der Mensch vernachlässigt werden sollte. Aufgrund dieser argumentativen Schwierigkeiten präferieren die meisten eine anthropozentrische Umweltethik, der zufolge die Verantwortung des Menschen zum Umwelt- und Klimaschutz aus der Verantwortung gegenüber anderen Menschen erwächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Mensch seine Umwelt bzw. Gaia schützen sollte, da die Gaia’schen Regulationsmechanismen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage sein werden, die schwerwiegenden Eingriffe des Menschen rechtzeitig zu regulieren, bevor diese das Überleben der Menschheit unmöglich machen werden. Darüber hinaus können biozentrische oder holistische Argumente herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Handlungsempfehlungen im Lichte der Gaia-Hypothese===&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird die Frage erörtert, welche konkreten umweltethischen Handlungsempfehlungen aus der Gaia-Hypothese abgeleitet werden können. Lovelock nannte dazu neben dem Schutz der zentralen Regionen Gaias die weitere Erforschung des Erdsystems sowie das Wahren von Vorsicht, wann immer nicht genügend Wissen über die Folgen unseres Handelns zur Verfügung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Vorgehen gehört zuallererst, anzuerkennen, was wir wissen und was wir nicht wissen, dementsprechend unser Handeln gegenüber Gaia auszurichten, und bestenfalls den relativen Anteil dessen, was wir wissen, zu vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Umweltforschung==== &lt;br /&gt;
Möglicherweise war für Lovelock die weitere Erforschung des Erdsystems das wichtigste Ziel, schließlich widmete er ihr sein Leben. Dabei war es seine Vision, viele globale Perspektiven zusammenzubringen und interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Thematisch hielt er die Erforschung des Ozeans und der regulatorischen Mechanismen der Erde für besonders wichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 99 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Forschung des [[Intergovernmental Panel on Climate Change]] (“Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen“, IPCC) begibt sich gewissermaßen auf seine Spuren, indem er versucht, das Erdsystem in seiner Komplexität mit Hilfe von Computermodellen zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Umweltschutz====&lt;br /&gt;
[[Datei:Korallenriff.jpg|thumb|Hans Jonas (1983).]]Einige Gebiete, die Lovelock als zentrale Bestandteile Gaias ansieht, sind die Ozeane, insbesondere deren Kontintentalschelfe, des Weiteren Sümpfe, Feuchtgebiete und tropische Gebiete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 113f. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese spielen in seinen Augen eine besondere Rolle in der Regulation des Klimas und der atmosphärischen Zusammensetzung und sollten besonders geschützt werden. Einige dieser Gebiete sind laut IPCC bereits stark oder ggf. sogar irreversibel beschädigt, so beispielsweise die Küsten und Ozeane durch eine Versauerung der Meere, einen Meeresspiegelanstieg und das Absterben von Korallenriffen durch Hitze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso stehen einige küstennahe Feuchtgebiete und Regenwälder aktuell bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Grenzen ihrer Anpassungsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus fürchtet der IPCC in Zukunft um eine generelle Verschlechterung der Struktur, Funktionen, Resilienz und Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Resilienz meint dabei die „Widerstandsfähigkeit“ eines Ökosystems, also die Fähigkeit, seine grundlegende Stabilität und Organisationsweise trotz (äußerer) Störungen erhalten zu können, ohne in einen qualitativ anderen Systemzustand überzugehen. Dieser Befund kann aus einer Gaia’schen Betrachtungsweise heraus als besonders einschneidend und beunruhigend bewertet werden, da es sich um Anzeichen eines Verlusts der Regulationsmechanismen Gaias selbst handeln könnte. [[Timothy M. Lenton]] und [[Bruno Latour]] benannten darüber hinaus den Erhalt der [[Biodiversität]] als wichtiges Mittel zur Unterstützung der Selbstregulationsfähigkeit Gaias.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Leider sagt der IPCC ebenso einen Verlust der Biodiversität mit mittlerer bis hoher Wahrscheinlichkeit (je nach Ökosystemtyp) vorher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) benennt die aktuelle Biodiversitätskrise neben dem Klimawandel als zweite große Krise unserer Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=BUND Baden-Württemberg |Titel=Biodiversitätskrise: „Wir stehen vor dem Kollaps“ |Jahr=2021 |Website=BUND Baden-Württemberg |Online=https://www.bund-bawue.de/service/pressemitteilungen/detail/news/biodiversitaetskrise-wir-stehen-vor-dem-kollaps/ |Abruf=05.09.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammengenommen ergibt sich, dass die Biodiversität sowie die Beschaffenheit bestimmter Ökosysteme (Ozeane, Tropen, Feuchtgebiete), die wichtige Voraussetzungen für das Funktionieren der Regulations- und Erhaltungsprozesse Gaias darstellen, bereits starken Schaden genommen haben und dies in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin tun werden. Es lässt sich ableiten, dass der Schutz von Biodiversität, der Erhalt der Resilienz von Ökosystemen, sowie der Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen wichtige Teile von Umweltschutz darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei hält Lovelock es durchaus für sinnvoll, intelligent angewandte Technologie zu nutzen, um diese Ziele zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 114 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vorsicht==== &lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Jonas.jpg|thumb|Hans Jonas (1983).]]Trotz dieser teils sehr negativen Aussichten hält Lovelock Panik für eine wenig angemessene oder hilfreiche Reaktion. Trotzdem rät er zur Vorsicht bzw. Zurückhaltung, wann immer Wissen und Forschung fehlen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 109, 122 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. An dieser Stelle lässt sich eine Brücke zum deutschen Philosophen und Umweltethiker [[Hans Jonas]] schlagen. Dieser beschrieb eine Kluft zwischen der immer größer werdenden Macht des Menschen (in Form von Eingriffen in die Natur mittels moderner Technologien) und dessen weniger schnell expandierenden Wissens&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Prinzip Verantwortung – Zur Grundlegung einer Zukunftsethik |Herausgeber*in=Angelika Krebs |Sammelband=Naturethik |Ort=Frankfurt/Main |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1997 |Seite=165-181 |Seite = 167 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Unter diesen Umständen schloss Jonas zum einen, dass „Wissen zu einer vordringlichen Pflicht über alles hinaus“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Berlin |Verlag=Insel Verlag |Jahr=1979 | Seite = 28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden müsse, und zum anderen, dass die Größe unserer Macht eine „neue Art von Demut“ und einhergehende „verantwortliche Zurückhaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Berlin |Verlag=Insel Verlag |Jahr=1979 | Seite = 55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; verlange. Diese Schlussfolgerungen sind deckungsgleich mit den Forderungen Lovelocks nach intensiver Forschung und Vorsicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jonas schreibt: „Wenn denn also die neuartige Natur unseres Handelns eine neue Ethik weittragender Verantwortlichkeit verlangt, kommensurabel mit der Tragweite unserer Macht, dann verlangt sie im Namen eben jener Verantwortlichkeit auch eine neue Art von Demut – eine Demut nicht wie frühere wegen der Kleinheit, sondern wegen der exzessiven Größe unserer Macht, die ein Exzeß unserer Macht zu tun über unsere Macht vorherzusagen und über unsere Macht zu werten und zu urteilen ist. Angesichts des quasi-eschatologischen Potentials unserer technischen Prozesse wird Unwissen über die letzten Folgen selber ein Grund für verantwortliche Zurückhaltung – als das zweitbeste nach dem Besitz von Weisheit selbst.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Berlin |Verlag=Insel Verlag |Jahr=1979 | Seite = 55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gaia und der Mensch==&lt;br /&gt;
Eine zentrale Frage der Naturphilosophie ist es, was „die Natur“ eigentlich ist und in welchem Verhältnis wir Menschen zu ihr stehen. Schenkt man der Gaia-Hypothese Beachtung, so findet möglicherweise eine Verschiebung in der Beziehung zwischen Mensch und Natur statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Teil Gaias sein===&lt;br /&gt;
Die Gaia-Hypothese porträtiert die Natur als intelligent anmutende, hochkomplexe Entität, die immer wieder neue Wege findet, sich selbst zu erhalten. Sie kann nicht durch ihre Bestandteile definiert werden, da ihr Wesen gerade in einer ständigen Dynamik und Veränderung besteht. Diese Merkmale muten mächtig an. Der Mensch ist in diesem Gesamtgefüge hingegen nur ein kleiner Teil. Zwar wirken sich seine Handlungen im Anthropozän-Zeitalter stark auf die Natur aus, allerdings entkommt er trotzdem nie vollständig aus seinem Abhängigkeitsverhältnis zur ihr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lovelock räumt die Möglichkeit ein, dass Menschen sowie Tiere und Pflanzen wichtige Spezialfunktionen innerhalb Gaias erfüllen; die wirklich bedeutsamen Teile in den Regulationsmechanismen Gaias sind jedoch Mikroorganismen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 106 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ergo macht die Gaia-Hypothese deutlich, dass der Mensch keineswegs das wichtigste Lebewesen der Erde ist und stellt damit eine historische Hierarchie in Frage, in der der Mensch als „Krone der Schöpfung“ galt. Es ist noch eine weiterführende Deutung der Teil-Ganzes-Sichtweise denkbar, in der sich der strikte Dualismus zwischen Mensch und Natur auflösen lässt: Der Mensch ist Teil der Natur und nichts Abgetrenntes oder elementar Gegensätzliches davon. Möglicherweise kann auch die strikte dualistische Trennung zwischen Organischem und Anorganischem, die bereits von Aristoteles postuliert wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ingensiep, Hans W. |Titel=Leben am Rand der Seelenordnung – Grundzüge einer Ideengeschichte der Pflanzenseele |Herausgeber*in=Eve-Marie Engels, Mathias Gutmann &amp;amp; Michael Weingarten |Sammelband=Jahrbuch für Geschichte und Theorie der Biologie, Vol. 6 |Ort=Berlin |Verlag=VWB-Verlag |Jahr=1999 |Seite=7-42 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, durch die Gaia-Hypothese überwunden werden. Die Gaia-Hypothese zeichnet eine Welt, in der Organisches und Anorganisches eng verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen – erst durch den Einbezug organischer Faktoren kann die Regulation anorganischer Faktoren erklärt werden. Die strenge Trennung zwischen beiden Sphären wird in Frage gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil von etwas zu sein, kann darüber hinaus bedeuten, an der Erhaltung eines Ganzen be''teil''igt zu sein. So wie jede:r Musiker:in einer Band einen Teil zum Musikstück beiträgt und in diesem Sinne für das Gelingen des Stücks verantwortlich ist, ist auch der Mensch als Teil Gaias für ihr Gedeihen verantwortlich. Wenn der Mensch auch nicht an den zentralen Regulationsmechanismen Gaias beteiligt sein mag, so wirkt sich sein Verhalten dennoch unweigerlich auf sie aus. Wie bereits oben erörtert, nehmen die bewussten Eingriffe des Menschen in die Natur stetig zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Prinzip Verantwortung – Zur Grundlegung einer Zukunftsethik |Herausgeber*in=Angelika Krebs |Sammelband=Naturethik |Ort=Frankfurt/Main |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1997 |Seite=165-181 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während Gaias bisherige Funktionsweise völlig unbewusst war, katapultiert das absichtsvolle, bewusste Eingreifen des Menschen in die Natur Gaia laut Lenton und Latour in einen neuen Zustand: Gaia 2.0.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist denkbar, dass sich in diesem Zustand das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Mensch und Natur zwar nicht umkehrt, es jedoch erweitert wird in Form einer gegenseitigen Abhängigkeit. Gaias Gedeihen hängt von uns ab – wir sind in diesem Sinne dafür verantwortlich. Jonas verlangt aus gutem Grund eine Verantwortlichkeit, die „kommensurabel mit der Tragweite unserer Macht“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel=Das Prinzip Verantwortung – Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Berlin |Verlag=Insel Verlag |Jahr=1979 | Seite = 55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Von Gaia lernen===&lt;br /&gt;
Das Wissen um Gaia und ihre Funktionsweisen kann dem Menschen zudem wichtige Hinweise dazu liefern, wie wir unser Verhalten gegenüber der Natur nachhaltig gestalten können. In anderen Worten: Wir können von ihr lernen. In dem Moment, in dem wir realisieren, dass es sich bei Gaias Regulationsprozessen um hochgradig „intelligente“ Mechanismen handelt, die (im kybernetischen Sinne) zielgerichtet einen Sinn und Zweck erfüllen, lösen wir uns von einer traditionellen „pessimistischen Sichtweise, die die Natur als primitive Kraft sieht, die es zu unterwerfen und zu erobern gilt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen können wir ihre Komplexität und Anpassungsfähigkeit wertschätzen und davon lernen. Es entstünde vielleicht eher ein „Miteinander“ und weniger ein „Gegeneinander“. Wenn wir uns an Gaias Mechanismen orientieren, uns ein Beispiel an diesen nehmen, wäre es vielleicht möglich, Kreisläufe zu erschaffen, die in der Lage sind, das menschliche Leben auf der Erde zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies könnte zum Beispiel in Form einer Kreislaufwirtschaft passieren, in der Rohstoffkreisläufe durch vollständiges Recycling geschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lenton, Timothy M. &amp;amp; Latour, Bruno |Titel=Gaia 2.0 |Zeitschrift=Science |Band=361 |Nummer=6407 |Jahr=2018 |Seite=1066-1068 |Online=https://doi.org/10.1126/science.aau0427 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; So etwas wie „Abfall“ oder „Müll“ gäbe es in einer Gaia’schen Sichtweise nicht – es kommt ausschließlich auf die Perspektive an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Amira |Nachname=Mehr |Vorname2= |Nachname2= |Tag=03 |Monat=06 |Jahr= 2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Gaia-Hypothese&amp;diff=6865</id>
		<title>Gaia-Hypothese</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Gaia-Hypothese&amp;diff=6865"/>
		<updated>2025-06-03T08:09:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Grundzügen der '''Gaia-Hypothese''',  einem aus den Biowissenschaften stammenden Beschreibungskonzept der Erde als se…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Grundzügen der '''Gaia-Hypothese''',  einem aus den Biowissenschaften stammenden Beschreibungskonzept der Erde als selbsterhaltende Entität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist die Gaia-Hypothese?==&lt;br /&gt;
Im Kern der Gaia-Hypothese steht die Annahme der Existenz einer komplexen, sich selbsterhaltenden Entität, welche im Zusammenspiel der Biosphäre, Atmosphäre, Ozeane und Böden besteht, und Gaia genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gaia wird häufig als ein lebendiger Superorganismus (d.h. viele voneinander abhängige Einzelorganismen, die eine selbstregulierende Einheit bilden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Spektrum Akademischer Verlag |Titel=Superganismus |Jahr=1999 |Website=Lexikon der Biologie |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/superorganismus/64788 |Abruf=17.10.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder als ein kybernetisches System konzeptualisiert, welches die Eigenschaft besitzt, sich bei verändernden Bedingungen optimal auf einen bestimmten Zielzustand zuzubewegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 10 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:James Lovelock.jpg|thumb|James Lovelock (2002).]]Als Begründer der Gaia-Hypothese gilt der Wissenschaftler, Autor, Erfinder und Umweltschützer [[James Lovelock]]. Er entwickelte gemeinsam mit der Biologin [[Lynn Margulis]] die Gaia-Hypothese in den 1970er Jahren in Anlehnung an die Beobachtung, dass das Klima der Erde seit dem Entstehen irdischen Lebens (vor ca. 3500 Mio. Jahren) relativ stabil gewesen ist, obwohl sich im gleichen Zeitraum abiologische Faktoren wie die Sonneneinstrahlung, die Oberflächenmerkmale der Erde sowie die Zusammensetzung der Atmosphäre höchstwahrscheinlich stark gewandelt haben. Dieses scheinbare Paradoxon ließ darauf schließen, dass neben abiologischen Faktoren auch biologische Faktoren (d. h. das Leben selbst) das Klima in der Art regulierten, dass weiterhin die Voraussetzungen für Leben auf der Erde gegeben waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 9 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lynn-Margulis.jpg|thumb|Lynn Margulis (1984).]]Der Name ''Gaia'' wird entlehnt aus der griechischen Mythologie, in der Gaia die personifizierte Erde beziehungsweise die Göttin der Erde beschreibt. Lovelock warnt jedoch davor, Gaia aufgrund des Namens fälschlicherweise als ein fühlendes, oder gar bewusstes Wesen zu konzeptualisieren&amp;lt;ref&amp;gt;.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = XVI }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name solle stattdessen ausdrücken, dass das beschriebene komplexe Zusammenspiel aus Bio- und Ökosphäre eine ''zusammengesetzte, emergente Identität'' („composite identity“) bildet, welche mehr als nur die Summe ihrer Teile darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = XVI }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem vergleicht Lovelock das Verhältnis zwischen Gaia und der Biosphäre mit dem Verhältnis zwischen einer Person und ihrem Körper – Gaia sei ein „Superorganismus“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = XVIIf. }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der nicht allein durch seine physischen Bestandteile gefasst werden könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie reguliert sich Gaia?==&lt;br /&gt;
Der Forschungsbereich der [[Kybernetik]] beschäftigt sich mit selbstregulierenden Kommunikations- und Kontrollsystemen in Lebewesen oder Maschinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 44 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben dem Menschen kann auch Gaia als ein solches adaptives System betrachtet werden, welches in der Lage ist, Informationen zu sammeln und zu speichern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 57 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gaias Regulationsprozesse werden oft formal als kybernetische Prozesse dargestellt. Dabei existiert ein Zielzustand (z.B. Erdtemperatur), auf welchen Gaia sich kontinuierlich mittels Feedbacks zubewegt bzw. den sie erhält. Dieses Erhalten eines Zielzustands wird gemeinhin als ''Homöostase'' bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 10 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In neueren Arbeiten wird teils von ''Homöorhese'' gesprochen, um herauszustellen, dass es sich bei diesem Zielzustand weniger um einen Fixpunkt, sondern vielmehr um ein sich langsam veränderndes Gleichgewicht handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Franck, Siegfried |Titel=Die Gaia-Hypothese im Lichte der Erdsystemforschung |Zeitschrift=GAIA - Ecological Perspektiven for Science and Society |Band=11 |Nummer=1 |Jahr=2002 |Seite=21-24 |Online=https://doi.org/10.14512/gaia.11.1.10 |Abruf=19.11.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dem Einwand Rechnung getragen, dass das Erdsystem sich durchaus ständig verändert, indem beispielsweise Arten verschwinden und neu entstehen. Global gesehen benötigen die Regulationsprozesse, die für das Aufrechterhalten der Homöorhese notwendig sind, sehr viel Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 119 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Atmosphäre===&lt;br /&gt;
Ein gängiges Beispiel, an dem Gaias Regulationsmechanismen sichtbar werden, ist die Zusammensetzung der Atmosphäre. Diese wandelte sich zwar im Laufe der Erdgeschichte, ermöglichte allerdings seit ca. 3500 Millionen Jahren Leben auf der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 9 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus befindet sich die Atmosphärenzusammensetzung nicht in einem chemischen Gleichgewicht, sondern die höchst ungewöhnliche Kombination hochreaktiver Gase kann nur dadurch erklärt werden, dass ständige Regulationsprozesse sie erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage besteht die Luft der Atmosphäre vor allem aus Stickstoff und Sauerstoff, sowie aus kleinen Anteilen anderer Gase. Erst die Anwesenheit von Sauerstoff in der Luft machte die Existenz von „höheren“ Lebensformen, inklusive des Menschen, möglich; gäbe es hingegen zu viel Sauerstoff in der Luft, würde es zu ständigen Bränden kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 65 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ergibt sich ein Korridor, in dem sich der Sauerstoffgehalt der Luft optimalerweise bewegen muss, um das Erdsystem und das Leben auf der Erde in seiner jetzigen Form zu erhalten. Ähnliche Korridore existieren für die anderen Gase in der Atmosphäre, welche unterschiedlichste Funktionen erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint möglicherweise offenkundig, dass Lebewesen einen Einfluss auf den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre haben: Tiere (und Pflanzen) atmen Sauerstoff ein, Pflanzen sind darüber hinaus in der Lage, mithilfe von Fotosynthese Sauerstoff zu produzieren. Damit kennen die meisten Menschen bereits einen wichtigen Regulationsprozess Gaias. Doch Gaia hält weitere Regulationsmechanismen bereit. So wurde beispielsweise gezeigt, dass die Gase Methan und Lachgas ebenfalls eine Rolle bei der Regulation von Sauerstoff spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 68, 71 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Produktion von Methan und Lachgas wiederum geschieht durch Bakterien und Mikroorganismen in Schlamm und Sedimenten im Meeresboden, in Sümpfen und Feuchtgebieten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 67 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Teile Gaias scheinen von besonderer Bedeutung für Gaias Regulationsfähigkeit sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ozeane===&lt;br /&gt;
[[Datei: Haeckel-Kieselalgen.png|thumb|Darstellung von Kieselalgen aus [[Ernst Haeckel]]s ''Kunstformen der Natur'' (1904).]]Ein weiteres Beispiel für Gaias Regulationsmechanismen ist die Konstanthaltung des Salzgehalts der Ozeane. Auch hier eröffnet sich das scheinbare Paradoxon, dass sich trotz schwankender abiologischer Faktoren (z.B. Meeresspiegelveränderungen, Schmelzen und Gefrieren von Eis) der Salzgehalt der Meere konstant in gerade jenem Bereich befunden hat, welcher das Überleben von Meereslebewesen ermöglichte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 79, 85 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist besonders überraschend, wenn berücksichtigt wird, dass Flüsse und Regen kontinuierlich kleine Mengen von Salz ins Meer spülen, was eigentlich eine Zunahme des Salzgehalts zur Folge haben müsste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 80 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Was passiert also mit dem überschüssigen und mitunter lebensbedrohlichen Salz?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Rolle bei der Regulation des Salzgehalts spielen Kieselalgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 88 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Algen besitzen ein Skelett aus Kieseln, welches sie aus dem Salz der Meere herstellen. Das Salz wird in den Skeletten gebunden und sinkt nach dem Tod der Alge auf den Meeresboden, wo sich infolgedessen Sedimente bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 88 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht nur das Binden des Salzes selbst, sondern auch die Anlagerung am Meeresboden spielen möglicherweise eine Rolle bei der Salzregulation. So begünstigt der Druck auf den Meeresboden vulkanische Aktivitäten und die Bildung von Lagunen, in denen zusätzlich große Mengen Salz angespült werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = 92 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lovelock schlussfolgert, dass die Ozeane als Ganzes, und insbesondere die Kontinentalschelfe, d.h. jene flachen Bereiche in der Nähe der Küsten, von großer Bedeutung für die Regulationsfähigkeit Gaias sind.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
==Was bleibt von der Gaia-Hypothese?==&lt;br /&gt;
Bereits im 18. Jahrhundert gab es erste Ideen dazu, dass es sich bei der Erde um eine Art lebendigen Superorganismus handeln könnte; diese wurden jedoch seit der Aufklärung als unwissenschaftlich oder romantisierend abgetan.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Gaia-Hypothese wurde nach ihrer Entwicklung in den 1970er Jahren von esoterischen und religiösen Gruppen vereinnahmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritik an der Idee eines Gaia’schen Superorganismus ist nicht vollends unbegründet, da bis heute ungeklärt ist, welche Selektionskraft zur Entstehung eines solchen Superorganismus führen solle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Spektrum Akademischer Verlag |Titel=Superganismus |Jahr=1999 |Website=Lexikon der Biologie |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/superorganismus/64788 |Abruf=17.10.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturwissenschaftler*innen warfen Lovelock zudem vor, dass die von ihm beschriebene Selbstregulation absichtsvoll oder zielgerichtet sein müsse. Diese teleologische Annahme sei wiederum unwissenschaftlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lovelock und seine Unterstützer*innen wehrten sich gegen diesen Vorwurf und betonten stets, dass keinesfalls angenommen werden solle, dass die Selbstregulationsmechanismen bewusst oder zielgerichtet seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Grund für den Vorwurf könnte die von Lovelock genutzte Kybernetik-Analogie sein, die von „Zielzuständen“ spricht. Es bleibt dabei unklar, wie und durch wen dieser definiert wird. Eine sehr unkonkrete Antwort würde lauten: Das Ziel besteht darin, gewisse Parameter in jenem Korridor zu bewahren, der Leben auf der Erde ermöglicht, und alle organischen und nichtorganischen Teile der Erde sind daran beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik haben die modernen Naturwissenschaften heute große Teile der Gaia-Hypothese akzeptiert, grenzen sich jedoch oftmals vom Namen „Gaia“ ab und sprechen stattdessen von ''Umweltsystemwissenschaften'' oder ''Geophysiologie''&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lovelock, James |Titel=Gaia - A New Look at Life on Earth |Ort=Oxford |Verlag=Oxford University Press |Jahr=2016 |Seite = XIX }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Trotzdem könnte der Einfluss der Gaia-Hypothese auf das Weltbild und die Methodik der Klimaforschung kaum größer sein. Nachdem lange Zeit das oberste Ziel der Naturwissenschaften war, alles in möglichst kleine Einzelteile zu zerlegen, um diese zu verstehen, ist das Ziel heutiger Klimaforschung, das große Ganze, das Gesamtsystem Erde, zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Podbregar, Nadja |Titel=Organismus Erde? Von der Gaia-Hypothese zum System Erde |Herausgeber*in=Nadja Podbregar &amp;amp; Dieter Lohmann |Sammelband=Im Fokus: Geowissen |Ort=Berlin, Heidelberg |Verlag=Springer Spektrum |Jahr=2013 |Seite=153-160 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weitreichendes Beispiel für derartige Forschung ist die Arbeit des Intergovernmental Panel on Climate Change (“Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen“, IPCC). Der IPCC wurde 1988 von den Vereinigten Nationen (UN) ins Leben gerufen, um den aktuellen Stand des Klimawandels sowie die Wirksamkeit möglicher Klimaschutzmaßnahmen zu beforschen. Zum Kern der Methodik des IPCC gehört es, hochgradig komplexe Computermodelle zu kreieren, welche das Erdsystem abbilden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anhand dieser Modelle wird berechnet, wie sich bestimmte Einflussfaktoren auf den Klimawandel auswirken und inwiefern Maßnahmen zum Klimaschutz den Klimawandel verringern können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=IPCC |Titel=Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate. Summary for Policymakers |Ort=Cambridge |Verlag=Cambridge University Press |Jahr=2022 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das simultane Berücksichtigen einer Vielzahl an Faktoren und derer Interaktionen scheint genau im Einklang zu sein mit den Zielen der Gaia-Hypothese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Amira |Nachname=Mehr |Vorname2= |Nachname2= |Tag=03 |Monat=06 |Jahr= 2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Haeckel-Kieselalgen.png&amp;diff=6864</id>
		<title>Datei:Haeckel-Kieselalgen.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Haeckel-Kieselalgen.png&amp;diff=6864"/>
		<updated>2025-06-03T08:07:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Lizenz: gemeinfrei
Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Haeckel_Diatomea_4.jpg
Urheber*in: Ernst Haeckel ''Kunstformen der Natur'' (1904)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz: gemeinfrei&lt;br /&gt;
Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Haeckel_Diatomea_4.jpg&lt;br /&gt;
Urheber*in: Ernst Haeckel ''Kunstformen der Natur'' (1904)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Lynn-Margulis.jpg&amp;diff=6863</id>
		<title>Datei:Lynn-Margulis.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Lynn-Margulis.jpg&amp;diff=6863"/>
		<updated>2025-06-03T07:59:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0
Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lynn_Margulis,_1984_(cropped).jpg
Urheber*in: Elsa Dorfman&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0&lt;br /&gt;
Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lynn_Margulis,_1984_(cropped).jpg&lt;br /&gt;
Urheber*in: Elsa Dorfman&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Apokalypse_und_Apathie_%E2%80%93_Handlungs(un)f%C3%A4higkeiten_in_der_Klimakrise&amp;diff=6821</id>
		<title>Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Apokalypse_und_Apathie_%E2%80%93_Handlungs(un)f%C3%A4higkeiten_in_der_Klimakrise&amp;diff=6821"/>
		<updated>2025-05-18T11:22:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise''' ist der erste Band der von den [[IAG Climate Thinking]] Mitgliedern [[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]], [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Julia Drube|Julia Drube]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]], [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]], [[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]], [[Benutzer:Jan Sinning|Jan Sinning]] und [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]] herausgegebenen Reihe [[Climates – Cultures – Contexts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Publikation==&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC1.png|right|200px|Cover von Apokalypse und Apathie.]]&lt;br /&gt;
Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise|Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise ist als erster Band der Reihe im Februar ([https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8/apokalypse-und-apathie/ Open Access pdf]) und März (Printfassung) erschienen und umfasst 474 Seiten. Herausgegeben wird der Band von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]] und [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.)|Titel=Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Umschlag findet sich die Fotografie ''Allium ostrowskianum, Knoblauchpflanze'' (1928) von [[Karl Blossfeldt]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wie viel Apokalypse brauchen wir zur Rettung der Welt? Die Klimakrise als vielfältig verwobener Problemkomplex zwischen Weltuntergang und Überforderung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Klimakrise prägt den öffentlichen Diskurs seit Jahrzehnten. Expert*innen und Extremwetterlagen weisen auf die potenziell apokalyptischen Konsequenzen hin, doch ein gesamtgesellschaftliches Handeln im notwendigen Maße findet nicht statt. Letztlich übersteigt die Krise unseren zeitlichen und räumlichen Erfahrungshorizont und eine rein faktenbasierte Vermittlung scheint nicht auszureichen, um Überforderung und Resignation angemessen zu begegnen. Daher loten die Beiträger*innen aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften neue Darstellungs- sowie Vermittlungsformen aus, um die Klimakrise als vielfältig verwobenen Problemkomplex zu erfassen – und machen sichtbar, wie darin mögliche Weltuntergänge, Akteur*innen und ihre Möglichkeiten verhandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beiträge==&lt;br /&gt;
Der Band umfasst insgesamt 20 Beiträge, sowie ein Vorwort von der Literaturwissenschaftlerin Sylvia Mayer und ein von den Beitragenden gemeinsam erstelltes Glossar.&lt;br /&gt;
===Einzelbeiträge===&lt;br /&gt;
*Martin Böhnert, Maria Hornisch und Annika Rink: ''Über Leben, Überleben und Zusammenleben im Anthropozän – Zur Pluralität von Apokalypsen und der Frage nach Handlungsfähigkeit im Kontext der Klimakrise''&lt;br /&gt;
*Felix Böhm: ''„Fact is that we know and do nothing“ – Gattungstransformatorische Perspektiven auf die Ver- und Entwissenschaftlichung von Wissenschaftskommunikation angesichts der Klimakatastrophe''&lt;br /&gt;
*Sarah Engelhard und Hanna Poloschek: ''„Da geht es um alles oder nichts“ – Inszenierung von ’Wissenschaft‘ als Autorität in der Klimawandeldebatte auf YouTube''&lt;br /&gt;
*Patrick Kahle: ''Brennen und brennen lassen – Über Feuer in anthropogenen Wäldern''&lt;br /&gt;
*Dani Dias: ''Climate Crisis and the Political – How to Postpone the End of the World?''&lt;br /&gt;
*Edit Blaumann and Janka Csernák: ''Participatory Speculative Design – From Navigating Climate Crisis Dystopia to Fostering Mindset Shifts''&lt;br /&gt;
*Florian Wobser: ''Klimakrise, Bildung, Öffentlichkeit – Aspekte performativen Philosophierens über/gegen Apathie im Film Don’t Look Up (2021) und im Soundcheck-Philosophie-Salon (2023)''&lt;br /&gt;
*Alexandra Colligs: ''Von der Apathie der Vernunft zur Klimakatastrophe''&lt;br /&gt;
*Lucas Pohl: ''Die Hölle ist hier – Zur Gegenwart und Geographie der Klimakatastrophe''&lt;br /&gt;
*Michael Mecklenburg: ''Weltuntergangshoffnung! Zur Idee der herbeigesehnten Apokalypse im deutschsprachigen Mittelalter''&lt;br /&gt;
*Sebastian Suttner: ''„In welcher Katastrophe leben wir eigentlich?“ – Soziologische Krisennarrative und apokalyptische Wahrnehmungen der Moderne''&lt;br /&gt;
*Mirko Beckers: ''Zwischen Apokalypseblindheit und Warnbildern – Über die Frage der Ausbildung massenmedialer Katastrophensensibilität mit Günther Anders und über ihn hinaus''&lt;br /&gt;
*Eva-Maria Aigner: ''Das Überleben, das immer auf das Ende wartet – Mit Derrida und Blanchot die Apokalypse überleben''&lt;br /&gt;
*Miriam Tag: ''Gaia-Glottie – Neue Erzählweisen im mythopoetischen Myzel des Planeten''&lt;br /&gt;
*Silvie Lang und Vanessa-Nadine Sternath: ''Argumentationsstrategien in Katastrophenmythen – Verantwortung und Verantwortungsbewusstsein im Gilgamesch-Epos und in Georg Wickrams Metamorphosen-Bearbeitung''&lt;br /&gt;
*Lisa Hinterleitner: ''„Let’s wait for all this to blow over!“ – Was uns Zombiefilme über unseren Umgang mit der Klimakatastrophe sagen''&lt;br /&gt;
*Mareike Zobel: ''Stories of Futures, Stories of Selves – Apocalyptic Expectations and Narrative Agency''&lt;br /&gt;
*Karolin Schmitt-Weidmann: ''Klima in der Musik – Musik für das Klima. Ein Thema in acht Variationen''&lt;br /&gt;
*Jessica Bauer und Jan Sinning: ''Hopepunk – Ein Subgenre der deutschsprachigen Science-Fiction-Literatur?''&lt;br /&gt;
*Maria Hornisch: ''„The birds are not birds the trees are not trees and I am not me.“ Die schauerliterarische Mediation der Klimakrise in Jeff VanderMeers The Southern Reach (2014)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Nachname=Martin Böhnert |Tag=16 |Monat=05 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IAG Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climates – Cultures – Contexts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board&amp;diff=6800</id>
		<title>climate-thinking.de:Editorial Board</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board&amp;diff=6800"/>
		<updated>2025-04-29T07:25:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Editorial Board=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitung &amp;amp; Herausgabe ==&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Institut für Philosophie, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Paul.Reszke|Paul Reszke]]  (Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bereichsherausgabe &amp;amp; Redaktion==&lt;br /&gt;
;[[Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Paul.Reszke|Paul Reszke]] (Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Vom Klimawandel erzählen]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]] (Institut für Anglistik/Amerikanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath| Vanessa-Nadine Sternath]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Institut für Philosophie, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]] (Institut für Romanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ehemalige Herausgebende===&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Anna Meywirth|Anna Meywirth]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ehemalige Redaktionsassistenz===&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Eva Hesse|Eva Hesse]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Jana Kessler|Jana Keßler]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Jennifer Langer|Jennifer Langer]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Brettspiele_als_diskursives_Medium_der_klimabezogenen_Wissensvermittlung&amp;diff=6788</id>
		<title>Brettspiele als diskursives Medium der klimabezogenen Wissensvermittlung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Brettspiele_als_diskursives_Medium_der_klimabezogenen_Wissensvermittlung&amp;diff=6788"/>
		<updated>2025-03-26T13:18:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Eintrag gehört zu einem Forschungsprojekt von [[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] und [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], das mit einem theoretischen und einem empirischen Zugang '''Brettspiele als diskursives Medium der klimabezogenen Wissensvermittlung''' untersucht. Die empirische Pilotierung des Projekts findet auf der [https://www.uni-kassel.de/tagung-konferenz/gff2024/fantastic-climates 15. Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung] an der Universität Kassel im September 2024 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Workshop ''„Have fun, and make an impact!“ Brettspiele als diskursives Medium der klimabezogenen Wissensvermittlung'' (05.09.2024)==&lt;br /&gt;
Auf der Tagung [https://www.uni-kassel.de/tagung-konferenz/gff2024/fantastic-climates Fantastic Climates] bieten Felix Böhm und Martin Böhnert einen Workshap an, der einen Einblick in aktuelle klimabezogene Brettspielwelten geben soll. Der Workshop lädt dazu ein, in Gruppen von bis zu vier Personen ein aktuelles Klimabrettspiel zu spielen und dessen wissenskommunikative Potenziale zu diskutieren. Die Spieltrunden samt Anschlusskommunikation werden dabei audiovisuell aufgezeichnet und im Rahmen des Forschungsprojekts analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abstract: „Have fun, and make an impact!“ Brettspiele als diskursives Medium der klimabezogenen Wissensvermittlung==&lt;br /&gt;
===Hintergrund===&lt;br /&gt;
Brettspiele weisen nicht nur immer häufiger ökologische und klimabezogene Themen auf, sondern werden auch zunehmend als wissensvermittelnde Kommunikate verstanden und beworben. Dabei wird ihnen eine besondere, wenn nicht sogar zentrale Rolle als „didaktisches Instrument“ zugeschrieben,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ventuno/Corridoni, Tommaso |Titel=Das Spiel als Instrument für die BNE. Interview mit Tommaso Corridoni |Zeitschrift=Ventuno – BNE für die Schulpraxis. |Band=Themenheft: Spiele und BNE |Nummer=01/2019 |Jahr=2019 |Seite=1-3, hier S. 3 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; wenn es darum geht, Menschen für die Bedrohung der Klimakrise zu sensibilisieren und zu einem nachhaltigen Handeln zu bewegen. Denn in Brettspielen, so die Hoffnung, würden „die Folgen klimarelevanten Handelns für die Spielenden unmittelbar erlebbar“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Bathiany, Sebastian |Titel=Klimaschutz spielend lernen |Jahr=2020 |Website=www.wissenschaftskommunikation.de |Online=https://www.wissenschaftskommunikation.de/klimaschutz-spielend-lernen-39285/ |Abruf=16.05.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies sei notwendig, da die bisherige Klimakommunikation „entweder mit zu abstrakten Konzepten […] operieren oder bewusst negative Gefühle&lt;br /&gt;
wie Angst […] schüren“ würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Bathiany, Sebastian |Titel=Klimaschutz spielend lernen |Jahr=2020 |Website=www.wissenschaftskommunikation.de |Online=https://www.wissenschaftskommunikation.de/klimaschutz-spielend-lernen-39285/ |Abruf=16.05.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Brettspielen wird also nur nicht ein geselliger Zeitvertreib, sondern auch ein wissensbezogener Impuls zum besseren Handeln erwartet: „Have&lt;br /&gt;
fun, and make an impact!“ (Play for the Future 2021) Folgt man der These, dass Fakten in der&lt;br /&gt;
Debatte um die Klimakrise zwar notwendig, aber nicht hinreichend sind, um ein gesamtgesellschaftliches Handeln im notwendigen Maß stattfinden zu lassen,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin; Reszke, Paul |Titel=Das Wissen der anderen – Epistemische Systeme, Verstehensumgebungen und Plausibilität als analytische Werkzeuge des Verstehens |Zeitschrift=Aptum |Band= |Nummer=3/2022 |Jahr=2022 |Seite=131-148 |Online= |Abruf=16.05.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; könnten Spiele an dieser Schnittstelle eine kommunikative Vermittlungsfunktion erfüllen, jenseits&lt;br /&gt;
der häufig als aufgeheizt wahrgenommenen politischen Debatten.&lt;br /&gt;
Unser Forschungsinteresse richtet sich auf die Erforschung und Analyse von wissenschaftskommunikativen Praktiken&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin; Reszke, Paul |Titel=Das Wissen der anderen – Epistemische Systeme, Verstehensumgebungen und Plausibilität als analytische Werkzeuge des Verstehens |Zeitschrift=Aptum |Band= |Nummer=3/2022 |Jahr=2022 |Seite=131-148 |Online= |Abruf=16.05.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin; Reszke, Paul |Titel=Which Facts to Trust in the Debate on Climate Change? – On Knowledge and Plausibility in Times of Crisis. |Herausgeber*in=Hohaus, P. |Sammelband=Science Communication in Times of Crises |Ort=Amsterdam |Verlag=John Benjamins |Jahr=2022 |Seite=15–40 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Prozessen der Wissensproduktion und -rezeption.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin |Titel=The Science is Clear: Climate Action Now! Versuch einer Neubeurteilung des Verhältnisses von Natur und Kultur in der Klimakrise. |Zeitschrift=Salzburger Jahrbuch für Philosophie |Band= |Nummer=67 |Jahr= |Seite=27–50 |Online= |Abruf=16.05.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brettspiele erachten wir dabei als Anlass und Möglichkeit einer externen Wissenschaftskommunikation,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Janich, Nina; Kalwa, Nina |Titel=Wissenschaftskommunikation |Herausgeber*in=Liedtke, Frank; Tuchen, Astrid |Sammelband=Handbuch Pragmatik |Ort=Stuttgart |Verlag=J.B. Metzler |Jahr=2018 |Seite=413–422 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der Lai:innen als Spielende miteinander in Interaktion treten und sich nicht erst nach Abschluss einer Rezeptionshandlung Raum zur Anschlusskommunikation bietet&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Zinken, Jörg; Kaiser, Julia; Weidner, Matylda; Mondada, Lorenza; Rossi, Giovanni; Sorjonen, Marja-Leena |Titel=Rule Talk: Instructing Proper Play With Impersonal Deontic Statements. |Zeitschrift=Frontiers in Communication |Band=6:660394 |Nummer= |Jahr=2021 |Seite=1–12 |Online= |Abruf=16.05.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhm, Felix |Titel=Über Klimawandel nachdenken – Über Klimawandel sprechen – Vom Klimawandel erzählen. Durch drei Perspektiven zu einem Deutschunterricht für nachhaltige Bildung |Zeitschrift=Leseforum.ch |Band=2/2023 |Nummer= |Jahr=2023 |Seite=1–21 |Online=https://doi.org/10.58098/lffl/2023/02/788 |Abruf=16.05.2024 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leitfragen sind dabei:&lt;br /&gt;
*produktbezogen: Welches Wissen wird hierbei von den Spieleautor:innen als relevant beurteilt, um es im Spielmaterial für das spielerische Handeln als „unmittelbar erlebbar“ zu modellieren?&lt;br /&gt;
*kommunikationsbezogen: Inwiefern wird die Klimakommunikation dabei als monodirektionaler Transfer begriffen, bei dem nur eine spezifische (Klima-)Strategie als erfolgreich konzeptualisiert wird, oder als Mitgestaltung iniitiiert, die verschiedene Vorgehensweisen gleichberechtigt berücksichtigt?&lt;br /&gt;
*handlungsbezogen: Inwiefern werden die Spieler:innen dazu angeregt, bereits vorhandene Wissensbestände zu aktivieren und in Beziehung zu dem Spielmaterial/-geschehen zu setzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Format des Panels===&lt;br /&gt;
Für dieses Panel planen wir an der Stelle klassischer Vorträge ein diskursives, gegenstandsbezogenes Angebot. Dieses orientiert sich primär an dem Format „Datensitzung“, wie es auf Tagungen der Mündlichkeitslinguistik und -didaktik fest etabliert ist. Wie in einer traditionellen&lt;br /&gt;
Datensitzung möchten wir dabei sowohl der Wahrnehmung als auch dem fachlichen Austausch&lt;br /&gt;
über unseren Gegenstand einen vorstrukturierten Rahmen geben. Das bedeutet in unserem Fall,&lt;br /&gt;
dass die Teilnehmenden nach einer kurzen Einführung ein von uns gewähltes wissenskommunizierendes Brettspiel zunächst gemeinsam spielen und anschließend – durch uns vorstrukturiert und moderiert – in Hinblick auf kommunizierte Wissensbestände und Potenziale der Wissenskommunikation diskutieren. Der zeitliche Umfang wäre auf eine Stunde pro Durchgang&lt;br /&gt;
festgelegt; wünschenswert wäre eine drei- oder viermalige Wiederholung mit wechselnden&lt;br /&gt;
Gruppen an demselben Tag. Da das Panel als Teil eines Forschungsprojekts zur Wissenskommunikation konzipiert ist, werden die Datensitzung mit Einverständnis der Teilnehmenden&lt;br /&gt;
videographisch erfasst. Diese Aufzeichnungen bilden einen Teil eines Datenkorpus, das das&lt;br /&gt;
Spiel in seiner ko-konstruierenden, multimodalen Performanz systematisch erfasst und damit&lt;br /&gt;
zum Gegenstand kulturwissenschaftlicher Forschung macht. Das Panel trägt damit dazu bei,&lt;br /&gt;
ein Desiderat im Bereich der Wissenskommunikation zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Für das Panel bevorzugen wir insbesondere solche Brettspiele, die in der Selbstbeschreibung&lt;br /&gt;
(Schachtel, Anleitung) oder einschlägigen Rezensionen die wissenskommunikative Ausrichtung im Bereich Klimakrise herausstellen, aber als Gesellschaftsspiele und nicht als reine Lernspiele konzipiert sind. Denkbar wäre hier „One Earth. The Board Game“ (Mohamed Al Qadi,&lt;br /&gt;
2022), „Earth Rising: 20 Years to Transform Our World“ (Lauri Blake, 2022) oder „Arche&lt;br /&gt;
Nova“ (Matthias Wigge, 2021). Die Auswahl werden wir vor dem Hintergrund der räumlichen&lt;br /&gt;
und zeitlichen Möglichkeiten des Panels treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Felix |Nachname=Böhm |Vorname2=Martin |Nachname2=Böhnert |Tag=14 |Monat=05 |Jahr=2024 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6684</id>
		<title>Climates – Cultures – Contexts</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6684"/>
		<updated>2025-03-07T09:12:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Wartungsarbeit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Wartungsarbeit}}&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite stellen wir die Buchreihe '''Climates – Cultures – Contexts''' vor, die seit 2025 von Mitgliedern der [[IAG Climate Thinking]] im [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8/apokalypse-und-apathie/ transcript-Verlag] herausgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Buchreihe==&lt;br /&gt;
[[Datei: Ccc-Logo.png|left|150px|Reihenlogo.]]Climates – Cultures – Contexts wurde an der Universität Kassel im Rahmen der [[IAG Climate Thinking|interdisziplinären Arbeitsgruppe Climate Thinking]] konzipiert, die aus geistes- und kulturwissenschaftlicher Perspektive untersucht, wie über Klima gesprochen, davon erzählt und darüber nachgedacht wird. In diesem Sinne verfolgt die Reihe das Ziel, Klima als Phänomenkomplex in seinen kulturellen und kontextuellen Bedingtheiten sowie seinen spatialen, temporalen, materiellen, institutionellen und semantischen Verflechtungen zu erforschen und zu begreifen. Entsprechend bildet die Reihe kein abgeschlossenes Projekt ab, sondern beabsichtigt, die durch Kulturen und Kontexte geprägten Zugänge zum Klima bezogen auf Analysegegenstände, einschlägige Theorien und angewandte Methoden mit jedem Band zu erweitern und zu ergänzen. Die Reihe wird herasgegeben von [[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]], [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Julia Drube|Julia Drube]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]], [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]], [[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]], [[Benutzer:Jan Sinning|Jan Sinning]] und [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzeltitel der Reihe==&lt;br /&gt;
===Band 01: Apokalypse und Apathie===&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC1.png|right|200px|Cover von Apokalypse und Apathie.]]&lt;br /&gt;
[[Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise|Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise]] ist als erster Band der Reihe am 27.02.2025 als Open Access pdf und voraussichtlich im März als Printfassung erschienen. Herasgegeben wird der Band von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]] und [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.)|Titel=Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wie viel Apokalypse brauchen wir zur Rettung der Welt? Die Klimakrise als vielfältig verwobener Problemkomplex zwischen Weltuntergang und Überforderung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Klimakrise prägt den öffentlichen Diskurs seit Jahrzehnten. Expert*innen und Extremwetterlagen weisen auf die potenziell apokalyptischen Konsequenzen hin, doch ein gesamtgesellschaftliches Handeln im notwendigen Maße findet nicht statt. Letztlich übersteigt die Krise unseren zeitlichen und räumlichen Erfahrungshorizont und eine rein faktenbasierte Vermittlung scheint nicht auszureichen, um Überforderung und Resignation angemessen zu begegnen. Daher loten die Beiträger*innen aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften neue Darstellungs- sowie Vermittlungsformen aus, um die Klimakrise als vielfältig verwobenen Problemkomplex zu erfassen – und machen sichtbar, wie darin mögliche Weltuntergänge, Akteur*innen und ihre Möglichkeiten verhandelt werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Die Open Access-Fassung des Bandes ist beim [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8/apokalypse-und-apathie/ transcript Verlag] verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umschlaggestaltung der Reihe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Nachname=IAG Climate Thinking |Tag=07 |Monat=03 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6683</id>
		<title>Climates – Cultures – Contexts</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Climates_%E2%80%93_Cultures_%E2%80%93_Contexts&amp;diff=6683"/>
		<updated>2025-03-07T09:11:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Stilistische Anpassungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite stellen wir die Buchreihe '''Climates – Cultures – Contexts''' vor, die seit 2025 von Mitgliedern der [[IAG Climate Thinking]] im [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8/apokalypse-und-apathie/ transcript-Verlag] herausgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Buchreihe==&lt;br /&gt;
[[Datei: Ccc-Logo.png|left|150px|Reihenlogo.]]Climates – Cultures – Contexts wurde an der Universität Kassel im Rahmen der [[IAG Climate Thinking|interdisziplinären Arbeitsgruppe Climate Thinking]] konzipiert, die aus geistes- und kulturwissenschaftlicher Perspektive untersucht, wie über Klima gesprochen, davon erzählt und darüber nachgedacht wird. In diesem Sinne verfolgt die Reihe das Ziel, Klima als Phänomenkomplex in seinen kulturellen und kontextuellen Bedingtheiten sowie seinen spatialen, temporalen, materiellen, institutionellen und semantischen Verflechtungen zu erforschen und zu begreifen. Entsprechend bildet die Reihe kein abgeschlossenes Projekt ab, sondern beabsichtigt, die durch Kulturen und Kontexte geprägten Zugänge zum Klima bezogen auf Analysegegenstände, einschlägige Theorien und angewandte Methoden mit jedem Band zu erweitern und zu ergänzen. Die Reihe wird herasgegeben von [[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]], [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Julia Drube|Julia Drube]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]], [[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]], [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]], [[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]], [[Benutzer:Jan Sinning|Jan Sinning]] und [[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath|Vanessa-Nadine Sternath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzeltitel der Reihe==&lt;br /&gt;
===Band 01: Apokalypse und Apathie===&lt;br /&gt;
[[Datei: CCC1.png|right|200px|Cover von Apokalypse und Apathie.]]&lt;br /&gt;
[[Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise|Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise]] ist als erster Band der Reihe am 27.02.2025 als Open Access pdf und voraussichtlich im März als Printfassung erschienen. Herasgegeben wird der Band von [[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]], [[Benutzer:Maria Hornisch|Maria Hornisch]] und [[Benutzer:Annika Rink|Annika Rink]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin; Hornisch, Maria; Rink, Annika (Hrsg.)|Titel=Apokalypse und Apathie – Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise |Ort=Bielefeld |Verlag=transcript |Jahr=2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wie viel Apokalypse brauchen wir zur Rettung der Welt? Die Klimakrise als vielfältig verwobener Problemkomplex zwischen Weltuntergang und Überforderung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Klappentext:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Klimakrise prägt den öffentlichen Diskurs seit Jahrzehnten. Expert*innen und Extremwetterlagen weisen auf die potenziell apokalyptischen Konsequenzen hin, doch ein gesamtgesellschaftliches Handeln im notwendigen Maße findet nicht statt. Letztlich übersteigt die Krise unseren zeitlichen und räumlichen Erfahrungshorizont und eine rein faktenbasierte Vermittlung scheint nicht auszureichen, um Überforderung und Resignation angemessen zu begegnen. Daher loten die Beiträger*innen aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften neue Darstellungs- sowie Vermittlungsformen aus, um die Klimakrise als vielfältig verwobenen Problemkomplex zu erfassen – und machen sichtbar, wie darin mögliche Weltuntergänge, Akteur*innen und ihre Möglichkeiten verhandelt werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Die Open Access-Fassung des Bandes ist beim [https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7437-8/apokalypse-und-apathie/ transcript Verlag] verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umschlaggestaltung der Reihe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Nachname=IAG Climate Thinking |Tag=07 |Monat=03 |Jahr=2025 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vom Klimawandel erzählen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer/Werkstatt&amp;diff=6663</id>
		<title>Benutzer:Jennifer Langer/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer/Werkstatt&amp;diff=6663"/>
		<updated>2025-02-28T13:07:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CT-LH-Logo-klein.png||class=img|center]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#5095c8; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-spr-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel sprechen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#4aac96; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-erz-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Vom Klimawandel erzählen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#eac372; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-ndk-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel nachdenken&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Über den Klimawandel sprechen bezieht sich auf spezifische Gesprächsformate, Textsorten und Medienangebote und deren jeweilige Kontextabhängigkeiten. Sprechen lässt sich so als hochgradig komplexes Phänomen begreifen, dessen Analyse Einblicke in klimabezogene Kommunikation, Meinungsbildungsprozesse oder die Formierung politischer Gruppen bietet.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Vom Klimawandel erzählen richtet sich auf die Analyse von Darstellungen und Perspektivierungen, die es erlauben, das innerhalb multipler Krisen Unvorstellbare vorstellbar zu machen und auch affektive Wirkung zu entfalten. Die Möglichkeiten insbesondere fiktionaler Erzählungen erlauben Reales und Imaginäres so zu verbinden, dass Erfahrungszusammenhänge neu perspektiviert oder ganz neu entworfen werden können.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Über den Klimawandel nachdenken setzt Reflexionsprozesse darüber in Gang, wie die Relationen verschiedener Konzepte und mehr-als-menschlicher Akteur*innen gedacht werden und gedacht werden können. Dabei werden Denkfiguren wie Natur, Gesellschaft oder Fortschritt in ihren kontingenten Entwicklungen oder auch die zeitlichen und räumlichen Verflechtungen von Handlungen und planetaren Auswirkungen sichtbar. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=text-align:center | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein Living Handbook&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Was ist das?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wie geht das?&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Lust auf Mitgestaltung?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Das Living Handbook dient dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt Climate Thinking als wachsendes Publikationsprojekt zu diesem Themenfeld. Es ist als Open-Source-Plattform mit einem dynamischen Charakter konzipiert und zielt so nicht auf die Abgeschlossenheit einer klassischen Buchpublikation, sondern wandelt und erweitert sich stetig.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; |Wenn Sie im Living Handbook recherchieren möchten, können Sie über eine unserer drei zentralen Perspektiven einsteigen oder mit einem zufälligen Beitrag beginnen. Als Autor*innen können Sie zudem kollaborativ an Beiträgen arbeiten, sich an Diskussionen beteiligen und die Inhalte durch Lehr- und Forschungstätigkeit kontinuierlich erweitern. || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; |Wenn auch Sie Lust haben, an unserem Living Handbook mitzuarbeiten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf und registrieren Sie sich als Autor*in. Auf unserer Hilfeseite Erste Schritte erfahren Sie, wie Sie am besten beginnen, wenn wir gemeinsam über Ihren Beitrag gesprochen haben. Sie können sich auch eine Übersicht über alle Hilfe-Seiten verschaffen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Vanessa-Nadine_Sternath/Werkstatt&amp;diff=6662</id>
		<title>Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Vanessa-Nadine_Sternath/Werkstatt&amp;diff=6662"/>
		<updated>2025-02-28T12:56:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Wieder als Werkstatt kategorisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil einer [[:Kategorie:Reihen|Reihe]]. Er dient als Einführung in ein [[:Kategorie:Ökofeminismus in der Vormoderne|Schwerpunktthema]], in dem '''vormoderne Texte''' aus [[:Kategorie:Literaturwissenschaft|literaturwissenschaftlicher]] Perspektive ökofeministisch '''analysiert''' werden. Die [[Analyse_von_Pressetexten#Einzelbeitr.C3.A4ge_der_Reihe_.E2.80.9EAnalyse_von_Pressetexten.E2.80.9C|Einzelbeiträge der Reihe]] finden Sie weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mediävistik wurde bisher noch kaum mit ökofeministischen Ansätzen gearbeitet. Diese Einführung in ökofeministische Lektüren mittelalterlicher Texte soll den Grundstein für eine tiefere Beschäftigung mit dieser auch in vormodernen Kontexten fruchtbaren Methode legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökofeminismus ==&lt;br /&gt;
'''Ökofeminismus''' oder feministische Ökokritik, im Englischen ''Ecofeminism'', ''Feminist Environmentalism'' oder ''Gender and the Environment'', stellt die Verbindung intersektionaler und ökokritischer Kategorien von Differenz, Macht und Unterdrückung dar, die Konstrukte ihres jeweiligen historischen, kulturellen, sozialen und religiösen Kontexts sind und deshalb als veränderbar und manipulierbar gedacht werden müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=MacGregor, Sherilyn|Titel=Gender and Environment: An Introduction|Herausgeber*in=MacGregor, Sherilyn|Sammelband=Routledge Handbook of Gender and Environment|Jahr=2017|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Seite=1-24, hier S. 2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verknüpfung der Konzepte Gender und ''environment'' betrifft nach Gaard/Estok/Oppermann u. a. Fragen der Interspezies-Gerechtigkeit sowie Analysen von Macht, Gender und Ökologie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gaard, Greta/Estok/Simon C./Oppermann, Serpil|Titel=Introduction|Zeitschrift=Routledge Interdisciplinary Perspectives on Literature 12|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2013|Seite=1-16, hier S. 1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ist es fruchtbar, Gender nach MacGregor als Verb („to gender“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=MacGregor, Sherilyn|Titel=Gender and Environment: An Introduction|Herausgeber*in=MacGregor, Sherilyn|Sammelband=Routledge Handbook of Gender and Environment|Jahr=2017|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Seite=1-24, hier S. 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) zu verstehen, um die Prozesshaftigkeit soziokultureller Zuschreibungen zu markieren: „There are sociocultural processes of ‚genderization‘ at work in assigning gendered traits to living beings and inanimate things, as well as to practices, feelings, and roles.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=MacGregor, Sherilyn|Titel=Gender and Environment: An Introduction|Herausgeber*in=MacGregor, Sherilyn|Sammelband=Routledge Handbook of Gender and Environment|Jahr=2017|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Seite=1-24, hier S. 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass der Begriff ''environment'' ('Umwelt' bzw. 'Umgebung') sehr oft mit nicht-menschlicher Natur gleichgesetzt und demzufolge vom Menschen losgelöst betrachtet wurde, kritisiert MacGregor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„The concept generally refers to the habitat or living space surrounding all living things, but mostly humans. The dominant use of the term ‚the environment‘ refers to the non-human natural environment or ‚nature‘. Environment and nature are often used as synonyms, along with ‚ecosystem‘, ‚biosphere‘, and planet earth. In the environmental social sciences and humanities, ‚the environment‘ has been commonly understood as the natural environment, and positioned as being distinct from (albeit interconnected with) human society.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=MacGregor, Sherilyn|Titel=Gender and Environment: An Introduction|Herausgeber*in=MacGregor, Sherilyn|Sammelband=Routledge Handbook of Gender and Environment|Jahr=2017|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Seite=1-24, hier S. 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versteht man Natur lediglich im Sinne ihres lateinischen Ursprungsverbs nascere, ‚geboren werden‘ (Partizip Perfekt Passiv ''natus'', ‚geboren‘), so wird sie auf eine essentialistische Bedeutungsnuance reduziert, was jegliche „natürliche“ Eigenschaft als angeboren, unveränderbar und somit endgültig impliziert und daher normalisiert: „To attribute any behavior to our ‚nature‘, take rape, for example, is to normalize the behavior as inevitable and innate. When any human activity, action or behavior is labeled ‚natural‘, such behavior may then be used to justify domination“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. So können Hierarchien aus der Natur, etwa das Schema Raubtier und Beute, in Kontexte menschlicher Hierarchien übernommen werden und diese Hierarchien legitimieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunnicutt schreibt bezüglich des menschlichen Blicks auf Natur von der engen Kongruenz von Sprache und sozialen Strukturen, die die Natur oft als bedrohliche Kraft inszenieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sprachlichen Realisierungen, in denen mehr-als-menschliche Entitäten als die ‚Anderen‘ dargestellt werden, gilt es, zu hinterfragen, denn: „Words matter because language transmits and replicated attitudes, beliefs, behaviors, and practices“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Othering==&lt;br /&gt;
Die Naturalisierung von Weiblichkeit und die Feminisierung von Natur sowie die Abwertung von Frau und Natur sind schließlich auf die kulturell konstruierte Einteilung von Gender und ''environment'' im Sinne von Natur in binäre Systeme zurückzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=15 und 25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – sowohl Gender als auch ''environment'' werden in Gegenüberstellung zu ihrem jeweils ‚Anderen‘ künstlich konstruiert:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Shiva, Vandana|Titel=Ökofeminismus|Herausgeber*in=Astruc, Lionel/Shiva,Vandana|Sammelband=Eine andere Welt ist möglich. Aufforderung zum zivilen Ungehorsam. Aus dem Französischen von Gabriele Gockel, Sonja Schuhmacher und Thomas Wollermann|Ort=München|Verlag=oekom Verlag|Jahr=2019|Seite=125-148, hier S. 135}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das Männliche in Gegenüberstellung zum Weiblichen, Natur in Gegenüberstellung zu Kultur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=MacGregor, Sherilyn|Titel=Gender and Environment: An Introduction|Herausgeber*in=MacGregor, Sherilyn|Sammelband=Routledge Handbook of Gender and Environment|Jahr=2017|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Seite=1-24, hier S. 4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alles, was sich dazwischen befindet, fällt aus der Norm und wird so zur Zielscheibe von Diskriminierung gemacht. So verstehen Mies/Shiva „die strukturelle Aufspaltung von Mensch und Natur […] [als] analog zu der von Mann und Frau“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Titel=Einleitung: Warum wir dieses Buch zusammen geschrieben haben|Herausgeber*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Sammelband=Ökofeminismus. Beiträge zur Praxis und Theorie. Aus dem Englischen übersetzt von Andrea Hunziker und Margrit Klingler-Clavijo|Ort=Zürich|Verlag=Rotpunkt-Verlag|Jahr=1995|Seite=7-35, hier S. 12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei Frauen im Unterschied zu Männern und als diesen somit unterlegen markiert werden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=MacGregor, Sherilyn|Titel=Gender and Environment: An Introduction|Herausgeber*in=MacGregor, Sherilyn|Sammelband=Routledge Handbook of Gender and Environment|Jahr=2017|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Seite=1-24, hier S. 3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieselbe Aufspaltung wird vorgenommen, wenn Natur im Gegensatz zu Kultur eine Abwertung erfährt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem dualistischen Prozess des „Othering“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden alle Entitäten, die sich außerhalb der als Norm wahrgenommenen Gruppe (in der Regel „zivilisierte“, heterosexuelle Cis-Männer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=35}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) befinden, als das ‚Andere‘ inszeniert. Dadurch werden Ungleichheiten, Privilegierungen und Repressionen erzeugt. Die Konsequenz dieses Dualismus der männlichen Vorrangstellung gegenüber Frauen, der Natur und allen ‚Anderen‘ erscheint somit als „natürlich“ und infolgedessen „gerechtfertigt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=13 und 15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Shiva bezeichnet dies als die „Kultur der Naturbeherrschung“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Shiva, Vandana|Titel=Ökofeminismus|Herausgeber*in=Astruc, Lionel/Shiva,Vandana|Sammelband=Eine andere Welt ist möglich. Aufforderung zum zivilen Ungehorsam. Aus dem Französischen von Gabriele Gockel, Sonja Schuhmacher und Thomas Wollermann|Ort=München|Verlag=oekom Verlag|Jahr=2019|Seite=125-148, hier S. 134}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei diese ein geschlechtsspezifisches Phänomen darstellt, als Gender mit dem menschlichen Umgang mit, der Kontrolle von und der Beziehung zur Natur zusammenhängt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökofeministische Ansätze==&lt;br /&gt;
Genau diesen hierarchischen Dualismus über Frauen und Natur&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Titel=Einleitung: Warum wir dieses Buch zusammen geschrieben haben|Herausgeber*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Sammelband=Ökofeminismus. Beiträge zur Praxis und Theorie. Aus dem Englischen übersetzt von Andrea Hunziker und Margrit Klingler-Clavijo|Ort=Zürich|Verlag=Rotpunkt-Verlag|Jahr=1995|Seite=7-35, hier S. 23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisieren ökofeministische Ansätze, die aus [[Ecocriticism]]-Ansätzen entstanden sind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=June, Pamela B.|Titel=Solidarity with the Other Beings on the Planet. Alice Walker, Ecofeminism, and Animals in Literature|Ort=Evanston/Illinois|Verlag=Northwestern University Press|Jahr=2020|Seite=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach Grewe-Volpp eignet ökofeministischen Ansätzen eine „politische Haltung, die Feminismus, Umweltschutz, Antirassismus, Tierschutz, Antikolonialismus, Antimilitarismus und nicht zuletzt traditionellen Spiritualismus zusammenführt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Grewe-Volpp, Christa|Titel=Ökofeminismus und Material Turn|Herausgeber*in=Dürbeck, Gabriele/Stobbe, Urte|Sammelband=Ecocriticism. Eine Einführung|Ort=Köln/Weimar/Wien|Verlag=Böhlau Verlag|Jahr=2015|Seite=44-56, hier S. 44}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch wenn es unterschiedliche Formen von Ökofeminismus gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„gehen [doch alle] davon aus, dass es eine strukturelle Verbindung zwischen der Unterdrückung von Frauen und der Ausbeutung der natürlichen Umwelt in der westlichen Welt gibt, die auch in anderen Machtverhältnissen virulent ist. […] Ziel ist folglich die Aufdeckung und Abschaffung aller Formen der Unterdrückung.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Grewe-Volpp, Christa|Titel=Ökofeminismus und Material Turn|Herausgeber*in=Dürbeck, Gabriele/Stobbe, Urte|Sammelband=Ecocriticism. Eine Einführung|Ort=Köln/Weimar/Wien|Verlag=Böhlau Verlag|Jahr=2015|Seite=44-56, hier S. 44}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition von Ökofeminismus weitet MacGregor auf patriarchale, kapitalistisch-koloniale Systeme generell aus, wenn sie für Fragen nach der Beeinflussung von Gender durch die menschliche Wahrnehmung von Natur und nach der Behandlung von Natur durch die Gender-Brille die Relation sozialer Unterdrückung und der Ausbeutung der Natur zu sozialen Konstrukten in patriarchalen Systemen als Schnittstelle nennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=MacGregor, Sherilyn|Titel=Gender and Environment: An Introduction|Herausgeber*in=MacGregor, Sherilyn|Sammelband=Routledge Handbook of Gender and Environment|Jahr=2017|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Seite=1-24, hier S. 2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hunnicutt geht noch einen Schritt weiter, indem sie Unterdrückung im Sinne von Ungerechtigkeiten (''injustices'') in den Fokus rückt, die marginalisierte Gruppen erfahren und Parallelen zur Ausbeutung und Zerstörung der Natur und mehr-als-menschlichen Welt aufweisen: „Ecofeminism […] works to expose those gendered assumptions, performances, and practices that undergird human relationships with the more-than-human-life world“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei geht sie davon aus, dass ideologische und strukturelle Verhältnisse zwischen Mensch und Natur Aufschluss über „gender violence“, also über Gewalt gegen unterschiedliche Formen sozialen Geschlechts geben können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Ecuador wurde beispielsweise bereits 2008 über das Konzept des ''[[Buen Vivir – Das „Gute Leben“ in Ecuador|Buen Vivir]]'' [[Die Natur als Rechtssubjekt am Beispiel Buen Vivir|die Natur als Rechtssubjekt]] in der Verfassung verankert. [[Intersektionalität im Ökofeminismus]] wiederum setzt sich mit Mehrfachdiskriminierungen im Kontext der Klimakrise auseinander. Die Vernetzung (''interconnectedness'') unterschiedlicher Systeme der Unterdrückung und Beherrschung stellen auch Gaard/Estok/Oppermann fest: „Ecocriticism acts as a lens through which to view literature and its relationship to the natural environment. Ecofeminism extends from this framework and refers to the theoretical school of thought that understands forces of oppression as being interconnected“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gaard, Greta/Estok/Simon C./Oppermann, Serpil|Titel=Introduction|Zeitschrift=Routledge Interdisciplinary Perspectives on Literature 12|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2013|Seite=1-16, hier S. 16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dabei fechten sie diskriminierende Ideologien wie Sexismus, Rassismus, Speziesismus, Ökophobie, Klassismus, Nationalismus und Homophobie an, die auch Haraway als „racially-tinged, sexually-infused, class-saturated, and colonial tones and structures“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Haraway, Donna|Titel=The Companion Species Manifesto. Dogs, People, and Significant Otherness|Ort=Chicago|Verlag=The University of Chicago Press|Jahr=2003|Seite=86}}&amp;lt;/ref&amp;gt; moniert; denn solche Ideologien sind auf die Natur ausgerichtet und so der Kontinuität des Gender-Dualismus sowie der Restriktion von Körpern dienlich. Ökofeministische Arbeit ist somit bilateral ausgerichtet: Es gilt, sowohl gegen patriarchale Annahmen und Strukturen anzukämpfen als auch heteronormatives Denken zu denaturalisieren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gaard, Greta/Estok/Simon C./Oppermann, Serpil|Titel=Introduction|Zeitschrift=Routledge Interdisciplinary Perspectives on Literature 12|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2013|Seite=1-16, hier S. 2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wodurch der Dualismus von Natur und Kultur aufgelöst werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Operationalisierung der Differenzkategorien für mittelhochdeutsche Texte==&lt;br /&gt;
Es ist festzuhalten, „dass die im Ökofeminismus analysierte Verbindung des Weiblichen mit der Natur von jeweils sehr spezifischen Bedingungen abhängt, die im Einzelnen genau zu untersuchen sind“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Grewe-Volpp, Christa|Titel=Ökofeminismus und Material Turn|Herausgeber*in=Dürbeck, Gabriele/Stobbe, Urte|Sammelband=Ecocriticism. Eine Einführung|Ort=Köln/Weimar/Wien|Verlag=Böhlau Verlag|Jahr=2015|Seite=44-56, hier S. 47}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Um vormoderne Texte ökofeministisch analysieren zu können, gilt es also, die Analysekategorien zu operationalisieren, denn neuzeitliche Konzepte sozialer Konstruktionen wie sex, Gender, Körper und Spezies können nicht einfach über Texte gelegt werden, die einem anderen Zeit-, Kultur-, Politik- und Religionsraum entstammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Texte des deutschsprachigen Mittelalters stehen in „Kriegertraditionen“, um das Vokabular von Mies/Shiva zu verwenden, also in archaisch-patriarchalen Traditionen, die „monotheistische[n] Religionen wie Christentum, Judentum oder Islam“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Titel=Einleitung: Warum wir dieses Buch zusammen geschrieben haben|Herausgeber*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Sammelband=Ökofeminismus. Beiträge zur Praxis und Theorie. Aus dem Englischen übersetzt von Andrea Hunziker und Margrit Klingler-Clavijo|Ort=Zürich|Verlag=Rotpunkt-Verlag|Jahr=1995|Seite=7-35, hier S. 28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; entstammen und die misogyne und ökophobe Verhaltensweisen implizieren (können). Androzentrismus und Anthropozentrismus sieht auch Hunnicutt als die Grundursache für die Entfremdung des Menschen von der mehr-als-menschlichen Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=46}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dieser Entfremdung entsteht schließlich auch das Argument, dass männliche Gewalt und Dominanz angeboren und demzufolge natürlich seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Analysen mittelhochdeutscher Texte werden nun neben den bereits aus intersektionalen Ansätzen&amp;lt;ref&amp;gt;Als Einführungen in intersektionale Ansätze für vormoderne Texte seien erwähnt: Kraß, Andreas (2014): ''Einführung: Historische Intersektionalitätsforschung als kulturwissenschaftliches Projekt''. In: Bedeković, Nataša/Kraß, Andreas/Lembke, Astrid (Hrsg.): Durchkreuzte Helden. Das „Nibelungenlied“ und Fritz Langs Film „Die Nibelungen“ im Licht der Intersektionalitätsforschung, Bielefeld: transcript Verlag, S. 7-47; Schul, Susanne (2014): ''HeldenGeschlechtNarrationen. Gender, Intersektionalität und Transformation im Nibelungenlied und in Nibelungenlied-Adaptionen'' (MeLiS 14). Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag, S. 37-121; Schul, Susanne/Böth, Mareike (2017): ''Abenteuerliche ‚Überkreuzungen‘: Vormoderne intersektional''. In: Schul, Susanne/Böth, Mareike/Mecklenburg, Michael (Hrsg.): Abenteuerliche ‚Überkreuzungen‘: Vormoderne intersektional (Aventiuren 12). Göttingen: V&amp;amp;R unipress, S. 9-39; Sieber, Andrea (2015): ''Gender Studies''. In: Ackermann, Christiane/Egerding, Michael (Hrsg.): Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch. Berlin/Boston: Walter de Gruyter, S. 103-140.&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannten Differenzkategorien sex und Gender, Körper, besonders Spezies und infolgedessen die Überschneidungen und Interdependenzen der Kategorien berücksichtigt. Bei allen handelt es sich, wie bereits oben erwähnt, um sozial konstruierte Systeme zur Machtausübung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hunnicutt, Gwen|Titel=Gender Violence in Ecofeminist Perspective. Intersections of Animal Oppression, Patriarchy and Domination of the Earth|Ort=London/New York|Verlag=Routledge|Jahr=2020|Seite=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die je nach historischem und kulturellem Kontext differieren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Kraß, Andreas|Titel=Einführung: Historische Intersektionalitätsforschung als kulturwissenschaftliches Projekt|Herausgeber*in=Bedeković, Nataša/Kraß, Andreas/Lembke, Astrid|Sammelband=Durchkreuzte Helden. Das „Nibelungenlied“ und Fritz Langs Film „Die Nibelungen“ im Licht der Intersektionalitätsforschung|Ort=Bielefeld|Verlag=transcript Verlag|Jahr=2014|Seite=7-47}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in denen es um die Festlegung von Differenzen geht&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Haraway, Donna|Titel=The Companion Species Manifesto. Dogs, People, and Significant Otherness|Ort=Chicago|Verlag=The University of Chicago Press|Jahr=2003|Seite=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, weshalb sie für die Analyse spätmittelalterlicher Texte operationalisiert werden müssen. Es gilt fortan, die systemischen Machtprozesse, die die Unterdrückung und Misshandlung von Frauen und Natur bereits im Mittelalter begünstigen, über Analysen der komplexen Überschneidungen der verschiedenen Kategorien in mittelhochdeutschen Texten kritisch zu hinterfragen, die wiederum zu höherer Relevanz einzelner Kategorien führen können.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden für ökofeministische Lektüren grundlegende Differenzkategorien auf ihre Möglichkeiten für das deutschsprachige Mittelalter hin untersucht und operationalisiert, wobei es sich hier um eine zu erweiternde Liste handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kategorie Spezies===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kategorie Spezies darf wie alle Differenzkategorien nicht essentialistisch&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Titel=Einleitung: Warum wir dieses Buch zusammen geschrieben haben|Herausgeber*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Sammelband=Ökofeminismus. Beiträge zur Praxis und Theorie. Aus dem Englischen übersetzt von Andrea Hunziker und Margrit Klingler-Clavijo|Ort=Zürich|Verlag=Rotpunkt-Verlag|Jahr=1995|Seite=7-35, hier S. 31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, biologistisch oder naturalistisch gedacht werden. Hunnicutt definiert Speziesismus als „ideology that regards one species (humans) as superior and other species (nonhuman) as inferior. This belief system legitimates prejudice and discrimination“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Titel=Einleitung: Warum wir dieses Buch zusammen geschrieben haben|Herausgeber*in=Mies, Maria/Shiva, Vandana|Sammelband=Ökofeminismus. Beiträge zur Praxis und Theorie. Aus dem Englischen übersetzt von Andrea Hunziker und Margrit Klingler-Clavijo|Ort=Zürich|Verlag=Rotpunkt-Verlag|Jahr=1995|Seite=7-35, hier S. 31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Hierarchisierung favorisiert die Interessen der eigenen (menschlichen) Spezies und unterbindet die Interessen der ‚anderen‘ (nicht-menschlichen) Spezies, was wiederum zu einem Mangel an Rücksicht auf die Gleichberechtigung nicht-menschlicher oder mehr-als-menschlicher Entitäten führt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=June, Pamela B.|Titel=Solidarity with the Other Beings on the Planet. Alice Walker, Ecofeminism, and Animals in Literature|Ort=Evanston/Illinois|Verlag=Northwestern University Press|Jahr=2020|Seite=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterdrückung ‚anderer‘ Spezies hat also den Anthropozentrismus als Ausgangspunkt. Es gilt, auch ‚andere‘ Spezies als die eigene „zu einem Teil eines komplexen Netzes von Beziehungen [zu] erklär[en]“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Grewe-Volpp, Christa|Titel=Ökofeminismus und Material Turn|Herausgeber*in=Dürbeck, Gabriele/Stobbe, Urte|Sammelband=Ecocriticism. Eine Einführung|Ort=Köln/Weimar/Wien|Verlag=Böhlau Verlag|Jahr=2015|Seite=44-56, hier S. 47}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Inklusion der Exklusion&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Grewe-Volpp, Christa|Titel=Ökofeminismus und Material Turn|Herausgeber*in=Dürbeck, Gabriele/Stobbe, Urte|Sammelband=Ecocriticism. Eine Einführung|Ort=Köln/Weimar/Wien|Verlag=Böhlau Verlag|Jahr=2015|Seite=44-56, hier S. 48}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Othering vorzuziehen: „[T]heir specifity – of kind and of individual – matter“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Haraway, Donna|Titel=The Companion Species Manifesto. Dogs, People, and Significant Otherness|Ort=Chicago|Verlag=The University of Chicago Press|Jahr=2003|Seite=51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wirft man einen Blick in mittelalterliche Fachliteratur, so wird schnell deutlich, dass sie nach Spezies unterteilte. Mittelalterliche Taxonomien der Natur haben ihre Ursprünge – über den Weg lateinischer Bearbeitungen – bei Aristoteles, der sich in seiner Schrift Περὶ ψυχῆς (''Über die Seele'') fragt, &amp;quot;ob | sie sich der Art oder der Gattung nach unterscheidet&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Aristoteles|Titel=Über die Seele. De anima. Griechisch-Deutsch. Übersetzt, mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Klaus Corcilius|Ort=Hamburg|Verlag=Felix Meiner Verlag|Jahr=2017|Seite=4-5}}(Original: πότερον | εἴδει διαφέρουσα ἢ γένει).&amp;lt;/ref&amp;gt;, und schließlich die Top-down-Rangfolge Mensch – Tier – Pflanze aufstellt. Etwa der Millstätter ''Physiologus'' gliedert unterschiedliche Spezies in Hinblick auf die Heilsgeschichte nach folgendem Muster: fantastische bzw. fremde Tiere, Reptilien, Säugetiere und Vögel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Titel=Der Millstätter Physiologus. Text, Übersetzung, Kommentar. Herausgegeben von Christian Schröder|Ort=Würzburg|Verlag=Königshausen und Neumann|Jahr=2005|Seite=16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – tierliche und Wunderwesen werden differenziert; Konrads von Megenberg ''Buch der Natur'' wiederum nimmt nach (spät-)antiken lateinischsprachigen Vorbildern wie Aristoteles-Übersetzungen und Texten von Isidor von Sevilla oder Thomas von Cantimpré neben (‚Wunder‘-)Tieren, Pflanzen, Planeten auch den Menschen auf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Konrad von Megenberg|Titel=Das ‚Buch der Natur‘. Band II. Kritischer Text nach den Handschriften. Herausgegeben von Robert Luff und Georg Steer|Ort=Tübingen|Verlag=Max Niemeyer Verlag|Jahr=2003|Seite=2-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – letzteren jedoch im ersten Kapitel, ist er doch nach Gottes Abbild geschaffen. Die ‚Wunderwesen‘ werden bei Konrad zu den Tieren gestellt, jedoch mit separaten Unterkapiteln. Die Dichotomie menschlich / mehr-als-menschlich existiert also bereits im Mittelalter. Darüber hinaus wirkt die Klassifizierung in Spezies durch Aristoteles bis in die Neuzeit hinein, wie an den ''Systema Naturae'' des Carl von Linné (1707-1778), des Vaters der heute noch bekannten binären Nomenklatur von Spezies, ersichtlich wird. Linné unterscheidet hierarchisch zwischen Steinen, Pflanzen und Tieren (in der Hierarchie ganz oben), wobei er jedem einzelnen dieser Bereiche noch vier Ränge zuweist: Klasse, Ordnung, Gattung und Spezies bzw. Art&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nicolson, Dan H.|Titel=Stone, Plant, or Animal|Zeitschrift=TAXON 51|Ort=Hoboken, New Jersey|Verlag=Wiley|Jahr=2002|Seite=7-10, hier S. 7|Online=https://doi.org/10.2307/1554958|Abruf=04.06.2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der wissenschaftliche Name einer Pflanze setzt sich auch heute noch zumindest aus der Gattung und der Spezies zusammen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Birkhan, Helmut|Titel=Pflanzen im Mittelalter. Eine Kulturgeschichte|Ort=Wien/Köln/Weimar|Verlag=Böhlau Verlag|Jahr=2012|Seite=38}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, als Beispiel sei die Kartoffel mit ihrer wissenschaftlichen Bezeichnung ''Solanum tuberosum'' genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kategorie Geschlecht===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung der sozialen und kulturellen Einschreibungen von Geschlecht (Gender) von der körperlichen Geschlechtsdimension (''sex'') wird seit Judith Butler kritisiert, denn die beiden Geschlechterdimensionen hängen untrennbar miteinander zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Butler, Judith|Titel=Gender Trouble|Ort=New York/London|Verlag=Routledge|Jahr=2007|Seite=8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum 17. Jahrhundert, so Laqueur, wurde über das sogenannte ''One''-''sex''-Modell nach Galen jedoch immer wieder die männliche Dominanz bekräftigt, indem das primäre weibliche Geschlechtsorgan, also die Vagina, als anatomisch „minderwertige“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sieber, Andrea|Titel=Gender Studies|Herausgeber*in=Ackermann, Christiane/Egerding, Michael|Sammelband=Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch|Ort=Berlin/Boston|Verlag=Walter de Gruyter|Jahr=2015|Seite=103-140, hier S. 130}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Variante des Penis des Mannes betrachtet wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Laqueur, Thomas|Titel=Auf den Leib geschrieben. Die Inszenierung der Geschlechter von der Antike bis Freud. Aus dem Englischen von H. Jochen Bußmann|Ort=Frankfurt am Main/New York|Verlag=Campus-Verlag|Jahr=1992|Seite=39-49}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Laqueurs Ansatz, „daß auch die Wahrnehmung und Interpretation der Sexualorgane kulturell geprägt sei“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Stephan, Inge|Titel=Gender, Geschlecht und Theorie|Herausgeber*in=von Braun, Christina/Stephan, Inge|Sammelband=Gender Studien. Eine Einführung|Ort=Stuttgart/Weimar|Verlag=J. B. Metzler|Jahr=2006|Seite=52-90, hier S. 80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist durchaus zu befürworten; die Annahme eines ''One''-''sex''-Modells vom Mittelalter bis in die Moderne hinein gilt heute jedoch als überholt: „Laqueur is correct to point out the power of Galen’s one-sex body in sixteenth- and seventeenth-century European culture, but he wrongly assumes that it spent the intervening centuries percolating along“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Park, Katherine|Titel=Cadden, Laqueur, and the ‚One-Sex Body‘|Zeitschrift=Medieval Feminist Forum: A Journal of Gender and Sexuality 46 (1)|Ort=Michigan|Verlag=Western Michigan University|Jahr=2010|Seite=96-100, hier S. 99-100|Online=https://scholarworks.wmich.edu/mff/vol46/iss1/10/|Abruf=26.03.2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Hinblick auf die Gender-Komponente postulieren Schul/Böth besonders für fiktionale mittelhochdeutsche Texte „eine Pluralität der Geschlechtsidentitäten“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Schul, Susanne/Böth, Mareike|Titel=Abenteuerliche ‚Überkreuzungen‘: Vormoderne intersektional|Herausgeber*in=Schul, Susanne/Böth, Mareike/Mecklenburg, Michael|Sammelband=Abenteuerliche ‚Überkreuzungen‘: Vormoderne intersektional (Aventiuren 12)|Ort=Göttingen|Verlag=V&amp;amp;R unipress|Jahr=2017|Seite=S. 9-39, hier S. 27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kategorie Körper===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es in mittelhochdeutscher Literatur nicht den einen Körper gibt, sondern durchaus hybride und miteinander verflochtene Formen, betonen Schul / Böth:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die heteronormative Geschlechterordnung wurde in vormodernen Gesellschaften nicht in gleicher Weise über eine gefestigte, biologisch-anatomische Verfasstheit des Körpers hergeleitet [wie in der Moderne], so dass in unterschiedlichen diskursiven Kontexten auch variable Formationen ausgebildet werden, die die physischen Grenzen eher fließend gestalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Schul, Susanne/Böth, Mareike|Titel=Abenteuerliche ‚Überkreuzungen‘: Vormoderne intersektional|Herausgeber*in=Schul, Susanne/Böth, Mareike/Mecklenburg, Michael|Sammelband=Abenteuerliche ‚Überkreuzungen‘: Vormoderne intersektional (Aventiuren 12)|Ort=Göttingen|Verlag=V&amp;amp;R unipress|Jahr=2017|Seite=S. 9-39, hier S. 27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Fehlen von Beschreibungen biologischer Elemente betont auch Sieber und verweist auf die „Konstruktion elitärer Körper“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sieber, Andrea|Titel=Gender Studies|Herausgeber*in=Ackermann, Christiane/Egerding, Michael|Sammelband=Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch|Ort=Berlin/Boston|Verlag=Walter de Gruyter|Jahr=2015|Seite=103-140, hier S. 117}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in mittelhochdeutschen Texten. Geschlecht eignet im Mittelalter schließlich auch ein stratifizierend-räumliches Moment&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sieber, Andrea|Titel=Gender Studies|Herausgeber*in=Ackermann, Christiane/Egerding, Michael|Sammelband=Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch|Ort=Berlin/Boston|Verlag=Walter de Gruyter|Jahr=2015|Seite=103-140, hier S. 118}}&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Während männliche Protagonisten den architektonisch und geographisch organisierten Raum unbegrenzt erfahren können, bleibt der Aktionsradius weiblicher Figuren meist auf die Kemenate als Schutzraum beschränkt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sieber, Andrea|Titel=Gender Studies|Herausgeber*in=Ackermann, Christiane/Egerding, Michael|Sammelband=Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch|Ort=Berlin/Boston|Verlag=Walter de Gruyter|Jahr=2015|Seite=103-140, hier S. 124}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kategorien Spezies und Gender stellen aber nicht nur die Einschreibungen sozialer Konstrukte dar, sondern markieren auch, „dass unsere Körper materiell verstrickt sind mit einer Vielzahl von Elementen der natürlichen Umwelt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Grewe-Volpp, Christa|Titel=Ökofeminismus und Material Turn|Herausgeber*in=Dürbeck, Gabriele/Stobbe, Urte|Sammelband=Ecocriticism. Eine Einführung|Ort=Köln/Weimar/Wien|Verlag=Böhlau Verlag|Jahr=2015|Seite=44-56, hier S. 51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie sind erstens „selbst aktiv an der Produktion von Bedeutung beteiligt. Körper sind […] sowohl biologische Phänomene als auch das Resultat diskursiver Prozesse“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Grewe-Volpp, Christa|Titel=Ökofeminismus und Material Turn|Herausgeber*in=Dürbeck, Gabriele/Stobbe, Urte|Sammelband=Ecocriticism. Eine Einführung|Ort=Köln/Weimar/Wien|Verlag=Böhlau Verlag|Jahr=2015|Seite=44-56, hier S. 49}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Hierarchien, Ungerechtigkeiten und Differenzmerkmale spiegeln sich so zweitens immer auch auf dem Körper wider, in Hinblick auf Geschlechtseinschreibungen etwa durch „die Erzeugung eines geschlechtsspezifischen Habitus als inszenatorischer Effekt von Einkleidung oder kultureller Attribuierung“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sieber, Andrea|Titel=Gender Studies|Herausgeber*in=Ackermann, Christiane/Egerding, Michael|Sammelband=Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch|Ort=Berlin/Boston|Verlag=Walter de Gruyter|Jahr=2015|Seite=103-140, hier S. 118}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der mittelhochdeutschen Literatur besonders aufschlussreich für Markierungen von Differenzen sind also Kleidung und kulturelle Attribuierungen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Sieber, Andrea|Titel=Gender Studies|Herausgeber*in=Ackermann, Christiane/Egerding, Michael|Sammelband=Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch|Ort=Berlin/Boston|Verlag=Walter de Gruyter|Jahr=2015|Seite=103-140, hier S. 120-123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei aber nicht nur der Spezies Mensch Körper eignen, sondern eben auch ‚anderen‘ Spezies. Drittens führen Körper selbst diskriminierende, unterdrückende und misshandelnde Handlungen aus. Körper stellen somit sowohl eine intersektionale Kategorie als auch deren Projektionsfläche dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelbeiträge der Reihe „Ökofeminismus in der Vormoderne“==&lt;br /&gt;
*[[Platzhalter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausblick==&lt;br /&gt;
Abschließend sei hervorgehoben, dass die Liste dieser operationalisierten ökofeministischen Differenzkategorien erweitert werden kann und muss – [[:Kategorie:Literaturwissenschaft|literaturwissenschaftlichen]] Analysen lediglich auf die Kategorien Spezies, Geschlecht und Körper zu konzentrieren, würde eine Reduktion dieser Analysen provozieren. Je nach Text müssen induktiv weitere Kategorien erarbeitet werden, um die gesamte Dimension von Repression und Benachteiligung erfassen zu können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Wissen_in_der_Klimakrise&amp;diff=6661</id>
		<title>Wissen in der Klimakrise</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Wissen_in_der_Klimakrise&amp;diff=6661"/>
		<updated>2025-02-27T15:05:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei: Logo-ndk-trans-gold.png|left|40px|Über Klimawandel nachdenken]]Dieser Artikel ist Teil einer [[:Kategorie:Reihen|Reihe]]. Er dient als Einführung in ein [[:Kategorie:Wissen in der Klimakrise|Schwerpunktthema]], in dem '''Wissen''' vor dem Hintergrund der '''Klimakrise''' aus wissenschftsphilosophischer und erkenntnistheoretischer Perspektive reflektiert wird. Die [[Wissen_in_der_Klimakrise#Einzelbeitr.C3.A4ge_der_Reihe_.E2.80.9EWissen_in_der_Klimakrise.E2.80.9C|Einzelbeiträge der Reihe]] finden Sie weiter unten.&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:30%;&amp;quot; | [[Datei: Zitat-Daston.png|class=img-responsive]]|| style=&amp;quot;padding:10px&amp;quot; | Im Alltagsverständnis wird Wissen häufig als stabil und abgeschlossen begriffen, als etwas, was man sich aneignen und entsprechend abrufen kann und bei dem man entweder richtig oder falsch liegt. Gerade weil das Wissen in der Klimakrise im besten Fall handlungsorientierende Grundlage politischer, gesellschaftlicher, ökonomischer oder ökologischer Entscheidungen ist, mag insbesondere in diesem Kontext das Berufen auf Fakten „zwar intuitiv überzeugen. Umso mühevoller ist es, sich bewusst zu machen, dass Fakten nur unter je eigenen Voraussetzungen als solche auftreten.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hornuff, Daniel |Titel=Wissenschaft im postfaktischen Zeitalter. Sieben Thesen |Zeitschrift=ZiF-Mitteilungen |Band=22 |Nummer=3 |Jahr=2017 |Seite=68 | Online=https://www.uni-bielefeld.de/ZIF/Publikationen/Mitteilungen/Ausgaben/2017-3.pdf |Abruf=18.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieses Sapnnungsverhältnis verweist auch [[Lorraine Daston]] in dem Eingangszitat, wenn sie davon spricht, dass Fakten in ihrem Vorhandensein stabil sind, ihre Bedeutung aber weitaus weniger stabil oder klar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Daston, Lorraine |Titel=Marvelous Facts and Miraculous Evidence in Early Modern Europe  |Herausgeber*in=Chandler, James; Davidson, Arnold I.; Harootunian, Harry D. |Sammelband=Questions of evidence: proof, practice and persuasion across the disciplines |Ort=Chicago |Verlag=Chicago University Press |Jahr=1994 |Seite=243-274, hier S. 243}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor diesem Hintergrund geht es unter dem Titel „Wissen in der Klimakrise“ im Folgenden auch nicht um den Versuch eines Wissensberichts bekannter [[Tatsache (alltagssprachlich)|Tatsachen]] über den Klimawandel, sondern vielmehr darum, den Begriff unseres Wissens zu reflektieren und für den Diskurs um den Klimawandel zu schärfen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Standarddefinition von Wissen==&lt;br /&gt;
Seit der Antike gibt es die Bestrebung, eine klare Differenzierung zwischen Wissen und Meinung herauszustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;So weist Platon an mindestens zwei Stellen seiner Werke auf diese Unterscheidung hin: Theaitetos (201d) sowie Politeia (506c).&amp;lt;/ref&amp;gt; Hieraus hat sich eine Art „Standarddefinition von Wissen“ entwickelt, bei der Wissen an drei Bedingungen geknüpft ist:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ein Subjekt S weiß, dass p, genau dann, wenn&lt;br /&gt;
#p wahr ist&lt;br /&gt;
#S der Überzeugung ist, dass p&lt;br /&gt;
#S gute Gründe für die Überzeugung, dass p hat&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ayer, Alfred J. |Titel=The Problem of Knowledge |Ort=London |Verlag= Macmillan |Jahr=1956 |Seite=34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Definition zufolge ist Wissen eine ''wahre, begründete Überzeugung''. Selbst wenn diese Begriffsbestimmung nicht vollumfänglich ist und immer wieder in der Kritik steht,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu eine Übersicht in {{Quellen-Literatur|Autor*in=Bieri, Peter |Titel=Bedingungen für Wissen |Herausgeber*in=Bieri, Peter |Sammelband=Analytische Philosophie der Erkenntnis |Ort=Weinheim |Verlag=Athenäum |Jahr=1997 |Seite=75-84 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; taugt sie auch deshalb als Ausgangspunkt, weil sie intuitiv nachvollziehbar ist:&lt;br /&gt;
#''Wahrheitsbedingung'':&amp;lt;br /&amp;gt;Falls jemand sagt, es würde regnen, es aber nicht regnet, würde man nicht sagen, dass er oder sie weiß, dass es regnet&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Überzeugungsbedingung'':&amp;lt;br /&amp;gt;Falls jemand sagt, es würde regnen, aber nicht davon überzeugt ist, dass es regnet, würde man nicht sagen, dass er oder sie weiß, dass es regnet&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#''Rechtfertigungsbedingung'':&amp;lt;br /&amp;gt;Falls jemand sagt, es würde regnen, hierfür aber keinerlei Gründe anführen kann, würde man nicht sagen, dass er oder sie weiß, dass es regnet&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reflexion von Wissen===&lt;br /&gt;
[[Datei: Banksy-believe-in-Global-Warming.jpg|thumb|Arbeit des britischen Künstlers Banksy, London 2009.]]Als Ausgangspunkt einer ersten Reflexion lassen sich alle drei Bedingungen der Standarddefinition problematisieren. So lässt sich mit Blick auf die ''Wahrheitsbedingung'' fragen, was mit „wahr“ gemeint sein könnte, welches Konzept von Wahrheit jeweils zugrundgelegt wird – beispielsweise eine Korrespondenz-, Kohärenz- oder Konsenstheorie der Wahrheit – oder welche Kriterien zur Überprüfung der Wahrheit herangezogen werden können. Mit Blick auf die ''Überzeugungsbedingung'' lässt sich überlegen, was eine Überzeugung zu einer Überzeugung macht oder welcher Grad des Vertrauens in die Richtigkeit einer Aussage vorliegen muss, um davon überzeugt zu sein. Schließlich erlaubt die Bezugnahme auf die ''Rechtfertigungsbedingung'' die Frage, welche Formen der Rechtfertigung einer Überzeugung anerkannt werden sollen oder dürfen, bspw. durch Verweis auf individuelle Erkenntnisressourcen wie Wahrnehmen, Erinnern und Schlussfolgern oder auf empirische Messergebnisse, mathematische Beweise, Traditionen oder Dogmen etc.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um genau diese Fragen drehen sich – grob zusammengefasst – die Überlegungen der klassischen Erkenntnistheorie spätestens seit [[René Descartes]]. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde hingegen zunehmend das zuvor vernachlässigte erkennende Subjekt in der Standarddefinition des Wissens erkenntnistheoretisch reflektiert, indem – kurz gesagt – die Frage gestellt wurde, wer eigentlich „S“ ist. Die Grundannahme dieser jüngeren Entwicklungen ist, „dass menschliches Wissen grundständig sozial konstituiert ist und auf kooperativen Akten eines kollektiven Subjektes beruht.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Krämer, Sybille |Titel= Einführung in die Theoretische Philosophie WS 2017/18: Abschlussgedanken als Eröffnung weiterer Perspektiven |Jahr=2018 |Website=Freie Universität Berlin |Online=https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we01/institut/mitarbeiter/emeriti/kraemer/PDFs/Einfuehrung-in-die-theor_-Philo/VL14_TheoPhil_Abschluss.pdf |Abruf=16.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; So fragt die feministische Erkenntnistheorie etwa nach den sozialen, kulturellen oder politischen Einflüssen von Geschlecht auf das jeweilige Wissen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa {{Quellen-Literatur|Autor*in=Code, Lorraine |Titel= Is the Sex of the Knower Epistemologically Significant?  |Herausgeber*in=Pojman, Louis P. |Sammelband= The Theory of Knowledge: Classical and Contemporary Readings. 3. Auflage |Ort=Wadsworth |Verlag=Belmont |Jahr=2003 |Seite=559–571 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[soziale Erkenntnistheorie]] nimmt die gesellschaftlichen Dimensionen und kollaborativen Aspekte von Wissen in den Blick.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa {{Quellen-Literatur|Autor*in=Goldman, Alvin I. |Titel= Knowledge in a Social World |Ort=Oxford |Verlag= Oxford University Press |Jahr=1999 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
All diese angeführten Aspekte spielen mit Blick auf unser Wissen in der Klimakrise eine gewichtige Rolle und erlauben einen reflektierten Umgang mit eben diesem Wissen: Wie lässt sich die Wahrheit von Aussagen überprüfen, was muss vorausgesetzt werden, um von einer Aussage überzeugt zu sein, wie lässt sich Wissen rechtfertigen, welche Rolle spielt die Zugehörigkeit zu ''race'', ''class'' und ''gender'' bei Wissensansprüchen und welchen Einfluss haben soziale, kulturelle oder politische Praktiken auf unser Wissen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wissen in der Krise==&lt;br /&gt;
Krisen sind kein neuer Zustand. Die individuelle und kollektive Krisenerfahrung umspannt dabei ein breites Spektrum von Lebensbereichen, wenn die Rede von politischen, kulturellen, religiösen, ökologischen, ökonomischen oder Sinn-Krisen ist. Die Krise sei gar „zur strukturellen Signatur der Neuzeit“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= Koselleck, Reinhart  |Titel=Krise |Herausgeber*in=Brunner, Otto; Conze, Werner; Koselleck, Reinhart |Sammelband= Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland |Ort=Stuttgart |Verlag=Ernst Klett |Jahr=1982 |Seite=617–650, hier S. 627 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; avanciert, vermeldete der Historiker [[Reinhart Koselleck]] bereits 1982. Auch im Diskurs um den Klimawandel werden mit Bezug auf Wissen immer wieder Krisensemantiken aufgerufen und dies in zweierlei Dimensionen: Einerseits im Sinne von ''Krisenwissen'', also mit Bezug auf den Inhalt des Wissens, welches innerhalb des als krisenhaft wahrgenommenen Klimazustands hervorgebracht, diskutiert und angewendet wird. Andererseits im Sinne von ''Wissenskrisen'', also mit Bezug auf den Status, die Rolle und die Funktion von Wissen und Wissensansprüchen selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu auch den Titel der vierten Tagung des INSIST-Netzwerkes: {{Quellen-Literatur|Autor*in=INSIST |Titel=4. INSIST-Tagung „Wissenskrisen—Krisenwissen“ |Jahr=2021 |Website=INSIST-Network |Online= https://insist-network.com/insist-tagung-2020/|Abruf=17.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wissenskrisen?===&lt;br /&gt;
[[Datei: March-for-Science-2017b.jpg|thumb|Teilnehmer*innen am March for Science 2017 in Berlin.]]Gerade die zweite Dimension von Wissen in der Krise befördert und wird befördert durch gesellschaftliche Debatten um Deutungs- und Definitionshoheiten von Wissen, die sich auch aus der Vielschichtigkeit des Wissensbegriffs ergeben. Hierbei lassen sich zwei Pole ausmachen: Auf der einen Seite findet sich die maßgeblich politisch und nicht erkenntnistheoretisch geprägte Rede von „alternativen Fakten“, „Fake News“ und „Postfaktizität“, als strategisches Kalkül populistischer Strömungen, die alle Wissenschaftlichkeit zu einer Glaubensfrage abtun wollen. Auf der anderen Seite wird hingegen die positivistisch geprägte Forderung nach mehr (natur-)wissenschaftlichen Tatsachen laut, geäußert etwa in den Beiträgen der [[Fridays-For-Future-Bewegung]] oder in dem viel diskutierten Youtube-Video „[[Die Zerstörung der CDU]].“ von [[Rezo]], aber auch von Mitgliedern der Wissenschaften selbst: „Zu Fakten gibt es keine Alternative!“, lautete entsprechend das Motto, unter dem sich 2017 beim ersten ''March for Science'' weltweit Menschen zusammentaten, um der wachsenden Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Forschungsergebnissen entgegenzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Zinkant, Kathrin |Titel=Sciences Marches – Zu Fakten gibt es keine Alternative |Jahr=2017 |Website=Süddeutsche Zeitung |Online= https://www.sueddeutsche.de/wissen/science-marches-zu-fakten-gibt-es-keine-alternative-1.3474915 |Abruf=18.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Soziologe [[Armin Nassehi]] reagierte umgehend skeptisch auf dieses Motto und betrachtete es als schludrig formulierten Wissenschaftskitsch: „Zu allen Fakten gibt es Alternativen oder wenigstens alternative wissenschaftliche Versionen/Aussagen – davon lebt moderne Wissenschaft.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nassehi, Armin |Titel= Habe gerade einen Riesenschrecken bekommen |Jahr=2017 |Website=Facebook |Online= https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1934393140107124 |Abruf=18.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die aus dem Alltagsverständnis entlehnte Auffassung von alternativlosen und in sich abgeschlossenen Tatsachen ist wissenschaftsphilosophisch hochgradig problematisch, weil diese Behauptung eine Art naiven Positivismus voraussetzt, der (ausschließlich) die positiven d. h. empirisch erfassbaren Phänomene „so wie sie sind“ entdecken will und dabei unterschlägt, dass die [[Entstehung wissenschaftlicher Tatsachen]] de facto komplizierter ist. Diese Kompliziertheit begreifen und besser durchdringen zu lernen, dazu kann die Reflexion unseres Wissens in der Klimakrise beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wissen und Handeln: Ein Dilemma?==&lt;br /&gt;
Der hier eingeführte wissenschaftsphilosophisch reflektierte Wissensbegriff, der im Kontrast zum Alltagsverständnis, aber auch zum populistisch oder auch positivistisch geprägten Wissensbegriff als nicht-dogmatisch und anti-essentialistisch verstanden werden kann, verpflichtet jedoch nicht automatisch zu der Behauptung, „dass es überhaupt keine Fakten“ gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gabriel, Markus |Titel=Warum es die Welt nicht gibt |Ort=Berlin |Verlag=Ullstein |Jahr=2013 |Seite=11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits die Voraussetzung einer solch binären Aufteilung nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip ergibt sich erst vor dem Hintergrund essentialistisch begriffener Wissensdiskurse. Durch die kritische Reflexion der theoretischen Rahmung von Wissen wird das Faktische der Forschung jedoch nicht weniger faktisch. Tatsachen sind auf diese Weise betrachtet – wie die britische Autorin Dorothy L. Sayers in einem ihrer Kriminalromane schreibt – eher wie Kühe: Wenn man ihnen nur lang genug in das Gesicht starrt, rennen sie in der Regel davon. Das bedeutet dann aber eben nicht, dass es Kühe nicht gibt, sondern nur, dass die Kuhbeobachtung eine komplizierte Angelegenheit ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin |Titel=When Controversies Flare Up, Matters-of-Fact Become Matters-of-Concern. Eine wissenschaftsphilosophische Perspektive |Herausgeber*in=Horstmann, Simone |Sammelband= Interspezies Lernen Grundlinien interdisziplinärer Tierschutz- und Tierrechtsbildung |Ort=Bielefeld |Verlag=Transkript |Jahr=2021 |Online=https://www.transcript-verlag.de/chunk_detail_seite.php?doi=10.14361%2F9783839455227-011 |Abruf=24.03.2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wissenschaftliche Tatsachen sind in einem nicht-naiven Sinne nicht alternativlos und bedürfen gerade deshalb einer wissenschaftsphilosophischen Rahmung. Die Kompliziertheit von Wissen zu berücksichtigen bedeutet dann viel mehr, sensibel für die verschiedenen Kontexte bei der Entstehung, Kommunikation und Anwendung von Wissen zu sein (Wissensproduktion) und auch die eigenen Vorannahmen, [[erkenntnistheoretischen Werte]] und Erwartungen bei der Aneignung von Wissen – aus [[Analyse von Pressetexten|Pressetexten]], [[Dokumentarfilme über den Klimawandel|Dokumentarfilmen]] bis hin zu [[Die Zerstörung der CDU|Social Media]] – mit zu reflektieren (Wissensrezeption). &lt;br /&gt;
Nichtsdestotrotz kann dieser Wissensbegriff in ein gedankliches Dilemma führen, welches [[Bruno Latour]] skizziert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„While we spent years trying to detect the real prejudices hidden behind the appearance of objective statements, do we now have to reveal the real objective and incontrovertible facts hidden behind the illusion of prejudices? And yet entire Ph.D. programs are still running to make sure that good American kids are learning the hard way that facts are made up, that there is no such thing as natural, unmediated, unbiased access to truth, that we are always prisoners of language, that we always speak from a particular standpoint, and so on, while dangerous extremists are using the very same argument of social construction to destroy hard-won evidence that could save our lives. Was I wrong to participate in the invention of this field known as science studies? Is it enough to say that we did not really mean what we said? Why does it burn my tongue to say that global warming is a fact whether you like it or not? Why can’t I simply say that the argument is closed for good?“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Latour, Bruno |Titel=Why Has Critique Run out of Steam? From Matters of Fact to Matters of Concern |Zeitschrift=Critical Inquiry |Band=30 |Nummer=2 |Jahr=2004 |Seite=225-248, hier S. 227 | Online=http://www.bruno-latour.fr/sites/default/files/89-CRITICAL-INQUIRY-GB.pdf |Abruf=05.02.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die „Gefahr der Extremist*innen“ besteht darin, dass sie die Kompliziertheit von Wissen in einen essentialistischen Diskurs rückführen und vor dem Hintergrund einer Wahrheit-Falschheit-Dichotomie das Ausbleiben unumstößlicher Fakten als Beleg dafür inszenieren, dass im Grunde gar nichts über den menschengemachten Klimawandel ausgesagt werden könne und man entsprechend auch keine Maßnahmen ergreifen müsse. Aus diesem Dilemma gibt es zumindest drei Auswege.&lt;br /&gt;
*Ein ''positivistischer'' Ausweg besteht darin, das Tatsachenmonopol für sich zu beanspruchen – „global warming is a fact whether you like it or not“ – was jedoch bedeutet, sich auf den Wahrheitsstreit der Populisten einzulassen und dabei zu unterschlagen, dass aus wissenschaftlichen Theorien und Tatsachen zwar „technisch verwertbares, aber kein normatives, kein handlungsorientierendes Wissen“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Habermas, Jürgen |Titel=Erkenntnis und Interesse, 13. Aufl. |Ort=Frankfurt a. M. |Verlag=Suhrkamp |Jahr=2001 |Seite=355 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; unmittelbar folgt.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Ein ''diskursiver'' Ausweg besteht darin, die Kompliziertheit von Wissen offensiv zu betonen und so einen „öffentlichen Methodenstreit“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Hornuff, Daniel |Titel=Wissenschaft im postfaktischen Zeitalter. Sieben Thesen |Zeitschrift=ZiF-Mitteilungen |Band=22 |Nummer=3 |Jahr=2017 |Seite=68 | Online=https://www.uni-bielefeld.de/ZIF/Publikationen/Mitteilungen/Ausgaben/2017-3.pdf |Abruf=18.03.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu suchen, bei dem insbesondere die je eigenen Vorannehmen und Voraussetzungen offengelegt werden und damit sowohl populistische als auch positivistische Ansätze hinterfragt werden können. In diesem Sinne geht eine Beschäftigung mit der Klimakrise über das bloß Faktische hinaus und begereift die [[Climate Thinking – Klimakrise als Matter of Concern|Klimakrise als Matter of Concern]].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Ein ''handlungsorientierender'' Ausweg besteht darin, die Kompliziertheit von Wissen in einen [[Umweltethik|ethisch-praktischen Umwelt-Diskurs]] zu überführen, der die Handlungen des kollektiven Ganzen bzw. Handlungen, die das kollektive Ganze betreffen in den Fokus nimmt, wie dies etwa [[Hans Jonas]]’ „Ethik für die technologische Zivilisation“ vorschlägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonas’ Handlungsmaximen können selbst dann Gültigkeit beanspruchen, wenn die Wissenslage tatsächlich uneindeutig ausfallen würde: „Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“ Eine solche Forderung verpflichtet dazu bereits heute Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen: Man dürfe zwar das eigene Leben riskieren, so Jonas, nicht aber das der gesamten Menschheit, weshalb die Gefahr der schlechteren Prognose der besseren vorzuziehen sei. Vgl. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Jonas, Hans |Titel= Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation |Ort=Frankfurt a. M. |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1979 |Seite=36 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelbeiträge der Reihe „Wissen in der Klimakrise“==&lt;br /&gt;
===Was ist eine Tatsache?===&lt;br /&gt;
Für „Wissensgesellschaften“&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe etwa {{Quellen-Literatur|Autor*in=Willke, Helmut |Titel=Supervision des Staates|Ort=Frankfurt a. M. |Verlag=Suhrkamp |Jahr=1997 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; scheint es wie selbstverständlich, sich auf Tatsachen zu berufen. Doch bereits die Frage danach, was von wem und in welchen Kontexten als Tatsache anerkannt wird, eröffnet den Blick auf den Tatsachenbegriff selbst. Hier lassen sich verschiedene Perspektivierungen unterscheiden, u. a.&lt;br /&gt;
*ein [[Tatsache (alltagssprachlich)|vorreflexiver Tatsachen-Begriff]] aus der Alltagssprache&lt;br /&gt;
*ein [[Tatsache (wissenschaftssoziologisch)|wissenssoziologischer Tatsachen-Begriff]] aus der Wissenschaftsforschung&lt;br /&gt;
*ein [[Tatsache (wissenschaftshistorisch)|wissenschaftshistorischer Tatsachen-Begriff]] der Wissenschaftsgeschichte&lt;br /&gt;
* ein [[Tatsache (sprachphilosophisch)|sozialontologischer Tatsachen-Begriff]] aus der Sprachphilosophie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführendes==&lt;br /&gt;
*Behrendt, Gianna; Henkel, Anna (Hrsg.) (2018): ''10 Minuten Soziologie: Fakten''. Bielefeld: Transcript.&lt;br /&gt;
*Dryzek, John S.; Noorgard, Richard B.; Schlossberg, David (Hrsg.) (2011): ''The Oxford Handbook of Climate Change and Society''. Oxford, New York: Oxford University Press.&lt;br /&gt;
*Jebeile, Julie (2020): ''Values and Objectivity in the Intergovernmental Panel on Climate Change''. In: Social Epistemology 34(5), S. 453-468.&lt;br /&gt;
*Latour, Bruno (2018): ''Das terrestrische Manifest''. Berlin: Suhrkamp.&lt;br /&gt;
*Parker, Wendy (2018): ''Climate Science''. In: Zalta, Edward N. (Hrsg.): The Stanford Encyclopedia of Philosophy. [https://plato.stanford.edu/archives/sum2018/entries/climate-science Online], zuletzt abgerufen am 11.04.2021.&lt;br /&gt;
*Winsberg, Eric (2018): ''Philosophy and Climate Science''. Cambridge: Cambridge University Press.&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Martin |Nachname=Böhnert |Vorname2= |Nachname2= |Tag=25 |Monat=03 |Jahr=2021 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissen in der Klimakrise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tatsachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reihen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bruno Latour]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lorraine Daston]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:René Descartes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reinhart Koselleck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hans Jonas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Armin Nassehi]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Analyse_von_Pressetexten&amp;diff=6660</id>
		<title>Analyse von Pressetexten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Analyse_von_Pressetexten&amp;diff=6660"/>
		<updated>2025-02-27T14:59:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei: Logo-spr-trans-blue.png|left|40px|Über Klimawandel sprechen]]Dieser Artikel ist Teil einer [[:Kategorie:Reihen|Reihe]]. Er dient als Einführung in ein [[:Kategorie:Pressetexte|Schwerpunktthema]], in dem '''Pressetexte''' aus [[:Kategorie:Sprachwissenschaft|sprachwissenschaftlicher]] Perspektive '''analysiert''' werden. Die [[Analyse_von_Pressetexten#Einzelbeitr.C3.A4ge_der_Reihe_.E2.80.9EAnalyse_von_Pressetexten.E2.80.9C|Einzelbeiträge der Reihe]] finden Sie weiter unten.  &lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:30%;&amp;quot; | [[Datei: Zitat-Werning.png|class=img-responsive]]|| style=&amp;quot;padding:10px&amp;quot; | Die Analyse von Pressetexten wird in der Sprachwissenschaft genutzt, um sichtbar zu machen, wie gesamtgesellschaftlich relevante Themen in einer Sprachgemeinschaft (z. B. Deutschland) verhandelt werden. Dabei geraten bevorzugt Texte und Äußerungen von Akteur*innen aus Politik (z. B. Umweltminister*innen) und Gesellschaft (z. B. Aktivist*innen wie Greta Thunberg), aber auch aus der Öffentlichkeit (in Leser*innenbriefen oder Social Media) in den Blick. Wenn bestimmte ikonisch gewordene Bilder häufig auf Start- und Frontseiten auftauchen oder eingängige Schlagwörter oft in Schlagzeilen genutzt werden, liegt es nahe, zu vermuten, dass diese die öffentliche Wahrnehmung des Problemkomplexes Klimawandel prägen. Dass das nicht immer ausreicht, beklagt beispielsweise der taz-Autor Heiko Werning, als bei der Mehrheit der Gesellschaft trotz der apokalyptisch anmutenden Fotos der [[Berichterstattung über die Waldbrände in Kalifornien 2020|Waldbrände in Kalifornien]] kein Umdenken in Hinblick auf den Klimawandel stattfindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Werning, Heiko |Titel=Alle mal wegschauen |Jahr=2020 |Website=taz |Online=https://taz.de/Waldbraende-in-den-USA/!5709775/ |Abruf= 12.05.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Und trägt damit natürlich zur weiteren öffentlichen Meinungsbildung im Rahmen von Pressetexten bei.&lt;br /&gt;
Solchen Dynamiken des gesamtgesellschaftlichen Sprechens (und Wissens) mithilfe der Pressetextanalyse auf die Spur zu kommen ist ein zentrales Anliegen der linguistischen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursanalyse]].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Relevanz massenmedialer Berichterstattung in der Gesellschaft und als Analyseobjekt==&lt;br /&gt;
Das Aufkommen neuer Kommunikationsmöglichkeiten durch die Entwicklung des Internets steht zunehmend im Fokus von Fragen der sprachwissenschaftlichen Diskursanalyse. Während sich ältere Untersuchungen vor allem auf schriftsprachliche Texte bestimmter zentraler Presseorgane beziehen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Kalwa, Nina|Titel=Das Konzept »Islam«. Eine diskurslinguistische Untersuchung|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2013}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lautenschläger, Sina|Titel=Geschlechtsspezifische Körper- und Rollenbilder. Eine korpuslinguistische Untersuchung|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
rücken zunehmend auch Social Media und eine [[Multimodalität|multimodale Perspektivierung]] von Massenmedien ins Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.&lt;br /&gt;
Dennoch ist die Bedeutung der historisch länger etablierten Massenmedien nicht zu unterschätzen. So argumentieren die Kulturwissenschaftlerin [[Clara S. Thompson]] und der Politikwissenschaftler [[Max Goldenbaum]] in Bezug auf die Fridays for Future-Bewegung:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl ihre Anliegen und Narrative auch durch soziale Medien in die Öffentlichkeit gebracht werden können, versprechen sie nicht die gleiche Reichweite wie Massenmedien. Da die Massenmedien aktive Mitgestalter der Erzählung über die Klimakrise sind, sind soziale Bewegungen davon abhängig, dass ihre Themen in die Medien gebracht werden. Massenmedien bestimmen maßgeblich mit, welche Geschichten sich durchsetzen, und können dadurch die Meinung von Medienrezipient_innen beeinflussen. Diese können dann durch ihre Rolle als Wähler_innen, Konsument_innen oder Unterstützer_innen entsprechende Reaktionen in der Politik und Wirtschaft hervorrufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Goldenbaum, Max/Thompson, Clara S.|Titel=Fridays for Future im Spiegel der Medienöffentlichkeit|Herausgeber*in=Haunss, Sebastian/Sommer, Moritz|Sammelband=Fridays for Future – Die Jugend gegen den Klimawandel. Konturen der weltweiten Protestbewegung|Ort=Bielefeld|Verlag=transcript|Jahr=2020|Seite=184}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insofern bleibt eine Analyse zentraler Presseorgane und ihrer Online-Ableger wie beispielsweise des Magazins [[Berichterstattung über die Waldbrände in Kalifornien 2020|Der Spiegel]] oder der [[Süddeutschen Zeitung]] unverzichtbar, möchte man herausarbeiten, inwiefern und inwieweit größere Problemkomplexe wie der Klimawandel durch die Gesellschaft wahrgenommen und angegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaftliche Analyse von Pressetexten ==&lt;br /&gt;
Die Etablierung der Pressetextanalyse als zentralem Zugang zu gesellschaftlichem Wissen durch die Sprachwissenschaft hat eine Vielzahl methodischer Ansätze hervorgebracht, die sich je nach thematischem Schwerpunkt oder ausgewähltem Korpus richten. Um die wachsende Methodenvielfalt zu überblicken, entstehen inzwischen auch wissenschaftliche Übersichtsartikel, die die einzelnen Ansätze zu einem kohärenten methodischen Vorgehen zusammenführen.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel dieser Bemühungen stellt die Untersuchung [[Andreas Gardt|Andreas Gardts]] dar, der die einzelnen Ansätze den drei folgenden Leitperspektiven auf Textanalysen unterordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas|Titel=Textanalyse als Basis der Diskursanalyse. Theorie und Methoden|Herausgeber*in=Felder, Ekkehard|Sammelband=Faktizitätsherstellung in Diskursen. Die Macht des Deklarativen|Ort=Berlin/New York|Verlag=De Gruyter|Jahr=2013|Seite=29-55}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kommunikativ-pragmatischer Rahmen===&lt;br /&gt;
Eine Analyse beginnt üblicherweise mit einer kurzen Charakterisierung des untersuchten Presseorgans. In einer modernen Mediengesellschaft ist es für die Sprachbenutzer*innen selbstverständlich, zum Beispiel Zeitungen ein bestimmtes Ethos zuordnen zu können, oder alltagssprachlicher ausgedrückt: Ein bestimmtes Image, das im Wechselspiel zwischen dem Presseorgan und ihren Rezipient*innen gewachsen ist. Das heißt, es werden bestimmte Erwartungen an eine Zeitung herangetragen, und sowohl die Bestätigung als auch die Hinterfragung dieser Erwartungen ist aus linguistischer Sicht interessant. In jedem Falle aber rahmt bereits dieses Wissen auf Produzierenden- und Rezipierendenseite die in den Zeitungen verhandelten Inhalte ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Reszke, Paul|Titel=Wissensdynamik in der Mediengesellschaft. Der Diskurs über Schulamokläufe|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2013|Seite=68-70}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Tereick, Jana|Titel=Klimawandel im Diskurs. Multimodale Diskursanalyse crossmedialer Korpora|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2016|Seite=109-128}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Textsemantisches_Analyseraster_nach_Gardt_(2013).png|thumb|Übersicht über die drei Ebenen des textsemantischen Analyserasters nach Gardt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas|Titel=Textanalyse als Basis der Diskursanalyse. Theorie und Methoden|Herausgeber*in=Felder, Ekkehard|Sammelband=Faktizitätsherstellung in Diskursen. Die Macht des Deklarativen|Ort=Berlin/New York|Verlag=De Gruyter|Jahr=2013|Seite=29-55}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Beispielen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textuelle Makrostruktur===&lt;br /&gt;
Makrostrukturelle Beobachtungen bilden vereinfacht ausgedrückt den ersten Eindruck ab, den sich Rezipierende über einen Text verschaffen. Sie basieren auf Beschreibungen von Themenentfaltungen, die sich anhand von Titeln und Untertiteln, Bildern und ihren Bildunterschriften sowie dem Layout ganzer Seiten oder auch ganzer Zeitungen/Websites nachvollziehen lassen – ist ein Text eher darstellend/berichtend oder meinungsbildend/argumentierend? Die zeitliche Abfolge, in der bestimmte Themen in einem Presseorgan auftauchen und sich weiterentwickeln, spielt hierbei ebenfalls eine zentrale Rolle – bis hin zum konkreten Veröffentlichungszeitpunkt bei Online-Publikationen: Ist es für den Text zentral, möglichst zeitnah zum berichteten Ereignis zu erscheinen, oder wird eher später, dafür aber vielschichtiger/reflektierter berichtet?&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Reszke, Paul|Titel=Wissensdynamik in der Mediengesellschaft. Der Diskurs über Schulamokläufe|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2013|Seite=68-70}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Tereick, Jana|Titel=Klimawandel im Diskurs. Multimodale Diskursanalyse crossmedialer Korpora|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2016|Seite=109-128}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textuelle Mikrostruktur===&lt;br /&gt;
Auf der Mikroebene der Texte können vielfältigste Sprachmuster auffallen. Für den Klimawandeldiskurs können aufgrund der Komplexität des Themas zum Beispiel Metaphern und ikonisch gewordene (so genannte Schlag-)Bilder im Vordergrund einer Analyse stehen, mit denen dieses Phänomen greifbar gemacht wird – so vermittelt eine Abbildung der Erde als ein trauriges Gesicht mit Thermometer im Mund das Konzept Klimawandel als Krankheit oder ein hungernder Eisbär wird als Verweis auf das problematische Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt genutzt.&lt;br /&gt;
Aber auch mehr oder weniger implizite Argumentationsmuster können sich zeigen, wenn beispielsweise durch die häufige oder bevorzugte Nutzung zentraler Schlagwörter bestimmte Maßnahmen gegenüber anderen als dringlicher perspektiviert werden. Je nach dem, ob der Problemkomplex als ''Klimawandel'', ''Klimakrise'' oder ''Klimakatastrophe'' beschrieben wird, erscheinen bestimmte politische Maßnahmen als angebracht oder übertrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Reszke, Paul|Titel=Wissensdynamik in der Mediengesellschaft. Der Diskurs über Schulamokläufe|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2013|Seite=68-70}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Tereick, Jana|Titel=Klimawandel im Diskurs. Multimodale Diskursanalyse crossmedialer Korpora|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2016|Seite=109-128}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelbeiträge der Reihe „Analyse von Pressetexten“==&lt;br /&gt;
*[[Berichterstattung über die Waldbrände in Kalifornien 2020]]&lt;br /&gt;
*[[Nachhaltige Werbekommunikation der UEFA bei der Europameisterschaft 2024]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Paul|Nachname=Reszke|Vorname2= |Nachname2= |Tag=11|Monat=05|Jahr=2021|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pressetexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reihen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=%C3%9Cber_Klimawandel_sprechen&amp;diff=6659</id>
		<title>Über Klimawandel sprechen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=%C3%9Cber_Klimawandel_sprechen&amp;diff=6659"/>
		<updated>2025-02-27T14:58:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei: Logo-spr-trans-blue.png|left|40px|Über Klimawandel sprechen]]'''Über Klimawandel sprechen''' ist eine der drei zentralen Perspektiven, aus der im Rahmen des Projekts [[Climate Thinking]] das Thema Klimawandel erforscht wird.&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:30%;&amp;quot; | [[Datei: Watercolor-Schneemann.png|class=img-responsive]]|| style=&amp;quot;padding:10px&amp;quot; | „Ich will ein heißes Date, keinen heißen Planeten“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Spiegel-Online |Titel=Globaler Klimastreik – &amp;quot;Ich will ein heißes Date, keinen heißen Planeten&amp;quot;  |Jahr=27.09.2019 |Online=https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/fridays-for-future-ich-will-ein-heisses-date-keinen-heissen-planeten-a-1289054.html |Abruf=24.02.2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zitiert Spiegel-Online eine Klimaaktivistin. „Je mehr Zeit ins Land zieht, [...] desto radikaler könnte die Bewegung selbst werden“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Bild-Online |Titel= Blockaden nerven Bürger – „Fridays for Future“-Proteste werden radikaler |Jahr=29.09.2019 |Online=https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/blockaden-nerven-buerger-fridays-for-future-proteste-werden-radikaler-65016746.bild.html |Abruf=24.02.2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt; befürchtet die Bild-Zeitung und der Youtuber Rezo zerstört unter Bezugnahme auf den Klimawandel die CDU – oder zerstört sie sich selbst?&amp;lt;br&amp;gt;Das Sprechen, Schreiben, Diskutieren über den Klimawandel, Klimaziele und die #fridaysforfuture-Proteste findet nach wie vor in den klassischen Presseorganen statt. Längst prägen aber auch Beiträge auf Youtube, Twitter und Instagram die Debatte. Sie suchen Legitimation in Verschwörungstheorien und Wissenschaft (siehe: [[Über Klimawandel nachdenken]]); sie tragen zu Information, Desinformation und Emotionalisierung bei; sie zitieren utopische Ideenwelten und apokalyptische Erzählungen (siehe: [[Vom Klimawandel erzählen]]) – so wie im links zitierten &amp;quot;dystopian mininarrative&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Reisigl, Martin|Titel=&amp;quot;'Narrative!' I can’t hear that anymore&amp;quot;. A linguistic critique of an overstretched umbrella term in cultural and social science studies, discussed with the example of the discourse on climate change |Zeitschrift=Critical Discourse Studies, 18:3 |Jahr=2020 |Seite=368–386, hier S. 376 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/17405904.2020.1822897|Abruf=12.05.2021 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einem fff-Protestschild. Das Sprechen über den Klimawandel ist ein hochgradig komplexes gesellschaftliches Phänomen, dessen Analyse Einblicke in die gegenwärtige politische Kommunikationskultur, Meinungsbildung und die Formierung politischer Gruppen ermöglicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zentrale Perspektiven und Zugänge ==&lt;br /&gt;
=== Pressetexte ===&lt;br /&gt;
In einer modernen, massenmedial geprägten Gesellschaft ist der Großteil des öffentlich zugänglichen Wissens über gesellschaftlich relevante Themen durch Presseorgane vorstrukturiert. Eine [[Analyse von Pressetexten]] erlaubt damit auch den Zugriff auf das Grundgerüst des gesellschaftlichen Denkens, Redens und Wissens über Klimawandel.&lt;br /&gt;
=== Social Media ===&lt;br /&gt;
Anders als z. B. noch in der Ökobewegung der 1990er Jahre lässt sich mit Blick auf den gegenwärtigen Klimadiskurs nicht mehr konstatieren, dass Aktivist*innen „nicht in ausreichendem Maße Zugang zu den wichtigen Medien“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Haß, Ulrike |Titel=Das Besetzen von Begriffen. Kommunikative Strategien und Gegenstrategien in der Umweltdiskussion |Herausgeber*in=Liedtke, Frank/Wengeler, Martin/Böke, Karin |Sammelband=Begriffe besetzen – Strategien des Sprachgebrauchs in der Politik |Ort=Opladen |Verlag=Westdeutscher |Jahr=1991 |Seite=330–337, hier S. 330 |Online= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; hätten, denn im Zuge der Digitalisierung und des medialen Wandels findet die Debatte und öffentliche Meinungsbildung maßgeblich auch in Youtube-Videos, Tweets auf X, [[Klimaprotest in analogen und digitalen Diskursräumen|Posts auf Instagram]], Messenger-Chats etc. statt. Ein populäres Beispiel hierfür ist das Youtube-Video [[Die Zerstörung der CDU]]. des Influencers Rezo.&lt;br /&gt;
=== Kunstkommunikation ===&lt;br /&gt;
Ein wachsender Zweig zeitgenössischer Kunst versucht aktiv in politische und gesellschaftliche Prozesse einzugreifen, insbesondere was Fragen des Umgangs mit Natur und Umwelt angeht. Für die Wirkungskraft ﻿umweltaktivistischer Kunst sind weltbekannte Ausstellungen wie die Kasseler [[documenta]] oftmals ein Multiplikator: Durch [[Kunstkommunikation]] werden auch globale Problemkomplexe in die Öffentlichkeit getragen.&lt;br /&gt;
=== Linguistic Landscapes ===&lt;br /&gt;
Öffentlich sichtbar wird der Klimadiskurs in öffentlichen Räumen auch weit über Kunstwerke hinaus. Schilder, Plakate, Aufkleber, Aufsteller etc. konstituieren [[KLICK – Klimacampus Kassel|Linguistic Landscapes]], in denen der Klimawandel dauerhaft und flüchtig, offiziell und transgressiv, mono- und dialogisch thematisiert und diskursiv verhandelt wird. Dies veranschaulicht  das Projekt [[KLICK – Klimacampus Kassel|KLICK]] am Beispiel des Zentralstandorts der Universität Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentarfilme===&lt;br /&gt;
Die populäre Wissensvermittlung über den Klimawandel, dessen Folgen für die Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft etc. findet häufig mittels ﻿[[Dokumentarfilme über den Klimawandel|Dokumentarfilmen]] statt. Die Verbindung von  Naturaufnahmen, Animationen, Schaubildern, Expert*innenkommentaren und O-Tönen ermöglicht eine immersive, anschauungsreiche Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen und Entwicklungen. Aktuelle Dokumentarfilme weisen häufig einen emotionalisierenden Zugang zu dem Themenkomplex auf und senden Handlungsappelle an die Zuschauer*innen.&lt;br /&gt;
=== Unternehmenskommunikation ===&lt;br /&gt;
Unternehmen sehen sich nicht nur zunehmend den Erwartungen ausgesetzt, nachhaltig und klimabewusst zu handeln, sondern ein nachhaltiges, klimafreundliches Image kann auch zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen führen. Greenmarketing oder z.T. Greenwashing sind somit fester Bestandteil der [[Unternehmenskommunikation]], sei es etwa im Kontext von Nachaltigkeitsberichten&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Reimann, Sandra |Titel=Werbung mit Nachhaltigkeit. Strategien der Unternehmenskommunikation aktuell |Herausgeber*in=Mattfeldt, Anna; Schwegler, Carolin; Wanning, Berbeli |Sammelband=Natur, Umwelt, Nachhaltigkeit. Perspektiven auf Sprache, Diskurse und Kultur |Ort=Berlin; Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2021 |Seite=217-246}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der Produktwerbung. Vergleichbares lässt sich zunehmend auch in der Kommunikation staatlicher Institutionen oder gemeinnütziger Vereine und Verbände wie zum Beispiel der [[Nachhaltige Werbekommunikation der UEFA bei der Europameisterschaft 2024|UEFA]] feststellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführendes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auken, Sune; Sunesen, Christel (Hrsg.) (2020): ''Genre in the Climate Debate''. Berlin, New York: de Gruyter.&lt;br /&gt;
*Höllein, Dagobert; Wieders-Lohéac, Aline (Hrsg.) (2022): ''Fridays for Future. Sprachliche Perspektiven auf eine globale Bewegung''. Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
*Martin, Reisigl (Hrsg.) (2020): ''Klima in der Krise – Kontroversen, Widersprüche und Herausforderungen in Diskursen über Klimawandel. Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie''/OBST 97. Duisburg: Universitätsverlag Rhein-Ruhr.&lt;br /&gt;
*Mattfeldt, Anna; Schwegler, Carolin; Wanning, Berbeli (Hrsg.) (2021): ''Natur, Umwelt, Nachhaltigkeit. Perspektiven auf Sprache, Diskurse und Kultur''. Berlin, New York: de Gruyter.&lt;br /&gt;
*Schwegler, Carolin; Mattfeldt, Anna (Hrsg.) (2021): ''Deutsche Sprache. Themenheft &amp;quot;Nachhaltigkeit und Linguistik. Sprachwissenschaftliche Innovationen im Kontext einer globalen Thematik&amp;quot;''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Felix |Nachname=Böhm |Vorname2=Paul |Nachname2=Reszke |Tag=17 |Monat=03 |Jahr=2021 |Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Youtube]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pressetexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstkommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentarfilme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Social Media]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer/Werkstatt&amp;diff=6658</id>
		<title>Benutzer:Jennifer Langer/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer/Werkstatt&amp;diff=6658"/>
		<updated>2025-02-27T11:12:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CT-LH-Logo-klein.png||class=img|center]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#5095c8; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-spr-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel sprechen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#4aac96; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-erz-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Vom Klimawandel erzählen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#eac372; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-ndk-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel nachdenken&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Über den Klimawandel sprechen bezieht sich auf spezifische Gesprächsformate, Textsorten und Medienangebote und deren jeweilige Kontextabhängigkeiten. Sprechen lässt sich so als hochgradig komplexes Phänomen begreifen, dessen Analyse Einblicke in klimabezogene Kommunikation, Meinungsbildungsprozesse oder die Formierung politischer Gruppen bietet.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Vom Klimawandel erzählen richtet sich auf die Analyse von Darstellungen und Perspektivierungen, die es erlauben, das innerhalb multipler Krisen Unvorstellbare vorstellbar zu machen und auch affektive Wirkung zu entfalten. Die Möglichkeiten insbesondere fiktionaler Erzählungen erlauben Reales und Imaginäres so zu verbinden, dass Erfahrungszusammenhänge neu perspektiviert oder ganz neu entworfen werden können.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Über den Klimawandel nachdenken setzt Reflexionsprozesse darüber in Gang, wie die Relationen verschiedener Konzepte und mehr-als-menschlicher Akteur*innen gedacht werden und gedacht werden können. Dabei werden Denkfiguren wie Natur, Gesellschaft oder Fortschritt in ihren kontingenten Entwicklungen oder auch die zeitlichen und räumlichen Verflechtungen von Handlungen und planetaren Auswirkungen sichtbar. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=text-align:center | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein Living Handbook&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Was ist das?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wie geht das?&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Lust auf Mitgestaltung?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Das Living Handbook dient dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt Climate Thinking als wachsendes Publikationsprojekt zu diesem Themenfeld. Es ist als Open-Source-Plattform mit einem dynamischen Charakter konzipiert und zielt so nicht auf die Abgeschlossenheit einer klassischen Buchpublikation, sondern wandelt und erweitert sich stetig.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; |Wenn Sie im Living Handbook recherchieren möchten, können Sie über eine unserer drei zentralen Perspektiven einsteigen oder mit einem zufälligen Beitrag beginnen. Als Autor*innen können Sie zudem kollaborativ an Beiträgen arbeiten, sich an Diskussionen beteiligen und die Inhalte durch Lehr- und Forschungstätigkeit kontinuierlich erweitern. || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; |Wenn auch Sie Lust haben, an unserem Living Handbook mitzuarbeiten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf und registrieren sich als Autor*in. Auf unserer Hilfeseite Erste Schritte erfahren Sie, wie Sie am besten beginnen, wenn wir gemeinsam über Ihren Beitrag gesprochen haben. Sie können sich auch eine Übersicht über alle Hilfe-Seiten verschaffen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer/Werkstatt&amp;diff=6657</id>
		<title>Benutzer:Jennifer Langer/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer/Werkstatt&amp;diff=6657"/>
		<updated>2025-02-27T11:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CT-LH-Logo-klein.png||class=img|center]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#5095c8; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-spr-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel sprechen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#4aac96; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-erz-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Vom Klimawandel erzählen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; background:#eac372; text-align:center; width:30%; color:#ffffff&amp;quot; | [[Datei:Logo-ndk-trans-wht.png|left|50px]] &amp;lt;big&amp;gt;Über Klimawandel nachdenken&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Über den Klimawandel sprechen bezieht sich auf spezifische Gesprächsformate, Textsorten und Medienangebote und deren jeweilige Kontextabhängigkeiten. Sprechen lässt sich so als hochgradig komplexes Phänomen begreifen, dessen Analyse Einblicke in klimabezogene Kommunikation, Meinungsbildungsprozesse oder die Formierung politischer Gruppen bietet.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Vom Klimawandel erzählen richtet sich auf die Analyse von Darstellungen und Perspektivierungen, die es erlauben, das innerhalb multipler Krisen Unvorstellbare vorstellbar zu machen und auch affektive Wirkung zu entfalten. Insbesondere die Möglichkeiten fiktionaler Erzählungen erlauben Reales und Imaginäres so zu verbinden, dass Erfahrungszusammenhänge neu perspektiviert oder ganz neu entworfen werden können.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Über den Klimawandel nachdenken setzt Reflexionsprozesse darüber in Gang, wie die Relationen verschiedener Konzepte und mehr-als-menschlicher Akteur*innen gedacht werden und gedacht werden können. Dabei werden Denkfiguren wie Natur, Gesellschaft oder Fortschritt in ihren kontingenten Entwicklungen oder auch die zeitlichen und räumlichen Verflechtungen von Handlungen und planetaren Auswirkungen sichtbar. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=text-align:center | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein Living Handbook&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Was ist das?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:32%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wie geht das?&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Lust auf Mitgestaltung?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:32%;&amp;quot; |Das Living Handbook dient dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt Climate Thinking als wachsendes Publikationsprojekt zu diesem Themenfeld. Es ist als Open-Source-Plattform mit einem dynamischen Charakter konzipiert und zielt so nicht auf die Abgeschlossenheit einer klassischen Buchpublikation, sondern wandelt und erweitert sich stetig.|| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; |Wenn Sie im Living Handbook recherchieren möchten, können Sie über eine unserer drei zentralen Perspektiven einsteigen oder mit einem zufälligen Beitrag beginnen. Als Autor*innen können Sie zudem kollaborativ an Beiträgen arbeiten, sich an Diskussionen beteiligen und die Inhalte durch Lehr- und Forschungstätigkeit kontinuierlich erweitern. || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; |Wenn auch Sie Lust haben, an unserem Living Handbook mitzuarbeiten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf und registrieren sich als Autor*in. Auf unserer Hilfeseite Erste Schritte erfahren Sie, wie Sie am besten beginnen, wenn wir gemeinsam über Ihren Beitrag gesprochen haben. Sie können sich auch eine Übersicht über alle Hilfe-Seiten verschaffen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer/Werkstatt&amp;diff=6593</id>
		<title>Benutzer:Jennifer Langer/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer/Werkstatt&amp;diff=6593"/>
		<updated>2024-12-17T10:11:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Fraben geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CT-LH-Logo-klein.png||class=img|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Vom Klimawandel sprechen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Vom Klimawandel erzählen&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über den Klimawandel nachdenken&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; |[[Datei:Logo-spr-trans-blue.png|middle|80px|Über Klimawandel sprechen]] || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot;|[[Datei:Logo-erz-trans-teal.png |middle|80px|Vom Klimawandel erzählen]] || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot;| [[Datei:Logo-ndk-trans-gold.png|middle|80px|Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; |Wer spricht auf welchen Kanälen mit wem zu welchem Zweck über den Klimawandel – und wer schweigt? Inwiefern lässt sich das öffentliche und mediale Sprechen über Klimawandel an historische oder aktuelle Ereignisse rückbinden? Wie werden geistesgeschichtliche Ideen und popkulturelle Erzählungen aufgegriffen? Welche ikonisierten Bilder, Slogans, Schlagwörter etc. prägen die Debatte um den Klimawandel? || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; | Wie wird der Klimawandel in Kunst, Medien und Literatur thematisiert, perspektiviert und ästhetisiert? Wie imaginieren Erzählungen mit dem Klimawandel verbundene Probleme und deren Lösungen? In was für einer Gesellschaft wollen oder werden wir leben? Wie imaginiert die utopische und dystopische Literatur Welten, in denen die Folgen des Klimawandels deutlich zutage treten? Welche Funktionen nehmen natur- und geisteswissenschaftliche Diskurse in diesen Erzählungen ein? || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; | Woher stammt unser Wissen über den Klimawandel und wie wird es von wem vermittelt? Wie lässt sich die individuelle Verantwortung vor dem Hintergrund einer kollektiven Verursachung bestimmen? Wer muss für die Behebung der Folgen des Klimawandels beitragen? Welches Verständnis von Natur liegt unseren Überlegungen zugrunde? Welche Rollen können beim Umgang mit der Bedrohung technische und mediale Entwicklungen spielen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=text-align:center | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein Living Handbook&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Was ist das?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Wie geht das?&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:33%;&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#C7105C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Lust auf Mitgestaltung?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; |Wer spricht auf welchen Kanälen mit wem zu welchem Zweck über den Klimawandel – und wer schweigt? Inwiefern lässt sich das öffentliche und mediale Sprechen über Klimawandel an historische oder aktuelle Ereignisse rückbinden? Wie werden geistesgeschichtliche Ideen und popkulturelle Erzählungen aufgegriffen? Welche ikonisierten Bilder, Slogans, Schlagwörter etc. prägen die Debatte um den Klimawandel? || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; | Wie wird der Klimawandel in Kunst, Medien und Literatur thematisiert, perspektiviert und ästhetisiert? Wie imaginieren Erzählungen mit dem Klimawandel verbundene Probleme und deren Lösungen? In was für einer Gesellschaft wollen oder werden wir leben? Wie imaginiert die utopische und dystopische Literatur Welten, in denen die Folgen des Klimawandels deutlich zutage treten? Welche Funktionen nehmen natur- und geisteswissenschaftliche Diskurse in diesen Erzählungen ein? || style=&amp;quot;padding:15px; text-align:start; width:33%;&amp;quot; | Woher stammt unser Wissen über den Klimawandel und wie wird es von wem vermittelt? Wie lässt sich die individuelle Verantwortung vor dem Hintergrund einer kollektiven Verursachung bestimmen? Wer muss für die Behebung der Folgen des Klimawandels beitragen? Welches Verständnis von Natur liegt unseren Überlegungen zugrunde? Welche Rollen können beim Umgang mit der Bedrohung technische und mediale Entwicklungen spielen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Dokumentarfilme_%C3%BCber_den_Klimawandel&amp;diff=6588</id>
		<title>Dokumentarfilme über den Klimawandel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Dokumentarfilme_%C3%BCber_den_Klimawandel&amp;diff=6588"/>
		<updated>2024-12-17T09:54:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Abbildung ausgewechselt: Test Faden&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel ist Teil einer [[:Kategorie:Reihen|Reihe]]. Er dient als Einführung in ein [[:Kategorie:Dokumentarfilme|Schwerpunktthema]], in dem '''Dokumentarfilme über den Klimawandel''' aus [[:Kategorie:Sprachwissenschaft|sprachwissenschaftlicher]] Perspektive diskutiert werden. Die [[Dokumentarfilme_über_den_Klimawandel#Einzelbeitr.C3.A4ge_der_Reihe_.E2.80.9EDokumentarfilme_.C3.BCber_den_Klimawandel.E2.80.9C|Einzelbeiträge der Reihe]] finden Sie weiter unten.  &lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; text-align:center; width:30%;&amp;quot; | [[Datei: Zitat-Attenborough.png|class=img-responsive]] || style=&amp;quot;padding:10px&amp;quot; | Dokumentarfilme zählen zu den populären Gattungen und Filmgenres, die sich mit Fragen des Klimawandels beschäftigen. Dies trifft insbesondere auf die Subgenres Natur- und Tierfilm zu. Dass solche Filme bereits in der Vergangenheit dazu beigetragen haben, Umwelt und Natur mit anderen Augen zu sehen, macht der Dokumentarfilmer David Attenborough in dem Eingangszitat deutlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Film|Produzent*in=Fothergill, Alastair; Scholey, Keith; Butfield, Colin |Titel=David Attenborough: A Life on Our Planet |Jahr=2020 |Produktionsland=UK |Produktionsfirma=Netflix |Zeitangabe=26:58 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies macht er an einem Beispiel fest: Als Dokumentarfilme Wale in ihren natürlichen Lebensraum auf Leinwand und TV-Bildschirm begleiteten, entdeckte das Publikum sie als schützenswerte Lebewesen neu und es kam zu einem Umdenken, was die industrielle Jagd dieser vom Aussterben bedrohten Tiere betraf. Aus diesem Einzelerfolg des Tierschutzes schöpft Attenborough die Hoffnung, dass gegenwärtige und zukünftige Dokumentarfilme einen vergleichbar positiven Effekt auf das menschliche Verhalten im Angesicht des Klimawandels haben werden. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentarfilme und ökologische Aufklärungsarbeit==&lt;br /&gt;
Die Diskussion darum, inwiefern Dokumentarfilme und insbesondere Naturfilme ökologische Fragestellungen in den Blick nehmen und auch explizit darüber informieren sollen, ist nicht erst mit dem steigenden Bewusstsein für Fragen des Klimawandels aufgekommen. Dies soll exemplarisch an einem Debattenbeitrag gezeigt werden.&lt;br /&gt;
Bereits 1996 fasst Angela Lüthje in einem programmatischen Text den Naturfilm auf als ein politisches „Genre, das [...] ein ungeheures Potential an Möglichkeiten für die Akzeptanz ökologischer Problemstellungen und die Schaffung ökologischen Bewusstseins birgt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lüthje, Angela |Titel=Ökologische Aspekte des Naturfilms |Herausgeber*in=Lesch, Walter |Sammelband=Naturbilder. Ökologische Kommunikation zwischen Ästhetik und Moral |Ort=Basel |Verlag=Birkhäuser |Jahr=1996 |Seite=279–285, hier: S. 280}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der große „Trumpf“ der Naturfilme besteht für die Autorin darin, dass diese Filme in ihrer Popularität einen „positiven Zugang zum Zuschauer“ haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lüthje, Angela |Titel=Ökologische Aspekte des Naturfilms |Herausgeber*in=Lesch, Walter |Sammelband=Naturbilder. Ökologische Kommunikation zwischen Ästhetik und Moral |Ort=Basel |Verlag=Birkhäuser |Jahr=1996 |Seite=279–285, hier: S. 280}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend argumentiert Lüthje dafür, den Naturfilm als ein Medium der dezidiert ökologischen Wissensvermittlung zu verstehen und die Potenziale dieses Genres im Dienste der ökologischen Aufklärungsarbeit besser zu nutzen. Dies erscheint ihr notwendig, weil das naive „Zeigen von Schönheit allein“ angesichts grassierender Umweltzerstörung stets im Verdacht stehen kann, „Tatbestände [...] in sträflicher Weise“ zu verharmlosen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lüthje, Angela |Titel=Ökologische Aspekte des Naturfilms |Herausgeber*in=Lesch, Walter |Sammelband=Naturbilder. Ökologische Kommunikation zwischen Ästhetik und Moral |Ort=Basel |Verlag=Birkhäuser |Jahr=1996 |Seite=279–285, hier: S. 283}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lüthje zieht das programmatische Fazit:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Kein Naturfilm kann heute mehr ohne Bezug zu den ökologischen Gegebenheiten auf unserem Planeten auskommen, wenn er Anspruch auf Wahrheit erheben will. Heile Natur ist nur mehr Schein. Tatsachen appellieren an die Verantwortlichkeit des Filmemachers, beim Zuschauer mit seinem Film eine wie auch geartete Betroffenheit zu bewirken, die sich bestenfalls in einer Änderung der Lebensgewohnheiten auswirken soll.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lüthje, Angela |Titel=Ökologische Aspekte des Naturfilms |Herausgeber*in=Lesch, Walter |Sammelband=Naturbilder. Ökologische Kommunikation zwischen Ästhetik und Moral |Ort=Basel |Verlag=Birkhäuser |Jahr=1996 |Seite=279–285, hier: S. 285}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass es sich hierbei allerdings um einen „hehre[n] Anspruch“ handelt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Lüthje, Angela |Titel=Ökologische Aspekte des Naturfilms |Herausgeber*in=Lesch, Walter |Sammelband=Naturbilder. Ökologische Kommunikation zwischen Ästhetik und Moral |Ort=Basel |Verlag=Birkhäuser |Jahr=1996 |Seite=279–285, hier: S. 285}}&amp;lt;/ref&amp;gt; darauf verweist sie im Anschluss selbst und fordert daher eine weitergehende Diskussion. &lt;br /&gt;
Gegenwärtig werden in vielen Dokumentarfilmen, die sich der Natur zuwenden, aus dem Themenkomplex Ökologie insbesondere Fragen thematisiert, die den Klimawandel und dessen Folgen betreffen. Dies erfolgt in unterschiedlichsten Formen und in unterschiedlich großem Umfang. Eine generelle Umsetzung von Lüthjes Forderungen ist allerdings nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentarfilme und dokumentarische Kommunikation==&lt;br /&gt;
Aus sprachwissenschaftlicher Perspektive lassen sich Dokumentarfilme als kommunikative Gattung der Wissensgesellschaft verstehen, die neben der Unterhaltung das Ziel der Wissenskommunikation haben. Die Wissensmodellierung in Dokumentarfilmen und die Wissenskommunikation durch sie und mit ihnen erfolgt [[Multimodalität|multimodal]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommunikate dokumentarischer Kommunikation wie z.B. Dokumentarfilme weisen innerhalb ihres pragmatisch-kommunikativen Rahmens zwei Strukturelemente auf, die als Show und Comment bezeichnet werden können. &lt;br /&gt;
* Das Show bezeichnet, was innerhalb des durch den Rahmen Hervorgehobenen gezeigt oder ausgestellt wird. „Es bildet eine Art dem dokumentarischen Kommunikat inhärenten Zeigefeld, auf welches das Comment verweist.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhm, Felix |Titel=„Lemme pause here for a second.“ Über das multimodale Spiel mit dem Dokumentarischen in The Deadly Tower of Monsters und The Beginner’s Guide |Herausgeber*in=Bodden, Tamara; Madeheim, Marvin; Montag, Annegret |Sammelband=Loading… Games Studies interdisziplinär |Ort=Paderborn |Verlag=Fink |Jahr=in Vorb.; 2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiele hierfür sind in dokumentarischen Ausstellungen besondere gegenständliche Objekte, bei Dokumentarfilmen wiederum mediale Repräsentationen (Filmaufnahmen, Fotos etc.). Zur Veranschaulichung: In dem unten verlinkten Filmausschnitt sind die Aufnahmen der Eisbären in der für sie eigentlich unnatürlichen Umgebung das Show.  &lt;br /&gt;
* Das Comment, „das im Gegensatz zum Show notwendigerweise eine im weitesten Sinne sprachliche Handlung darstellt, ist innerhalb des dokumentarischen Rahmens dem Show zeitlich und/oder räumlich beigefügt. Dieses Comment zeigt auf das Show, orientiert und fokussiert dadurch die Wahrnehmung der Rezipierenden, erklärt, was das Show ist, und stellt es in einen (historischen) Kontext. Das Comment unterstützt somit die Wissensmodellierung und -kommunikation und erleichtert auch Personen, denen das notwendige Vorwissen über das Show fehlt, die Rezeption.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhm, Felix |Titel=„Lemme pause here for a second.“ Über das multimodale Spiel mit dem Dokumentarischen in The Deadly Tower of Monsters und The Beginner’s Guide |Herausgeber*in=Bodden, Tamara; Madeheim, Marvin; Montag, Annegret |Sammelband=Loading… Games Studies interdisziplinär |Ort=Paderborn |Verlag=Fink |Jahr=in Vorb.; 2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Veranschaulichung: In dem unten verlinkten Filmausschnitt bildet die erklärende Stimme aus dem Off das Comment.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=YZjYI6h_B1s&amp;amp;ab_channel=LudovicPricfast&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Veranschaulichung sei auf den Ausschnitt 01:19 bis 01:45 aus dem Dokumentarfilm „[[Eisbär in Not?]]“ (2014) verwiesen, der über [https://www.youtube.com/watch?v=YZjYI6h_B1s&amp;amp;ab_channel=LudovicPricfastt=01m19s diesen Link] bei Youtube direkt angesteuert werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentarfilmen wird trotz aller filmischer Gemachtheit und Ausschnitthaftigkeit typischerweise ein „[[Wissen in der Klimakrise|Wahrheitsanspruch]]“ zugeschrieben, der vor allem „auf einer ''referenzialisierbaren'' Darstellung der Wirklichkeit beruht“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Trautmann, Magali |Titel=Show and Tell. Der narrative Kinodokumentarfilm von 1995–2015 |Ort=Köln |Verlag=Herbert von Halem |Jahr=2017 |Seite=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund dieses Wahrheitsanspruchs unterscheiden sich Rezeption und Rezeptionshaltung von diesen dokumentarischen Kommunikaten deutlich von der Rezeption nicht-dokumentarischer Kommunikate, z.B. der von Romanen, Spielfilmen, Einladungskarten, SMS etc. Angenommen wird, dass die Rezipierenden, sofern und sobald sie ein dokumentarisches Kommunikat als solches erkennen, einen besonderen Wahrnehmungsvertrag schließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Trautmann, Magali |Titel=Show and Tell. Der narrative Kinodokumentarfilm von 1995–2015 |Ort=Köln |Verlag=Herbert von Halem |Jahr=2017 |Seite=47–51}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet nichts anderes, als dass Rezipierende typischerweise um den besonderen Wahrheitsanspruch dokumentarischer Kommunikation wissen sowie in der konkreten Rezeptionssituation erwarten und Vertrauen haben, dass diesem Wahrheitsanspruch auch entsprochen wird. Dieser Vertrag besteht so lange, wie dieses Vertrauen nicht missbraucht wird. Dies könnte zum Beispiel geschehen, wenn sich das Show nicht als authentisch, sondern als manipuliert oder Fälschung herausstellt, wenn das Comment faktisch falsch ist oder erscheint, oder wenn Show und Comment einfach nicht zueinander passen, also inkohärent sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhm, Felix |Titel=&amp;quot;Lemme pause here for a second.&amp;quot; Über das multimodale Spiel mit dem Dokumentarischen in The Deadly Tower of Monsters und The Beginner’s Guide |Herausgeber*in=Bodden, Tamara; Madeheim, Marvin; Montag, Annegret |Sammelband=Loading… Games Studies interdisziplinär |Ort=Paderborn |Verlag=Fink |Jahr=in Vorb.; 2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Quellen-Literatur|Autor*in=Poremba, Cynthia Katherine |Titel=Real/Unreal: Crafting Actuality in the Documentary Videogame (PhD thesis) |Ort=Montreal |Verlag=Concordia University |Jahr=2011 |Seite=34 |Website= |Online=https://spectrum.library.concordia.ca/15136/1/Poremba_PhD_F2011.pdf  |Abruf=15.03.2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Analysebezogene Perspektiven auf Dokumentarfilme==&lt;br /&gt;
Im vorliegenden Living Handbook liegt der Fokus bei der Analyse von Dokumentarfilmen auf der  ‚Wissensmodellierung‘ und nicht auf der ‚Wissenskommunikation‘. Wissenskommunikation beschreibt eine komplexe kommunikative Handlung zwischen Sprecher*innen/Schreiber*innen und Zuhörer*innen/Leser*innen, die in einer Face-to-Face-Situation oder auch mittels eines Kommunikats stattfindet und durch Rezeption ein vorherrschendes Wissensgefälle verringert. Um dies überhaupt untersuchen zu können, bedarf es eines komplexen Versuchsaufbaus und Erhebungsdesigns, an dem alle beteiligten Akteur*innen und Kommunikate berücksichtigt werden müssen. Wird stattdessen die Modellierung von Wissen untersucht, gerät lediglich das Kommunikat, d.h. in diesem Fall ein oder mehrere Dokumentarfilme, in den Fokus der Analyse. Gefragt wird, auf welche Weise welches Wissen darin sprachlich und [[Multimodalität|multimodal]] gestaltet, dargestellt, entfaltet, diskutiert, relativiert, begründet etc. (kurzum: modelliert) ist. Die Analyseergebnisse basieren dabei auf einer mehrmaligen, kleinteiligen und sehr genauen Rezeption der jeweiligen Filme oder Filmausschnitten. Sie arbeiten heraus, wie diese Filme gemacht sind und welches Wissen durch sie potenziell (und nicht tatsächlich) kommuniziert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiele für klimabezogene Dokumentarfilme==&lt;br /&gt;
*„[[17.000 Kilometer KANADA]]“ (2015)&lt;br /&gt;
*„[[David Attenborough: A Life on Our Planet]]“ (dt. „David Attenborough: Mein Leben auf unserem Planeten“, 2020)&lt;br /&gt;
*„[[Der Eisbär]]“ (2012)&lt;br /&gt;
*„[[Down to Earth with Zac Efron]]“ (dt. „Um die Welt mit Zac Efron“, 2020, 8 Folgen)&lt;br /&gt;
*„[[Eine Welt ohne Insektensterben]]“ (2020)&lt;br /&gt;
*„[[Eisbär in Not?]]“ (2014)&lt;br /&gt;
*„[[More Than Honey]]“ (2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelbeiträge der Reihe „Dokumentarfilme über den Klimawandel“==&lt;br /&gt;
*[[Darstellung von Utopie und Dystopie in Dokumentarfilmen]]&lt;br /&gt;
*[[Das Verhältnis von Mensch und Eisbär im Dokumentarfilm]]&lt;br /&gt;
**[[Die gegenseitige Bedrohung von Eisbär und Mensch im Dokumentarfilm]]&lt;br /&gt;
**[[Die Inszenierung von Wissenschaft im Dokumentarfilm vor dem Hintergrund des Eisbär-Mensch-Verhältnisses]]&lt;br /&gt;
**[[Die Verschleierung der Gewaltbeziehung zwischen Eisbär und Inuit im Dokumentarfilm]]&lt;br /&gt;
*[[Emotionalisierung in aktuellen Dokumentarfilmen über den Klimawandel]]&lt;br /&gt;
*[[Schaffung von Umweltbewusstsein mittels eines Dokumentarfilms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitergehendes==&lt;br /&gt;
*Bundeszentrale für politische Bildung (2020): Dossier &amp;quot;Umwelt im Dokumentarfilm&amp;quot;. [https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/filmbildung/umwelt-im-dokumentarfilm/ Online], zuletzt abgerufen am 17.03.2021.&lt;br /&gt;
*Klein, Thomas (01.10.2015): Strategien und Ästhetiken der Darstellung nachhaltiger Entwicklung im neueren Dokumentarfilm. In: Open Book Nachhaltigkeitskommunikation. [http://openbook.nachhaltigkeitskommunikation.de/?p=699 Online], zuletzt abgerufen am 17.03.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Belege==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Felix|Nachname=Böhm|Vorname2= |Nachname2= |Tag=23|Monat=03|Jahr=2021|Bearbeitung-Vorname= | Bearbeitung-Nachname= |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag= |Bearbeitung-Monat=| Bearbeitung-Jahr= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentarfilme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Multimodalität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reihen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Zitat-Attenborough.png&amp;diff=6587</id>
		<title>Datei:Zitat-Attenborough.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Zitat-Attenborough.png&amp;diff=6587"/>
		<updated>2024-12-17T09:51:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Admino lud eine neue Version von Datei:Zitat-Attenborough.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lizenz: Lizensierte Abbildung&lt;br /&gt;
Urheber*in: IAG Climate Thining&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Paul.Reszke&amp;diff=6407</id>
		<title>Benutzer:Paul.Reszke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Paul.Reszke&amp;diff=6407"/>
		<updated>2024-11-28T07:20:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Paul Reszke''' ist ein an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz lehrender und forschender Sprachwissenschaftler sowie Teil des [[climate-thinking.de:Editorial_Board|Herausgeber*innenteams]] des [[Living Handbook|Living Handbooks]]. Reszke forscht aus einer konstruktivistischen und pragmasemiotischen Perspektive zur Entstehung von Wissen in der Gesellschaft, u. a. durch journalistische Berichterstattung, (Populär-)Wissenschaft&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin/Reszke, Paul|Titel=Linguistisch-philosophische Untersuchungen zu Plausibilität. Über kommunikative Grundmuster bei der Entstehung von wissenschaftlichen Tatsachen|Herausgeber*in=Maibaum, Arne/Engelschalt, Julia|Sammelband=Auf der Suche nach Tatsachen. Interdisziplinäre Perspektiven auf Materialität, Vielfalt und Flüchtigkeit wissenschaftlichen und technischen Wissens|Ort=Berlin|Verlag=SSOAR|Jahr=2015|Seite=40-67}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie Populärkultur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Milevski, Urania/Reszke, Paul/Woitkowski, Felix|Titel=Gender und Genre. Populäre Serialität zwischen kritischer Rezeption und geschlechtertheoretischer Reflexion|Ort=Würzburg|Verlag=Königshausen &amp;amp; Neumann|Jahr=2018}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Böhnert, Martin/Reszke, Paul|Titel=Vom Binge Watching zum Binge Thinking. Untersuchungen im Wechselspiel zwischen Wissenschaften und Popkultur|Ort=Bielefeld|Verlag=transcript|Jahr=2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von ihm untersuchte Themenfelder sind u. a. der Diskurs über Schulamokläufe,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Reszke, Paul|Titel=Wissensdynamik in der Mediengesellschaft. Der Diskurs über Schulamokläufe|Ort=Berlin/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2020}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Themenkomplex Klimawandel sowie die Wissensdomäne Kunst/[[Kunstkommunikation]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Reszke, Paul|Titel=Empathie in der Wissensdomäne Kunst. Das Beispiel documenta 14|Herausgeber*in=Jacob, Katharina/Konerding, Klaus-Peter/Liebert, Wolf-Andreas|Sammelband=Sprache und Empathie. Linguistische und interdisziplinäre Zugänge|Ort=Berlin/München/Boston|Verlag=De Gruyter|Jahr=2020|Seite=581-618}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (mit verstärktem Fokus auf die Kasseler Kunstgroßausstellungsreihe [[documenta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paul Reszke im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Paul.Reszke|Bearbeitungen von Reszke]]&lt;br /&gt;
* Artikel von Paul Reszke:&lt;br /&gt;
** [[Über Klimawandel sprechen]] (gemeinsam mit [[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]])&lt;br /&gt;
** [[Analyse von Pressetexten]]&lt;br /&gt;
**[[Diskurs und Diskursanalyse]]&lt;br /&gt;
** [[Kunstkommunikation]]&lt;br /&gt;
** [[Kunstkommunikation um Lois Weinberger]] (Überarbeitung und Erweiterung)&lt;br /&gt;
** [[Objekt_50b_Topfpflanze#Asketische_Topfpflanze_.28sprechen.29|Asketische Topfpflanze]] im Rahmen der Ausstellung „[[Wunderkammer modern. 50 Jahre – 50 Objekte]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board&amp;diff=6373</id>
		<title>climate-thinking.de:Editorial Board</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board&amp;diff=6373"/>
		<updated>2024-11-27T07:24:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Editorial Board=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitung &amp;amp; Herausgabe ==&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Institut für Philosophie, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Paul.Reszke|Paul Reszke]]  (Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bereichsherausgabe &amp;amp; Redaktion==&lt;br /&gt;
;[[Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Paul.Reszke|Paul Reszke]] (Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Vom Klimawandel erzählen]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]] (Institut für Anglistik/Amerikanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath| Vanessa-Nadine Sternath]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Institut für Philosophie, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ehemalige Herausgebende===&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Anna Meywirth|Anna Meywirth]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Redaktionsassistenz==&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Jennifer Langer|Jennifer Langer]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ehemalige Redaktionsassistenz===&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Eva Hesse|Eva Hesse]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Jana Kessler|Jana Keßler]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board&amp;diff=6372</id>
		<title>climate-thinking.de:Editorial Board</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=climate-thinking.de:Editorial_Board&amp;diff=6372"/>
		<updated>2024-11-27T07:23:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Editorial Board=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitung &amp;amp; Herausgabe ==&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Institut für Philosophie, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Paul.Reszke|Paul Reszke]]  (Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bereichsherausgabe &amp;amp; Redaktion==&lt;br /&gt;
;[[Über Klimawandel sprechen]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Felix Böhm|Felix Böhm]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Paul.Reszke|Paul Reszke]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Vom Klimawandel erzählen]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Silvie Lang|Silvie Lang]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Murat Sezi|Murat Sezi]] (Institut für Anglistik/Amerikanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Vanessa-Nadine Sternath| Vanessa-Nadine Sternath]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Über Klimawandel nachdenken]]&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Martin Böhnert|Martin Böhnert]] (Institut für Philosophie, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ehemalige Herausgebende===&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Anna Meywirth|Anna Meywirth]] (Institut für Germanistik, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Redaktionsassistenz==&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Jennifer Langer|Jennifer Langer]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ehemalige Redaktionsassistenz===&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Eva Hesse|Eva Hesse]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:Jana Kessler|Jana Keßler]] (Studentische Hilfskraft, Universität Kassel)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Info-Haraway-StringFigures.png&amp;diff=6310</id>
		<title>Datei:Info-Haraway-StringFigures.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Datei:Info-Haraway-StringFigures.png&amp;diff=6310"/>
		<updated>2024-11-19T09:26:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_M%C3%BCller/Werkstatt&amp;diff=6307</id>
		<title>Benutzer:Martin Müller/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_M%C3%BCller/Werkstatt&amp;diff=6307"/>
		<updated>2024-11-11T08:50:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
Einleitungssatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einleitung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Lesen von nicht zeitgenössischen Sachtexten kann den Leser*innen schnell ein Gefühl des Mystizismus überkommen: Aussagen und Ergebnisse erscheinen unglaubwürdig und im Vergleich mit dem zeitgenössischen Diskurs mehr als fragwürdig. Das Bezugsobjekt des Diskurses scheint das einzige Bindeglied im historischen Verlauf zu sein. Gleichzeitig erscheinen uns zeitgenössische Erkenntnisse so evident und unumstößlich, dass eine Abweichung oder gar Entwicklung der selben unmöglich zu sein scheint. Es lässt sich jedoch annehmen, dass vergangene Epochen ein ähnliches Empfinden bezüglich ihres Wissens verspürten. Somit stellt sich die Frage, wie Erkenntnisse und Wissen generiert werden und sich im Verlauf der Zeit zu dem aktuellem Wissensstand verfestigen können. Eine frühe Theorie diese Entwicklung zu fassen, stellt die von [[Ludwik Fleck]] Anfang des 20.Jahrhunderts entwickelte vergleichende Erkenntnistheorie, die an der Schnittstelle von Wissenschaftsphilosophie, -soziologie und -geschichte ansetzt. Entsprechend sollen im Folgenden die Grundpfeiler der Fleckschen Theorie des Erkenntnisgewinns und des Gedankenkreislaufs dargelegt werden, welche Erkenntnis und Wissen in einem relationalem Verhältnis begreifen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erkennen als soziale Tätigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsachen, zu wissen, zu erkennen und dergleichen sind elementare Bestandteile und Operationen einer Wissenschaft, die in der alltäglichen Vorstellung oft mit einem Absolutheitsanspruch in Verbindung gebracht werden, welcher den Erkenntnisprozess als abschließbaren, endlichen Prozess verstehen lässt und eine gewisse Form der Objektivität im populären Sinne suggeriert. Dieser Anspruch kann dazu veranlassen, vergangene oder andersgeartete Wissensstände zu degradieren und als überholt oder schlechtweg als falsch zu bewerten und abzutun, womit die Dychtonomie von Wahr und Unwahr, Richtig und Falsch in Bezug auf Wissen eröffnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=54-56 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird in der Regel von einem wissenden beziehungsweise erkennenden Subjekt ausgegangen, welches auf das Objekt empirisch Bezug nimmt bzw. das Bezugsobjekt erkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil des Wissens scheint sich jedoch nicht durch die Auseinandersetzung eines Subjekts mit dem zu erkennenden Objekt zu ergeben. Nicht nur, dass sich ein Wissen über das Bezugsobjekt  dem Subjekt nicht unmittelbar mitteilt und somit schon von einer Eingeschränktheit durch die Mittelbarkeit auszugehen ist. Darüber hinaus kann von einer Speisung des Wissens durch einen Lernprozess, also der Vermittlung von Wissen durch Dritte ausgegangen werden. Sowohl Erziehung, als auch der gesamte Prozess der schulischen und institutionalisierten Bildung sind Beispiele für diese Form des Erkenntnisgewinns durch vermitteltes Wissen. Wie sich mit Fleck zeigen lässt, treten bei diesem Wissenstransfer unweigerlich Verschiebungen von Erkenntnisinhalten auf, womit es ausgeschlossen scheint, dass eine Übermittlung von Inhalten von einer zur nächsten Person verlustfrei und ohne Neukombination mit anderen Vorstellungen seitens der Empfänger*innen einhergeht und somit eins zu eins übertragen wird. Das Transferwissen aus diversen Wissensbereichen führt so zur Verschiebung des jeweiligen Informationsgehalts. Mit jedem weiteren Überlieferungsakt ist somit eine zunehmende Entfernung vom Ursprungsinhalt festzustellen. Diese Form der Wissenstransformation erachtet Fleck als Kulturschöpfung und vergleicht sie in seinen frühen Arbeiten sogar mit einem traditionellen Mythos.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demzufolge ist auch jede Erkenntnis abhängig vom vorherigen Wissensstand der jeweiligen Person, sodass, wie Fleck betont, die Reihenfolge der Erkenntnisse ausschlaggebend für den Prozess ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem werden vor allem gewohnte und althergebrachte Vorstellungen und Ideen, so Fleck, als evident erachtet und verweigern sich gleichsam jeder Beweisführung. Traditionen geben einen Eindruck über diese Beharrlichkeit von Vorstellungen. Dabei bilden sie die Basis für weitere Erkenntnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Erkennen in Form der aktiven Betrachtung eines Bezugsobjekts ist, insofern der Prozess durch den Abgleich des Erlebens mit bereits Bekanntem vollzogen wird, ebenso abhängig von der Vorbildung der jeweiligen Person. Bei dieser Suche nach Ähnlichkeiten des Bezugsobjekts mit Bekanntem kann jedoch Neues und damit auch Unvergleichbares übersehen bzw. ignoriert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=50 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Faktoren des Erkenntnisgewinns sprechen für den Erkenntnisprozess als soziale Tätigkeit, die dem objektiven, absoluten Erkennen einer Wirklichkeit widersprechen. Erkennen erscheint dabei als „ein tätiges, lebendiges Beziehungeingehen, ein Umformen und Umgeformt werden, kurz ein schaffen.“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=1983 |Seite=48 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem lässt sich damit auch das Vorherrschen von inkommensurablen Theorien beschreiben, die zu jeder Zeit existiert haben und entsprechend auch fortlaufend existieren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Denkstile und Denkkollektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erkenntnisgewinn, dessentwegen die Wissenschaften betrieben werden, ist, wie gezeigt wurde, kein bedingungsloses Erfassen des Untersuchungsgegenstandes. Abhängig von sozialen und kulturellen Prädispositionen des Subjekts, die sich in Traditionen, Mythen und dem individuellen Vorwissen ausdrücken, werden übermittelte Informationen (und in den seltensten Fällen auch direkt am Untersuchungsgegenstand vorgenommene Beobachtungen) verarbeitet und interpretiert. Die spezifische Art des Verständnisses deutet auf ein relatives Moment im Erkenntnisprozess hin. Objekte werden durch Subjekte vor einem jeweiligen Wissensstand erkannt, den Fleck mit dem Begriff des Denkstils besetzt. So lässt sich sagen, dass Erkenntnisse denkstilabhängig sind.&lt;br /&gt;
	Denkstile werden von Fleck als historisch gewachsene Wissensstände beschrieben, „als gerichtetes Wahrnehmen, mit entsprechendem gedanklichen und sachlichen Verarbeiten des Wahrgenommenen. Ihn charakterisieren gemeinsame Merkmale der Probleme, die ein Denkkollektiv interessieren; der Urteile, die es als evident betrachtet; der Methoden, die es als Erkenntnismittel anwendet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=130 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gerichtetheit der Wahrnehmung bestimmt damit sowohl die Fragestellung bzw. das Problem, welches an die jeweilige Beobachtung herangetragen wird, als auch die angemessene Methode der Problemlösung. Folglich werden diverse Probleme unbeachtet bleiben, die nicht dem Denkstil dem Gemeiinschaft entsprechen, wodurch sie sich inhaltlich beschränkt und zu einem abgeschlossenen System formiert. &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=51 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Die Ausrichtung der Problembewältigung, die innerhalb eines Denkstils vorherrschend ist, lässt sich mit Fleck als Denkzwang interpretieren. Vertreter*innen eines Denkstils werden also auf Grund der denkstil-spezifischen Voraussetzungen zwangsläufige Erkenntnisse gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=130 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeweilige Voraussetzungen des Denkstils werden innerhalb der Gemeinschaft, der Anhänger*innen eines Denkstils, erlernt. Das Erlernen eines Denkstils ist nach Fleck, wie bereits erwähnt wurde, keine eigenständige Leistung eines Subjekts, sondern erfolgt durch eine Form der Unterweisung und Einführung in Denkbewegungen samt ihrer Methoden der Problembewältigung und ist damit autoritär geprägt.&lt;br /&gt;
	Denkstile bilden darüber hinaus eigene Begrifflichkeiten und Symbole aus, die durch eine Form der Präzisierung zur Klarheit der Ideen und Vorstellung innerhalb eines Denkstils beitragen sollen. Diese denkstil gemäßen Begriffe lassen sich nicht ohne inhaltliche Verschiebung in andere Denkstile übertragen. Jene Begriffe und Symbole können ebenso wenig mit dem Anspruch der Kongruenz mit den Bezugsobjekten auftreten wie es Erkenntnisse oder Tatsachenbeschreibungen können. Vielmehr sind sie Äquivalente für ein subjektives bzw. denkstilabhängiges Erleben des Bezugsobjekts.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=51 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Ein weiteres Merkmal des Denkstils findet sich im gedanklichen Austausch ihrer Mitglieder und der damit verbundenen aktiven Umformung der rotierenden Gedanken, Ideen und Vorstellungen.&lt;br /&gt;
	Diese Gemeinschaft wird von Fleck als Denkkollektiv bezeichnet. Das Denkkollektiv wird „als Gemeinschaft der Menschen, die im Gedankenaustausch oder in gedanklicher Wechselwirkung stehen [definiert], so besitzen wir in ihm den Träger geschichtlicher Entwicklung eines Denkgebietes, eines bestimmten Wissensbestandes und Kulturstandes, also eines besonderen Denkstiles.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=54-55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wird auch auf die diachrone Differenz hinsichtlich eines Denkstiles, die auf Grund seiner historischen Entwicklung entsteht, verwiesen. Die intrakollektive Wanderung bzw. das Kreisen eines Gedankens innerhalb desselben Denkkollektivs über einen zeitlich langgestreckten Raum geht mit seiner allmählichen Änderung einher, sodass sich der Denkstil im Laufe der Zeit verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=144 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Trotz der Zusammensetzung der Denkkollektive aus Individuen, erschöpfen sie sich diese nicht aus der Summe jener. Erst das kollektive Wirken und Kreisen von Vorstellungen innerhalb der Gemeinschaft lässt das Kollektiv und seine Anschauungssysteme entstehen. Somit schließen sich Mitglieder des Denkgkollektivs durch den intrakollektiven Denkverkehr zu einem überindividuellen Ganzen zusammen. Der Denkstil ist eine Eigenschaft der Gemeinschaft und nicht des Individuums. Somit lässt sich auch von einem Denkstil der Naturwissenschaft, der Religion oder etwa der Mystik sprechen.&lt;br /&gt;
	Weiterhin unterscheidet Fleck in momentane und stabile Denkkollektive. Während momentane Denkkollektive durch spontane und zufällige Zusammentreffen und gedanklichen Austausch von Einzelpersonen gebildet werden und sich in einer Stimmung niederschlagen, die mit ihrem Auseinandergehen vergeht und sich das momentane Denkkollektiv gleichsam auflöst, werden stabile Denkkollektive zwar ebenfalls durch die Individuen, die einen Denkstil verfolgen gebildet, sind dabei jedoch nicht an die konkreten Einzelpersonen gebunden. Stabile Denkkollektive werden zunehmend institutionalisiert und definieren sich gerade über ihre Überzeitlichkeit und Ortsungebundenheit, welche sich in dem Denkstil manifestiert.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=135-136 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung der denkstil spezifischen Begrifflichkeiten und Sitten fungieren dabei als Bindeglieder für entsprechende Denkkollektive.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=103 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Esoterisches und exoterisches Wissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb stabiler Denkkollektive lässt sich bezüglich ihrer Mitglieder eine weitere Unterscheidung treffen. Hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Inhalten des Wissenssystems erfolgt ihre Unterteilung in Mitglieder  exoterischer oder esoterischer Kreise der Wissensgemeinschaft. Der esoterische Kreis besteht aus Fachleuten, die unmittelbar und aktiv an der Wissensproduktion beteiligt sind. Es zeichnet sie die Möglichkeit zur Interpretation und Überprüfung von Aussagen aus sowie die der Legitimierung. Mitglieder des esoterischen Kreises produzieren Erkenntnisinhalte und vermittlen diese innerhalb Kollektivs in den Bereichd des Exoterischen. „Aus dem fachmännischen (esoterischen) Wissen ensteht das populäre (exoterische).“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=150 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Kontrast zum populären Wissen sind Erkenntnisinhalte innerhalb des esoterischen Kreises streitbar und dynamisch und verlangen nach einer Legitimierungdurch etwaige Fachleute und Expert*innen.&lt;br /&gt;
„Populäre Wissenschaft s. str. [sensu stricto, im strengen Sinn] ist Wissenschaft für Nichtfachleute, also für breite Kreise erwachsener, allgemein gebildeter Dillettanten. […] Charakteristisch für eine populäre Darstellung ist der Wegfall der Einzelheiten und hauptsächlich der streitenden Meinungen, wodurch eine künstliche Vereinfachung erzielt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=149 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Vermittlung in den exoterischen Kreis scheinen getroffene Aussagen somit an Gewissheit und Unbedingtheit zu gewinnen. Die Stilisierung von Aussagen entspringt also einer vorausgegangenen Umstilisierung und Assimilation von Erkenntnisinhalten. Der exoterische Kreis ist folglich von der Vermittlung esoterischen Wissens abhängig, insofern die von Experten*innen getroffenen Aussagen sprachlich angepasst werden müssen, um verstanden zu werden. Die Fachleute hingegen sind gleichsam nicht nur abhängig von dem ihnen entgegengebrachten Vertrauen des esoterischen Kreises, Fleck sieht auch eine erkenntnistheoretische Bedeutung exoterischen Wissens: „Gewißheit, Einfachheit, Anschaulichkeit entstehen erst im populären Wissen; den Glauben an sie als Ideal des Wissens holt sich der Fachmann von dort.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=152 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die grundlegende Neigung des exoterischen Kreises dem esoterischen Kreis Vertrauen entgegen zu bringen führt bisweilen zu einem Mangel in die Einsicht der Beschränktheit des Expertentums und der möglichen Kritik an formulierten Aussagen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=112-113 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Individuen gehören dabei stets vergleichsweise wenigen esoterischen und mehreren exoterischen Kreisen an, die jedoch alle für das individuelle Vorwissen des jeweiligen Subjekts verantwortlich sind und so das jeweilige Verständnis beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=112 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Gedankenkreisläufe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gedankliche Austausch innerhalb eines Denkkollektivs wird damit zu seiner Voraussetzung. Der gedankliche Austausch zwischen unterschiedlichen Denkkollektiven ist dagegen jedoch mit Komplikationen verbunden. Die unterschiedliche Verwendung von Begriffen und Symbolen, die zu einer Inhaltsverschiebung führen, sowie die abweichende Problemstellung und die daraus resultierende Zweckgerichtetheit des Lösungsansatzes erschweren bis versperren eine Übertragung der Wissensinhalte von einem Denkkollektiv zum nächsten. Zwischen verwandten Denkkollektiven wie beispielsweise denen der Biologie und der Physik ist ein Austausch noch mit geringen Abweichungen von Inhalten verbunden. Zuweilen kann die Nähe von Denkkollektiven und ihren inhärenten Denkstilen auch zur Konkurrenz zwischen ihnen führen. Ihre inhaltliche Nähe, welche sich aus ähnlichen Problem- und Fragestellungen ableiten lassen, ist dafür ausschlaggebend – obwohl oder gerade weil die methodischen Ansätze und Lösungswege abweichend voneinander sind. Zwischen weiter entfernten Kollektiven hingegen, wie denen der Biologie und der Philosophie, kann ein Austausch unmöglich sein und die Verschiebung der Inhalte kann bis zu ihrer gänzlichen Entstellung oder Erlöschung führen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=90-91 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese Unübersetzbarkeit führt der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn später den heute geläufigeren Begriff der Inkommensurabilität ein.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Kuhn, Thomas |Titel=The Structure of Scientific Revolutions |Ort= Chicago |Verlag= University of Chicago Press |Jahr=1962 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
	Insofern der Gedanke für ein fremdes Denkkollektiv verfasst und übermittelt werden soll, muss er den fremdartigen Denkstil gemäß umstilisiert und formuliert werden, um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Die Umformulierung zum Zweck der Übertragung und Vermittlung des Inhaltes führt dabei gleichsam zur Verschiebung des Erkenntnisinhaltes. Dieser ist somit jedoch weder mit dem der Denkgemeinschaft der Adressant*innen noch mit der der Adressat*innen identisch. Diese Form des gedanklichen Austausches nennt Fleck Propaganda, bzw. Popularisierung, wenn der Austausch vom Esoterischen ausgehend zum Exoterischen gerichtet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=92 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Im Kommunikationsakt tritt die Legitimierung einer Aussage ein, wenn die Aussage durch  Adressant*innen in das Denkstil eines Denkkollektivs eingepflegt wird und durch die Spezifität der Eingebundenheit seine Eigentümlichkeiten verliert. Dabei fungiert sie als Bestätigung der denkkollektiven Wissensinhalte und gewinnt im Zuge der Kohärenz mit diesen den Status beständigen Wissens mit dem Merkmal der Objektivität. Die Einbindung der Wissensinhalte in Schulbücher oder Fachzeitschriften geben dabei einen exemplarischen Einblick für die Legitimierung, die sich in der Umwertung einer Aussagen niederschlägt. Sie wird aus dem Status einer esoterischen Behauptung oder Hypothese enthoben und wird als anerkannter Fakt und Tatsache in den exoterischen Bereich des Wissenssystem aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=93-94 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vermittlung zum exoterischen Kreis, also durch eine Autorität und die Dauer der Rotation eines Gedankens, erheben sich somit zu bestimmenden Faktoren der Bestärkung eines Gedankens und seiner Festigung innerhalb des Kollektivs. Die bei diesem Vermittlungsprozess einhergehenden Vereinfachungen der Erkenntnisse erhalten dabei, wie bereit oben erwähnt wurde, den Anschein der Gewissheit und Unbedingtheit. Es trägt zu seiner sozialen Verdichtung bei, indem Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=64 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; „Je größer die zeitliche oder räumliche Entfernung vom esoterischen Kreis, je länger die Vermittlung eines Gedankens innerhalb desselben Denkkollektivs, umso sicherer erscheint er.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=140 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Benannte Formen der Gedankenkreisläufe treten nur in seltenen Fällen isoliert von einander auf. Die Angehörigkeit von Individuen zu mehreren, teils voneinander weit entfernten und fremden Denkkollektiven bedingt diesen Umstand, sodass die Popularisierung von Inhalten fast immer von propagandistischen Momenten und Momenten der Legitimierung begleitet wird – gleichsam der Informationsaustausch von Popularisierung oder Propaganda und Legitimierung. In Folge dessen unterliegt jeder Gedankenaustausch sowohl einer Stilisierung, also seiner Verstärkung innerhalb des Gedankenkollektivs, als auch einer Umstilisierung, also einer Transofmation des zu vermittelnden Inhaltes. Mit zunehmender Vermittlung folgt bei einem andauerndem Gedankenaustausch im Kreislauf so eine mehrmalige Verschiebung, Umgestaltung und Überarbeitung der Erkenntnisinhalte, die bis zur letztendlichen Unkenntlichkeit des ursprünglich vermittelten Inhaltes reicht.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=96 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_M%C3%BCller&amp;diff=6303</id>
		<title>Benutzer:Martin Müller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_M%C3%BCller&amp;diff=6303"/>
		<updated>2024-10-02T06:38:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Die Seite wurde neu angelegt: „== Martin Müller im Living Handbook == Martin Müller studiert XYZ.  * Liste aller Bearbeitungen von Martin Müller * Art…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Martin Müller im Living Handbook ==&lt;br /&gt;
Martin Müller studiert XYZ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Martin Müller|Bearbeitungen von Martin Müller]]&lt;br /&gt;
* Artikel von Martin Müller:&lt;br /&gt;
** [[Titel des von Ihnen erstellten Artikels]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Kategorie:Werkstatt&amp;diff=6302</id>
		<title>Kategorie:Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Kategorie:Werkstatt&amp;diff=6302"/>
		<updated>2024-10-02T06:31:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Änderungen von Martin Müller (Diskussion) wurden auf die letzte Version von Admino zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Kategorie '''Werkstatt''' enthält alle [[Hilfe:Werkstatt|Werkstatt-Seiten]] von Nutzer*innen des [[Living Handbook]]s.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_M%C3%BCller/Werkstatt&amp;diff=6301</id>
		<title>Benutzer:Martin Müller/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Martin_M%C3%BCller/Werkstatt&amp;diff=6301"/>
		<updated>2024-10-02T06:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
0. Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Lesen von nicht zeitgenössischen Sachtexten kann den Leser schnell ein Gefühl des Mystizismus überkommen: Aussagen und Ergebnisse erscheinen unglaubwürdig und im Vergleich mit dem zeitgenössischen Diskurs mehr als fragwürdig. Das Bezugsobjekt des Diskurses scheint das einzige Bindeglied im historischen Verlauf zu sein. Gleichzeitig erscheinen uns zeitgenössische Erkenntnisse so evident und unumstößlich, dass eine Abweichung oder gar Entwicklung der selben unmöglich zu sein scheint. Es lässt sich jedoch annehmen, dass vergangene Epochen ein ähnliches Empfinden bezüglich ihres Wissens verspürten. Somit stellt sich die Frage, wie Erkenntnisse und Wissen generiert werden und sich im Verlauf der Zeit zu dem aktuellem Wissensstand verfestigen können.&lt;br /&gt;
	Entsprechend sollen im Folgenden die Grundpfeiler der Fleckschen Theorie des Erkenntnisgewinns und des Gedankenkreislaufs dargelegt werden, welche Erkenntnis und Wissen in einem relationalem Verhältnis begreifen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Erkennen als soziale Tätigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsachen, zu wissen, zu erkennen und dergleichen sind elementare Bestandteile und Operationen einer Wissenschaft, die in der alltäglichen Vorstellung oft mit einem Absolutheitsanspruch in Verbindung gebracht werden, welcher den Erkenntnisprozess als abschließbaren, endlichen Prozess verstehen lässt und eine gewisse Form der Objektivität im populären Sinne suggeriert. Dieser Anspruch kann dazu veranlassen, vergangene oder andersgeartete Wissensstände zu degradieren und als überholt oder schlechtweg als falsch zu bewerten und abzutun, womit die Dychtonomie von Wahr und Unwahr, Richtig und Falsch in Bezug auf Wissen eröffnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=54-56 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird in der Regel von einem wissenden beziehungsweise erkennenden Subjekt ausgegangen, welches auf das Objekt empirisch Bezug nimmt bzw. das Bezugsobjekt erkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil des Wissens scheint sich jedoch nicht durch die Auseinandersetzung eines Subjekts mit dem zu erkennenden Objekt zu ergeben. Nicht nur, dass sich ein Wissen über das Bezugsobjekt  dem Subjekt nicht unmittelbar mitteilt und somit schon von einer Eingeschränktheit durch die Mittelbarkeit auszugehen ist. Darüber hinaus kann von einer Speisung des Wissens durch einen Lernprozess, also der Vermittlung von Wissen durch Dritte ausgegangen werden. Sowohl Erziehung, als auch der gesamte Prozess der schulischen und institutionalisierten Bildung sind Beispiele für diese Form des Erkenntnisgewinns durch vermitteltes Wissen. Wie sich mit Fleck zeigen lässt, treten bei diesem Wissenstransfer unweigerlich Verschiebungen von Erkenntnisinhalten auf, womit es ausgeschlossen scheint, dass eine Übermittlung von Inhalten von einer zur nächsten Person verlustfrei und ohne Neukombination mit anderen Vorstellungen seitens der Empfänger*innen einhergeht und somit eins zu eins übertragen wird. Das Transferwissen aus diversen Wissensbereichen führt so zur Verschiebung des jeweiligen Informationsgehalts. Mit jedem weiteren Überlieferungsakt ist somit eine zunehmende Entfernung vom Ursprungsinhalt festzustellen. Diese Form der Wissenstransformation erachtet Fleck als Kulturschöpfung und vergleicht sie in seinen frühen Arbeiten sogar mit einem traditionellen Mythos.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demzufolge ist auch jede Erkenntnis abhängig vom vorherigen Wissensstand der jeweiligen Person, sodass, wie Fleck betont, die Reihenfolge der Erkenntnisse ausschlaggebend für den Prozess ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem werden vor allem gewohnte und althergebrachte Vorstellungen und Ideen, so Fleck, als evident erachtet und verweigern sich gleichsam jeder Beweisführung. Traditionen geben einen Eindruck über diese Beharrlichkeit von Vorstellungen. Dabei bilden sie die Basis für weitere Erkenntnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=46 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Erkennen in Form der aktiven Betrachtung eines Bezugsobjekts ist, insofern der Prozess durch den Abgleich des Erlebens mit bereits Bekanntem vollzogen wird, ebenso abhängig von der Vorbildung der jeweiligen Person. Bei dieser Suche nach Ähnlichkeiten des Bezugsobjekts mit Bekanntem kann jedoch Neues und damit auch Unvergleichbares übersehen bzw. ignoriert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=50 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Faktoren des Erkenntnisgewinns sprechen für den Erkenntnisprozess als soziale Tätigkeit, die dem objektiven, absoluten Erkennen einer Wirklichkeit widersprechen. Erkennen erscheint dabei als „ein tätiges, lebendiges Beziehungeingehen, ein Umformen und Umgeformt werden, kurz ein schaffen.“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=1983 |Seite=48 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem lässt sich damit auch das Vorherrschen von inkommensurablen Theorien beschreiben, die zu jeder Zeit existiert haben und entsprechend auch fortlaufend existieren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Denkstile und Denkkollektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erkenntnisgewinn, dessentwegen die Wissenschaften betrieben werden, ist, wie gezeigt wurde, kein bedingungsloses Erfassen des Untersuchungsgegenstandes. Abhängig von sozialen und kulturellen Prädispositionen des Subjekts, die sich in Traditionen, Mythen und dem individuellen Vorwissen ausdrücken, werden übermittelte Informationen (und in den seltensten Fällen auch direkt am Untersuchungsgegenstand vorgenommene Beobachtungen) verarbeitet und interpretiert. Die spezifische Art des Verständnisses deutet auf ein relatives Moment im Erkenntnisprozess hin. Objekte werden durch Subjekte vor einem jeweiligen Wissensstand erkannt, den Fleck mit dem Begriff des Denkstils besetzt. So lässt sich sagen, dass Erkenntnisse denkstilabhängig sind.&lt;br /&gt;
	Denkstile werden von Fleck als historisch gewachsene Wissensstände beschrieben, „als gerichtetes Wahrnehmen, mit entsprechendem gedanklichen und sachlichen Verarbeiten des Wahrgenommenen. Ihn charakterisieren gemeinsame Merkmale der Probleme, die ein Denkkollektiv interessieren; der Urteile, die es als evident betrachtet; der Methoden, die es als Erkenntnismittel anwendet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=130 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gerichtetheit der Wahrnehmung bestimmt damit sowohl die Fragestellung bzw. das Problem, welches an die jeweilige Beobachtung herangetragen wird, als auch die angemessene Methode der Problemlösung. Folglich werden diverse Probleme unbeachtet bleiben, die nicht dem Denkstil dem Gemeiinschaft entsprechen, wodurch sie sich inhaltlich beschränkt und zu einem abgeschlossenen System formiert. &amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Zur Krise der „Wirklichkeit“ |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=51 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Die Ausrichtung der Problembewältigung, die innerhalb eines Denkstils vorherrschend ist, lässt sich mit Fleck als Denkzwang interpretieren. Vertreter*innen eines Denkstils werden also auf Grund der denkstil-spezifischen Voraussetzungen zwangsläufige Erkenntnisse gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=130 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeweilige Voraussetzungen des Denkstils werden innerhalb der Gemeinschaft, der Anhänger*innen eines Denkstils, erlernt. Das Erlernen eines Denkstils ist nach Fleck, wie bereits erwähnt wurde, keine eigenständige Leistung eines Subjekts, sondern erfolgt durch eine Form der Unterweisung und Einführung in Denkbewegungen samt ihrer Methoden der Problembewältigung und ist damit autoritär geprägt.&lt;br /&gt;
	Denkstile bilden darüber hinaus eigene Begrifflichkeiten und Symbole aus, die durch eine Form der Präzisierung zur Klarheit der Ideen und Vorstellung innerhalb eines Denkstils beitragen sollen. Diese denkstil gemäßen Begriffe lassen sich nicht ohne inhaltliche Verschiebung in andere Denkstile übertragen. Jene Begriffe und Symbole können ebenso wenig mit dem Anspruch der Kongruenz mit den Bezugsobjekten auftreten wie es Erkenntnisse oder Tatsachenbeschreibungen können. Vielmehr sind sie Äquivalente für ein subjektives bzw. denkstilabhängiges Erleben des Bezugsobjekts.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=51 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Ein weiteres Merkmal des Denkstils findet sich im gedanklichen Austausch ihrer Mitglieder und der damit verbundenen aktiven Umformung der rotierenden Gedanken, Ideen und Vorstellungen.&lt;br /&gt;
	Diese Gemeinschaft wird von Fleck als Denkkollektiv bezeichnet. Das Denkkollektiv wird „als Gemeinschaft der Menschen, die im Gedankenaustausch oder in gedanklicher Wechselwirkung stehen [definiert], so besitzen wir in ihm den Träger geschichtlicher Entwicklung eines Denkgebietes, eines bestimmten Wissensbestandes und Kulturstandes, also eines besonderen Denkstiles.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=54-55 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wird auch auf die diachrone Differenz hinsichtlich eines Denkstiles, die auf Grund seiner historischen Entwicklung entsteht, verwiesen. Die intrakollektive Wanderung bzw. das Kreisen eines Gedankens innerhalb desselben Denkkollektivs über einen zeitlich langgestreckten Raum geht mit seiner allmählichen Änderung einher, sodass sich der Denkstil im Laufe der Zeit verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=144 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Trotz der Zusammensetzung der Denkkollektive aus Individuen, erschöpfen sie sich diese nicht aus der Summe jener. Erst das kollektive Wirken und Kreisen von Vorstellungen innerhalb der Gemeinschaft lässt das Kollektiv und seine Anschauungssysteme entstehen. Somit schließen sich Mitglieder des Denkgkollektivs durch den intrakollektiven Denkverkehr zu einem überindividuellen Ganzen zusammen. Der Denkstil ist eine Eigenschaft der Gemeinschaft und nicht des Individuums. Somit lässt sich auch von einem Denkstil der Naturwissenschaft, der Religion oder etwa der Mystik sprechen.&lt;br /&gt;
	Weiterhin unterscheidet Fleck in momentane und stabile Denkkollektive. Während momentane Denkkollektive durch spontane und zufällige Zusammentreffen und gedanklichen Austausch von Einzelpersonen gebildet werden und sich in einer Stimmung niederschlagen, die mit ihrem Auseinandergehen vergeht und sich das momentane Denkkollektiv gleichsam auflöst, werden stabile Denkkollektive zwar ebenfalls durch die Individuen, die einen Denkstil verfolgen gebildet, sind dabei jedoch nicht an die konkreten Einzelpersonen gebunden. Stabile Denkkollektive werden zunehmend institutionalisiert und definieren sich gerade über ihre Überzeitlichkeit und Ortsungebundenheit, welche sich in dem Denkstil manifestiert.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=135-136 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung der denkstil spezifischen Begrifflichkeiten und Sitten fungieren dabei als Bindeglieder für entsprechende Denkkollektive.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=103 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Esoterisches und exoterisches Wissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb stabiler Denkkollektive lässt sich bezüglich ihrer Mitglieder eine weitere Unterscheidung treffen. Hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Inhalten des Wissenssystems erfolgt ihre Unterteilung in Mitglieder  exoterischer oder esoterischer Kreise der Wissensgemeinschaft. Der esoterische Kreis besteht aus Fachleuten, die unmittelbar und aktiv an der Wissensproduktion beteiligt sind. Es zeichnet sie die Möglichkeit zur Interpretation und Überprüfung von Aussagen aus sowie die der Legitimierung. Mitglieder des esoterischen Kreises produzieren Erkenntnisinhalte und vermittlen diese innerhalb Kollektivs in den Bereichd des Exoterischen. „Aus dem fachmännischen (esoterischen) Wissen ensteht das populäre (exoterische).“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=150 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Kontrast zum populären Wissen sind Erkenntnisinhalte innerhalb des esoterischen Kreises streitbar und dynamisch und verlangen nach einer Legitimierungdurch etwaige Fachleute und Expert*innen.&lt;br /&gt;
„Populäre Wissenschaft s. str. [sensu stricto, im strengen Sinn] ist Wissenschaft für Nichtfachleute, also für breite Kreise erwachsener, allgemein gebildeter Dillettanten. […] Charakteristisch für eine populäre Darstellung ist der Wegfall der Einzelheiten und hauptsächlich der streitenden Meinungen, wodurch eine künstliche Vereinfachung erzielt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=149 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Vermittlung in den exoterischen Kreis scheinen getroffene Aussagen somit an Gewissheit und Unbedingtheit zu gewinnen. Die Stilisierung von Aussagen entspringt also einer vorausgegangenen Umstilisierung und Assimilation von Erkenntnisinhalten. Der exoterische Kreis ist folglich von der Vermittlung esoterischen Wissens abhängig, insofern die von Experten*innen getroffenen Aussagen sprachlich angepasst werden müssen, um verstanden zu werden. Die Fachleute hingegen sind gleichsam nicht nur abhängig von dem ihnen entgegengebrachten Vertrauen des esoterischen Kreises, Fleck sieht auch eine erkenntnistheoretische Bedeutung exoterischen Wissens: „Gewißheit, Einfachheit, Anschaulichkeit entstehen erst im populären Wissen; den Glauben an sie als Ideal des Wissens holt sich der Fachmann von dort.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=152 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die grundlegende Neigung des exoterischen Kreises dem esoterischen Kreis Vertrauen entgegen zu bringen führt bisweilen zu einem Mangel in die Einsicht der Beschränktheit des Expertentums und der möglichen Kritik an formulierten Aussagen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=112-113 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Individuen gehören dabei stets vergleichsweise wenigen esoterischen und mehreren exoterischen Kreisen an, die jedoch alle für das individuelle Vorwissen des jeweiligen Subjekts verantwortlich sind und so das jeweilige Verständnis beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=112 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Gedankenkreisläufe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gedankliche Austausch innerhalb eines Denkkollektivs wird damit zu seiner Voraussetzung. Der gedankliche Austausch zwischen unterschiedlichen Denkkollektiven ist dagegen jedoch mit Komplikationen verbunden. Die unterschiedliche Verwendung von Begriffen und Symbolen, die zu einer Inhaltsverschiebung führen, sowie die abweichende Problemstellung und die daraus resultierende Zweckgerichtetheit des Lösungsansatzes erschweren bis versperren eine Übertragung der Wissensinhalte von einem Denkkollektiv zum nächsten. Zwischen verwandten Denkkollektiven wie beispielsweise denen der Biologie und der Physik ist ein Austausch noch mit geringen Abweichungen von Inhalten verbunden. Zuweilen kann die Nähe von Denkkollektiven und ihren inhärenten Denkstilen auch zur Konkurrenz zwischen ihnen führen. Ihre inhaltliche Nähe, welche sich aus ähnlichen Problem- und Fragestellungen ableiten lassen, ist dafür ausschlaggebend – obwohl oder gerade weil die methodischen Ansätze und Lösungswege abweichend voneinander sind. Zwischen weiter entfernten Kollektiven hingegen, wie denen der Biologie und der Philosophie, kann ein Austausch unmöglich sein und die Verschiebung der Inhalte kann bis zu ihrer gänzlichen Entstellung oder Erlöschung führen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=90-91 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese Unübersetzbarkeit führt der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn später den heute geläufigeren Begriff der Inkommensurabilität ein.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in= Kuhn, Thomas |Titel=The Structure of Scientific Revolutions |Ort= Chicago |Verlag= University of Chicago Press |Jahr=1962 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
	Insofern der Gedanke für ein fremdes Denkkollektiv verfasst und übermittelt werden soll, muss er den fremdartigen Denkstil gemäß umstilisiert und formuliert werden, um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Die Umformulierung zum Zweck der Übertragung und Vermittlung des Inhaltes führt dabei gleichsam zur Verschiebung des Erkenntnisinhaltes. Dieser ist somit jedoch weder mit dem der Denkgemeinschaft der Adressant*innen noch mit der der Adressat*innen identisch. Diese Form des gedanklichen Austausches nennt Fleck Propaganda, bzw. Popularisierung, wenn der Austausch vom Esoterischen ausgehend zum Exoterischen gerichtet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=92 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Im Kommunikationsakt tritt die Legitimierung einer Aussage ein, wenn die Aussage durch  Adressant*innen in das Denkstil eines Denkkollektivs eingepflegt wird und durch die Spezifität der Eingebundenheit seine Eigentümlichkeiten verliert. Dabei fungiert sie als Bestätigung der denkkollektiven Wissensinhalte und gewinnt im Zuge der Kohärenz mit diesen den Status beständigen Wissens mit dem Merkmal der Objektivität. Die Einbindung der Wissensinhalte in Schulbücher oder Fachzeitschriften geben dabei einen exemplarischen Einblick für die Legitimierung, die sich in der Umwertung einer Aussagen niederschlägt. Sie wird aus dem Status einer esoterischen Behauptung oder Hypothese enthoben und wird als anerkannter Fakt und Tatsache in den exoterischen Bereich des Wissenssystem aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel=Das Problem einer Theorie des Erkennens |Herausgeber*in=Schnelle, Thomas ; Schäfer, Lothar |Sammelband= Erfahrung und Tatsache – Gesammelte Aufsätze |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr= 1983|Seite=93-94 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vermittlung zum exoterischen Kreis, also durch eine Autorität und die Dauer der Rotation eines Gedankens, erheben sich somit zu bestimmenden Faktoren der Bestärkung eines Gedankens und seiner Festigung innerhalb des Kollektivs. Die bei diesem Vermittlungsprozess einhergehenden Vereinfachungen der Erkenntnisse erhalten dabei, wie bereit oben erwähnt wurde, den Anschein der Gewissheit und Unbedingtheit. Es trägt zu seiner sozialen Verdichtung bei, indem Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=64 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; „Je größer die zeitliche oder räumliche Entfernung vom esoterischen Kreis, je länger die Vermittlung eines Gedankens innerhalb desselben Denkkollektivs, umso sicherer erscheint er.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=140 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
	Benannte Formen der Gedankenkreisläufe treten nur in seltenen Fällen isoliert von einander auf. Die Angehörigkeit von Individuen zu mehreren, teils voneinander weit entfernten und fremden Denkkollektiven bedingt diesen Umstand, sodass die Popularisierung von Inhalten fast immer von propagandistischen Momenten und Momenten der Legitimierung begleitet wird – gleichsam der Informationsaustausch von Popularisierung oder Propaganda und Legitimierung. In Folge dessen unterliegt jeder Gedankenaustausch sowohl einer Stilisierung, also seiner Verstärkung innerhalb des Gedankenkollektivs, als auch einer Umstilisierung, also einer Transofmation des zu vermittelnden Inhaltes. Mit zunehmender Vermittlung folgt bei einem andauerndem Gedankenaustausch im Kreislauf so eine mehrmalige Verschiebung, Umgestaltung und Überarbeitung der Erkenntnisinhalte, die bis zur letztendlichen Unkenntlichkeit des ursprünglich vermittelten Inhaltes reicht.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.{{Quellen-Literatur|Autor*in=Fleck, Ludwik |Titel= Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache 9. Auflage |Ort= Frankfurt am Main |Verlag= Suhrkamp Taschenbuchverlag |Jahr=2012 |Seite=96 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer&amp;diff=6291</id>
		<title>Benutzer:Jennifer Langer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Jennifer_Langer&amp;diff=6291"/>
		<updated>2024-09-09T11:17:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admino: Verlinkungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jennifer Langer''' studiert Germanistik und Philosophie an der Universität Kassel. Sie ist außerdem Teil der [[climate-thinking.de:Editorial_Board|Redaktion]] des [[Living Handbook]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jennifer Langer im Living Handbook==&lt;br /&gt;
* Liste aller [[Spezial:Beiträge/Jennifer Langer|Bearbeitungen von Langer]]&lt;br /&gt;
* Alle Beiträge von Jennifer Langer:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admino</name></author>
	</entry>
</feed>